Donnerstag, 26. August 2010

Anatoli Sofronow

Es wird Zeit, wieder mal einen russischen Dichter vorzustellen. Anatoli Sofronow. Ich erwähnte ihn ja schon…
Geb. 1911, aufgewachsen in einem Kosakendorf am Don, Schlosser und Betriebszeitungsredakteur, später Frontkorrespondent, auch für “ Iswestija“. Später Lyriker und Dramatiker, der zu Sowjetzeiten das Glück mehrerer Reisen nach Indien, China, Japan, England, Australien, Südamerika genosz… und darüber geschrieben hat.
Ins Deutsche übersetzte Bücher sind mir jedoch keine bekannt.
Es starb 1990.

Mir gefällt vor allem die Lyrik, der Rhythmus seiner Sprache…
In der Übersetzung läszt sich die Stimmung, welche da entsteht, nicht gut wiedergeben... und glücklich bin ich mit solchen Übersetzungen auch nicht. Wer also des Russischen mächtig, sollte die Verse lieber laut vorlesen und den Klang auf sich wirken lassen.
Aber da dies ein deutschsprachiges Blog sind, musz ich wohl eine ungefähre Inhaltsangabe mitliefern…


Ничто не забывается. Ничто.
И снова не рождается. Ничто.
Ничто не повторяется. Ничто.
А если и рождается - уже
Иное все на новом рубеже.

Припомни все, что было у тебя;
Что горько стыло в сердце у тебя;
Что, может, и мертво но, память теребя,
еще в душе осталось у тебя.

Припомни все: десятилетья и часы,
В которых жизнь ложилась на весы,
Когда ты и рождаясь - умирал,
Но вновь из пепла к жизни восставал.

А все, что отгорело и ушло, -
Уже не радость больше и не зло.
Bсе прошлое...И только лишь одно
Осталось жизни теплое зерно.

Но если в нем тепло еще живет,
Оно, как стребель, властно прорастет,
Pаздвинет землю стылую, пробьет
И вновь увидит солнечный восход.

...Ничто не забывается... Ничто.
Ничто не повторяется. Ничто.
А если и рождается - уже
Иное все на новом рубеже.

- Анатолий Софронов –


Nichts wird vergessen, nichts geht verloren. Doch nichts wiederholt sich – was neu geboren, erlangt eine neue Dimension.
Erinnere dich an alles, was dein Herz bewegt… was, lang vorbei, noch immer die Seele fegt.
Jahrzehnte und Stunden, da das Leben dich fast niederwarf und du doch wie aus der Asche erstandest.
Alles was verglüht ist und vorbei, keine Freude mehr und auch kein Schmerz… Alles ist vergangen und manchmal bleibt nur noch ein einziges Samenkorn, das lebt.
In ihm ist Wärme noch und Kraft. Die harte Kruste der Erde zu durchstoszen und sich emporzurecken zum Sonnenlicht.
Nichts wird vergessen, nichts geht verloren. Doch nichts wiederholt sich – was neu geboren, erlangt eine neue Dimension.

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