Donnerstag, 22. August 2013

Das grosze Glück...


...heiszt heut das Thema bei Luzia Pimpinella.


Utopia

Wer wird mir folgen wenn ich gehe
Ins abseits ungelobte Land.
Freunde, die ich mir früh erfand
Und die ich noch von Ferne sehe,

Werden mich ohne Liebe lassen.
Sie urteilen schon über mich.
Als Eichmaß setzen sie nun sich.
Und ich will ihrem Maß nicht passen.

Sie nehmen Welt, so wie sie ist,
und suchen sie sich auszuschmücken.
Sie helfen sich mit kleinen Glücken.
Ich aber will Landdasnichtist

Utopia der Traum als Leben.
Und Liebe, Währung die man gibt.
Ohne zu fragen, wen man liebt.
Denn liebend wird man ihn erheben.

- Eva Strittmatter –

aus „Zwiegespräch“ Aufbau-Verlag 1980

Das fiel mir spontan ein zu „Das grosze Glück“ –
Ein Denkanstosz einer heute fast  vergessenen Dichterin,
welche ich als Jugendliche sehr gemocht habe.

Ich finde es schwierig, das grosze Glück in Bildern festzuhalten.
Für mich ist es die Summe ganz vieler Momente im Leben, eine Art Mosaikbild sozusagen.
Ein inneres Bild, kein äuszerlich mit der Kamera festzuhaltendes Motiv.



Ach übrigens: ich mag Nebel. Sowieso.

Kommentare:

  1. Ein anregend-nachdenklicher Post zum Thema. Eva Strittmatter fast vergessen? Nicht von denen, die sie lesen ;-), immer wieder, seit vielen vielen Jahren. Nebel mag ich auch ;-) Und Bäume sowieso. Lieben Gruß Ghislana

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    1. Freut mich, das zu lesen!
      Auch wenn der heutige Buchmarkt von ganz anderen Werken überschwemmt ist...
      Mir selbst ging es so, dasz ich nach der Wende erstmal meinen Nachholebedarf stillen muszte an all dem, was mir so lange unerreichbar war... aber mittlerweile habe ich teilweise zu den Lieblingsbüchern von damals zurückgefunden -
      Liebe Grüsze
      Mascha

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  2. Nebel habe ich oft im Herbst bei uns. Hier am Waldrand mit dem Nebel um mich...überall warmleuchtende Kerzenlichter im Haus...ergibt eine für mich besondere Stimmung jeweils. Ich liebe diese Atmosphäre.

    Für mich persönlich kommt das wahre Glück, das stützt, und Kraft schenkt, wirklich nachhaltig nur aus dem innern eines Menschen.
    Es ist die Glückseligkeit, die, wenn auch Leid erfahren wird einem trägt und nicht verzweifeln lässt und trotz allem immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

    Dieses innere Gefühl kann man nicht auf Bilder zeigen.

    Das was zu zeigen ist, wären die äusseren Glücksmomente eines Menschen...wie er sich freut über etwas, jubelt aus bestimmten Gründen, oder auch weint bei erfreulichen Ereignissen. Das sind wundervolle Momente...persönliches erleben...vergängliche Augenblicke.

    Hab schöne Tage liebe Mascha.
    Liebei Grüessli
    Julia

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  3. Danke liebe Julia, für Deine wunderbaren Worte.
    Genau so ist es.
    Liebe Grüsze
    Mascha

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