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Samstag, 27. Juni 2026

Bin ich Kind geblieben?

 

 

 
Als Kind mochte ich meinen Geburtstag nicht.
Denn erstens war da immer noch Weihnachten... und zweitens kaltes graues Wetter.
Ich träumte von Gartenpartys zu Ferienbeginn und beneidete
eine Schulfreundin, die ihren Geburtstag auf der Terrasse zwischen 
Rosenbüschen und im Garten feiern konnte.
Das war immer der schönste Kindergeburtstag, den ich miterlebt habe. 
 
Heute feiere ich meinen Halbjahresgeburtstag mehr als den Echten.
Und gerade heute ist dieser Tag. 
Heut bin ich Sechsundsechzigeinhalb Jahre.
Am Morgen las ich den Newsletter von Karinas Röpcke,
die zu einer Blogparade einlädt: 
 
 Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte. 
 
 
 


Zeit, einmal nachzudenlen.
Allerdings fällt mir dabei auf, dasz ich das, was ich als Kind geliebt habe,
heute immer noch gern und selbstvedrständlich tue.  
Oder inzwischen längst wieder.
Und all das, was ich zu gern wiederholen möchte, geht einfach nicht mehr. 
 
 
 
Als Kind habe ich gern Zeitschriften zerschnippelt - die Figuren aus Mutters 
Modeheften ausgeschnitten, das konnte ich stundenlang tun. Wenn Mutter
zum Frisör ging (Dauerwelle dauerte damals Stunden)...wurde eine "Sybille" 
und eine Schere mitgenommen und dann sasz ich dort in der Ecke an 
einem kleinen Tisch und war ruhig... - und heute klebe ich Collagen.
Vorwiegend aus Zeitschriftenmaterial. 
 
 

 
Ich war gern im Wald, habe mich in einem hohlem Baum versteckt
- der Baum - die alte Eiche - hat ungefähr bis zu meinem 50. Lebensjahr
noch gestanden und wurde regelmäszig besucht, im Wald bin ich auch heute
 noch gern, auch wenn ich es laufmäszig kaum noch realisieren kann.
 
Auf Wiesen sitzen.
 - Auch das habe ich mein Leben lang beibehalten.
Bevor ich einen Garten hatte,nahm ich mir ein Buch mit auf eine Waldwiese...
  und auch heute noch sitze ich gern lieber im Gras statt auf einer Bank 
(auch wenn ich manchmal nicht mehr so schnell wieder hochkomme - )
 
Vogel-und Froschkonzerte hören.
Keine Frage, dasz ich das heute genauso noch geniesze.
 
Insekten beobachten.
 
Mich im Sommer naszregnen lassen.
 
Am Wasser sein, Füsze kühlen.
 

 
Dinge nach Farben sortieren. 
 
Bücher lesen.
Auch heute noch lese ich gern Kinderbücher, allerdings doch mit etwas
anderen Augen. Dasz z.B. das Märchen "Allerleirauh" ein Inzestmärchen
ist, habe ich damals natürlich nicht begriffen -  
 
 

 
Bilder anschauen, egal wo. 
Litfaszsäule, Schaufenster, Galerie, Museum, Zeitschrift oder Bildband 
- keine Frage, das funktioniert heute noch genauso und da kann ich mich
hinein versenken. Tue ich oft.
 
Wolken beobachten.
 
Irgendwo herumklettern, auf Baugerüsten, Türmen, Dächern...möglichst weit oben sein. 

 
 


 
Gesichter finden in Gegenständen - auch das macht mir noch immer Spasz.
 
Buchstaben in Wörtern verdrehen - aus Frackknöpfchen
wird Knackpfröpfchen... - sowas begeistert mich immer noch.
 
Schatten beobachten, Schattenspiele machen.
 
 
 
 
Irgendwo sitzen und mit den Beinen baumeln - auch das mag ich noch 
und freue mich, eine Sitzgelegenheit zu finden, die hoch genug ist. 
 

Mich verkleiden. 
- Später, in einem Job als Brockenhexe, hatte ich dazu wieder Gelegenheit..
  
Schaukeln.  
 


Sterne gucken.
 
Wunderkerzen abbrennen. 
 
Springkraut berühren und springen lassen. 
 
Diverse Dinge sammeln, Kastanien, Herbstblätter, Gräser, Samenkapseln... 
 

 
 Durch trockenes Laub rascheln, mich ganz darin einbuddeln.
 
Schneemann bauen - im letzten schneereichen Winter wieder entdeckt.
 
 

 
Mit der Schuhspitze Eis auf Pfützen zertrümmern. 
 
Katzen streicheln. Mit Katzen reden. 
 
Eisenbahn gucken (die Dampfbahn gibts heute noch) 
 
Fingerspiele.
(Gute Übung bei Handarthrose) 
 
Eine bestimmte Art Zungenschnalzen. - Kann und tue ich heut noch.
 
Spielgeräte entdecken und ausprobieren.
 

 
 
 
 
In die Badeanstalt gehen.
- Vor einigen Jahren als absolutes Vergnügen wiederentdeckt. 
 
 
 
 
*
 



 
Natürlich gibt es viele Dinge, die ich heute nicht mehr kann.
Physisch nicht oder aus anderen - teils auch finanziellen - Gründen.
 
Die Salzbergtalwiese runter Rad schlagen. Eins nach dem anderen.
 
Auf Omas Kuchentablett (ein olles Plasteding) den Wiesenhang 
runter rodeln (wir haben oft Tee und Kuchen mit zum Spaziergang genommen,
aber dieses Tablett oder ein anderes geeignetes Teil existiert nicht mehr). 
 
Auf einem Bein zum Einkaufen hüpfen 
(letztmalig mit Ende Vierzig praktiziert, als ich ein Kind von der Schule abholte 
und wir nach hause gehüpft sind - hat nochmal Spasz gemacht trotz Mühe) 
 
Flickflack. Oder auch nur ein stinknormaler Purzelbaum.
 
Gemeinsam mit Opa ein Lied singen. Er spielte Gitarre dazu
und es störte ihn überhaupt nicht, wenn ich völlig falsch sang. 
Nur mit ihm habe ich gesungen als ich noch nicht zur Schule ging - dort wurde
mir dann beigebracht, dasz ich nicht singen kann und ich kann es bis heute nicht. 
 
 
(da rief mich die Mutter zum Heimgehen, aber ich wollte noch nicht)
 
In einem Rappelbus bis zum Bergtheater rauf fahren und ein
Märchenstück ansehen.
(da fährt heut kein Rappelbus mehr rauf, das geht nicht mehr ohne Auto) 
 
Die Schaffnerin beobachten, die so eine interessante Geldtasche hatte
mit Röhren für die verschiedenen Münzen. 
 
Von der Rosztrappe aus das Bodetal runterlaufen
(mangels Lauffähigkeit leider nicht mehr möglich) 
 
Dem "singenden Brunnen" zuhören.
Den gibt es nicht mehr, das war irgendeine eingemauerte Röhre
im Salzbergtal drauszen, da konnte man in Abständen ein dumpfes
Glucksen hören. 
 
Opa in der Werkstatt beim Arbeiten zuschauen.
 
Ins Kino gehen. 
 
Am Meer sein, Muscheln sammeln und herummoddern. 
(jegl. Reisen sind finanziell nie mehr möglich) 
 
 
 
 
Auf  Vaters Schultern reiten, getragen werden statt zu laufen.
 


Mich durch die Luft werfen lassen... an Ringen turnen etc.
 
*
 
 
Mit zunehmendem Alter und körperlichen - oder auch wirtschaftlichen -
Einschränkungen verlieren Bucketlists und auch das Wort "Unbedingt" 
zunehmend an Bedeutung. Da nimmt man die Dinge gelassen, freut sich über das,
was spontan kommt bzw. doch mal unverhofft möglich wird (ein Ausflug, ein Eis?). 
Mit Etwas-Vornehmen ist es dagegen so eine Sache. 
Da geschieht eh immer mehr nur noch im Kopfkino.
Insofern fällt mir jetzt nichts ein, was ich dieses Jahr unbedingt 
 noch wieder tun möchte oder tun könnte. 
 
Oder?
 
Vielleicht ein Moosgärtchen anlegen?
Das zeigte mir Oma, es wurden Moosbatzen auf einem groszen Teller
arrangiert und regelmäszig gegossen 
 
Steine karren. 
Das fand ich in der Mappe mit Omas Zeichnungen wieder.
Habe es damals von Opa gelernt: einfach die Stirn an einer Tür herunter 
rappeln - wir haben ja immer viel Quatsch gemacht damals mit Opa.
 
 

Vielleicht hilft das gegen mancherlei Alltagsstresz und -Frust?
- Ich werds versuchen! 
 
 
 
Ansonsten schliesze ich jetzt meine Augen und lasse mit von Oma Elsbet (sie hat im Oktober 127. Geburtstag) eines ihrer selbst ausgedachten Märchen erzählen. 
 
 
Nachgedacht am 26.6., aufgeschrieben und Bilder dazu gesucht am 27.6. 
Die beiden Zeichnungen sind von Oma Elsbeth, die Collagen fertigte ich, die Fotos knipste
mein Schatz, Vater, Opa oder ich.

 
 
 
 

Friedensgebet

 

 John Gorka - Let them in


 

Das ist die Vertonung eines Gedichts, das eine Frau aus Oakland im Sommer 1942 schrieb, als die Nachrichten von der Front alles andere als gut klangen und Söhne von Freundinnen unter den Gefallenen waren.

Elma Dean war keine bekannte Dichterin. „Letter to St. Peter“ erschien im November 1942 im Magazin „The American Mercury“ und entwickelte danach ein Eigenleben, das die Bekanntheit seiner Autorin bei weitem überstieg: in den Congressional Record aufgenommen, in „National Geographic“ abgedruckt, an die Mauer eines amerikanischen Soldatenfriedhofs in England gemeißelt, von einem Senator an einem europäischen Gräberfeld vorgetragen. Ein Gebet, gerichtet nicht an Gott, sondern an Petrus, den Torhüter des Himmels: (Quelle)

 Lass sie rein, Peter,
Let them in, Peter,

Sie sind sehr müde
They are very tired

Gib ihnen Sofas, auf denen die Engel schlafen
Give them couches where the angels sleep

Und zünde diese Feuer an
And light those fires
Lass sie wieder gesund aufwachen
Let them wake whole again

Zu brandneuen Anfängen
To brand new dawns

Mit der Sonne befeuert
Fired with the sun

Nicht die verdammten Waffen der Kriegszeit
Not wartime's bloody guns
Möge ihr Friede tief sein
May their peace be deep

Denken Sie daran, wo die gebrochenen Körper liegen
Remember where the broken bodies lie

Gott weiß, wie jung sie waren
God knows how young they were

Sterben müssen
To have to die

Gott weiß, wie jung sie sterben mussten
God knows how young they were to have to die
Gib ihnen Dinge, die sie mögen
Give them things they like

Lass sie etwas Lärm machen
Let them make some noise

Geben Sie Roadhouse-Bands, keine goldenen Harfen
Give roadhouse bands, not golden harps

Auf diese unsere Jungs
To these our boys
Und lass sie lieben, Peter
And let them love, Peter

Weil sie keine Zeit hatten
Cause they've had no time

Sie sollten Bäume und Vogelgesang haben
They should have trees and bird songs

Und Hügel zum Erklimmen
And hills to climb
Der Geschmack des Sommers in einer reifen Birne
The taste of summer in a ripened pear

Und Mädchen, süß wie Wiesenwinde
And girls sweet as meadow winds

Mit wallendem Haar
With flowing hair
Sagen Sie ihnen, wie sehr sie vermisst werden
Tell them how they are missed

Und sag, du sollst keine Angst haben
And say not to fear

Es wird alles gut
It's gonna be alright

Bei uns hier unten
With us down here
Lass sie rein, Peter
Let them in, Peter
 

Quelle: LyricFind

Freitag, 26. Juni 2026

Kein FreitagsFüller

 

 


 

Der FreitagsFüller macht heut hitzefrei.
Dem kann ich mich nur anschlieszen.

Also: übersteht die Tage gut, sucht Euch Wasser, und wenns nur aus der Leitung kommt! Auch mir ist auszer einer hoffnungslos überfüllten Badeanstalt, in der man Lärmschutz braucht... kein Gewässer zugänglich. Aber man kann Wasser auch einfach trinken.
oder die Füsze in einen Wassereimer stellen... das hilft alles etwas.
Und vergeszt die Haustiere nicht. 

 

 

 

Friedensgebet

 

 Mohammed Baqir Qahtan vor dem Al-Abbas-Mausoleum (Kerbela, Irak)


 

Donnerstag, 25. Juni 2026

Monatscollage Juni

 


 

Schon wieder letzter Donnerstag - und die liebe Birgittl
lädt uns heute zur Monatscollage ein. 
 
 

 
Grüner Juni - Monat der weiszen Blüten.
Hatte diesjahr eine ganze Reihe kalte und graue Tage dabei.
 
 

 
Regen hat das Leben der Rosen vorzeitig beendet. 
Regen, der aber auch Segen war.
Vor der ganz groszen Hitze. Jetzt.
 
 

 
Am 11. öffnete unser Schimmbad.
Da wars noch kalt und ich die einzige Schwimmerin.
Jetzt ist es rappelvoll. Das gehört zum Sommer.
Und Schwimmen kann ich sehr viel besser als Laufen.  
 
 

 
Es gab schöne kleine Momente ..und auch einige weniger schöne.
Essenstechnisch ist es mir nicht immer gelungen, das nötige Obst 
und Gemüse aufzutreiben - es wird halt schwieriger. Überall. 
 
 
 
 
Weiszes Glockenblumenläuten
mischt sich zunehmend mit Mohnblütenrot und anderen Farben. 
Grün wird langsam matter. Müder.
 
 

 
Licht im Zenit, das nun ganz langsam schwindet.
Morgens dreiviertel vier beginnen die Vögel. Tageslicht ahnend. 
Wir sind im hohen Sommer angekommen. 
 
 



 

Friedensgebet

 

HARPA DEI - Das Gleichnis vom Verlorenen Sohn


In diesem Video schauen wir auf das Gleichnis, welches Jesus uns vom verlorenen Sohn erzählt hat. Nachdem dieser alles verloren hat, bereut er und bricht nach Hause auf. Dort wird er von seinem liebenden Vater erwartet. Wir widmen dieses Video allen „verlorenen Söhnen und Töchtern” in dieser Welt. Sie sollen wissen, dass Gott, unser himmlischer Vater, auf sie wartet und sich nichts mehr wünscht, als dass sie zu ihm heimkehren!

Dieses Video ist Teil einer Serie von gregorianischen Gesängen, die die „ureigensten Worte Jesu“ (IPSISSIMA VERBA) vertonen. 

Hier finden Sie eine Meditation zu den in diesem Gesang vertonten Worten:
WAHRE UMKEHR: https://harpadei.com/de/wahre-umkehr-3/
DIE FREUDE DES HIMMELS: https://harpadei.com/de/die-freude-de...
ER IST WIEDERGEFUNDEN: https://harpadei.com/de/er-ist-wieder... 

Mittwoch, 24. Juni 2026

Wordless - без слов -

 



(abandoned factory in the former GDR, scanned paper print)

Shared with Wordles Wednesday, WW@Catsynth
 

Das Mittwochslied

 

Ein altes Lied aus Odessa (angeregt durch Christianes Katzenvideo neulich)

Oh, jetzt ist das Lied gelöscht - so schnell kann es gehen - tut mir leid!
Bis ich es vielleicht wiederfinde...hier ein anderes Katzenvideo zum Trost.
Ich suche weiter danach.

 


Update: der gesamte Kanal scheint verschwunden zu sein.
 
Um jetzt in Odessa zu bleiben: das Gauner-Lied "Murka" als Instrumental.
Es wurde seinerzeit von Leonid Utjossow auf der Bühne interpretiert.
Murka, alias Marussja Klimova gab es wirklich, eine legendäre Bandenführerin
 in Odessas Unterwelt der 20er Jahre. Später Tscheka-Agentin, 
so ganz genau läszt sich vieles nicht zurückverfolgen.
Hier die Biographie der Frau, in deutscher Übersetzung 
 
Ist nicht ganz so schön wie das ursprüngliche Lied, aber Katzen entfalten
doch immer ihren Charme. Sorry - heute hier etwas chaotisch! 




Friedensgebet

 

Orthodoxes Schutzengel-Lied (Bosnisch) 


Dieses geistliche Lied ist dem Schutzengel gewidmet sowie jenem Moment der Stille, in dem sich die Seele dem Frieden, dem Glauben und dem Licht zuwendet. In den Nachtstunden, wenn alles still ist, ist Raum für beruhigende Gedanken und das Gefühl himmlischen Schutzes.

Das Lied handelt von Vertrauen, vom Schutz der Seele vor Unruhe und von der sanften Gegenwart, die uns durch das Leben begleitet. Mögen jedes Wort und jeder Ton allen, die zuhören, Ruhe, Trost und inneren Frieden bringen.

Es ist gedacht für Momente der Ruhe, des stillen Gebets sowie der Entspannung vor dem Schlafengehen – für Augenblicke, in denen man Frieden und Geborgenheit im Herzen sucht.

🌙 Möge dieses Lied dich beruhigen und dich daran erinnern, dass wir niemals allein sind.

🙏 Folge dem Kanal für weitere orthodoxe geistliche Lieder und friedvolle Gebetsmomente.

Liedtext:

Wenn ich mich nachts zur Ruhe lege,
während draußen die späten Stunden toben,
behüte mich im Traum,
ich rufe dich nun im Gebet an.

Gute Engel,
Beschützer vor bösen Mächten.
Ihr beschützt uns,
breitet eure Flügel aus.

Vor dem Thron,
an Gottes Seite sitzt ihr.

Seinen Geboten
folgt ihr voller Ehrfurcht.

Neben der Muttergottes
und Jesus, unserem Gott.
Die Gabe des Taubenzweigs,
dort, wo Gottes Fuß einst ruhte.

Gute Engel,
Beschützer vor bösen Mächten.
Ihr beschützt uns,
breitet eure Flügel aus.

Ihr kennt unser Seufzen und unsere Fehler,
ihr kennt auch unsere guten Taten.
Ihr kennt unsere Geheimnisse;
du, mein Beschützer, hüllst uns in Weiß.

Gute Engel,
Beschützer vor bösen Mächten.
Ihr beschützt uns,
breitet eure Flügel aus.

Dass die Pforten des Himmels
sich öffnen in der Freude der Herrlichkeit.

Dass Gott
die frohe Botschaft verkünde.

Dass der Frühling
in unserer Seele erblühe.
Dass die Seele aufrichtig sei,
wie das Gebet eines Kindes.

Gute Engel,
Beschützer vor bösen Mächten.
Ihr beschützt uns,
breitet eure Flügel aus.

Wenn ich mich nachts zur Ruhe lege,
während draußen der späte Wind weht,
bewahre mich im Traum,
ich rufe dich nun im Gebet an.

Gute Engel,
Beschützer vor bösen Mächten.
Ihr beschützt uns,
breitet eure Flügel aus.

S. 

 *

(nicht sicher, ob KI nur das Video erstellt hat oder das gesamte Lied - ? - ) 

Dienstag, 23. Juni 2026

Sage nie, Du hast keine Lust...

 

Sage nie, Du hast keine Lust - das Leben sagt: du muszt! 

(alter Poesiealbum-Spruch) 

 


Ja, die Sache mit dem Müssen. Wenn das nur immer so einfach wäre!
"Einen Scheisz musz ich" ist das Thema der Blogparade von Silke Geissen. 

Ich denke zurück an meine Mutter. Du muszt dies, du muszt das...und wenns 
ihr nicht schnell genug ging oder ich antwortete "ja, gleich!" , weil ich noch 
spielen wollte... dann kam zurückgeschossen: 
"Nicht gleich, sondern JETZT!" 
 
Am schlimmsten für mich war der Satz "Du muszt jetzt Flöte üben!"
Und dann sasz sie daneben mit dem Metronom. Tack Tack Tack Tack. 
Oh wie habe ich das gehaszt: ein Gerät, dasz mir seinen Rhythmus aufzwang, 
der nun mal nicht der meinige war. Das hab ich als Folter empfunden.
Auch die Querflöte war nicht meins, wurde mir aufgezwungen.
So wie die ganze Musikschule, die mich gar nicht annehmen wollte wegen 
Unmusikalität. Das brauchte alle Überredungskunst meiner Eltern,
 die meinten, ein Mädchen müsse ein Instrument spielen lernen. 

Ich selbst wollte lieber turnen und reiten. Aber das durfte ich nur,
wenn ich dafür auch brav zur Musikschule ging.
Irgendwann hab ich dann alles hingeschmissen, dann wars mit Turnen 
und Reiten eben auch vorbei.
Aber so lief nun mal meine Kindheit. In vielerlei Hinsicht.
Auch für etwas Leckeres zu Essen muszte ich vorher etwas Scheuszliches 
runterwürgen, was so gar nicht mein Ding war. Aber dafür gesund.
Ganz vieles war an Ungeliebtes gekoppelt. Ich hatte höchstens die Wahl, 
dann beides zu lassen. Zu verzichten. Ganz und gar.

Jedenfalls, Mutters Kommandoton war mir derart zuwider, dasz ich beschlosz,
nichts mehr zu müssen, wenn ich endlich allein lebte. 
 
Allerdings kam ich schnell dahinter, dasz es so dann doch nicht läuft.
Ich musz die Kohlen nicht in den 3. Stock tragen, den Ofen nicht 
anfeuern...aber dann wird es halt auch nicht gemütlich. 
Ich musz nicht arbeiten gehn, aber dann ist kein Geld da.
Den Rest besorgte eine Nachbarin, die sich daneben stellte, bis ich die 
Hauswoche - in ihrem Sinne! - korrekt erledigt hatte - - 
 
Man musz ;) eben doch erwachsen werden. 
Weisheit und Erkenntnis kommen etwas später. 
 
*
 
Ich empfinde Sprüche wie "Einen Scheisz musz ich" 
immer als etwas oberflächlich. 
Genau wie manche Esoteriker, die in meinen Augen einfach nur disziplinlos sind. 
 
Nein, ich musz nicht pünktlich zur Verabredung erscheinen, 3h später tuts auch.
Oder gar nicht, weil mir gerade "nicht so danach ist".
Okay, wenn ich wirklich krank bin, sage ich ab.
Ansonsten empfinde ich es jedoch als mangelnden Respekt anderen gegenüber. 
Meine eigene Lebenszeit möchte ich gut nutzen. Aber wie gehe ich dabei
mit der Zeit der anderen um, die da auf mich warten?
Rücksichtsvoll ist das jedenfalls nicht. 
Und das möchte ich schon sein. 
 
Ich musz kein Buch zurückgeben und kein Versprechen einhalten.
Der beste Weg ist, erst gar nichts zu versprechen. 
Keine Verpflichtungen einzugehen.
Aber läuft so ein Miteinander? 
 
 

 
Ich nehme mir relativ viel Freiheit. Zu leben, wie es mir gefällt.
Das erregt bei manchem Spieszer im Kleinstadt-Umfeld Anstosz und Aggression.
Die bekomme ich häufig zu spüren.
Zu bunt gekleidet, zu lebensfroh, zu lässig.
 
Täglich Staub wischen/putzen etc. ist nun mal nicht mein Lebensinhalt.
Das bekam ich neulich sogar in einem Blogkommentar gesagt,
als ich ein Fach meines Bücherregals zeigte. 
Nein, ich hatte es nicht nötig, wenigstens vor dem Foto einmal abzustauben.
Bei mir wird nicht inszeniert.
 
Vieles - im Kleinen - musz ich tatsächlich nicht. Egal, wie andere das finden.
Das weisz ich sehr gut, das praktiziere ich.
Denn es ist eben kein wirkliches Musz. 
Einige Freiheit kann ich mir nehmen.
Darauf bedacht, die der anderen damit nicht einzuschränken.
 
 Aber ganz ohne Pflichten, ohne "Müssen" läuft gar nichts.
Wer das abstreitet, ist für mich nicht glaubhaft. 
 
Ich hasse kochen, auch wenn ich es kann.
Und ich möchte am liebsten niemals in der Küche stehn.
Aber dann haben Schatz und ich kein Mittag.
Und ich esse nun mal gern mit ihm zusammen - das ist die andere Seite davon.
Lieferdienst bestellen ist finanziell nicht drin.
Sonst würde ich nur noch "kochen lassen". 
 
Natürlich musz ich auch nicht zur "Tafel" gehn oder zum Foodsharing.
Aber dann ist nix zu Essen da. Gelegentliches Fasten könnte gut sein,
 aber bitte nicht als Dauerzustand! 
 
Ich musz meinen Garten nicht jäten und meine Blumentöpfe nicht gieszen...aber
 Pflanzen sind für mich Lebewesen und ich habe Freude, wenn es ihnen gut geht. 
 
Es ist alles eine Frage der Betrachtung. Und natürlich musz ich mit 
CFS/ME mein Limit gut kennen um es nicht zu überschreiten.
In der Regel praktiziere ich das auch so.
Nur manchmal kommts halt anders. Kommts dicke. C'est la vie!
Nicht alles hängt nur alleine von mir ab.
Auch wenn ich NEIN-Sagen und Entscheidungen fällen gelernt habe. 
 
 
Müssen ist ein ganz blödes Wort. Das steht fest. Und ich mag es nicht.
Doch es gibt, rein verbal, im Deutschen kaum Alternativen.
(sind wir deswegen so korrekt und pflichtbewuszt?)
 
Im Russischen gibt es нужно - дольжно -  надо. 
Nuzhno - dolzhno - nado.
Mehr Abstufung (wobei sich nuzhno eher auf Gegenstände bezieht).
Ich denke diese Worte manchmal. 
Kleine Flucht in eine andere Sprache. Macht manches weniger unerbittlich.
"Ich möchte jetzt kochen" mag ich dagegen auch nicht sagen.
Das ist wohl ein Problem mit der Sprache. 
Die das Denken formt.
 
Und: nein, ich muszte mich jetzt nicht an dieser Blogparade beteiligen ;)
 
 

 
 

Friedensgebet

 

 Die alte ambrosianische Liturgie - Orthodoxer Westritus, Košice, Slowakei


 Erklärungstext:

 Dieses Video gewährt einen seltenen Einblick in die alte ambrosianische Liturgie, einen heiligen Ritus westlicher Prägung innerhalb der orthodox-katholischen Kirche. Sie entstand in den frühchristlichen Kerngebieten Norditaliens, wo der Glaube im Umfeld der römischen Zivilisation Wurzeln schlug und sich in den ersten Jahrhunderten des Christentums in enger geistlicher und liturgischer Verbundenheit mit Rom entwickelte.

Der ambrosianische Ritus ist nach dem heiligen Ambrosius von Mailand benannt, der im Jahr 397 verstarb. Als Bischof von Mailand und Kirchenvater prägte er das geistliche und liturgische Leben der Region in einer für die christliche Geschichte entscheidenden Epoche. Die Kirche von Mailand bewahrte eine eigenständige westliche Form der Gottesdienstfeier, die sich durch Feierlichkeit, eine tiefe Verwurzelung in der Heiligen Schrift und große Ehrfurcht auszeichnete – ein Erbe der ungeteilten Kirche des ersten Jahrtausends.

Die ambrosianische Liturgie trägt einen eindeutig westlichen Charakter. Ihr altertümlicher Gesang, die bewusste Gestaltung der Riten und der kontemplative Rhythmus spiegeln die geistliche Welt des frühen lateinischen Christentums wider. Dennoch bleibt sie in Lehre und Bekenntnis vollkommen orthodox-katholisch und zeugt von einer Zeit, in der Ost und West einen gemeinsamen Glauben und ein gemeinsames sakramentales Leben teilten.

Diese ambrosianische Pontifikalliturgie wurde am 7. Dezember in Košice (Slowakei) in der Kathedrale zu Ehren des Entschlafens der allerheiligsten Gottesgebärerin (Theotokos) sowie der Heiligen Johannes der Barmherzige und Rosalia von Palermo gefeiert. Sie wurde von Erzbischof Georg von Michalovce und Košice gemeinsam mit dem Klerus der Kathedrale anlässlich des Festes des heiligen Ambrosius zelebriert. Die Gläubigen beteten zudem für das Seelenheil der seligen Fritigil, einer Königin des 4. Jahrhunderts, die Missionare der Kirche von Mailand eingeladen hatte, um ihr Volk aus dem Arianismus in den orthodox-katholischen Glauben zu führen.

Mögen durch die Fürsprache des heiligen Gorazd von Prag – Hirte und Bekenner des westlichen Ritus in der Tschechoslowakei vor dem Zweiten Weltkrieg – sowie des heiligen Ambrosius von Mailand, des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco, des heiligen Tichon von Moskau und aller Heiligen die westlichen Länder und all ihre Völker erneut vom Licht des orthodox-katholischen Glaubens erleuchtet und wieder zur Fülle von Wahrheit, Einheit und Heiligkeit geführt werden.

Amen.

Montag, 22. Juni 2026

Presseschau

 

Gerhard Heusinger - ein Vorbild für die Bundeswehr?
Derartige Entgleisungen sind heute kein Tabu mehr - da weisz man, wie man dran ist. 
Und kriegt das Grausen. 

 Ein Artikel zum 22. Juni 1941. 



Friedensgebet

 

Le Seigneur est ma lumière et mon salut - Les Frères de Saint-Jean á Rimont
und Brother John of the Cross


 

Sonntag, 21. Juni 2026

Sonntagsmatinee

 

City of the Sun - Metamorphosis, live in der Moab-Wüste 


 

Samstag, 20. Juni 2026

Presseschau

 

Obdachlose, die man sieht...sind meist männlich und allein.
Frauen sieht man deutlich weniger, was aber nicht bedeutet, dasz es sie nicht gibt.
Und wie sieht der Alltag von Familien aus, die keine Wohnung haben?
Einen Artikel dazu gibt es hier. 
 
 
 

Friedensgebet

 

Chip Taylor - Unglorious Halleluja 


Leider ist der Text im Web nicht schriftlich zu kriegen 

Freitag, 19. Juni 2026

FreitagsFüller - heute doppelt

 

 


Immer freitags, immer bei Barbara: der Lückentext. Das Original.
Wobei er heute dem vom vorletzten Freitag verdammt ähnlich sieht.
Aber es sind ja immer mehrere Antworten möglich. 
 
*
 
1.  Meine Bikinifigur - äh, bitte was? 

2.   Gestern muszte ich den Haushaltgeräteservice anrufen.
Spülmaschine kaputt. Aber nur die Tür, das wird hoffentlich zu reparieren
sein und nicht zu teuer - 

3.  Wollte ich nicht die Küche schon lange gründlich saubermachen?
Jetzt ist die beste Gelegenheit dazu
(wobei - ich glaube, ich wollte das eigentlich nicht - - - ).

4.  Am Sonntag ist mein Schatz wieder nach B. unterwegs.
Bahnfahren wird immer mehr zum Abenteuer. Mal sehn, wann die Bahn
dafür einen Erlebniszuschlag kassiert! ;)

5.  Die Modesünde des Sommers ist mir noch nicht aufgefallen.
Sowas geht an mir vorbei - ich habe andere Interessen.

6.   Ja nun, man hat eben mannchmal Mückenstiche.
Das gehört zum Sommer dazu.

7. Was das Wochenende angeht, das wird heisz werden.
 
 ***
 
 
Aha, jetzt hat Barbara den Lückentext aktualisiert.
Gibts heut also zweimal Ausgefülltes.
 
 
 1. Was einmal Tugenden waren zählt heute kaum noch. 
Diplomatie - ne gugge ma die Politiker von heute an! Reicht längst keiner mehr 
ans Format von de Gaulle heran, Baerbock rief ihre ausländischen Botschafter 
doch sogar extra zum Pöbeln auf...
Bescheidenheit - gehe mal zum Foodsharing - 
Respekt anderen gegenüber - liesz mal die Kommentare bei Facebook&co 

2. Mein Herz schwankt zwischen heut ins Schwimmbad gehn, aber vorher nochmal
einen Extraweg machen müssen, weil ich die heute abgelaufene Jahreskarte nur woanders neu erwerben kann (da war ich vorhin schon, aber jetzt wollten die den Personalausweise haben - das war noch nie!) und  einfach am gesamten WE aufs Schwimmen verzichten, weil ich die Karte dann erst Montag wieder kaufen kann .

3.  In meiner Mailbox liegt ne Menge alter Müll, aber ich bin beim Löschen.

4. "Als Katze unter Hunden", so würde mein Leben als Fernsehserie heißen.

5.   Du merkst dass du alt wirst, wenn es überall knackt und schmerzt
und nicht mal der Ansatz von Ballettexercise mehr geht.

6.   Das, was ich grad habe, ist mein Lieblings-Eis.
Manchen Sommer hab ich nur einmal welches, ergo geniesze ich es.

7. Was das Wochenende angeht, da wird es so heisz, dasz ich wohl das Haus 
nicht mehr verlassen werd. Es hat mir heut früh schon auf meinen Wegen gereicht.
 
 
 

Donnerstag, 18. Juni 2026

Friedensgebet

 

 Medjugorje-Gebetstreffen im Kloster Pohin, Ukraine, 6.6.26


 

Mittwoch, 17. Juni 2026

Wordless - без слов -

 

 

 (a scanned paper print, made by me around 2003)

Shared with Wordless Wednesday, WW@CatSynth 

 

Das Mittwochslied

 

Ferienstimmung in Georgien... 


 

Friedensgebet

 

HARPA DEI - Gregorianischer Gesang zum HEILIGSTEN HERZEN JESU
„Nehmt mein Joch auf euch“

 

Dieses Video ist Teil einer Serie von gregorianischen Gesängen, die die „ureigensten Worte Jesu“ (IPSISSIMA VERBA) vertonen. 
Hier finden Sie eine Meditation zu den in diesem Gesang vertonten Worten:
https://harpadei.com/de/die-wahre-ruhe/


Dienstag, 16. Juni 2026

Bücherliebe - 13 -

 


 

Fach 13 ist eine Taschenbuchsammlung. Doppelreihig.
Lesefutter eben.
 
 

 
Bleibt auch nicht alles ewig so drin. Ist vieles austauschbar davon.
 

 
Damm hänge ich mal Fach 14 gleich mit an.
Um mit diesem Regal abzuschlieszen - die interessanteren Bücher
kommen ja erst noch....
 
 

 
Auch dies nochmal ein Sammelsurium, vorwiegend Asiatisches und Katzen.
 
 

 
 

 
Hat sich längst ein Stapel davor angesammelt, 
den ich eben weggeräumt hatte fürs Foto. 
 
 

 
Jetzt noch die Lieblingsbücher: 
 
 

 
Neben dem Regal, in der Nische zur Wand, stehn noch einige XL-Bücher.
Besonders mag ich diesen Bild-Text-Band:
 
 
 

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(Keine Werbung, alle Bücher selbst gekauft, geerbt, gefunden, gesammelt  oder privat geschenkt bekommen)