Samstag, 4. April 2026

Lerche oder Eule?

 

 


...das fragt Erik in seiner diesmonatigen Blogparade

*

"Wir stehen früher auf. Sachsen-Anhalt."
 
Das war mal ein ziemlich dämlicher Werbespruch, der nicht so gut ankam.
Der auf mich persönlich allerdings zutrifft: 
ich hatte nie ein Problem mit frühem Aufstehn. 
 
Als Kind ging ich 6:30 aus dem Haus, weil die Schule um 7:00 begann.
Das fand ich ganz normal. 
Später, in der Lehre, muszte ich das Haus um 5:30 verlassen,
um meinen Bus zu kriegen - auch das ging ganz easy
und ich hatte vorher ordentlich gefrühstückt und mich in Ruhe fertig gemacht.
Zur Berufsschule muszte ich weiter weg, das war ein Internat.
Doch statt am Sonntag nachmittag loszufahren...nahm ich oft Montag früh
den ersten Bus um 3:50. Naja, das war dann schon arg früh.
Aber trotzdem besser, als mir den Sonntag zu versauen.
 
In späteren Jahren begann mein Dienst als Postzustellerin um 6:15.
Da wurde noch alle angekommene Post manuell sortiert und das
machten die Zustellerinnen vor ihrer eigentlichen Tour.
Ich brauchte keinen Wecker, ich hatte ja meine innere Uhr.
Ein einziges mal hab ich verschlafen und der Chef hatte meinen Arbeitsplatz 
schon anderweitig besetzt, weil er davon ausging, ich müsse krank sein. 
 
Ich hab immer gern Frühschichten gemacht und stehe auch heute noch
am liebsten zw. 5 und 6:00  auf, denn morgens ist der Tag am schönsten.
Wenn er da so ruhig und lang vor mir liegt - da kann noch alles werden!
 
Zugegeben, manchmal verschlafe ich jetzt auch, da ich seit 13 Jahren unter 
gravierenden Schlafstörungen leide. Aber das fühlt sich dann nicht gut an:
 es ist schon so spät, ich komme nicht ausm Knick und der Tag ist quasie gelaufen! 
Dann geht irgendwie alles langsamer von der Hand.
 
 
Abends bin ich dafür schnell müde und kaum noch kommunikationsfähig.
Das kann echt doof sein, wenn man ein kulturinterressierter Mensch ist.
Denn das meiste Kulturelle findet nun mal abends statt.
Da kann ich nur abwägen: ist mir das so wichtig, dasz ich trotzdem hingehe
(und mir anschl. die Nacht um die Ohren schlage, weil an Schlaf nicht mehr 
zu denken ist)  oder verzichte ich darauf?
Das hab ich immer von Fall zu Fall entschieden.
 
Mit Partnern ständig zusammengelebt habe ich ja nie, weil ich getrenntes 
Wohnen immer bevorzugt habe...also waren da höchstens an Wochenenden mal Kompromisse angesagt. Da hab ich dann eben das halbe Tagewerk
schon hinter mir und das gemeinsame Frühstück ist mein Zweites.
Sowas läszt sich allemal einrichten. 
 
Als ich noch TV hatte, hab ich für gute Filme eben
den Recorder programmiert.
 
Ich bin ein Morgenmensch und werde es auch bleiben.
Alle Versuche, daran schrittweise etwas zu ändern, brachten nichts 
als Schlafdefizit und miese Stimmung. 
Insofern kritisiere ich auch nicht an anders gelagerten Personen herum.
 
Die Zeitumstellung im Frühjajhr macht mir weniger aus als die im Herbst,
das hab ich gerade wieder erfahren. 
 
 
 
 
 

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