An jedem Fünften eines Monats lädt Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen ein. Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
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Nun denn: ich bin erst nach 6:00 aufgestanden. Wach war ich schon lange,
aber die Motivation hat gefehlt, denn ich bin grad ziemlich krank.
Nein, keine Erkältung, kein Infekt...sondern etwas Chronisches ist gerade
so eskaliert wie kaum jemals zuvor.
Seit der Nebenhöhlen-OP in 2015 - die höchstwahrscheinlich nicht wirklich
so nötig war - hab ich ja nur noch Probleme, die ich vorher
alle nie hatte - chron. Sinusitis, Polypen und weitere Veränderungen in der
Nasenhöhle. Paar Jahre lang bin ich regelmäszig nach BS gefahren
zu einen HNO-Arzt, der mir mit Laserbehandlung geholfen hat.
Jedes mal eine anstrengende "Weltreise" mit ÖV, aber anderswo bekam ich
keine Hilfe. Danach wurde es leicht besser und ich bin 3 Jahre lang mit
gelegentlicher Mometasonspray-Selbstbehandlung zurechtgekommen.
Das zu kaufen war einfacher als diese anstrengenden Fahrten.
Nun gehts aber seit einer Woche gar nicht mehr.
Kopfschmerz, taube Ohren, Druckgefühl, Schwindel und das ganze
unangenehme Zeug - das hat jetzt absolut Krankheitswert.
Und leider muszte ich feststellen, dasz dieser Arzt inzw. in Rente ist.
Was fürn Supergau!
Und nicht mal in Hannover nahm mich eine Praxis an.
Mit einer Dringlichkeits-ÜW der Hausärztin hab ich nun wenigstens
am 16.11. einen Termin in Goslar bekommen.
Bis dahin musz ich es durchstehn, was bleibt mir übrig?!
Also brauch ich grad recht lange, mich zu sortieren und hochzukommen.
Katze versorgt und mir etwas Selbstfürsorge in Form einer warmen
Buchweizengrütze zukommen lassen. Die Küche duftet dann immer so lecker.
Glutenfreie antientzündliche Ernährung bringt in meinem Fall nicht viel,
aber verkehrt sein kann sie auch nicht.
Danach hab ich mir eine Kortisontablette aus meiner eisernen Notration gegönnt.Irgendwie musz ich die Zeit ja überstehen.
Nach drei Stunden hat sich der Schwindel soweit gebessert, dasz ich meinen
Drahtesel sattele und die Fahrt zu einem weiter entfernten Supermarkt wage.
Nur dort bekomme ich Rinderherz. Natürlich für die Katz.
Im Schatten sind nur 2°, aber es ist sonnig und das freut mich.
Ich kaufe also das Fleisch ein und bringe mir gleich einen hübschen Kürbis mit.
Das wird eine leckere Suppe, aber erst am Wochenende.
Auf dem Rückweg finde ich meinen stillen Weg am Teich unter den Bäumen
abgesperrt vor - schade, ich hatte so Sehnsucht nach etwas Natur!
Also die laute schlimme Strasze nehmen, die auch noch eine Baustelle hat.
Aber ich will gleich noch zur Wohngeldstelle, meinen Antrag abgeben.
Dort sitze ich ewig im Warteraum: alle Zimmernummern leuchten, blosz meine nicht.
Schlieszlich einmal zaghaft angeklopft, gibts natürlich einen Rüffel.
Bei Behörden lernt man Demut am besten.
Sonst war alles okay und nun darf die Bearbeitung ruhig 12 Wochen dauern.
Das tut sie oft, aber danach kann man sich (meist) richten.
Sofern nicht noch irgendein Bescheid erst später erscheint. Diesmal nicht.
Daheim gibts dann ein groszes Herz-Massaker, ich verpacke
das Fleisch in Tagesportionen und friere diese ein.
Danach bleib ich gleich am Küchentisch sitzen und bereite Mittag vor.
Bis ich gegessen habe, ist es nach 14:00. Rote-Bete-Suppe. Hmmm!
Es ist so ein schöner Novembertag, da möchte ich am liebsten raus in die Natur.
Aber das schaffe ich heute nicht mehr nach meinem Vormuittagsprogramm.
Also nur aufs Dach und in den Garten.
Meine Chrysanthemen beginnen gerade zu blühen.
Ich kaufe sie nicht jedes Jahr neu, sondern überwintere sie.
So blühen sie erst später - ich hoffe, es bleibt ihnen noch Zeit vor dem Frost.
Gegen 15:00 erscheint das Nachbars-Katzentier, das Einohrige.
Natürlich zum Betteln...aber ich hab längst mit ihm gerechnet.
Ich geniesze derweil die Novembersonne, sammele die letzten Nüsse auf,jäte etwas Efeu aus etc. Heut geht es schon etwas besser mit dem Bücken, also
Kopf runter machen. Das läszt hoffen, dasz meine Selbsthilfe doch funktioniert.
Mit einer kleinen Ruhepause bin ich drauszen bis zur Dämmerung.
Hab auch noch einige - spezielle - Fotos gemacht, die heut aber nicht mehr
in den Blog kommen.
Ich hab sie nur schon mal sortiert am PC und nun ist es 18:00.
Abendessenzeit. Und Beitrag schreiben.
Nachher, nach 20:00 müszte ich mich dann noch in die erbitterte Schlacht
ums kalte Buffet stürzen - man nannte es ursprünglich Foodsharing - .
Ob ich mir das heute noch antue, weisz ich grad noch nicht.
Könnte aber etwas Obst gebrauchen - nicht nur die Katz hat Hunger.
Aber für die Katz wird eingekauft, das ist der Unterschied.
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Das wars von einem schönen Novembertag mit Einschränkungen.
Trotzdem sehr genossen.
Danke für den Besuch und: habt eine gute Zeit bis nächstes Mal :)
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PS: Bitte keine Gesundheitstips - ich weisz sehr gut aus Langzeit-Erfahrung, was ich jetzt
noch alles tun kann. Und das tue ich auch. Wollte nur nicht alles minutiös schildern.