***
And a bonus:
Shared with Wordless Wednesday, WW@Catsynth
"Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen" (Joseph Joubert)
"Vorbilder" ist der Impuls der 70. Blognacht bei Anna Koschinski.
*
Psalm 39 - Natalja Maramzina und Sergej Maramzin (Republik Adygeja)
„Du hast in meinen Entwurf geschaut…" Wir präsentieren euch eine musikalische Interpretation von Psalm 139. Dieses Lied ist die Offenbarung des Autors über die Allgegenwart des Schöpfers, über seinen Blick, der die „Rinde“ der Worte durchdringt und bis in die Tiefen des menschlichen Herzens vordringt. Wir sind nur Skizzen in seinen Händen, und jeder Schritt, den wir gehen, jede „Lücke“ in unserem Schicksal wird von seiner Gnade gefüllt.
Text: Sergey Maramzin
🎶 Musik: Natalia Maramzina
Text:
Gereinigtes Wort – eine Lichtung in der Stille…
Ich falle in der Hitze zu deinen unsichtbaren Füßen.
Du hast in meinen Entwurf und darüber hinaus geschaut –
zu den Ursprüngen der Worte, erstarrt unter der Rinde.
Sprache, ein Gebilde zufälliger Stummheit,
prüft Gedanken in einer verstümmelten Silbe.
Du hast mich gelesen und kennst ein stilles Geheimnis.
Du hörst den Monolog der Illusionen des Herzens.
Du bist grenzenlos – das Gerüst der Welten,
bernsteinfarbener Honig, der in die Handfläche fließt.
Warum fliehen und deinen Blick listig verbergen?
Das Kupfer der Blätter ist das Feuer der Gnade.
Ich werde bis zum Horizont aufleuchten, im Schein der untergehenden Sonne.
Ich werde mich in die Tiefe verbergen, in Feuchtigkeit und Asche.
Rebellisch korrigiere ich meinen Entwurf,
Herr, ich klammere mich in Stille an Dich.
Wie ein Buch blätterst Du durch mich.
Auf den Seiten der Tage, zusammengepresst von Leinen.
Du füllst alle Lücken zwischen den Zeilen,
zeichnest ein Muster in das fleischliche Herz.
Ich bin Deine Skizze, Du bist mein Schöpfer. Den Ruß abwaschend, leuchte ich im Regen.
Führe mich auf dem himmlischen Pfad,
ich vertraue Dir mein Leben und meine Gedanken an.
Sieh – stehe ich am Abgrund,
wo der Weg gefährlich und flüchtig ist?
Führe mich in die Osterdämmerung,
dort ist die Welt in Dir Mensch geworden.
Der Klang eines Psalms! Ich atme Ozon!
Das Siegel Deiner Hand ruht auf mir!
Mit dem Rauschen der Kiefern, dem Klang des Regens,
wirst Du meine Seele nicht verstummen lassen!
(die Übersetzung ist nicht von mir - ich fand das so in Deutsch unter dem YT-Video.
Wie ich aus anderer Quelle weisz, gibt es dort sogar eine deutschsprachige Gemeinde)
Ein echt niedliches Video: alte Zigeuneromanze (im Russischen sagt man noch so!)
auch im Text sehr verändert - ich habe es bei youtube auf Untertitel-Übersetzung
eingestellt und hoffe, das klappt jetzt auch im Blog -
(nein, das klappt leider nicht mit der Übersetzung - dazu kann man nur das Lied bei youtube aufrufen
und dann beim Zahrad-Symbol Untertitel "automatish übersetzen" anklicken und Deutsch auswählen)
Kiever Stadtteil Theophania: Kloster St. Panteleimon
25.6.26 Zur Feier des Namentstages Seiner Seligkeit Onufrij,
Metropolit der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche.
Den Platz vor dem Eingang schmückt ein Blütenteppich.
Anfangs links im Bild: Onufrij
(Er hat einen interessanten spirituellen Werdegang - ich las seine Erinnerungen - und jetzt ganz gewisz kein leichtes Leben, so wie die UOC von Prüfungen heimgesucht wird... so, wie der Krieg eine Kirche nach der anderen zerstört - den Rest erledigen dann Ukrainische Behörden mit der Enteignung von Kirchen und Inhaftierung von Geistlichen, sowie der Aberkennung der Staatsbürgerschaft Onufrijs, der nun staatenlos ist...)
Übersetzte Zusammenfassung:
Am 25. Juni 2026 hielt Metropolit Sergius von Ternopil und Kremenets anlässlich des Gedenktages des himmlischen Schutzpatrons des Primas der Ukrainischen Orthodoxen Kirche, Seiner Seligkeit Metropolit Onufry von Kiew und der ganzen Ukraine, eine Glückwunschrede im Namen des Heiligen Synods, des Episkopats, des Klerus, der Mönchsgemeinschaften und aller gläubigen Kinder der Ukrainischen Orthodoxen Kirche.
In seiner Ansprache gratulierte Bischof Sergius Seiner Seligkeit herzlich zu seinem Namenstag und dem Gedenktag seines himmlischen Schutzpatrons, des Ehrwürdigen Onufry des Großen, und würdigte dabei den langjährigen, selbstlosen Dienst des Primas zum Wohle der Heiligen Kirche.
Wie Metropolit Sergius hervorhob, dient Seine Seligkeit Metropolit Onufry Christus, dem Erlöser, seit seiner Jugend mit Eifer und Verantwortungsbewusstsein; unermüdlich unterweist er die Gläubigen darin, nach der Wahrheit Gottes zu leben, dem orthodoxen Glauben treu zu bleiben und die Einheit des kirchlichen Lebens zu wahren.
„Die Jahre Ihres Primats waren geprägt von unermüdlicher Sorge und Fürsorge für alle Aspekte des geistlichen Lebens, auf dass die kanonische Ordnung und die kirchliche Einheit in der Kirche Christi bewahrt bleiben“, merkte Metropolit Sergius an.
Die Ansprache betonte zudem die besondere Rolle Seiner Seligkeit bei der Wahrung der Treue zu den kirchlichen Kanones sowie bei der Förderung des geistlichen Lebens, der Jugend-, Missions-, Sozial- und Mönchsarbeit; hervorgehoben wurde auch sein beständiger Aufruf zu Glaube, Hoffnung, Versöhnung, Buße und Erlösung.
„Ihre maßgebliche Stimme hat stets zu Glaube, Hoffnung, Versöhnung und Eintracht, zu Buße und Erlösung aufgerufen – und tut dies auch heute“, sagte der Oberhirte.
Abschließend wünschte Metropolit Sergius Seiner Seligkeit Metropolit Onufry Gesundheit, Gottes gnädigen Beistand und die reiche Barmherzigkeit des Herrn für seinen mühevollen Dienst als Primas zum Wohle der Ukrainischen Orthodoxen Kirche und des ukrainischen Volkes.
Ein stolzes Volk ist seines Ruhms beraubt,
Genauer: Das ganze Volk verbirgt sein Haupt in tiefer Trauer.
Nie, nie ward es von solchem Schicksalsschlag getroffen.
Es weint. Es klagt. Und niemand mag mehr hoffen.
Nichts hilft, dass es einst der Großen viel geboren.
Es hat im letzten Fußball-Länderspiel verloren!
- Rudi Strahl -
Orthodoxer Alltag live: Liturgie am 21.6. in Kiev
in der einzigen zum Komplex des Höhlenklosters gehörenden Kirche,
die die Ukrainisch Orthodoxe Kirche noch nutzen darf - ihr Eingang
liegt auszerhalb des umzäunten Geländes
Dort findet seit Beginn des Krieges jeden Abend ein Gebet statt.
Früher zogen die Gläubigen durchs Gelände des Klosters - das ist jetzt
verboten (ich hatte früher oft Videos von diesen Outdoor-Treffen).
Hier ein Video vom 14.3. diesen Jahres.
Tzuf Family Band - Ani Ldodi vDodi Li
I am to my beloved and my beloved is to me
(Song of Songs)
„Ani L'Dodi, Vdodi Li'. 'Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir' ' אני לדודי ודודי לי' (Hohelied 6,3). Altes armenisches Volkslied mit zusätzlichen Worten aus dem biblischen Hohelied.
Die wunderschönen Worte dieses Liedes sind tief im Namen des hebräischen Monats Elul (אלול), dem letzten Monat des jüdischen Kalenders, verwurzelt.
Die Anfangsbuchstaben von Elul (אלול) bilden das Akronym des Verses „Ani L'Dodi Vdodi Li“. Sie verweisen auf die tiefe Liebe, die in diesem Monat, dem Monat der Teschuwa (Umkehr zu Gott), durch Liebe wurzelt.
Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir.
Die tiefe Geschichte der Liebe hinter dieser Welt.
Die Liebe, mit der Gott die Welt erschuf. Welt.
Die Liebe, die in jeder Sekunde jedes Augenblicks atmet.
Die Liebe, die weh tut, wenn wir verletzt sind, die unseren Schmerz erträgt und unsere Zerbrochenheit spürt.
Die Liebe, die zwischen Freunden, zwischen Partnern, zwischen allen Lebewesen geteilt wird.
„א-ל-ו-ל.“ „א-ני ל-דודי ו-דוי ל-י, הרועה בשושנים“.
Shanah Tovah
Gefilmt und aufgenommen bei einem Live-Konzert im Kadita’s טבעוניה- בית לאוכל בקדיתא.
Dreharbeiten und Schnitt: Riki Librov