"Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen" (Joseph Joubert)
Setareh Ahmadi - Chosrau-Palast
„Aus dem Iran“ ist eine Erzählung, geboren aus erzwungenem Schweigen, aus einer marginalisierten Geschichte, aus den Stimmen von Frauen, die jahrelang ungehört blieben, und aus Gebäuden, die langsam im Staub des Vergessens begraben werden.
Dieses Projekt ist eine Reise zwischen Klang und Stein, zwischen Erinnerung und Instrument. Schritte, die ins Herz der Geschichte führen, zu Gebäuden, die einst das pulsierende Herz der Kultur dieses Landes bildeten, heute aber entweder verfallen oder im Schatten der Vernachlässigung zum Schweigen gebracht wurden.
Auf diesem Weg tritt die Musik an die Stelle der Worte; Stücke, die nicht nur ein Abbild dieser Gebäude sind, sondern auch ein Echo der Frauen, die wie diese verwitterten Mauern jahrelang der Zerstörung ausgesetzt waren – und doch bestehen.
„Aus dem Iran“ ist die Stimme des Widerstands; eine künstlerische Antwort auf die Auslöschung der historischen Erinnerung, auf die Vernachlässigung der Frauen und auf das Verstummen der Stimmen, die gehört werden sollten.
In jeder Note, in jedem Bild, in jedem Schritt in dieses vergessene Land liegt die Hoffnung, das neu zu erzählen, was man vergessen wollte.
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Der Chosrau-Palast, ein Denkmal des Ruhms der Sassaniden, liegt in der Stadt Qasr-e Schirin. Der Schah von Iran, Chosrau Parwiz, ließ diesen Palast für seine geliebte Frau Schirin inmitten eines weitläufigen, üppigen Gartens errichten; eines Gartens, durch den einst das klare Wasser des Alvand-Flusses floss. Doch von all dieser Schönheit ist heute nichts als eine stumme Ruine übrig.
Nur vierzig Prozent dieses majestätischen Bauwerks wurden aus dem Boden gehoben, und es ist nur über die Ringstraße von Qasr-e Schirin erreichbar. Von innerhalb der Stadtgrenzen kann niemand seine Schwelle erreichen.
Der Palast, der einst die Liebesgeschichten von Chosrau und Schirin in sich trug, ist nun in schweres Schweigen gehüllt; eine Ruine am Straßenrand, kein Mahnmal der Liebe mehr, sondern ein Zufluchtsort für müde Wanderer, die an der Grenze dieses Landes ihr Leben für ein Stück Brot riskieren.
Immer freitags, immer bei Barbara: der Lückentext. Das Original.
Żywiołak aus Polen: "Świata pieśń" (Das Lied der Welt)
Dieser Titel ist unsere musikalische Erzählung über eine der Theorien, die sich um den slawischen Schöpfungsmythos ranken. Wie wir feststellen durften, ist das Osterei, das auf unseren Tischen zu finden ist, aller Wahrscheinlichkeit nach nichts anderes als ein Symbol für die Erschaffung des Lebens und der Welt selbst. Diese Theorie deckt sich mit einem Motiv, das im 19. Jahrhundert von Aleksander Pietrow im Dobrzyń-Land aufgezeichnet wurde: „Die Erde entstand aus einem großen Ei, das auf einem hoch aufragenden, himmelhohen Baum ruhte.“ Die Melodie unseres Stücks leitet sich von einem bekannten polnischen Volkslied mit dem Titel „Kieliszeczku szlifowany“ ab. Unsere wichtigste Inspiration für den Liedtext lieferte uns der Hymnus 129 – „Der Ursprung der Dinge“ – aus dem *Rigveda*, dem ältesten indoarischen Literaturdenkmal und einem der grundlegenden Texte der *Veden*. Diese heiligen Schriften des Hinduismus – deren schierer Umfang den der Bibel um das Sechsfache übertrifft – entstanden zwischen 1500 und 1000 v. Chr. und spiegelten das damalige menschliche Weltverständnis wider, das sowohl die Welt der Sterblichen als auch die der Götter umfasste. Wir waren zutiefst erstaunt, als wir genau in diesem Hymnus zahlreiche Parallelen zu zeitgenössischen wissenschaftlichen Forschungsfragen bezüglich des Ursprungs des Universums entdeckten.
Wir können euch wärmstens empfehlen, euch dieses kurze Lehrvideo anzusehen, das genau dieses Thema behandelt: • Der Urknall – Astronarium [Folge] 66
Dieses Musikvideo wurde erst möglich dank der außergewöhnlichen Selbstlosigkeit von Adam Olędzki – der für die Luftaufnahmen der Region Kaschubei verantwortlich zeichnete – sowie dank der immensen Unterstützung durch das Team von @zniwa und der Arbeit von Piotr Brzeziński und Maciej Skowron, die es uns ermöglichten, die Küstenszenen und die Luftaufnahmen von Niederschlesien einzufangen. Besonders erwähnen müssen wir auch den leidenschaftlichen Enthusiasten Igor Górewicz, der uns mit außergewöhnlichen Kostümen aus verschiedenen historischen Epochen ausstattete, dem Titel seine unterstützende Stimme lieh und uns mit unschätzbarer Hilfe bei der Produktion zur Seite stand.
Drehbuch und Regie – Robert Jaworski und Tomasz Kamiński
Kameramann – Tomasz Kamiński
Drohnenbetreiber – Tomasz Kamiński, Adam Olędzki, Maciej Skowron
Redaktion – Tomasz Kamiński
Bühnenbild und Kostüme – Igor Górewicz [triglav.com.pl]
Track-Mixing und Mastering – Marcin Szwajcer
Englische Übersetzung – Mark Bence
Produktion: GRAND PICTURES. TOMASZ KAMIŃSKI
Göttliche Liturgie in der Kirche des Großmärtyrers Georg des Siegreichen
in Odessa, 7.5.26
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"Osterball" der Diözese Novogrudok (Belarus) auf Schlosz Mir
3.5.26
Was für ein schöner Brauch und eine Stadt mit interessanter, wechselvoller Geschichte!
(für mehr Infos bitte auf den Link im Namen klicken)
Berechnung der "Mausleistung" einer Katze...
Marais & Forqueray. Französischer Barock für Viola da Gamba - Pandolfo and friends
Gaiea: Devī Sūktam - Hymne aus der Rigveda
In diesem achtstrophigen Hymnus verkörpert die weise Dichterin Vak Ambhrini die universelle Muttergöttin und erklärt sich selbst zur höchsten, allumfassenden Energie hinter Schöpfung, Göttern und Bewusstsein. Es ist ein grundlegender Text des Shaktismus, der das Göttlich-Weibliche als die ultimative Realität bekräftigt.