Mittwoch, 12. August 2026

Zwölf von zwölf im August

 



 

Heute ist wieder Zeit für die grosze Party des Zwölften - die Chronist*innen 
des Alltags versammeln sich zahlreich bei Caro, der Gastgeberin.
Ich bin gerne dabei.

 


Morgenarbeit: Schatzens Rucksack reparieren 

 


Wenn man mit Ungeschick plus Sehschwäche einen Knopf samt Gegenknopf
annähen musz...braucht es meist mehrere Versuche. 
Letztendlich habe ich aber alle drei Knöpfe doch geschafft - schulterklopf!
Nein, ein DIY-Fan bin ich wahrhaftig nicht, schon meine Handarbeitslehrerin
 nannte mich Prudel-Lieschen.  Aber Nötiges erledige ich trotzden.
  

Sommer-Impression: Schwimmen gewesen.
Katze futtert drauszen - Suchbild ;)

Und heute tue ich ausnahmsweise etwas, das ich eigentlich ablehne.
Nämlich einen unfertigen Beitrag zu veröffentlichen und zu verlinken.
Aber ehe ich hier wieder einmal meine erwiggleichen Alltagsfotos bringe...
möchte ich lieber heute Abend ein paar Fotos der Sonnenfinsternis
und unseres Parkspaziergangs machen. Ich hoffe, wir haben dort - von einer 
bestimmten Stelle aus - eine gute und öffentlichkeitstaugliche Sicht!
 
Da ich aber kein Handy besitze, von dem aus ich die Bilder live in Echtzeit
posten könnte und mich danach auch nicht mehr an den PC zu setzen werde... 
hole ich die Bilder erst morgen früh aus der Kamera 
und vervollständige meinen Beitrag.
Also bitte fühlt Euch jetzt nicht verschaukelt und habt etwas Geduld -
 ich tue das ganz sicher nicht noch einmal!
Die nächste Sonnenfinsernis gibt es bei uns nämlich erst 2081...
 

 


 

Das Mittwochslied

 

Heute etwas Nostalgie: "Die Heimat lauscht"
Ein Lied von Dmitrij Schostakowitsch, Lyrik Jewgenij Dolmatowskij
1950 geschrieben und zuerst interpretiert vom Sveschnikow-Chor 
mit dem Kinder-Solisten Zhenija Talanov


 

Es wurde später vom Groszen Rundfunk-Kinderchor gesungen mit Generationen
von jungen Solisten - ich mochte Igor Danilow aus den Siebzigern am liebsten.
Hier eine Aufnahme seiner Stimme, aus welchen Gründen auch immer vom TV-Sender später
mit dem Bild von Dima Puschkarjow (80er Jahre) versehen. Diese klaren Jungenstimmen
gab es ja immer nur für wenige Jahre, bis sie in den Stimmbruch kamen.
 Ich habe das Lied als Kind übrigens auch gern gesungen, kenne den Text bis heute auswendig.


 

Chor des Moskauer Konservatoriums - die professonellste Aufzeichnung:

  

Die Heimat lauscht,
Die Heimat weisz,
Wo ihr Sohn durch die Wolken fliegt.
Mit freundlicher Wärme und zärtlicher Liebe,
Der purpurnen Sterne der Moskauer Türme –

Der Türme des Kremls –
Wacht sie über dich.

Die Heimat lauscht,
Die Heimat weisz,
Wie hart erkämpft der Sieg ihres Sohnes ist,
Doch er weicht nicht zurück – aufrecht und kühn!
Mit deinem eigenen Schicksalbe wahrst du,
Verteidigst du die große Sache des Friedens.


Die Heimat lauscht,
Die Heimat weisz,
Was ihrem Sohn auf seinem Wege begegnet,
Wie du dir den Weg durch die Wolken bahnst.
Mag der schwarze Sturm auch toben,
Komme, was da wolle:
Bleib standhaft, Kamerad!
 
(von mir etwas nachgebesserte KI-Übersetzung) 

Friedensgebet

 

Jesus Christus - Gott als Mensch,  Komposition des 14./15. Jahrhunderts
Scholares Minores pro Musica Antiqua


 

Dienstag, 11. August 2026

Tagesbild

 


 


 


Katzenmusik-Zeit

 

"Nebliger Morgen" - eine alte russische Romanze 

 

So klingt das Original:


 

Ein nebliger Morgen, ein Morgen in Grautönen,
Düstere Felder, von Schnee bedeckt.
Wohl oder übel denkst du an die Vergangenheit,
Erinnerst dich an Gesichter, längst vergessen.

Du denkst an leidenschaftliche, innige Worte,
An Blicke, so sehnsuchtsvoll und zärtlich aufgefangen,
An erste Begegnungen und letzte Abschiede,
An den geliebten Klang einer leisen Stimme.

Du denkst an den Abschied mit einem seltsamen Lächeln,
Erinnerst dich an vieles, das längst vergessen war,
Lauschst dem unaufhörlichen Rattern der Räder,
Blickst nachdenklich hinauf zum weiten Himmel.

 - Iwan Turgenjew - 


Friedensgebet

 

 Nachtwache zu Ehren des Ehrwürdigen Antonius aus den Kiewer Höhlen
Kiev, 22.7.2026  Metropolit Onufrij und A. Pakanych


 

Sonntag, 9. August 2026

Zweifelhafte Werbung

 

Eben gelesen:

Morgens sprühen, nachmittags tot. 
Vernichtet 100+ Unkräuter. Regenfest in nur 2 Std. 

 Nein danke, das ist mir zu riskant! Ich will noch bissel leben. 
(und da sollte es meinen Unkräutern ebenfalls gut gehn...)

Aber vielleicht ist es ganz praktisch, wenn die "Vernichter" selbst auch gleich tot umfallen ;)

 

Da fällt mir gleich Erika Pluhar ein:


 

Tagesbild

 


 


 

 

 

Sonntagsmatinee

 

Ein Lied aus Tibet 


 

Samstag, 8. August 2026

Warum ich keine To-Want-Listen mag

 

 


 

In diversens Blog ploppen regelmäszig To-Want-Listen auf. 
Angelegt meist für jeweils drei Monate, soll man da seine Wünsche und Ziele
aufschreiben und dabei selbst über diese mehr Klarheit gewinnen.
Eben keine To-Do-Liste, sondern die Wohlfühlversion selbiger.
Nun ja, es mag ein Weg sein, der hilfreich sein könnte und den viele schätzen.
Warum auch nicht?! 
 
Für mich ist das keine Option.
Aber ich mache sowieso nichts, nur weil es alle machen ;)
Ich fühle mich nämlich nicht von meinen tägl. To-Do-Listen, sondern 
eher von To-Want-Listen unter Druck gesetzt.
Etwas bestimmtes - Gewünschtes - dann auch erleben zu müssen.
Und so funktioniert das, nach meiner Erfahrung, einfach nicht. 
Ich finde es viel schöner, offen zu sein für das, was ungeplant auf mich zukommt. 
Und es macht mich auch traurig, am Ende des Quartals nur immer festzustellen,
dasz ich rein gar nichts von meinen Wünschen umsetzen konnte.
Das ist kein gutes Gefühl!
 
Die Gründe können ganz verschieden sein: zu heiszes/kaltes Wetter,
zu wenig Kräfte, die mir vom Alltag übrig bleiben  (merke: ich habe
 ein chron. Erschöpfungssyndrom) und diese ganz nervige Recherche, 
wie sich etwas - z.B. ein Ausflug - überhaupt realisieren läszt. 
Also: gibt es Busse dorthin (oft nicht bzw. zu selten), 
wann  und wo fahren die ab, geht das überhaupt an einem Tag 
hin-und zurück, wie weit sind die Wegstrecken von Haltestellen zum Ziel, 
könnte ich die Fuszwege überhaupt schaffen...wo kann ich am Ausgangspunkt 
mein Fahrrad verstecken, denn ich musz ja da erstmal hinkommen etc. etc. 
Meist erweist es sich dann sowieso als unmöglich. Oder zu teuer.
Reisen oder andere Dinge werden hier eh nicht geplant.
Und was hab ich davon meine Wünsche zu notieren  - ein Konzertbesuch, 
ein Flohmarkt, einmal Eislaufen, ein Badesee, ein Museum etc.
- es scheitert letzten Endes doch immer an der fehlenden Mobilität
 oder am Geld für ÖV und/oder Eintreittspreise.
Das führt mir immer nur die Unmöglichkeit vor Augen, jemals einen
Wunsch überhaupt erfüllt zu bekommen. 
 
Und eine Nummer kleiner, z.B. in Form einer Leseliste...mag ich es auch nicht.
Ich lese nicht gerne nach Liste, sondern eher ergibt sich aus dem aktuellen Buchinhalt, 
während des Lesens, was dann als nächstes Buch an der Reihe ist.
Ich mäandere am liebsten durch die Literatur, weil ich davon das meiste habe.
Und nicht im "Abarbeiten" von Listen. 
 
 

 
Meine tägliche To-Do-Liste hat  dagegen durchaus ihren Wert.
Gar nicht so sehr im Sinne von Müssen.
Höchstes bei Terminen, die einzuhalten sind. An die mich die Liste erinnert.
Denn sie ist ein eine Art Leuchturm im Alltag: schafft Ordnung und Struktur.
Jeweils am Abend zuvor setze ich mich hin, den nächsten Tag nicht zu planen,
 sondern eher zu bedenken. Das ist ein Unterschied.
Und was dann drauf steht, sind neben nötigen Erledigungen auch sowas wie 
Rote-Bete-Suppe oder "Schatz kommt 14:00".
Also allerhand positive Dinge , die mir, schriftlich fixiert, Vorfreude bereiten.
Und wenn am Ende das Tages irgendwas nicht durchgestrichen ist,
 macht mir das meist wenig aus: entweder hat sichs von selbst erledigt,
anders ergeben... oder es kommt halt später mal dran.
 
 
Ich lasse mir gerne viel Freiraum für das, was sich einfach ereignet.
Wie es eben so kommt. Wetter schön - bissel raus radeln.
Nebeltag - Friedhofsbesuch und Fotos.
Total geschafft - ein Lesestündchen im Liegestuhl. Mit Katze.
Viele Bromberen reif - etwas draus machen. 
Toller Himmel - einfach eine Weile anschauen.
Appetit auf Pilzgericht - losghen mit Korb und Messer. 
Und all die Kleinigkeiten mehr.
Die Momente, die das Leben schön machen.
 
Ich wurde erst neulich zu einer regelmäszigen Malgruppe eingeladen.
Da hab ich schon ein wenig überlegt.  
Aber das mag ich eben so gar nicht: 
freiwillige Verpflichtungen, die immer wieder kehren.
Montag Yoga, Dienstag Töpfern, Mittwoch Malen, Donnerstag Tafel (musz sein!),
Freitag Schwimmhalle.. - nein, so mag ich mein Leben nicht!
 
Ich denke, ich bekomme die Balance zwischen Nötigem und
Angenehmem besser ohne dreimonatige To-Want-Liste hin.  
Und darüber bloggen möchte ich auch nicht. 
 
Das mag jede halten, wie sie es für sich richtig empfindet. 
 
 
 

Friedensgebet

 

 Wie soll Friede werden  (Friedenslied), Martin Pepper/ Pater Sandesh Manuel


 

Freitag, 7. August 2026

Tagesbild

 

 


 Dienstag um 5:19 - kurz bevor ein Regen begann, war die Welt in goldenes Licht getaucht. 
Nur 5min später war dann alles grau... - Dankbar, dasz ich es gesehen habe.

Friedensgebet

 

Vefa Sultan 29 - Eine Nacht des Dhikr, die die Herzen fesselt (Türkei)
6.11.25


 Die Reise des Vefa Sultan …
Muslihuddin Mustafa (Vefa Sultan) – ausgezeichnet durch seinen scharfen Verstand und seine Leidenschaft für das Wissen – sieht sich einer tiefgreifenden Prüfung gegenüber. Eine Frage, der er nachgeht, führt ihn auf eine herausfordernde und zugleich zutiefst spirituelle Reise. Angetrieben von seiner Liebe zu Wissen und Wahrheit, entwickelt sich Vefa Sultan zu einer der Persönlichkeiten, die das spirituelle Gefüge Konstantinopels prägen.


Donnerstag, 6. August 2026

Mittwoch, 5. August 2026

#WMDEDGT - Vom viel zu heiszen Sommer

 



Willkommen zum Fünften: Tagebuchbloggen mit Frau Brüllen.
Eine liebgewordene Tadition.
 Und: willkommen im Sommer. Der es mit Sonne und Wärme zu gut meint. 
 
 
Aufgestanden gegen 5:15 und sogar 4h Schlaf gekriegt (besser als 2!).
Mein altes Katzentier krakehlt schon wieder auf dem Hof herum  - aus Freude 
an der Lautstärke der eigenen Stimme - und verlangt nach Frühstück. 
Das andre, krebskranke, Katzentier taucht heut morgen nicht auf. 
Manche Tage ist es dauernd hier und zeitweise wieder gar nicht. 
 
Nach Futterzubereitung und Kuschelzeit die morgendliche PC-Sitzung. 
Nachrichten und Blogs lesen. Mich beim DRK für morgen zum Blutspenden
an- und dafür bei der zweiwöchentlich stattfindenden "Tafel" abmelden. 
Beides geht zeitlich nicht. Es fällt aber immer auf den gleichen Tag.
Aber ich könnte abends beim Foodsharing Glück haben und mich damit
verpflegen - die raffgierige Familie, die sonst alles ganz fix einsackt...
scheint im Urlaub zu sein. Umso besser für die übrigen Menschen! 
 


Dann frühstücke ich und gehe gieszen, was da noch irgendwie Zweck hat.
Viel ist es nicht, nur den Topfgarten versuche ich noch zu halten.
 
 

 

 
An der Sonnenseite vor dem Haus ist alles hin, selbst die Wildrose
 hat alle Blätter verloren. Gestern früh kam ein kurzer Regen, der hat nicht 
wirklich was gebracht, aber zumindest ist etwas Gieszwasser in den Tonnen. 
Und es wird schon wieder heisz! 
 
9:00 ist Zeit für das morgendliche Telefonat mit Schatz.
Der heute auch noch nicht wieder herkommt, weil er immer noch krank ist
und sich Medikamente ohnehin nicht immer gut mit extremer Hitze vertragen.
Das Katzentier johlt dazu und zwingt mich zum Abbruch - 
Telefon mag der alte Herr nun mal nicht.
Die von mir erpreszte 4. Frühstücksportion friszt er natürlich nicht,
weil er längst pappsatt ist. Aber wehe, ich gebe ihm dann nichts!
 
Dann suche ich Papiere raus für die heute geplante Microzensus-Befragung - es 
geht u.a. um Wohnsituation und das ist in meinem Fall eine desolate alte Hütte.
 
Gegen 10:00 gehe ich schwimmen. Früher macht das Bad nicht auf. 
Und natürlich ist an solchen Tagen auch frühmorgens schon groszer Andrang.
Ich schaffe 20 Bahnen, die Hälfte meines Pensums... dann gebe ich auf.
Aber immerhin habe ich mich abgekühlt, so musz man es sehen. 
 
Wieder heim, erwartet mich das andre Katzentier und verlangt einen Leckerbissen.
Meines schläft inzwischen.
 Ich setze die Waschmaschine an, denn ich habe keinen sauberen Badeanzug mehr.
Ansonsten hält sich der Wäscheberg derzeit in Grenzen.
 
Lande dann wieder vor dem PC und erledige allerhand Kleinkram.
Mein PC steht in der kühlsten Ecke und nur dort ist es grad aushaltbar.
 
Dann schmore ich mir die restlichen Zuccini, süszsauer - dabei kann ich 
gleich noch den Rest Schmand mit verwerten. Bevor etwas schlecht wird.
Mache bissel Haushaltkram, telefoniere mit Schatz... 
und dann ist das Befragungs-Interwiev an der Reihe.
Bei Microzensus ist man zur Auskunft verpflichtet.
 
In meinem Arbeitsraum oben ist es unerträglich und überhaupt hab
ich bei solcher Hitze wenig Lust, etwas zu tun.
Die Wäsche trocknet heute in zwei Stunden.
 
Ich schreibe meinen Ost, werde bald zu Abend essen und dann lesen.
Morgen solls zum Glück ein paar grad kühler werden. 
 
 

 
Also dann: gehabt Euch wohl bis nächstes Mal.
Kommt gut durch die Hitze und genieszt den Sommer, wenn es geht.
Danke fürs Vorbeischauen.
 
 

Friedensgebet

 

 Ríu Ríu Chíu – Cantus Domus & Mohannad Nasser


 

 

Sonntag, 2. August 2026

Sonntagsmatinee

 

Laboratorium Pieśni (Polen)  - Rasti


 (Verstehen kann ich nichts, es klingt auch nicht polnisch, eher nach einer baltischen Sprache)