Sonntag, 25. Oktober 2026

Sonntagsmatinee

 

Colin Lu, der junge Xylophonist - Csárdás (V. Monti)
Charity Concert of the Montreal Huaxia Philharmonic Art Troupe, Juni 26
Am Klavier: Richard Wong


 

 

Samstag, 24. Oktober 2026

Es macht immer tut-tut

 

 



 Zugegeben: bei der gestrigen Blognacht habe ich wieder
mit Voll-Abwesenheit geglänzt.
Ich hatte gerade ein kuscheliges Date mit meiner Katze.
Der Sommer ist vorbei, sie ist wieder mehr im Haus und sowieso
ist diese Stunde, kurz vor dem Schlafengehen, immer "unsere" Zeit.
Da mochte ich nicht einfach die Tür schlieszen und sie aussperren.
Für Nichtkatzenbesitzer ist das vermutlich jetzt eine
besonders dumme Ausrede ;)  
 
Der Impuls ist diesmal "Freizeichen".
Und da denke ich natürlich an mein gestörtes Verhältnis zum Telefon.
Naja, einen gleichnamigen Roman von Ildiko von Kürthy gibt es auch noch,
aber diese Bücher liegen mir so gar nicht. 
 
Also: Telefon und ich - das geht so gut wie garnicht.
Aus uns wird kein Paar!
 
* 
 
Nun komme ich aus einem Land, wo es völlig unüblich war, dasz Normalbürger
ein Telefon besaszen - das war Vorrecht der Funktionäre und sonstigen wichtigen
Leute, wie z.B. Ärzten und Klempnern. 
 
Nach vielen Jahren der Wartezeit bekam meine Oma ein Telefon, 
dafür hatte sich der Blindenverband vehement eingesetzt.
Ansonsten: Null Chance!
 
Hat mich aber nicht weiter gestört.
Wenn man wirklich mal telefonieren muszte (mit Firmen oder Behörden),
ging man zur Telefonzelle, warf drei Groschen ein, wählte und dann ertönte das
Freizeichen.
Oder auch nicht, denn oft waren die Geräte kaputt oder gerade  besetzt
und manchmal stand da auch eine Schlange vor der Zelle.
Das förderte dann die ungeplante Kommunikation.
"Sozialistische Wartegemeinschaft" nannte man die Schlangen, 
derer es nicht wenige gab. 
Hatte man darauf keine Lust, ging man zur nächsten Zelle weiter (viele gab es 
davon gerade nicht) und so kam man gleich zu einem Spaziergang.
War alles ganz easy und wenns wirklich mal dringend war, 
wurde einfach ein Telegramm verschickt.
Muszte man natürlich zum Postamt laufen. 
Oder wir zur Oma.
 
Erst als ich in der Lehre war, lernte ich die Nervigkeit eines unerwartet
klingelnden Telefons kennen. 
Die Lehrwerkstatt hatte nämlich eines und das klingelte öfter. 
Die ältere Meisterin sasz oft gerade an einer komplizierten Arbeit und 
konnte nicht immer so schnell aufstehen. Also rief sie "Geht doch mal einer ran!"
Ich flüchtete meist sofort aufs Klo, um nicht rangehen zu müssen.
Ich wuszte einfach nicht, was ich da sagen soll so schnell und überhaupt 
überforderte mich die Situation, da ohne jegl. Vorbereitung mit einem fremden
Menschen, den ich nicht einmal sehen konnte... Kommunikation zu führen. 
(merke: Autisten müssen sich quasie auf jede kleine soziale Situation
vorher einstellen und vorbereiten können, sowas geht nie intuitiv).
Also meist drückte ich mich und ich habe auch selten im Leben jemanden
von mir aus angerufen.  Es liegt mir einfach nicht bzw. die Situation
überfordert mich bis heute.
 
Allerdings musz ich noch sagen, dasz ich die alten Wählscheiben toll fand.
Das war das einzig faszinierende am Telefon. 
 
*
 
Erst Mitte der 90er wurden wir hier flächendeckend mit 
Telefonanschlüssen versorgt. Und dann hatte ich auch eines.
Bis auf wenige Ausnahmen - gute Gespräche mit Menschen, die ich real nie 
treffen konnte (z.B. Musiker oder CD-Tauschpartner aus der Gothicszene)
 und die meist vorher vereinbart waren... habe ich meine Telefon-Aversion 
nie wirklich abgelegt. 
Ein klingelndes Telefon bedeutet auch heut noch eine mittlere Katastrophe.
So etwas wie ein Raubüberfall. Ich stottere dann herum und brauche 2 min. bis
 ich mich akklimatisiert habe und ein Gespräch führen kann.
Bis dahin hat der andre meist genervt und frustriert aufgelegt  - - -  
 
Auch die Tatsache, mal einen Telefonjob gemacht zu haben, hat daran 
nichts geändert. Denn im Job spiele ich eine Rolle - das bin nicht ich. 
Das ist quasie auswendig gelernt. 
Und es klingelte da auch nie unverhofft, denn ich war die ganze Zeit über
im System geschaltet: ergo eine Dienstsituation.
 
Ich privat kann immer noch nicht telefonieren. 
Ausnahme ist mein Schatz, aber auch diese Gespräche
 finden meist zu vereinbarter Zeit statt. Sind ein lieb gewordenes Ritual.
Wir leben zwar in der gleichen Stadt, aber in getrennten Wohnungen.
 
Übrigens nutze ich immer noch diesen uralten schnurgebundenen Apparat, 
den  Mitte der 90er Jahre kaufte.
 Nein, eine Wählscheibe hat er (leider!) nicht mehr. Und auch kein Display. 
Dafür macht es aber noch immer ganz einfach nur tut-tut.
 
Ein Handy habe ich nie besessen und brauche das auch nicht.
Ich würde es einfach nur furchtbar finden, beim Spazierengehen
oder sonst in einer aushäusigen Situation auch noch telefonieren zu müssen.
 
Auf die übrigen Segnungen eines Smartphones verzichte ich freiwillig.
Ist mir nicht wichtig genug. 

 
*
 
Zum Abschlusz noch etwas, das ich mal in einer Zeitschrift las.
Die Katze einer Familie liebte es, des nachts, wenn alle schliefen..den Hörer 
vom Telefon zu schubsen und auf den Tasten herumzutrampeln.
Offenbar erwischte sie dabei oft die Wahlwiederholung und die Fam. bekam
Beschwerden von Bekannten wegen nächtlicher Anrufe.
Die Katze hat das Tut-tut wohl geliebt.
Gerade in der nächtlichen Stille. 
 



 

Friedensgebet

 

"Gott, Du kennst mein Streben"
Eine Fahrt zum teilweise zerstörten Kloster Svjatogorsk im Donbass 
27.9.26

Hilfsgütertransport inclusive, denn dieses Kloster beherbergt und versorgt
 hunderte Geflüchtete, Ausgebombte etc.


 

Dienstag, 20. Oktober 2026

Tagesbild

 

 


 

 

Friedensgebet

 

Drei Engel - Vasilissa und der Chor des Sretensker-Klosters 


(die Sängerin wirkt auf mich immer wie eine KI-Gestalt, aber sie scheint echt zu sein, 
denn sie hat vor KI-Zeiten schon gesungen  und sie gibt auch Live-Konzerte, bisher unter dem Namen Miravi) 

 

 

Montag, 19. Oktober 2026

Ein Stück Himmel - кусочек неба -

 


 

 1.10.  7:28

 


4.10.  7:44

 



 6.10.  7:51

 


7.10.  7:22




 


7.10.  7:49




8.10.  7:37 





9.10.  7:32



Friedensgebet

 

Paradies, mein Paradies - Schwestern des Klostergutes St. Georg
bei Rivne, Ukraine


 

Sonntag, 18. Oktober 2026

Tagesbild

 

 


 

 

Sonntagsmatinee


Witzlav von Rügen (14.Jh.) - Tanz nach "Der herbest kumpt uns riche nuch"
 "Scholares Minores pro Musica Antiqua" und der Szczygiełki-Chor
aus Ponatowie, Polen


 


Samstag, 17. Oktober 2026

Friedensgebet

 

Seht Euch die Demut Gottes an 
 
Frères de Saint-Jean à Rimont und Brother John of the Cross


 

Freitag, 16. Oktober 2026

Tagesbild


 


 

 *

FreitagsFüller fällt heute aus, Barbara macht Urlaub. 

 

Friedensgebet

 

 Durr- zi Darya-i Haqiqat | Farsi Ginan | Nawishta-i Ali


Fortführung der Tradition des Rezitierens der tiefgründigen persischen 
Kalams von Pir Nasir-i Khusraw 

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Tagesbild

 



*

Ich bin derzeit wegen Kälte etwas weniger aktiv am Bloggen.
Ein paar wenige kalte Nächte und echte Herbsttage haben ausgereicht, das Hausgründlich auskühlen zu lassen - und daran musz ich mich erst wieder gewöhnen!

 

Friedensgebet

 

 Gesegnet bist Du, o Herr – lehre mich Deine Satzungen.
(rumänisch, leider KI)


 

Dienstag, 13. Oktober 2026

Noch mehr schöne Lektüre

 

..meiner Neuentdeckung Patti Smith 


(keine Werbung, Bücher gekauft) 

 

Katzenmusik

 

Alexander Puschkin - Ich lebte damals in Odessa
aus "Onegins Reise" 


 

 „Ich lebte damals im Getümmel Odessas, dieser staub’gen Stadt,
Die viel Verkehr, viel heitern Himmel und einen lauten Hafen hat.
Dort wehen schon Europas Lüfte, dort streut der Süden Glanz und Düfte
Pulsiert das Leben leichtbeschwingt, Italiens holde Sprache klingt
Auf allen Straßen: hier Slowenen, dort Spanier, Frankreich, Griechenland
Hat reiche Kaufherrn hergesandt. Armenier feilschen mit Rumänen, 
selbst aus Ägypten stellt sich dar, Held Mor-Ali, der Ex-Korsar“

*

(Puschkin lebte von 1823 bis 1824 für etwa 13 Monate in Odessa, nachdem er 
wegen kritischer Gedichte dorthin verbannt bzw. versetzt worden war)

Friedensgebet

 

Nachtwache am Vorabend des Gedenktages des Ehrwürdigen Kukscha von Odessa 
im Himmelfahrtskloster, 28.9.26


 

Montag, 12. Oktober 2026

Zwölf von zwölf im Oktober

 



 

Heute ist wieder der Zwölfte.
Der Treff der Chronistinnen des Alltags ist wie immer bei Caro.
Hier kommt mein ganz und gar prosaischer Montag.
 
 

Der nasse Himmel (Bild oben) hat mir eine nasse Wäscheleine beschert.
Hundertmal war Regen vorausgesagt, doch nie ist er bis zu uns gekommen.
Gestern nachmittag gab es mal keine Regenaussicht für die Nacht 
und heute morgen - doch jetzt ist er da! 
Auszer für die Wäsche freut mich das natürlich.
 
 


 Katzenfutter - mindestens fünfmal treppauf/treppab getragen, 
bis das Katzentier sich den genehmsten Schlafplatz überlegt hat.
Meist nimmt es dann später doch gern einige Häppchen.

 
 

Einkaufen.
 


Unpoetische Straszen.
 
 
 
Schwimmbad. Schon seit Ende August geschlossen - dabei
hätte es bis vorige Woche noch richtig schöne Badetage gegeben! 
 
 
 

Lieblingsbaum in der Stadt. Da bleibe ich immer kurz stehen.
 
 
 

Etwas Farbe am grauen Tag (was auch immer das sein soll).
 
 
 

Gegen Mittag wirds heller. Dinner for two. 


 

Zusammen mit Schatz eine Ausstellung betrachten.

 
 

Danach ein wenig in die Natur.

 
 

Herbstfarben.
 

 

Bäume betrachten - (fast) tote Fichte im Laubwald.
Nun hab ich mein Foto-Kontingent schon wieder überschritten. 

*

Habt eine gute Zeit bis zum nächsten Mal
und danke für den Besuch :) 


 

Friedensgebet

 

 

Lobet den Herrn (französisch) 


 

Lobe den Herrn, meine Seele!
Aus tiefstem Herzen seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele!
Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
Der Herr ist gnädig und barmherzig, geduldig und reich an Güte.
Seine Gerechtigkeit währt ewig.
Lobe den Herrn, meine Seele!
Lobe den Herrn, meine Seele!
Aus tiefstem Herzen seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele!
Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
Er vergibt dir alle deine Sünden.
Er heilt dich von deinen Krankheiten.
Er erlöst dein Leben aus der Grube.
Lobe den Herrn, meine Seele!
Lobe den Herrn, meine Seele!
Aus tiefstem Herzen seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele!
Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
Wie ein Vater seinen Kindern ist der Herr gnädig denen, die ihn fürchten.
Aus seinem Herzen strömt Liebe.
Lobe den Herrn, meine Seele!
Lobe den Herrn, meine Seele!
Aus tiefstem Herzen seinen heiligen Namen! Name
Lobe den Herrn, meine Seele
Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat
Die Güte des Herrn ist ausgegossen
Auf alle, die seinen Willen tun
Auf sein Wort achten
Lobe den Herrn, meine Seele
Lobe den Herrn, meine Seele
Aus tiefstem Herzen seinen heiligen Namen
Lobe den Herrn, meine Seele
Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat
Ihr Engel, ihr Heiligen des Herrn
Alle seine Diener, alle seine Werke
Lobe ihn mit Freude
Lobe den Herrn, meine Seele
Lobe den Herrn, meine Seele
Aus tiefstem Herzen seinen heiligen Namen
Lobe den Herrn, meine Seele
Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat