Montag, 18. Januar 2021

Ai Santa Maria val!

 


A chant from Galicia, 13th Century


Shsared with Photo Tunes

Sonntag, 17. Januar 2021

Sonntagsmatinee

 

 Die heutige Musik ist von Arvo Pärt und nicht so glatt und eingängig
wie vorigen Sonntag. Aber tanzen läszt sich dazu auch.
Zumindest für solch Weltklasse-Tänzer wie Sylvie Guillem und Niklas Ek.
Das Tanzstück  "Smoke" von Mats Ek
gehört zu meinen liebsten modernen Stücken.

Wer am Sonntag vielleicht zwanzig Minuten Zeit hat,
 sich das ganze Video einmal anzusehen... -
Wie gesagt, es geht mir auch um Kultur, nicht allein um Musik. 
 
 

 


Samstag, 16. Januar 2021

Konferenz der Heger

 


Die Heger der Welt treffen sich, ihre Grenzen neu zu ziehen.
Die Verdacht-, Abscheu-, Argwohn-, Groll- und Furchtheger 
beanspruchen immer größere Flächen.
Sie kommen sich mit ihren Umzäunungen gegenseitig ins Gehege 
und in ihre kurzfristigen Einfriedungen zieht kein Frieden ein. 
Dort werden Schachtelhalme der Alpträume gesät und gezüchtet, 
Unkräuter gegensätzlicher Gefühle ausgejätet.
Hoffnungsheger brechen ihre Zäune und Mauern ab. 
Obwohl sich ihre Gebiete zu verkleinern scheinen, 
hegen sie die Hoffnung, daß ihre Pflanzen die Grenzen überwuchern.

- Christoph Kuhn -
 
*

(der Text ist ein Fundstück aus einer mind. 35 Jahre alten Thüringer Kirchenzeitung
ich habe ihn am 8.1. 2010 schon einmal gepostet)

Freitag, 15. Januar 2021

Imagining world

 

 
In my dream, the angel shrugged & said,
If we fail this time, it will be a failure of imagination 
& then she placed the world gently in the palm of my hand.
 
- Storypeople -  


 

Shared with Skywatch Friday

Mittwoch, 13. Januar 2021

Zwölf von zwölf im Januar


Nachdem ich das bei Astrid immer sehe...
möchte ich auch einmal dabei sein bei Zwöf von zwölf.
 
Nun denn: es ist 7:30 - ich habe Fleisch geschnitten und aufgetaut,
die Katze(n) gefüttert - der Nachbarskater will auch immer was...
habe meine morgendliche Blogrunde gemacht, meinen Blogpost veröffentlicht
 und selbst gefrühstückt...die Katze in den Schlaf gesteichelt... 
und nun kann ich noch etwas nach oben gehn.
Das produktive Tagewerk vorbereiten - zwei Einbandmappen
für Bilderbücher will ich heute kleben und das kann ich schon mal vorbereiten.

Um 8:00 verlasse ich dann erst einmal das Haus,
um mich bei der Wärmestube anzustellen.
Die darf ja im Moment nicht öffnen...aber 
von Mitte Oktober bis Mitte Dezember bekam man dort
jeweils einmal die Woche einen Beutel mit 4-5 Lebensmitteln
durchs Fenster hinausgereicht.
Das sollte nun weiter gehen.
Da die Nachfrage aber immer gröszer ist als das Angebot,
ist frühzeitiges Anstellen ratsam.
Es hat wieder ein wenig geschneit und es weht ein eisiger Wind,
also habe ich mich warm angezogen.

 
Um 8:40 bin ich zurück, allerdings ohne Lebensmittel.
Das Gesundheitsamt hat auch diese Initiative jetzt verboten.
Obwohl wir alle Masken trugen und Abstand hielten...
und jeder nur einzeln ans Fenster heran trat - nun gibt es also nix mehr!

Allerdings habe ich es auf diese Weise geschafft,
rechtzeitig für ein Morgenstimmungsfoto vom Dach aus zurück zu sein.
 
 
 
9:00 gibt es 2. Frühstück: zwei Bemmchen (belegte Brote), 
eines mit Schokohack und eines mit Frühstücksfleisch und etwas Chili-Ketchup.
Das verleiht ihm einen Hauch von Pizza.
 
Schokohack ist meine eigene Erfindung.
Wenn mir die Tafel zum Advent Schokohasen(!) spendiert oder eine
Schokoladentafel sehr weit übers MHD ist... mag ich sie nicht mehr essen.
Aber klein gehackt aufs Butterbrot schmeckts allemal noch...

 
9:30 hole ich meine nächste Leiche aus dem Keller.
Maus Nr. 11 muszte dran glauben.
Aber auch die ist nur die Spitze des Eisbergs, vermute ich.
Und längst nicht jedes Mal hat die Falle Erfolg,
oft haben sie auch nur den Köder heraus gefressen.
Aber so nach und nach krieg ich sie doch! 

 
 
10:00 fülle ich erstmal alle verfügbaren Eimer noch mit Wasser,
denn ich musz heute meinen Wasserspeicher aufgeben.
Es ist bald Dauerfrost bis minus 9° zu erwarten.
(das Wasser verwende ich zur WC-Spülung)


 
10:15 lege ich mir eine CD ein und beginne endlich mit Kleistern.
Normalerweise mag ich beim Arbeiten keine Musik,
sondern hab lieber Stille, aber Kleistern ist da die berühmte Ausnahme.
Das geht mit Musik einfach viel besser!

 
11:00 ist die erste Mappe fertig.
Nun wird sie mehrere Tage lang zwischen Lagen von Zeitungspapier unter
Bücherstapeln gepreszt. Das Papier mehrmals täglich gewechselt...
 

 
Nach kurzer Pause klebe ich die zweite Mappe 
und bin bis 12:15 pünktlich zum Küchendienst damit fertig.
 
Die drei Paprika vom Foodsharing letzten Donnerstag hab ich erstmal
eingefroren und taue sie jetzt wieder auf.
Mit überlegtem Einteilen und viel Kreativität
bringe ich jeden Tag ein Mittagessen auf den Tisch.

   
 13:00 kommt Schatz zum Essen und wir dinieren in aller Ruhe
und nehmen uns Zeit für Gespräche und Gemütlichkeit.



 
15:45 schöpfe ich dann endlich die Tonne aus und scheuere sie sauber.
Danach bringe ich die Eimer weg aus dem Korridor, 
denn ich brauche den Platz für die Geranien, 
die alle noch drauszen auf der Treppe stehn.
Bei Dauerfrost müssen sie rein, meist nur paar Tage.
Diese Strategie hat sich besser bewährt, als sie im fensterlosen
dunklen Keller zu überwintern.
 

 
 16:00 hab ich mir einen Yogitee und ein Marmeladenbrot verdient.
 

 Danach gehts weiter.
Auf dem Dach stehn auch noch Töpfe, 
die musz ich reinbringen bis zur Dunkelheit.
 
Um 19:00 bin ich fertig mit allem: die Töpfe alle untergebracht und
Wäsche abgenommen, -zigmal die Katze bedient und zu gefühlten 100 Türen
heraus-und wieder hineingelassen (sie kann das eigentlich selbst, weil alles nur 
angelehnt ist bzw. Katzenklappen ins Freie ), die Zeitungspapierlagen 
gewechselt und am PC gesessen, einen Blogbeitrag geschrieben und und und.
Ich bin mit dem Tag zufrieden: bis auf die Enttäuschung betreffs der Lebensmittel
  ging alles glatt und ohne Zwischenfälle und nun setz ich mich noch ein wenig hin.
Etwas leckeres Obst hab ich auch noch.
Und werd noch bissel lesen, bevor ich wieder zu müde dazu bin. 



 
 


Das Mittwochslied

 

Shnirele Perele - ein jüdisches Lied

 

Diese frische Sangesfreude ist ein Zufallsfund
und für mich selbst auch neu.
 
Hier ist die CD-Version, die ich häufig höre:
 
 

 
 

Dienstag, 12. Januar 2021

Stadtbäume - und eine kleine Geschichte -

 

 
Die graue Woche mit dem nassen Schnee ist vorbei.
Es ist schon viel weggetaut inzwischen und
so habe ich mal einen kleinen Stadt-Spaziergang gemacht.
 
Stadtbäume lassen sich schlecht fotografieren,
ohne dasz Autos und Verkehrsschilder mit aufs Bild kommen.
Einige meiner besonders geschätzen Bäume, 
an denen ich sehr oft vorüber gehe...
habe ich nun aber doch mal ins Bild gesetzt für Astrids Linkparty
Und zu Lorettas &Wolfgangs "Winterglück" schicke ich es auch gleich noch.




 



Es paszt nur bedingt hierher, aber:
Bäume sind aus Holz und der nasse Schnee hat gerade 
viele Äste abgebrochen...und mit Holz hat auch 
diese kleine Geschichte zu tun.
Ich fand sie zufällig, aber was ist schon Zufall?
Das, was uns zu-fällt, weil es uns bestimmt ist -

Das alte Jahr ist zwar vorbei, aber die Zeit empfinde ich
 irgendwie immer noch so
- dazwischen - 
und warum sollte man sich mit solchem Tun
und solchen Gedanken 
unbedingt an den vorgegebenen Kalender halten?
 
 

 

Next idea

 

 

I like that who I am is someone
who has no idea who I'm
going to be next

- Kay Skye - 

 






 

Montag, 11. Januar 2021

Meine Bücher im Januar

 

...nicht dasz ich die alle schaffe,
aber vorstellen mag ich sie doch gerne einmal.
Und ich begebe mich damit zum Karminroten Lesezimmer 
 
 
 
Da wäre erstens Blaze Foley, ein Auszenseiter aus Texas. 
Schatz schenkte mir das Buch zu Weihnachten (danke für die Aufmerksamkeit!),
nachdem ich den Sänger einmal hier im Blog vorstellte. 
Carmen & Kai Nees haben alles Material zusammen getragen und ins Deutsche 
übersetzt,das sie nur auftreiben konnten... auszerdem selbst einige Interviews 
geführt mit Zeitzeugen und einem Filmemacher.
Heraus gekommen ist ein anrührendes Porträt des 1989 erschossenen Künstlers,
 skurrile Anekdoten und ein Hauch von Abenteuer und Freiheit,
wie sie wohl nur in den USA gedeihen kann.
Ich habe es verschlungen!
 
Buch No. 2 ist ohne Abbildung, nämlich ein e-book: 
Sybil Rosen 
Living in the woods in a tree 
Eine frühe Liebe Blaze Foleys erinnert sich an ihn,
an die Zeit im Baumhaus und noch ganz viel mehr.
Auch das erzählt von Lebensformen, die im wohlgeordneten Deutschland 
bis heute fast undenkbar sind und für mich, in der damaligen DDR sowieso... 
Erschienen nur in Englisch, aber DeepL kann da helfen.
Nein, ich könnte es sonst nicht lesen, aber immerhin habe ich nun
erstmals meinen e-reader zur Hand genommen, der schon seit
drei Jahren hier herumliegt... 
Das Buch ist es absolut wert! 

Um diesen Sänger/Songwriter geht es:



 No.3 ist  Leo Trotzki - Mein Leben.
Bekam ich zum Geburtstag. 
Nach zwei Stalin-Biographien und Iwan Maiski (sowj. Botschafter in England) 
mal wiederRuszland und die junge Sowjetunion - das wird mich wohl 
übers ganze Jahr begleiten, schätze ich. 
 
No.4  Medizin und Fetisch
Neue, posthum aufgefundene Werke des russischen Volksdichters Pratajew.
Der nie gelebt hat - eine genial erfundene Kunstfigur,
ein amüsanter Nonsens und eine klasse Satire -
die Pratajew-Bücher sind für mich immer wieder Quelle der Erheiterung.
Möglicherweise verstehen nur "Ossis" diese Persiflage
des Alltags in der SU und teils auch in der DDR
Äuszerst kreativ zusammenfantasiert von HolgerMakarios Oley
und Leipziger Musikern.

Um bei der UdSSR zu bleiben, diesmal ohne Satire:
Nadja, Briefe aus Russland
Briefe, welche die Autorin Natascha Wodin (die mich schon länger beschäftigt) 
von einer Moskauer Freundin bekam.
Nach ihrem kurzzeitigen Leben dort mit ihrer (verstorbenen) Liebe.
Briefe von Literatur und Alltäglichem im Moskau der Achtziger.
Eine Welt, mir ein winzig kleines Stückchen auch vertraut.
Formulierungen, Kosewörter, die nur das Russische kennt...
hier in deutscher Übersetzung
 (die in meiner Seele sofort im Original erklingen).
  
Gänzlich unvertraut dagegen ist mir die Welt und das Lebensgefühl des
Sommer in Brandenburg.
1938. Jüdische Jugendliche bereitet sich in einer Art Kommune
auf ein künftiges Leben in Palästina vor - die wohl einzige Chance 
angesichts einer zunehmenden Bedrohung.
Mehr oder weniger abgeschottet auf einem Landgut in Brandenburg,
 dringt doch die beängstigende Entwicklung immerwieder
dort ein, überschattet den Sommer und es drängt die Frage:
Werden sie es noch schaffen ? 
Sprachlich wunderbar erzählt von Urs Faes. 
 
Zu guter Letzt ein Augenweiden-Buch:
Colour. FarbRäume von Tricia Guild 
Diesmal nicht gar so leuchtend bunt wie von ihr gewohnt.
Eher ein Buch der verhaltenen Töne und Harmonien.
Ein Buch der Bilder und Worte und Assoziationen.
Ein Buch, sich darin zu verlieren...immer wieder...
Geschichten zu entdecken und Inspiration.
Ein unerschöpflicher Quell.
Um das ein wenig zu verdeutlichen, hier ein paar Seiten.
Man musz es einfach selbst betrachten. Stunden-, tage-, jahrelang...
 






 
Nein, das ist keine vom Verlag bestellte Werbung.
Alle Bücher sind privat gekauft/bezahlt.
Ich möchte gern auch anderen nahe bringen.
 

Walking in the air




*

 

Shared with Photo Tunes

Sonntag, 10. Januar 2021

Sonntagsmatinee

 


Laszt uns in Zeiten des Lockdowns und ohne Live-Kultur... mehr Musik hören! 
Ich habe so viel "Lieblingsmusik", die ich alle gern einmal teilen möchte.
Und so werde ich versuchen, dieses Jahr jeden Sonntag und Mittwoch 
meine Leser*innen mit einem Lied oder Musikstück zu erfreuen.
 
Das wird dann auch mein Jahresprojekt für 2021 sein
 - mal sehn, ob ich es durchhalte!
Und ob meine doch häufig nicht so mainstreamkonforme
Musik auch anderen Menschen gefallen kann.

Den Anfang macht Georgi Sviridows Walzer aus den 
"Musikalischen Illustrationen zu Puschkins "Schneesturm"
 
Also erstmal ein eher bekanntes Stück und ein echter Ohrwurm 
und wohl ein guter Anfang eines Sonntags zu Jahresbeginn  :)
 
 

Groszes Tschaikowski-Sinfonieorchester unter Leitung
von Vladimir Fedossejev

Freitag, 8. Januar 2021

Ein Stück Himmel - кусочек неба -

 

 (photo from my archive)

Shared with Skywatch Friday