Donnerstag, 2. April 2020

Dienstag, 31. März 2020

Lieber Marc Aurel, liebe A.!




Hier sind Leokadia, Mü und Brumm.



Wir dachten, es wird Frühling...
aber nun schneit es!

Also haben wir uns die Zeit erstmal mit puzzeln vertrieben.


Zwölf Miezen auf einmal...



Aber jetzt sind wir fleiszig beim Nähen,
wir sollten nämlich öfter auch mal etwas Nützliches tun!



Wir nähen Masken.
Ich schiebe den Stoff weiter,
Leokadia macht die Naht schief
und Mü beaufsichtigt die Spule.


Wir sind noch am Experimentieren
welche am besten sitzt und gut tragbar ist.
Aber wir werden Euch bald einen Brief mit 2 Masken schicken,
damit jeder von Euch eine hat.
Sie sind kochbar und können problemlos gewaschen werden.
Da wir kein Schutzvlies haben wie in Farbiken,
ist es sicher gut, den Stoff vor dem Rausgehen etwas anzufeuchten.
Dann isoliert er noch besser.
Die Frau kann sich erinnern, dasz ihre Mutter das so gemacht hat,
als sie einmal schwere Bronchitis hatte und ihr kleines Kind
nicht anstecken wollte...

Wir haben ein schönes groszes Malbuch für Euch
und noch was andres zu Ostern.
Aber wir getrauen uns nicht, ein Paket zu schicken
damit A. nicht wieder mehrere Odysseen unternehmen musz
um es endlich zu bekommen.
Wenn die Post bei Euch nicht klingelt, so wie letzten Mal.
Da ist es wohl besser, nur Briefe zu schicken.
Dann musz niemand unnötig raus.

Paszt gut auf Euch auf
und bleibt gesund - Ihr zwei und alle Blogleser -

herzliche Grüsze
von uns dreien.

Hier ist noch ein Sonnenaufgang für Euch.


Und nun werden wir weiter nähen.
Der Tag schreitet voran...



*

PS: wir haben eine Packung Staubtücher gefunden.
Das ist richtig gutes Vlies, damit konnten wir
noch besseren Mundschutz nähen - Nachmachen erlaubt!




Euer Brief ist übrigens schon unterwegs.
Und die Frau hat vorhin den Einen aus einfachem Stoff
schon mal getestet: wenn man ihn feucht macht,
rutscht das Gummi nicht über die Augen,
wie sie befürchtet hatte.
Es hält gut, man bekommt noch Luft
und es ist trortzdem schön dicht.
Naja, ihr könnt nun probieren, welcher Euch
am angenehmsten ist.


Montag, 30. März 2020

Samstag, 28. März 2020

Was ich gerade lese...



Ich schreibe selten über Bücher.
Weil das, was ich lese, oft eher "abseitig" ist und kaum jemanden interessieren wird.
So wie z.B. diese hier. Eine geniale Satire, die mir ganz viel Spasz macht.
Immer wieder.



Doch um diese geht es jetzt nicht.


Sondern um 
"Nachtgeschwister" von Natascha Wodin

Welches ich von einer Bloggerin bekam, die es nicht zuende lesen mochte.
Unsere Lesart scheint wohl sehr verschieden - 
ich kaufte mir schon mal ein Buch, welches ihr nicht 
sonderlich gefiel und fand es ungeheuer gut 
("In einer Nacht woanders" von Katerina Poladian).

Und das ist jetzt auch bei diesem Buch der Fall.
Obwohl die Story wirklich alles andere als schön ist:

Ein Dichter aus dem Osten veröffentlicht ein Büchlein im Westen.
Eine Frau im Westen - selbst Autorin - findet dieses zufällig
und verliebt sich in das Bild, welches sie sich vom Dichter macht.

Sowas musz ja schief gehen, denn die Wirklichkeit ist immer anders!
Da sind zwei Menschen aus nahen und doch sehr fernen, 
unterschiedlichen, unverständlichen Welten.
Zwei Fremde füreinander und auch Fremde in sich selbst.
Fremd schon in der jeweils eigenen, angestammten Lebenswelt.

So entwickelt sich eine handfest unerquickliche Liebesgeschichte.
Zweifel, Selbsthasz, Eifersucht, Säuferwahn mit psychotischen Zügen.
Das ganze volle Programm. 
Zerstörerisch. Verstörend.
Dinge, die man eigentlich nicht wissen möchte.
Doch auf eine Art geschrieben, dasz ich immer weiter lesen musz.

Mit dem ganzen Gefühlskram komme ich nicht immer so ganz zurecht.
Oftmals lege ich "Gefühlsbücher" sehr schnell zur Seite.
Wenn ich nicht verstehe, wovon das Buch eigentlich handelt....

Dieses Buch ist anders.
Seine Sprache, sein Erzählstil.
Detailreich und in Bildern.
Das erzeugt bei mir einen inneren Film, entwickelt einen Sog,
dem ich mich nicht entziehen kann.

Und wahrscheinlich ist es auch die Welt im Osten,
die mir nur allzu vertraut ist.
Die Menschen und die Stimmung in den ersten Jahren
 nach derWende ist subtil und wunderbar eingefangen.
Vielleicht ist es auch das, was mich daran besonders anspricht (?)


Ansonsten erinnerte es mich an eine Erkenntnis,
zu der ich mit Anfang Zwanzig gelangte:

Wenn Männer richtig  gut schreiben können,
taugen sie im Alltag überhaupt nichts.


(unbestellte und unbezahlte Werbung, da alle Bücher selbst gekauft 
oder privat geschenkt bekommen)

Freitag, 27. März 2020

Traumbilder - III -



Mein Liebster und ich
waren auf einem orientalischen Basar.
Wir hatten ein Lama und eine Taube gekauft
und standen nun stundenlang abseits - wartend
auf den Mann, der uns eine Unterkunft vermieten wollte.
Die Tiere wurden unruhig, flohen aber nicht.
Die Taube sasz mir auf der Schulter...

Die Bleibe erwies sich als Lehmhütte mit Strohmatten
und einer ebenerdigen Kochstelle.
Wir wohnten dort friedlich mit den Tieren.
Durchs Dach sah man den Sternenhimmel...


Donnerstag, 26. März 2020

Gedanken... - und Alltagskram -



Jetzt, in Zeiten der Krise - machen plötzlich alle Menschen die Erfahrung,
wie es sich anfühlt, nicht hinaus zu kommen.
Keine Reisen, keine Treffen, keine Kultur, kein Badesee oder Flohmarkt,
keine Ausflüge...einfach nirgendwohin.
Ein Leben, welches wir seit vielen Jahren so führen
(insofern hat sich für uns jetzt nichts grundlegend geändert - )

Wenn auch die Gründe dafür verschieden sein können,
ob nun Corona, restlos fehlende Mobilität oder noch andere...
läuft es auf dasselbe hinaus: nämlich Isolation.
Das wünsche ich niemandem.

Aber ohne es mal selbst erlebt zu haben,
ist es wohl auch nicht nachvollziehbar, wie es uns alltäglich und immer geht.
Und da krieg ich ja oft genug blöde Sprüche
a la "Mensch, freu dich doch, du lebst so schön ruhig!"

Gewisz, alles hat auch seine guten Seiten und die versuche
auch ich immer so zu sehn (als Überlebensstrategie)
und auch Corona kann eine Chance sein, das eigene Ich neu zu erfahren,
den Lebensstil zu überdenken und zu ändern.
Vielleicht auch im Bezug auf die Umwelt hin...

ABER: alles Zwangsweise, das man aus eigener Kraft nicht ändern,
dem man nicht entfliehen kann, bleibt eine wahnsinnige Belastung.
Das kann man nicht einfach schönreden oder wegdenken. 
Das ist nun mal so.

Bleibt alle gesund und übersteht die Zeit gut,
füllt sie mit anderen, ganz neuen Dingen -
ich wünsche nur, es geht nicht so lange!





Hier gibt es wertvolle Tips, wie man eine Lungenentzündung verhindern kann.
Ich finde es gut zur Selbsthilfe und teils auch schon zur Vorbeugung:
man sollte eben nicht nur im Zimmer bleiben, die Lunge braucht Frischluft.
Und wenns nur das geöffnete Fenster ist



PS. ich denke ja immer gar nicht, dasz das für irgendjemanden
von Bedeutung, also schreibenswert ist,
bis ich vorhin bei AstridKa las, Berichte über den häuslichen Alltag
anderer Blogger würden sie besonders interessieren.

Also denn: für mich hat sich nicht wirklich viel geändert:
ich gehe weiterhin zur Mutter (mit grösztmöglicher Vorsicht)
und auch mal in den Supermarkt, wenn etwas nötig ist
(Vorratskäufe sind nicht allen Menschen möglich).
Ich kümmere mich weiter regelmäszig um Foodsharing-Abholungen
und bin froh, dasz Foodsharing.de noch keine Stop-Empfehlung
für solche Aktivitäten gegeben hat.
Ich schaue auch fast täglich dort vorbei, ob da vielleicht
ein Brot liegt oder sonst etwas Eszbares...
war gestern z.B. in einem Drogeriemarkt, uns noch Vitamine 
zu besorgen...und bringe auch mal etwas zur Post.
Wenn das Wetter dazu einlädt und die Schmerzen es zulassen,
machen wir einen Spaziergang durch die Natur.
Ich lasse etwas Vorsicht walten, das schon,
aber sonst bin ich nicht übermäszig ängstlich oder panisch.

Schlimm finde ich (nicht nur für mich),
dasz die Tafeln ihren Betrieb eingestellt haben
und dasz Apotheken jetzt Wucherpreise nehmen.
So zahle ich jetzt für das allmonatlich nötige Dauereinnahme-Mittel
wegen meiner chron. Sinusitis ganze 9 Euro mehr.
Sowas ist für einen Teil der Bevölkerung wirklich eine erhebliche Belastung
 (und dieser Betrag entspricht bei mir der Aufwendung für einen
wöchentlichen (!) Lebensmitteleinkauf).
Aber irgendwelche Krisengewinner gibt es ja immer.

Ansonsten war ich gestern froh, erstmals (!) tagsüber
etwas Zeit zum Buch-Lesen gefunden zu haben
(tue ich sonst nur abends im Bett und da fallen mir
nach zwei Seiten die Augen zu)
Ich freue mich, wenn sowas nun mehr möglich sein wird.

Dienstag, 24. März 2020

Bäume - Trees





Nur zwei Fotos von unserem Sonntagsspaziergang.
Hinausgehen - ein Weg durch die Natur
ist ja in diesen Zeiten auch schon etwas Besonderes
und wir haben es sehr genossen




Just two photos from our Sunday walk.
Going out and walking through the nature
is something special in these times
and we enjoyed it very much.




Und dann habe ich noch ein wenig herumgespielt....




And than I've played a little around...















Sonntag, 22. März 2020

Guten Morgen Marc Aurel und Zebedäus





Wir sind's endlich mal wieder:
Leokadia, Mü und Brumm.

Wir hatten so lange keine Lust zum Schreiben,
könnt Ihr uns nochmal verzeihn?

Dabei ist viel geschehen und es war schon richtig Frühling hier.
Auf der Dachterrasse (wo wir eben waren)
liegen schon die Holzfliesen und die Menschen
konnten schon wieder drauszen sitzen zum Essen.

Und viele Geschenke haben wir in letzter Zeit auch gekriegt.

Hier sind erstmal die Tulpen von der "Tafel" -
da hatten wir plötzlich sogar zwei Blumensträusze...


Aber die sind jetzt nur noch auf Fotos anzusehn.

Dafür bekamen wir von der lieben Silke
dieses Arrangement mit einem Schachbrettblümchen.
Das ist fast schon Ikebana!




Wir haben es gerade entdeckt, da kommt auch schon Mü vorbei 
und meint: "Das sind ja Küchenzwiebeln! Die esse ich gleich auf"



"Ach geh, Mü, du bist einfach garstig!
Bist selbst eine Zwiebel mit deiner komischen Frisur!"



Kaum war Mü weg, erschien schon das schwarze Tier in der Tür
und irgendwie sind sich die beiden ähnlich,
so schwarz-weisz... und stören können sie auch beide - - -


Da haben wir uns lieber nach drin verzogen...



Drin waren wir sowieso ganz viel,
als all der Regen und das ungemütliche Wetter war.
Und wir haben gleich das Puzzle gemacht,
welches wir von Marc Aurel und seiner Menschenfrau
geschenkt bekommen haben.



Ist das nicht schön, wie die stolze Katze
da thront mit ihren fünf Kinderchen?



Wir haben uns jedenfalls sehr gefreut - danke Euch!



Und von Wildgans hat die Frau ein Buch geschickt bekommen
und ein kleines Fahrrad-Notizbuch - das ist genau das Richtige für unsere Frau!
Da kann sie alle schönen Fahrradtouren beschreiben, die sie gemacht hat.
Und: es ist so schön, Post zu bekommen
mit auch noch einem feinem Klebeband.
Das regt unsere Phantasie an...

Die Menschen haben gerade viele Sorgen
und müssen einander aus dem Weg gehn.
Aber unsere Menschen haben ja sowieso kaum Kontakte,
da fällt ihnen das gar nicht weiter auf.
Es ist nur endlich mal etwas mehr Ruhe drauszen.

Hier noch ein Himmelsbild - 
es ist nicht immer sonniges Wetter (aber das macht nichts)



Und nun wünschen wir Euch allen, gesund zu bleiben
Marc Aurel pasz bitte gut auf Deine Menschenfrau auf
und Zebedäus Du auf Deinen Menschen auch
und wir hoffen, das alles geht rasch an uns vorüber.

Herzliche Grüsze und einen schönen Sonntag

Eure Leokadia, Mü und Brumm

Donnerstag, 19. März 2020

Alltagskram



Was wird später Erinnerung bleiben von diesem frühen Frühling, 
der uns jetzt mit Sonnenschein verwöhnt?
Und wie lange wohl hält solch Erinnern an - ?
Ich höre kaum Vögel im Garten und morgens im Dunkel am offenen Fenster 
- der einst so grossartige Vogel-Dom der Nachtluft - 
hat sich enorm reduziert.
Aber das ist inzwischen kein Thema mehr und Klimaproteste sind ausgesetzt.
Aufgrund anderer Sorgen.

Leere Regale im Supermarkt und leergefegte Straßen.
Selbst die Tafel hat ihren Betrieb eingestellt.
Ich mache heute Salat aus meinen alten Kartoffeln...

Mit fehlt etwas Bewegung, Frischluft kriege ich eigentlich im Garten genug.
Gestern nachmittag spontan entschlossen, bis zum allerentferntesten 
Einkaufscenter zu radeln.
Der Weg dorthin ist weit und brutal laut, deswegen vermeide ich das immer.
Aber seit Monaten liegt mir der wahnsinnig schwere Vinylstapel im Weg, 
den ich aussortiert habe (echte Liebhaberstücke dabei).
Der sollte nun endlich dort runter zum öffentlichem Bücherschrank 
geschafft werden (macht nun mal keiner für mich).
 Da liegt auch sonst oft jede Menge Musik...
 
Habe die Sonne sehr genossen und die Ruhe auf den Straßen sowieso.
Betätige Grünruf-Knöpfe an Fußgängerampeln nur noch mit dem Ellenbogen,
 nicht mehr mit der Hand...
Und nach Rückkehr aus dem feindlichen Draussen gibts heisses Ingwerwasser, 
Nasendusche mit Salz und Händewaschen sowieso.
Aber letzteres gab es bei mir schon immer.

Der Lebensmittelmarkt hatte geöffnet, also dann dort angestellt. 
Sicherheitsabstand ist aber kein Thema, der Hintermann rückte mir sehr dicht 
auf die Pelle... Männer eben. Die werden jetzt nicht plötzlich anders. 
Auch Cliquen Jugendlicher stehen herum 
und im Nachbargarten feiern sämtliche Bewohner allnachmittäglich 
fröhlich Party rund um den Grill.
Einer hat beruflich sehr viel mit Menschen zu tun,
der könnte so das gesamte Haus infizieren.
Mitgehangen, mitgefangen nennt man das dann.

Mein Schatz kommt mich auch noch besuchen zum Mittag, mit nötiger Vorsicht.
Wie lange noch, wissen wir nicht.
Umso mehr wissen wir es zu schätzen, einander nahe zu sein.
Dass er nun nicht mehr in die Stadt zu den Eltern fahren kann,
 ist für beide Seiten sehr schlimm.

Dienstag war ein Ausflug in die Natur geplant,
 aber unser Besuch kam verständlicherweise nicht.
Und allein zu fahren war keine gute Idee bei eingeschränktem Busverkehr
(der auch regulär schon nur aller 3 Stunden fahren würde).
Nun haben wir die unzähligen blühenden wilden Märzenbecher 
und die Goldsternchen also wieder nicht gesehn!
Aber das ist für uns auch fast jedes Jahr dasselbe: nämlich unmöglich.
Insofern hat sich nicht gerade viel an unseren Lebensstil geändert bis jetzt.

Ständig bekomme ich Newsletter mit dem Versprechen, 
mir alles zu liefern, was ich online bestellen mag.
An die Postfrau denkt dabei offenbar niemand.

Ich lese jetzt "Nachtgeschwister" von Natascha Wodin.
Bekam es von der Bloggerin Wildgans geschenkt, freu!
Schöner Schreibstil und für mich vertraute Umgebung.
Ob ich die Story bis zum Ende durchhalte, weiß ich noch nicht.
Werde berichten.
Habe es ja gerade erst angefangen und lese ziemlich langsam.

Die Katze nimmt ihr Frühstück neuerdings immer im Bett.
Sie wird eben auch älter, 11 oder 12 ist sie jetzt.

Freue mich auf einen sonnigen Frühlingstag und möchte gern in den Wald gehn.
Wenigstens hier. Die wenigen, über Jahrzehnte gleichen erreichbaren Wege.
Wenigstens die.

Irgendwie denke ich gerade an die warmen Frühlingstage
nach Tschernobyl.




PS 20.3.: gestern ist es im Nachbargarten erstmals ruhig geblieben
 - obs wohl nur am etwas weniger schönen Wetter lag?


(aus Gründen besserer Übersetztbarkeit - für meine fremdsprachigen Leser - 
auf meine so  geliebte "sz-Schreibweise" verzichtet.)

Dienstag, 17. März 2020

Only one choice





There's really only one choice, she said.
Choose this. What if I want to choose not-this?
I said & she laughed & said, Oh you're too
late for that. This is what you've got.

- Brian Andreas -