Heute ist der Fünfte und es steht wieder die Frage an
"Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?"
Ins Leben gerufen wurde diese Tagebuch-Blog-Aktion von Frau Brüllen
und dort verlinke ich auch meinen Beitrag.
*
Nun ist schon wieder Anfang Februar.
Lichtmesz ist vorbei und die sichtbaren Tage sind schon deutlich länger.
Real herrscht schon seit etlichen Wochen Winter und wenn ich mich im Januar
noch darüber gefreut habe...geht er mir inzwischen auf den Keks.
Die ewige Kälte - drauszen wie auch drin - die verharschten Schneeberge
an den Straszenrändern und all diese Einschränkungen der Mobilität
und damit des nötigen Alltags.
Winterschlaf wäre jetzt das Beste!
Ist aber wohl nicht vorgesehn für Menschen.
Ich stehe erst nach 6:00 auf, weil ich früher noch keine Lust hab.
Vollziehe die üblichen Morgenrituale, zerkleinere Fleisch
und taue es auf für die Raubtierfütterung.
Wenn mein Hausherr mit dem Schnurrbart alles hat, was er begehrt,
setze ich mich an den PC zum digitalen Zeitunglesen.
Tagesspiegel und Junge Welt und was sonst noch am PC zu erledigen ist.
Darüber wird es hell - der Himmel zeigt die übliche Wintersuppe.
Dann gibt es Frühstück für mich und danach gehe ich kurz an den Arbeitstisch.
Raumtemperatur 14°, das ist aber ziemlich normal gerade.
Mir sind die Kartonblätter für meine Bilderbucharbeit ausgegangen
und so habe ich 60 grosze Kartonbögen bestellt.
Die wollen jetzt alle angerissen und zugeschnitten werden.
Lange kann ich mich damit nicht aufhalten,
denn heute ist der 14tägige Tafel-Tag.
Da musz ich bald los.
Über Nacht hat es geschneit: nur gerade soviel, die Straszen für Radfahrer
wieder unpassierbar zu machen. Also schieben bis ans andere Ende der Stadt.
Es ist stellenweise glatt, die gefühlte Temperatur liegt ungefähr bei - 10°
und der eisige Wind treibt mir die Tränen in die Augen.
Meine Finger sind trotz Handschuhen zu Eiszapfen geworden,
als ich dort endlich ankomme.
Heute findet die geplante Digitalisierung statt und es dauert am Empfang
recht lange bis bei jedem Besucher alles erledigt ist.
Dafür gibt es diesmal auch reichlich, freu!
Mit einer Last von geschätzten 15-20kg (Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren,
Konserven haben schon allein viel Gewicht) mache ich mich wieder
auf den Heimweg. Der wird nochmal so lang.
Aber wenigstens geht kein Wind mehr und ich werde endlich warm.
Frischluft ist immer gut.
Daheim alles sichten, teils verputzen, einteilen
und unterbringen - das dauert seine Zeit.
Zum Glück hab ich noch Wirsingkohleintopf von gestern zum Mittag.
Schatz absolviert gerade seine monatliche mehrtägige Reise zwecks
Mutter-Besuch. Ich bin ganz froh, heute hier allein zu sein,
denn Tafel-Tage sind immer anstrengend.
Eigentlich wollte ich heute noch Blut spenden gehn, aber das wird erstens
viel zu spät (Aktion geht nur bis 14:00) und zweitens geht es über meine
Kräfte, jetzt nochmal einen weiten Weg zu machen.
Also setze ich mich wieder an die Arbeit.
Die Raumtemperatur inzwischen auf 15° geklettert...
Einmal längs durchschneiden musz ich die Bögen mit der Schere.
Alle Sechzig. Stück für Stück.
Die kleinen Schnitte erledigt dann die Hebelschere gut und schnell.
So bekomme ich aus einem 50x70-Bogen jeweils 6 Blätter heraus,
mein Standardformat 23x25cm ist also ganz praktisch entstanden.
Allerdings kann ich das ganze Gerede bald nicht mehr ertragen
und drücke die AUS-Taste.
Stille ist besser! Selbst lesen auch.
Dieses Buch aber wohl nicht, das ist ganz und gar nicht mein Geschmack.
Da bin ich mir nach einer halben Stunde Zuhörens ziemlich sicher.
Als ich fertig bin, brauche ich schon wieder Licht.
360 Blatt Karton - das reicht bis nächsten Winter!
Zwischendurch gabs Katzenkuscheln und ein leckeres Walnuszbrötchen
zum Nachmittags-Tee.
Und jetzt kann ich mich an den PC begeben, meinen Post zu schreiben.
Noch Kleinkram im Haushalt erledigen und hoffentlich bald
eine email von Schatz bekommen - so geht der Tag langsam zur Neige.
Origami-Stern immer noch gern als Deko.
*
Das wars von mir, danke fürs Lesen.
Habt eine gute Zeit bis zum nächsten mal :)












