denn ich bin mit meiner Homestory noch lange nicht fertig... Und weil ich dieses spätherbstliche Schönwetter so sehr liebe,
Die Morgensonne scheint heut so schön in den kleinen Waschraum, wo ich mich schminke und wo
meine vielen Klunkern (Modeschmuck-Ohrringe) alle liegen...
Wo ich mich immer aufs Raugsgehen vorbereite.
Spieglein, Spieglein an der Wand...
... und etwas zum Anziehen hängt auch gleich an der Tür.
Immer sichtbar. Immer greifbar.
Rausgehen, auf die Strasze, das braucht für mich
ja immer ein ganz besonderes Ritual.
Das geht nicht einfach - so fix raus wie bei anderen Menschen.
Die Auszenwelt mit all ihrer Reizüberflutung,
den Schwierigkeiten und sozialen Situationen,
denen ich nicht gewachsen bin...
das braucht immer eine Art "Schutzzauber" und Vorbereitung.
Also mir vergewärtigen, was alles auf mich zukommen könnte
und versuchen, mich darauf einzustimmen ein wenig.
Da gehört Schminken und besondere Kleidung einfach dazu
um bewuszt diesen Grenzübertritt zu vollziehen,
zu wagen.
Aber heute musz ich ja nicht rausgehn auf die Strasze.
Jetzt wird erstmal gelüftet.
Frischluft mag ich nämlich sehr.
Und vorm Kammerfenster die Wildrose
wächst alles zu, ist noch grün und trägt Hagebutten.
Vorm Bibliotheksfenster ist die Glyzinie herbstlich gelb.
Bibliothek, die immer weiter wächst.
Die Ungelesenen auf der Treppe hatte ich ja schon gezeigt.
Und hier ist der Stapel der Gelesenen, die bleiben dürfen,
aber noch keinen Platz für sich gefunden haben...
Und Opas kupfergehämmertes Selbstporträt sucht auch noch
einen würdigen Platz, genau wie Mutters Tauben...
Aber jetzt ziehe ich erstmal Schuhe an und gehe auf den Hof!
Der Dschungel beginnt bei mir gleich hinter der Tür.
Heute ist blauer Himmel.
Aber der alleine macht es nicht: ich sehe sie nicht,
doch ich höre ihr Rufen - die Schneegänse ziehn heute über mich hinweg.
In riesigen Schwärmen, stundenlang.
So hoch, so weit - da möchte ich mitfliegen.
Da kann ich nicht im Zimmer bleiben!
Des nachts hat es Blätter geschneit.
Und überhaupt müszte mal aufgeräumt werden.
Der Vogel stammt vom Grabstein meiner Groszeltern.
Das Grab wurde dieses Jahr geräumt.
Nun ist er bei mir - leider konnte ich den Grabstein,
einen kleinen ovalen Naturstein, nicht bewältigen - er war viel zu schwer.
Wenigstens den Vogel...
Kaum bin ich drauszen, findet sich auch schon die Katze ein, die immer bettelt.
Direkt über ihr eine Spiegelung im Fenster
Kränze...
...und noch jede Menge Blumen.
Cocooning macht heut nur das müde Laub. Ich hab noch jede Menge zu tun und bin ja so gern drauszen.
Gartenmöbel einmotten...
...raufgehen ins Offene.
Fahle Hortensie, sommermüd.
Ein Schmetterlingshaus unterm Hasel.
Hortensien auch bei der alten Teppichstange
Zu jeder Jahreszeit schön!
Letzte Blätter an der Magnolie
Und die Blutpflaume ist auch schon fast kahl
und darüber der klarblaue Himmel und scheinbar aus dem Nichts,
aus der ewigen Weite der Zugvogelklang.
Zu meinen Füszen das Gras voll trockener Blätter
Und wilde Alpenveilchen allüberall...
Nun gehe ich erstmal wieder hinunter
..die vom Nachbarn herübergewehten Walnüsse ausbreiten
(das ganze Walnuszlaub musz ich ja auch immer absammeln von meinen Beeten)
Und Frühstückspause machen mit einem herzhaftenZaziki-Smoothie - auch eine eigene Kreation.
Dazu 500ml weiszen Joghurteine Salatgurke
1-2 Knoblauchzehen
1Tl Zucker, etwas Salz und Pfeffer
und eine Handvoll Walnüsse in den Mixer geben - fertig!
Drei leckere Mandarinen habe ich auch noch.
Und das Schälchen fand ich bei Mutter im Keller.
Das war das erste Schälchen, welches ich als kleines Kind hatte
und es wurde Haferkuchennäpfchen genannt.
Ich wollte immer Kuchen essen, aber der war nicht für mich.
Ich bekam Haferbrei und sie nannten es Haferkuchen.
Und so habe ich denn mein Näpfchen geleert...
Und ich habe mich gefreut, es jetzt noch wiederzufinden.
So, das war es für heute von meinem Tag.Bleibt alle gesund, beschützt und behütet.