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Donnerstag, 17. September 2026

Schöne Lektüre

 

 


 

Bei einer anderen Bloggerin wurde ich vor länger Zeit darauf aufmerksam 
und ich habe mir diese Bücher mittlerweile gebraucht kaufen können.
Musikalisch ist sie ziemlich an mir vorbei gegangen... die gesamte amerikanische 
Musik ist ja nicht so sehr mein Ding  - ich bin im Herzen Osteuropäerin. 
Aber ihre Bücher sind ein einzigartiger Schatz! 
 
Links ein Buch mit Fotos zu jedem Tag - teils Gedenkdaten, teils Alltagsdinge - 
sehr inspirierend, anrührend und horizonterweiternd.
Da mag ich immer wieder blättern.
Rechts poetische Prosa über eine Kindheit in Armut und einen
künstlerischen Weg. Ihre Art zu schreiben, das Leben zu leben und die 
alltäglichen Dinge/Ereignisse zu betrachten, liegt mir sehr.
Lange hat mich kein Buch so sehr gefesselt.
Und es öffnet vielleicht auch die Tür zu ihrer Musik für mich 
etwas weiter - mal sehn!
Im Moment noch voll mit Lesen beschäftigt, weisz ich jetzt schon,
 dasz ich alle anderen Bücher von ihr auch noch lesen möchte.
 
(Keine Werbung, Bücher selbst gekauft) 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Bücherliebe - 5 -

 

 


 

Fach No. 5 ist voll mit Schmökerstoff .
Bücher, die ich irgendwann einmal gelesen und für aufhebenswert befunden habe,
um sie später vielleicht noch einmal zu lesen.
Was ich gelegentlich auch tue, wie gerade mit "Die verborgene Sprache der Blumen" 
 
 
 
 

Hier steht ganz viel Schönes, manchmal auch Triviales...was um 2015 hier 
reingekommen ist und seither auch bleiben durfte - ich sortiere gelegentlich
auch mal die Fächer durch und einiges aus...
 
Früher war ich übrigens leidenschaftliche Bibliotheks-Leserin: wir hatten
in der DDR hier am Ort eine sehr schöne und reichhaltige Stadtbibliothek 
mit sogar noch zwei Zweigstellen in den Ortsteilen.
 Inzwischen gibt es zwar die Kern-Bibliothek noch, aber durch irgendwelche
bundesdeutschen Gesetze müssen pro Jahr soundsoviel Prozent
des Bestandes aussortiert und gelöscht werden.
Also stehe ich dort fassungslos vorm fast leeren Kunst-Regal,
vermisse sämtliche Klassiker-Werkausgaben, von denen ich mir oft
schnell mal einen Band geholt hatte, um etwas Bestimmtes nachzulesen...
und auch sonst deckt der Bestand meine Interessen ganz und gar nicht
mehr ab. - Da blieb mir kaum noch etwas anderes übrig, als Bücher ganz
 gezielt (gebraucht) zu kaufen oder mitzunehmen, was ich irgendwo 
Lesenswertes finde... also die privat-Bibliothek immer weiter auszubauen.
Das ist nun das Ergebnis. 
 
 
 
 
Empfehlungen aus diesem Fach hätte ich ganz viele: Andrej Makine (im vorigen
Post erwähnt) steht hier auch noch paarmal und so viel anderes Lesenswertes.
 
 

 
"Der einsame Polygamist" ist die tragikomische Alltagsgeschichte einer
Mormonen-Familie in den USA.
Ich lernte das Buch seinerzeit durch die Linkparty "Literarry Stylings" kennen.
Da stellte jede ein Buch vor und kleidete sich in passender Weise.
Das hat mir immer viel Spasz gemacht! 
 
"Die Lewins" beschreibt eine unbürgerliche Familie hier in unseren Breiten.
Einzigartig, poetisch, anrührend...
 
 
Eigentlich mag ich Familiengeschichten ja überhaupt nicht.
Ergo sind das schon zwei ganz besondere Bücher. 
Mein Thema sind eher Randexistenzen, Ausgestoszene, Geflüchtete etc.
Dazu auch noch zwei Empfehlungen aus diesemn Fach.
 
 

 
"Unter fremdem Himmel" - wie es sich anfühlt, illegal in Deutschland zu sein.
 
"A und X" - Briefe ins Gefängnis, an einen angeblich wegen Terrorismus
zu zweimal lebenslänglich Verurteilten. In irgendeinem Land auf der Welt,
wo gerade Krieg ist... Durch seine Schreibweise einzigartig.
 
*
 
Keine Werbung, alle Bücher selbst gekauft, auf Flohmärkten, aus privaten 
Verschenk-Kisten oder sonstwo aufgelesen -  
 
 

Sonntag, 3. August 2025

Bücherschätze

 


Schon vor Wochen sollten die Fotos meiner neuesten Bücherschätze hier rein.
Inzwischen hab ich sie längst gelesen, nur beim Bloggen haperte es.

Salih Jamal, der in Deutschland lebende palästinensische Autor ist mir hiermit
zum 2. mal begegnet: auch dies ein Buch vom Fremdsein, von Flucht und
Endlich-Ankommen, von Freundschaft und Fürsorge.
Sechs Kinder finden in einem Kinderheim zusammen.
Verlassene, verlorene Kinder, die niemand braucht.
Zum Glück haben sie einander. In der Kindheit.
Dann trennen sich Wege, doch sie finden sich schlieszlich wieder, 
wenn auch am Ende nur noch drei.

Zitat:
"Das ist die Geschichte von Lilly, Beria, Sinan, Frei und mir. Und natürlich auch die von Ilan Nussbaum, meinem Freund. Ich berichte von Leben, die auf Seelen gelegt worden sind, die dem Leben nicht gewachsen waren."

Der Autor ist eine Entdeckung für mich, schon bei "Das perfekte Grau"
Auch dies ein Buch, das unter die Haut geht.
Absolute Empfehlung!
 
 
Die Kinderbuchsammlung hat auch Zuwachs bekommen.
Noch einige von Andrea Karimè.
Keine andere mir bekannte Kinderbuchautorin schreibt derart fantasievoll, 
poetisch und zeitnah: auch von Kriegen, Flucht, Migration ist in ihren
 Geschichten die Rede. Themen, die längst zum Alltag gehören, aber 
normalerweise für Kinder kaum thematisiert werden. 
Doch sind es ja vor allem die Kinder, die ganz selbstverständlich mit
Kindern aus fremden Kulturen zusammen kommen.
Texte und Illustrationen ergänzen sich hier einfach perfekt.
 




 


Sonntag, 15. Juni 2025

Guter Lesestoff

 


 

Schon wieder zwei so lohnenswerte wie zufällige Neuentdeckungen: 

 

"Das perfekte Grau"

Die Geschichte von vier Auszenseitern, alle vor etwas auf der Flucht. 
Auch wenn nur der Afrikaner übers Meer kam (schlimme Geschichte).
Sie begegnen sich zufällig in einem versifften Hotel, wo sie grad einen Job haben.
Bald flüchten sie aber von dort auch, denn eine wird von der Polizei gesucht.
Es beginnt eine abenteuerliche gemeinsame Flucht,
die letzten Endes teilweise zum Ankommen führt.
Eine Geschichte von Freundschaft und Fürsorge.
Das Buch lebt mehr von subtilen Stimmungsbildern und Charakteren, 
denn von Spannung. - Das nenne ich gute Literatur!


"Zuckerkind"

Ein Erlebnisbericht ab 1937, von Verbannung und Arbeitslager.
Von einem anfangs fünfjährigen Mädchen erlebt.
Unvorstellbar!
Und ein Zeugnis davon, wie Literatur und (auswendig gelernte) Lyrik
beim Überleben und Bewahren der eigenen Würde helfen können.
Helfende Menschen gab es zum Glück auch - was wäre ohne sie geworden?
 

Beides ein absoluter Lesetip von mir.

(keine Werbung, Bücher selbst gekauft)

Montag, 19. Mai 2025

Lesereise ins Morgenland und zurück

 

Durch meine Neuentdeckungen der letzten zwölf Monate
- Karl-Markus Gauß, Saša Stanišić und Vladimir Vertlib -
bin ich dahinter gekommen, dasz es ein gröszeres Lesevergnügen,
ein tieferes Eintauchen ist, wenn ich gleich mehrere Bücher eines Autors 
hintereinander lese... und so tue ich es denn auch jetzt, mit meiner
nächsten Offenbarung: Andrea Karimé.
 
Noch nie sah ich irgendwo Werbung, nie wurden mir ihre Bücher bisher
angezeigt auf Plattformen wie Ama*on, Re*uy oder sonstwo.
Entdeckt habe ich ihren Blog über die monatliche 12von12 Bloggeraktion.
Und dieser Blog machte mir ganz viel Lust auf Mehr-Lesen.
 
*
 
Morgenland. 
Das Wort sagte mir mein Groszvater. Da war ich noch ziemlich klein.
Und heute scheint der Begriff ganz und gar aus der Mode gekommen zu sein. 
Jedenfalls hat Groszvater mit seinen Geschichten und den Büchern
voller kunstvoller Illustrationen - morgenländischer (Buch)kunst,
die er verehrte... eine Faszination bei mir
für die morgenländische Kultur bei mir geweckt. 
 
Und Oma hüllte mich seinerzeit ein in echte -uralte - Kamelhaardecken.
Sie röstete Zucker mit Butter in der Pfanne und kochte mir Karamelmilch. 
Ich sagte dazu Kamelmilch und stellte mir diese so vor.
Ich war ja noch ziemlich klein.
Ich hatte hier vor Jahren schon einmal drüber geschrieben.
 
Da gab es auch die kostbaren Edelsteine in dem kleinen Kästchen.
Die zeigte Groszvater mir manchmal. Hielt einige gegen das Licht.
Andere waren dunkel. Blau. Mit Goldpartikeln darin.
So verbindet sich Orient für mich mit Schatzkästchen. 

Groszvater selbst ist nie gereist, war nie im Morgenland.
Es waren ganz andere Zeiten.
Dasz er einen Edelsteinhändler aus Teheran kannte, ist allerdings
anhand von noch erhaltenen Papieren zu belegen.
Und Groszvaters Name hatte an Ende auch einen accent aigu,
genau wie Karimé...


Inzwischen ist mir längst klar, dasz es mit
"Ex oriente lux, ex oriente pax" so eine Sache ist, denn diese uns fremde Welt 
ist vielfach zerrsissen von Konflikten und unvorstellbarem Leid.
Eine Einmischung gemäsz unserer westeuropäischen Werte macht dort
allerdings auch nichts wirklich besser, ist meine persönliche Meinung dazu.
 
 
 
Aber zurück zur Literatur.
Groszangelegte Romane aus der islamischen Welt haben mich 
schon einige nachhaltig beeindruckt:
um mal die Lieblingsbücher zu nennen.

Andrea Karimé's Bücher sind anders. 
Erzählerin, poetische Stimme in kleinem, geschütztem Raum.
So empfinde ich es.
Und immer ein Brückenschlag zwischen den Welten.
 
 

Die teils märchenhaft geschriebenen Liebesgeschichten 
habe ich verschlungen und sie sind mir sehr nahe gegangen. 

"Wörter Wörter, Himmelörter" ist ein inspirierendes Buch,
das ich in kleinen Häppchen lese und das mich ganz sicher
 über längere Zeit begleiten wird.
Fasznation für Sprache(n) und das Spielen damit. Das liegt mir auch.
Das Buch gibt mannigfaltige Anstösze.




Dann sind da noch jede Menge Kinderbücher.
 Ich hab bis jetzt erst einige davon.
Sie erzählen viel von Kindern und Menschen,
die fremd sind in der für uns selbstverständlichen Welt.
Die zwischen den Kulturen wandern 
oder auch zwischen ihnen hin-und hergerissenwerden.
Menschen-Kinder, die nicht immer Wertschätzung erfahren, 
und die sie deshalb umso nötiger brauchen.
Das hat sich die Autorin zur Aufgabe gemacht und ihre Geschichten
 tun nicht nur Kindern gut. Können Horizonte erweitern.
Zusammen mit den detailreichen, hintersinnigen Illustrationen 
habe ich daran viel Freude.
Auch wenn ich sie noch nicht alle gelesen habe bis jetzt.
 
Die Kurzgeschichten in "Alamat" habe ich auch noch vor mir. 
Da hab ich noch Lesestoff für einige Zeit.




Ich selbst war ja kein zweisprachiges Kind.
In meiner kleinen Stadt, in meiner Schule, in meinem Land damals...
gab es das nicht. Doch hab ich es mir immer schön vorgestellt und gewünscht: 
Eltern mit verschiedenen Sprachen.
Mit denen ich ganz selbstverständlich aufwachsen kann.
Hin-und herspringen in den Wörtern, sie betrachten, vergleichen, 
austauschen, einige besonders lieben im Klang.
Bis heute bewundere ich Menschen für ihre Mehrsprachigkeit.
Das Slawische bei mir ist ja nur ein ganz kleiner,
später angenommener Ansatz.

Mir selbst blieb als Kind nur das Drehen am Radio und machmal 
hatte ich Glück, irgendeinen fremdsprachigen Sender zu erwischen.
Worte, die ich nicht verstand... klangen für mich wie kostbare Stoffe:
Himmelblau mit Silberfäden durchwirkt, grünbestickt, Goldbrokat und
Samt in sattem Rot oder Lila. Farben. Schätze. Bilder zum Wegträumen.
 
Dasz fremde Wörter auch fliegende Teppiche sein können.
erfahre ich jetzt durch Andrea Karimé.

*



Dieser Beitrag ist keine Werbung. Ich habe mir die Bücher gekauft,
weil ich sie lesen möchte. Und es ist ganz allein mein Empfinden,
sie weiter zu empfehlen und anderen Menschen ans Herz zu legen.
Als Gegenstück zu Hasz und Hetze und den täglichen Nachrichten,
die man eigentlich nur noch ausblenden kann.

Montag, 24. März 2025

Samstag, 28. Dezember 2024

Weihnachtsbücher und ein Kurzfilm

 

 

 Das linke Buch schenkte mir mein Schatz - ganz neu erschienen 
mit ihren "Proemen", teils aus dem Nachlasz 
(ich ahnte noch gar nicht, dasz es dieses Buch gibt!)
das rechte kam per Post von einer lieben Bloggerin aus Wien.
Hat nichts mit Harry Potter oder Hexen zu tun, wie die Titel vielleicht
vermuten läszt - es ist ein poetisches Natur-Erlebnisbuch mit 
zauberhaften Aqurellen von Jackie Morris 
(die ich als Illustratorin ganz besonders mag)
 
Beide Bücher wie für mich gemacht, eine besondere Freude!
 und Inspirationsquelle!
Ein ganz dickes Dankeschön :)

*

Ein kurzer Film ging mir dieser Tage nicht mehr aus dem Kopf:
von allen Weihnachtsfilmen, die ich kenne
(zugegeben, nicht allzu viele, da ich seit 2015 keinen TV mehr habe
und auch hier an meinem Desktop-Arbeitsplatz nichts ansehn mag, 
denn dazu ist er einfach zu kalt und ungemütlich)
also von allen Weihnachtsfilmen, die ich kenne,
ist dieses Musikvideo für mich der beste!

Wollte ihn gestern an den FreitagsFüller anhängen,
aber den gab es nicht - Barbara braucht auch mal Ferien.



Sonntag, 8. Dezember 2024

Lesefutter

 

 


 Nachdem mich das Buch "Die Hundeesser von Svinia" so beeindruckt hat
- nicht nur der Inhalt, sondern auch die Art seines Schreibens und Betrachtens -  
habe ich mir nun weitere Bücher von Karl Markus Gauß bei meinem
Gebraucht-Verramscher erstanden - ich freue mich schon aufs Lesen!
 

Gerade bin ich mit Saša Stanišić "Herkunft" fertig,
 das ich auch gern weiterempfehlen möchte.
Es ist nicht einfach nur ein aufschluszreiches, den eigenen Blick erweiterndes, 
sondern auch ein exzellent geschriebenes Buch - so macht mir Lesen Freude
und das war ganz bestimmt auch nicht sein letztes Buch für mich.


Montag, 28. Oktober 2024

Lesestoff...

 

 


Die Autorin des Kinderbuchs hat übrigens einen wunderschönen Blog. 
 Ohne diesen wäre ich nicht auf das Buch gekommen.

*

Und mal wieder ein wenig gepuzzelt:



 

 

Sonntag, 15. September 2024

Guter Lesestoff

 


 Auch wenn J.D. Vance gerade eine ziemlich unrühmliche Rolle spielt:
"Hillbilly-Elegie" ist gut geschrieben und sehr aufschluszreich über Lebensverhältnisse und soziale Strukturen auszerhalb von Groszstädten in den USA

Sonntag, 12. Mai 2024

Zwölf von zwölf im Mai

 

Es ist soweit: die Chronist:innen des heutigen Sonntags
versammeln sich zahlreich bei Caro zur groszen 12von12 - Party .
Ich bin gerne dabei.
 

 Morgenhimmel um 5:23
 
 

 Katzenfrühstück - am liebsten gleich auf dem Bett.
 
Nach kurzer PC-Sizung und meinem eigenen Frühstück 
bekommt heute der Garten seinen groszen Auftritt.
 




So früh waren die Rosen noch nie!


 



Formen betrachten - einmal ohne Farbe...
 
*
 
Nach etwas Arbeit an meinem nächsten Bilderbuch ziehe ich mich um.
Schatz ist verreist und ich werde heute bei den Vampiren dinieren,
meine eigene Küche bleibt kalt. 
So ganz ohne Dresscode Black und eine Gothic-Lady bin ich auch nicht.
Meine Vampire sind das Blutspende-Team des DRK,
welches heute in einer Kirchengemeindes zu Gast ist. 
 

 
Nachdem ich um einen halben Liter Blut erleichtert worden bin,
erwartet mich ein ganz leckerer Imbisz, von den Frauen der Gemeinde liebevoll 
und nach allen Regeln der Koch-und Backkunst zubereitet. 
Schade, dasz mein Schatz diesmal nicht dabei sein kann - wir 
gehn sonst immer beide spenden.
 

 
Wieder daheim, werde ich es mir für den Rest des Tages 
mit Tee und Buch gemütlich machen, mich auf die Dachterrasse verziehen.
 
 

"Das Halsband der Tauben" von Raja Alem 
ist ein ganz besonders Buch: eine Art Tausendundeine Nacht in heutiger Zeit.
Es spielt in Mekka, die Geschichte wird aus der Sicht einer ziemlich armen,
heruntergekommenen Gasse erzählt. 
Geschichte? - Geschichten!
Selten ein so vielschichtiges, poetisches Buch erlebt, ein Erzählstil, der für uns 
Europäer eher ungeübt ist  - also nicht ganz leicht zu lesen!
Man bekommt eine klitzekleine Ahnung von der völlig anderen Welt  des Orients 
und dasz Islam und Christentum aus gleicher Quelle stammen, wird hier auch sehr deutlich. 
Zwei Dinge, die der Westen nur allzu gern vergiszt! 
 
Eine klare Leseempfehlung von mir für diese etwas andere Art der Fantasy-Literatur.
(Keine Werbung, ich habe dieses Buch selbst gekauft und das auch nicht bereut)

Sonntag, 14. Februar 2021

Februar-Bücher

 

Da ich immer noch - und wohl noch sehr lange...mit Trotzkis Autobiograhie 
beschäftigt bin, habe ich mir für Februar nur ein weiteres Buch vorgenommen.
Ich wollte es schon längere Zeit haben und jetzt habe ich es
 antiquarisch bekommen:
 

Peter Bohley "Sieben Brüder auf einer fliegenden Schildkröte"

Sieben Wehrdienstverweigerer in der DDR.
 
 

 
Berührend für alle, die diese Zeit der Repressalien noch selbst 
erlebt haben und eine gute authentische Geschichtslektion 
für Jüngere und geographisch anderswo Verortete.
Vielleicht ist der Name Bärbel Bohley ja machem auch noch ein Begriff?
Da gab es eine ganze Groszfamilie, die erstaunlicherweise an einem
 Strang zog - mehr will ich nicht verraten!

Für mich auch deshalb interessant, weil es sich zufälligerweise indirekt
 mit dem Leben meiner Groszeltern kreuzt,
besser gesagt: mit einer Villa auf einem Grundstück,
wo seinerzeit meine jung verheirateten Groszeltern in einer bald darauf
abgerissenen Bruchbude lebten - es ist schon erstaunlich, wie klein
die Welt machnmal ist und welche Geschichte Orte so haben.
Heute ist wohl auch diese um 1930 erbaute Villa passé und
es sieht dort wieder ganz anders aus. 
Nur durch diese Recherche kam ich übrigens auch auf das Buch.
 
In Büchern leben Dinge weiter und sie bleiben erfahrbar in Erinnerungen
- gut, wenn jemand - wie Peter Bohley - diese aufgeschrieben hat!

 *
 
Vorstellen möchte ich heute noch 
ein ganz besonders schönes Kinderbuch.


 
In einer kleinen Stadt mit blauen Häusern lebt ein Briefträger.
Er kennt dort alle und alles und macht jeden Tag seine Arbeit. 
Abends schaut er den Wolken zu.
Bis ihn eines Tages eine Wolke zum Mitreisen einlädt:
so lernt er andere Länder und Farben kennen
und findet schlieszlich seine Liebste.
 




 

Die zauberhafte Geschichte ist in schönster Chagall-Manier illustriert
von Èlise Mansot und um ein Bild von Chagall geht es ja dabei auch.
Ein wundervolles Bilderbuch, nicht nur für Kinder.
 

 
Erschienen 2011 im Prestel-Verlag, habe ich es antiquarisch gekauft
und dies ist keine bestellte Werbung, nur ein besonderer Tip von mir.
 
Ich finde, ein Buch über Farben
 paszt gut ins Karminrote Lesezimmer.
(leider scheint dort das Kommentarfeld für mich blockiert zu sein,
habe es jetzt  zweimal vergeblich versucht )

Montag, 11. Januar 2021

Meine Bücher im Januar

 

...nicht dasz ich die alle schaffe,
aber vorstellen mag ich sie doch gerne einmal.
Und ich begebe mich damit zum Karminroten Lesezimmer 
 
 
 
Da wäre erstens Blaze Foley, ein Auszenseiter aus Texas. 
Schatz schenkte mir das Buch zu Weihnachten (danke für die Aufmerksamkeit!),
nachdem ich den Sänger einmal hier im Blog vorstellte. 
Carmen & Kai Nees haben alles Material zusammen getragen und ins Deutsche 
übersetzt,das sie nur auftreiben konnten... auszerdem selbst einige Interviews 
geführt mit Zeitzeugen und einem Filmemacher.
Heraus gekommen ist ein anrührendes Porträt des 1989 erschossenen Künstlers,
 skurrile Anekdoten und ein Hauch von Abenteuer und Freiheit,
wie sie wohl nur in den USA gedeihen kann.
Ich habe es verschlungen!
 
Buch No. 2 ist ohne Abbildung, nämlich ein e-book: 
Sybil Rosen 
Living in the woods in a tree 
Eine frühe Liebe Blaze Foleys erinnert sich an ihn,
an die Zeit im Baumhaus und noch ganz viel mehr.
Auch das erzählt von Lebensformen, die im wohlgeordneten Deutschland 
bis heute fast undenkbar sind und für mich, in der damaligen DDR sowieso... 
Erschienen nur in Englisch, aber DeepL kann da helfen.
Nein, ich könnte es sonst nicht lesen, aber immerhin habe ich nun
erstmals meinen e-reader zur Hand genommen, der schon seit
drei Jahren hier herumliegt... 
Das Buch ist es absolut wert! 

Um diesen Sänger/Songwriter geht es:



 No.3 ist  Leo Trotzki - Mein Leben.
Bekam ich zum Geburtstag. 
Nach zwei Stalin-Biographien und Iwan Maiski (sowj. Botschafter in England) 
mal wiederRuszland und die junge Sowjetunion - das wird mich wohl 
übers ganze Jahr begleiten, schätze ich. 
 
No.4  Medizin und Fetisch
Neue, posthum aufgefundene Werke des russischen Volksdichters Pratajew.
Der nie gelebt hat - eine genial erfundene Kunstfigur,
ein amüsanter Nonsens und eine klasse Satire -
die Pratajew-Bücher sind für mich immer wieder Quelle der Erheiterung.
Möglicherweise verstehen nur "Ossis" diese Persiflage
des Alltags in der SU und teils auch in der DDR
Äuszerst kreativ zusammenfantasiert von HolgerMakarios Oley
und Leipziger Musikern.

Um bei der UdSSR zu bleiben, diesmal ohne Satire:
Nadja, Briefe aus Russland
Briefe, welche die Autorin Natascha Wodin (die mich schon länger beschäftigt) 
von einer Moskauer Freundin bekam.
Nach ihrem kurzzeitigen Leben dort mit ihrer (verstorbenen) Liebe.
Briefe von Literatur und Alltäglichem im Moskau der Achtziger.
Eine Welt, mir ein winzig kleines Stückchen auch vertraut.
Formulierungen, Kosewörter, die nur das Russische kennt...
hier in deutscher Übersetzung
 (die in meiner Seele sofort im Original erklingen).
  
Gänzlich unvertraut dagegen ist mir die Welt und das Lebensgefühl des
Sommer in Brandenburg.
1938. Jüdische Jugendliche bereitet sich in einer Art Kommune
auf ein künftiges Leben in Palästina vor - die wohl einzige Chance 
angesichts einer zunehmenden Bedrohung.
Mehr oder weniger abgeschottet auf einem Landgut in Brandenburg,
 dringt doch die beängstigende Entwicklung immerwieder
dort ein, überschattet den Sommer und es drängt die Frage:
Werden sie es noch schaffen ? 
Sprachlich wunderbar erzählt von Urs Faes. 
 
Zu guter Letzt ein Augenweiden-Buch:
Colour. FarbRäume von Tricia Guild 
Diesmal nicht gar so leuchtend bunt wie von ihr gewohnt.
Eher ein Buch der verhaltenen Töne und Harmonien.
Ein Buch der Bilder und Worte und Assoziationen.
Ein Buch, sich darin zu verlieren...immer wieder...
Geschichten zu entdecken und Inspiration.
Ein unerschöpflicher Quell.
Um das ein wenig zu verdeutlichen, hier ein paar Seiten.
Man musz es einfach selbst betrachten. Stunden-, tage-, jahrelang...
 






 
Nein, das ist keine vom Verlag bestellte Werbung.
Alle Bücher sind privat gekauft/bezahlt.
Ich möchte gern auch anderen nahe bringen.