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Samstag, 9. Juni 2018

Wochenrückblick zum Letzten





Deutzien-Blüte-Zeit...und Sommer-Sonne satt.
Und am Donnerstag Abend endlich endlich der lange versagte Regen.
Wie aus Kübeln schüttete es los und ich musste ganz fix 
die vor Angst schreiende Katze retten...



Mit dem Liebsten zwei Vormittage im Schwimmbad vertrödelt,
Glück gehabt, denn es war erstaunlicherweise gar nicht so voll.
Zweimal allein - nur zum Schwimmen - dort gewesen
und insgesamt 4500 m geschwommen...

Ansonsten nur Alltag gehabt.



Dienstag die ewig aufgeschobene weite Einkaufsfahrt 
erledigen müssen und Donnerstag war Tafel-Tag.
Diese Tage fallen immer raus aus dem normalen Ablauf 
und für alles andre bleibt dann sowieso keine Kraft.



Die begonnene Bad-Renovierung verzögert sich um eine weitere Woche,
die ich nun in Chaos und zerstörten Routinen verbringe.
Ich leide unter Übelkeiten, Bauschschmerzen und weiteren Stressreaktionen.
Das ist normal und leider nicht zu ändern.



Dies ist mein letzter Wochenrückblick
denn es gibt nun mal nichts, woran zu erinnern (für mich) sich überhaupt lohnt
oder was für andere von Bedeutung sein könnte.
Mein Leben geht in Alltagsbewältigung unter und die Details
 gehören auch nicht ins Internet.
Ich war noch nie eine gute Tagebuchschreiberin und weiss nicht, wozu überhaupt.

Diese deutschsprachigen Alltags-Beiträge zerstören nur mein 
ursprüngliches Blog-Konzept und das werde ich so nicht weiterführen.



Das Lied der Woche ist nochmal bretonisch - da gibt es so viel Wunderbares!
 
Aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich irgendjemand für "meine" 
Lieblingsmusik überhaupt interessiert oder gar begeistern kann.
Muss ja auch nicht sein, es ist eben zu "abseitig"!
Ich hab nun mal nicht viel mit anderen zu teilen, 
das ankommt und vielen gefällt. 


Habt ein schönes Wochenende

Samstag, 2. Juni 2018

Wochenrückblick





Sommerhitze... Rosenpracht und ab und zu ein fernes Grummeln,
 aber wieder kein wirklicher Regen hier, während 
ein 10 km entfernter Ort buchstäblich in den Fluten unterging
und anderswo die Unwetter tobten.
Trockenheit, wo führt das noch hin?





Einmal 750 und dreimal 1000m geschwomnen.
Nun ist das Wasser warm genug.
Zweimal 2-3 Stunden mit dem Liebsten im Bad verbracht
(die anderen Tage wars gleich früh zu voll um überhaupt hineinzugehn).
Das sind so die Highlights, die einzigen fast,
die möglich sind. Um nicht immer und immer 
wieder nur die paar selben Spazierwege zu gehn.


Ansonsten nur Alltag.
Letztes WE Schimmelbehandlung und Putzen
in Vorbereitung einer Bad-Renovierung
und seither Leben im Chaos, denn das kommt nicht voran
(was aber nicht von mir abhängt).
Da merke ich wieder, wie viele Alltagsroutinen dadurch gestört sind
das fühlt sich an wie ganzes Leben aus den Fugen
(Autisten können sowas ganz schwer ertragen, das macht regelrecht krank)
und das wird wohl noch eine Woche so weitergehn.
Nein, meine Zeit ist das gerade wirklich nicht!
Da kann man nur flüchten...


Wünsche mir manchmal so sehr, einfach davonzufliegen
eine Reise zu tun
Urlaub zu haben und irgendwo zu sein am Meer...
Für andre normaler Lebensstil,
für mich seit Jahrzehnten undenkbar.
Das wird so bleiben bis zum Schlusz.
Geht eben nicht. Wie ganz vieles.

Kann immer von den anderen Orten nur lesen.
Nie fühlen, riechen, schmecken. DA-SEIN.

*

Die Musik der Woche, anknüpfend an das nun zuende gelesene Buch
 "Stadt der weßen Musiker" (hier beschrieben)
 kommt aus Kurdistan.



Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch

Samstag, 26. Mai 2018

Wochenrückblick




Die ersten Wildrosen öffnen sich vor meinem Fenster.
Die Blattläuse genieszen die warme trockene Zeit
(und ich hatte offenbar ein Katzenhaar auf meiner Linse, naja, wo sind die nicht - )

Eine Woche Sommer gefeiert.
Versucht, so viel davon zu kriegen, wie der Alltag eben zuläszt.

Pfingsten in aller Stille verbracht. 
Viel zuviewl Lebenszeit der DSGVO geopfert.

Pfingstmontag ist ja immer Mühlentag und ich hätte zu gerne die Kuckucksmühle bei Anderbeck im Huy einmal wiedergesehn - eine tolle Mühle, direkt am Waldrand - ein ganz besonders schöner, fast magischer Ort.
 Seit vielen vielen Jahren wünsche ich mir , dort hinzukommen, aber sowas kann
 ich immer nur unter "Thousand broken dreams" ablegen.
Feiertags ist ja noch weit weniger Busverkehr als alltags.
Vom Fahrpreis mal ganz abgesehn. Der auch nur selten drin ist.



Dienstag etwas Zeit verbummelt - einen kleinen Spaziergang
 durch den Park mit meinem Liebsten. 
(mit Absicht nur leere Bänke fotografiert , heiszt nicht, 
dasz da nicht noch andre Leute waren)


*

Mittwoch anbaden - das Bad hat nun doch schon vor dem 1.6. geöffnet. Hurra!
Ich hörte am Vortag den Krach bis in meinen Garten...
Es ist das einzige Freibad für 30 000 EW und damit fast immer
 gerappelt voll bei schönen Wetter.
 Ich gehe nur früh um 10 Uhr, da kann man gerade noch Glück haben
 und eine Weile ungestört schwimmen.
Das Wasser war noch saukalt, so hab ich es bei 800m belassen.
Als ich rauskam, ich spürte ich  meine Finger und Zehen nicht mehr.
Aber: schön! Das hat mir so sehr gefehlt über den Winter.

Donnerstag endlich ein ganz minimaler Regen, die ersten Tropfen 
seit auf den Tag genau genau 2 Wochen. Besser als nichts!
Die Trockenheit hat allem sehr zugesetzt und sie dauert auch weiter an.


(Rhododendron im Park)


*

Donnerstag Tafeltag , aber das Schlange stehen hat diesmal überhaupt nicht gelohnt. Kein (glutenfreies) Brot, kein Milchprodukt oder Wurst, nur ein eingedrückter Schokohase, eine Tüte Kartoffelchips, vier braunfleckige Bananen, eine Avocado, die sich beim Aufschneiden als nicht mehr genieszbar erwies... eine Tüte welke grüne Bohnen, Suppengrün von breiiger Konsistenz, Peperonis, die ein graues Mäusefell übergezogen hatten... stinkend verfaulter schimmeliger grüner Spargel - wenn Gemüse bei sommerlichen Temperaturen fest eingeschweiszt ist, hält es nicht sehr lange durch.
Meine ganze Küche stank bestialisch, da war wirklich nichts mehr zu retten. Vom Rest: paar Möhrchen, eine runzelige Paprikaschote... mit einer Kartoffel, zwei Zwiebeln und einer handvoll Linsen eine Suppe gekocht. Sprich: eine einzige Mahlzeit.
Und dafür 1,80 Euro gezahlt und einen halben Tag geopfert.

Es ist nicht immer so extrem, manchmal gibt es auch richtig etwas Gutes (eher in kühleren Monaten)... aber eigentlich hab ich diese ganze Armutsmaschinerie gründlich satt. Und das Gedrängel der Spätaussiedler,
die einem noch die Sachen aus der Hand zu reiszen versuchen.
Spasz macht das dort wirklich nicht und ich könnte mir bessere Zeitwerwendung vorstellen.

*

Im Faulenzer gelesen und noch lange nicht damit fertig:


Eine Geschichte über die Kraft von Musik und Schönheit und Worten in einer unvorstellbar grausamen Welt voller Krieg und Tod.
Aber so poetisch und sprachgewaltig geschrieben, 
dasz man es nicht wieder weglegen kann!
Tausendundeine Nacht trifft Golfkrieg...

Man versteht die Situation von Flüchtlingen nach dieser Lektüre besser.
Fremd und unerwünscht, hier in unserem Land.
 
Und nun hat die Migrationsforscherin Naika Foroutan uns Ossis doch ein 
unglaubliches Angebot gemacht: Willkommen im Club!

Zitat von hier:
"Ostdeutsche sind auch Migranten", sagte sie, weil auch wir diese typischen Erfahrungen wie "Heimatverlust, vergangene Sehnsuchtsorte, Fremdheitsgefühle und Abwertungserfahrungen" gemacht hätten. Mit anderen Worten: Naika Foroutan reichte uns ganz im Sinne der alten Völkerverständigung die Hand."

Nein, ich kann das so nicht annehmen - wir wurden niemals mit dem Tod bedroht, nicht gefoltert und unsere Häuser nicht bombardiert. Wir haben nicht alles verloren, 
keine lebensgefährlichen Fluchten hinter uns.
Und doch: in gewisser Weise hat sie recht und ich würde mich 
diesem Club gern anschlieszen.

Gerade nachdem ich gerade wieder das Gefühl habe, als bekennede Ostdeutsche
 in manchen Blogger-Kreisen nicht wirklich erwünscht zu sein.
Aber da halte ich mich einfach raus in Zukunft.
Interessante schöne Blogs gibt es schlieszlich auf der ganzen Welt.

Hier ist das ganze Interwiev mit Naika Foroutan.

*

Gesten wieder 800m geschwommen und das Wasser 
 sehr genossen - so kann der Sommer weiter gehn!



Seit gestern bekomme ich Kommentare nicht mehr per mail zugeschickt. 
Blog-Einstellungen überprüft, nichts geändert.
Ist das nun auch die DSGVO? Geht Euch das genauso?

*

Habt ein schönes Wochenende.

Samstag, 19. Mai 2018

Wochenrückblick




Es ist wieder Akeleienzeit...
Das alles geht so rasend fix diesjahr
das ist wie ohne Frühling in den Sommer.





Sonntag einen Morgenspaziergang gemacht.
Allein, ohne den Liebsten, denn er war noch in B.
Hier gibt es mehr Bilder davon.
Früher bin ich oft morgens raus gegangen, denn das ist
eigentlich die schönste Zeit für Wald und Wiesen.
Irgendwie ist auch das im Alltag untergegangen in den letzten Jahren.



Dienstag war der Himmel gnädig
und hat endlich Regen-Segen gespendet.
Der war so bitter nötig!

Dann bin ich gleich ans Jäten gegangen
den Giersch und Löwenzahn wachsen trotz Trockenheit.
Nur bekommt man sie aus steinhartem Lehmboden nicht heraus.
Jetzt geht es endlich.




Ruhepausen im Faulenzer
mit Katze auf dem Bauch -
das würde sie im Haus nie machen.
Dieses zugelaufene traumatisierte Tier braucht immer
Fluchtwege offen -



Dort gelesen: zwei leichte Krimis und gutes Jugendbuch.
 Fiktives Tagebuch einer Zwölfjährigen Ausreiszerin.
"Unter meinen Füszen die Strasze" von Wendelin van Draanen.
Gute realistische Schilderung, wie Obdachlose leben und "ticken". 
Klingt mir vieles sehr vertraut.
Anders allerdings die Situation in den USA: hier bei uns wird gern alle Verantwortung auf den Staat abgeschoben, dort mehr Akzeptanz und eher private Initiativen. - Wenn der Staat sich eben nicht um alles kümmert, schauen die Bürger vielleicht besser hin (?)

*

Durch Himmelfahrt ist die "Tafel" ausgefallen (heiszt: 4 Wochen keine Versorgung!),
 also hab ich zum 5. mal versucht, glutenfreies Brot zu backen.
Endlich war es genieszbar. Die Schwierigkeit ist das Verhältnis vom Wasser zu Mehl. 
Und das ist anders als bei normalen Mehlsorten (wie gerne hab ich immer
 Brot gebacken!), bisher hab ich es nie hinbekommen.
Denn die Angaben auf den Packungen stimmen auch nicht: 500ml auf 500gr.
 ist zuviel, dann wird es nasser Klitsch und geht nicht auf.
 Eher 350 ml auf 400gr Mehl.
Und viel weniger Hefe, sonst quillt der Teig bis sonstwo hin und hört nicht auf...
 wie im Märchen fehlt mir dann das Zauberwort -

*

Für diese DSGVO ganz viele Nerven gelassen und Tränen geweint. 
Schon allein das Herausnehmen der Navbar. Sicher, es gibt Anleitungen... aber was, 
wenn der Seitenquelltext des eigenen Blogs ganz anders aussieht?
So mit vielen Sachen.
Schatz hat es aber hinbekommen. - Wenn ich ihn nicht hätte!
Anonyme Kommentare zuzulassen ist sehr verunsichernd, ich habe das inzwischen 
wieder abgestellt. Nicht nur wegen SPAM.
Und dieser Datenschutztext, den gibt es natürlich im Web, aber diese juristische Sprache wirkt auf mich äuszerst verstörend. Ich musz dort Versprechen geben, 
die ich im Ernstfall gar nicht halten kann - wie sollte ich denn 
an die betreffenden Infos überhaupt herankommen?

Und dann noch meine eigene Adresse, für alle sichtbar im Web -
 also ich selbst weerde überhaupt nicht geschützt!
Ich weisz nicht, ob ich das will und fertigbringe.
Schwanke immer noch zwischem "Machen" und Blog am 24.5. abschalten.
Vielleicht erstmal vorübergehend. Um zu sehen, wie sich das in der Praxis entwickelt.

Ist mir ja klar, dasz das eigentlich mehr Influencer betrifft und keine werbefreien Privatblogs ohne Einnahmen. Aber eindeutig geschrieben steht das nirgendwo und leider hat die Bundesregierung da keine Nachbesserung auf den Weg gebracht bis jetzt.
Die es etwas eindeutiger macht. Mich vor kostenpflichtigen Abmahnungen oder Papier-und Nervenkrieg schützt. Denn damit stehe ich am Ende ganz alleine da..
Abschalten/aufhören wäre sicher das Beste.
Allerdings ist bloggen der für mich einzige Weg, wenigstens ein paar 
virtuelle Sozialkontakte zu halten.
Nicht mehr bloggen heiszt: zurück in die Isolation.
Wird mir sehr schwer fallen.

*

Ich warte sehnsüchtig auf die Öffnung unseres Schwimmbades.
So ziemlich das einzige Vergnügen, was mir finanziell und ohne Auto möglich ist. 
Und ich schwimme so gern!
Letzten Samstag stand der 19.5. in der Zeitung. Schon gefreut!
Aber das wurde längst dementiert und auf den 1.6. gelegt. Es ist wie
 jedes Jahr: da kann das Wetter noch so schön sein und Nachbarstädte 
eröffenen ihre Bäder am 15.5. - aber hier ist das offenbar nie drin.
 An Badegästen und Umsatz scheint man wenig interessiert.

*

Nun schliesze ich den Kreis wieder zum Garten, der doch ein Teil 
meines Lebens ist, den ich nicht missen möchte,
auch wenn ich keine Gartenbloggerin bin.
 Mein armer Schneeballstrauch
 wird immer mehr zerfressen.
Ich müszte mich längst darum gekümmert haben, seufz!



Auch der Salbei blüht schon auf.


Mit diesem Foto  und der Musik der Woche, 
diesmal von einer deutschen Band,
 verabschiede ich mich (für kurz oder lang)
und wünsche Euch ein schönes Wochenende


(youtube darf ich ja nun wohl auch nicht mehr hier einfügen in Zukunft)

Geteilt mit: Gartenglück

Samstag, 12. Mai 2018

Wochenrückblick





Duftakkorde in Zartlila
Oben Glyzinie, unten Thymian.
Ein Woche wie im Sommer...


Montag holten wir endlich
unseren Spaziergang nach


Hinauf zum Schlosz


und von dort aus wieder abwärts.
Ein Stück tiefer am Hang
liegt die kleine Terrasse
wo unser Lieblingsplatz ist.


Auf dem Hinweg rettete ich eine abgerissene Geranie
- das tue ich oft mit verlorenen oder
 weggeworfenen Blumen auf der Strasze -
und tränkte sie als Soforthilfe
erstmal im Springbrunnenbecken.


Unterwegs sah ich so viele verdorrte Sträucher,
die konnte ich nicht retten.
Die Trockenheit ist verheerend hier.
Seit einem Monat kein Regen und voller Sonnenschein und Wind.
Am liebsten würde ich jedes mal, wenn ich das Haus verlasse
eine Gieszkanne voll Wasser mitnehmen
für einen durstigen Strauch da irgendwo.
Aber das ist mit Fahrrad auch nicht so einfach.

Schon als Kind hörte ich die Alten sagen:
"Das Wetter kommt nicht über die Berge".
Und so ist es wirklich - die Regenfront regnet sich über Goslar ab,
und kommt nicht über den Brocken hinweg.
Wir gehen leer aus. So oft.
Besonders im Frühjahr, wenn alles wachsen will.

*

Mittwoch meinen Liebsten zum Bahnhof gebracht.
Das ist so Tradition, jedes Mal wenn er wegfährt.
Ein paar Tage allein kann ich gut brauchen.
Etwas mehr herumtrödeln, mit dem Servieren des Essens
nicht an eine Zeit gebunden sein.
Ansonsten fehlt er mir sehr.


Die Woche war sonst aber wieder nur Alltagskram und 
Miszgeschicke können den Tag gehörig durcheinander bringen.
Die seit Wochen andauernden Schlafstörungen
setzen mir arg zu, je länger es geht.
Keine Nacht mehr als 3 Stunden!

*

Donerstag Abend kam endlich ein wenig Regen
und alles atmete hörbar auf.
Oh bitte mehr! höre ich sie schreien allesamt
und ich hoffe, es kommt bald mal genug Wasser herab.

*

Musik der Woche diesmal bretonisch: Denez Prigent.
Ich musz Worte nicht verstehen, 
um mich am Wohlklang einer Sprache zu erfreuen. 
Habe ein ganzes Album von ihm und höre es gerade rauf und runter...





Ein schönes Wochenende wünsche ich euch.


Erstmals verlinkt mit Samstagsplausch (bei Astridka gesehn)

Samstag, 5. Mai 2018

Wochenrückblick





Jetzt ist wieder die Zeit der weiszen Blüten.
So zeitig diesmal im Jahr.



Sonnntag wollten wir uns einen schönen Nachmittag machen.
Wir treffen uns manchmal am Eiscafè.
Als wir mit unseren Tüten dann saszen auf den groszen Steinen,
zog eine drohende schwarze Wolke auf
und es fielen drei Tropfen.
Also heim geradelt und dann schien wieder die Sonne!
Der Regen war leider Wunschdenken. Wieder einmal.



Um den 11.-13. April herum der letzte Regen.
Seither kein Wasser von oben, der Garten verdorrt zusehends
und die Regentonnen sind längst leer.
Schon häufig war der Frühling hier viel zu trocken.

Dafür bekamen wir am 1.Mai den grossen gelben Sturm
und alles ist bedeckt von Fichten-Blütenstaub.
Gelbgrau überzogene Welt.

*

Nachdem ich nun endlich wieder fast schmerzfrei bin,
ging die Woche mit liegengebliebenem Alltagskram drauf.
Rasen mähen. Waschen. Hausputz etc.
(In den Ruhepausen dazwischen bloggen)
Montag endlich stark genug für die längst überfällige grosze 
Einkaufsfahrt. Zwei Märkte, weit drauszen.
Meine gesuchten Produkte sind dort nicht mehr im Sortiment.

Freitag nochmal Einkauf, woanders, aber da auch kein Glück.
Das ist der Nachteil der riesigen Produktvielfalt:
kein Händler hat mehr alles da bzw. Sortimente wechseln häufig.
Gewohnte, lieb gewonnene Dinge sind dann nicht mehr zu beschaffen.
Nun, den Verlust meines Lieblingstees kann ich verschmerzen.
Alternativen entdecken.
Aber das andere, Lebensnotwendige, ist aus techn. Grund für mich nicht so einfach
 zu ersetzen. Also mal wieder im Internet bestellt. Anders geht es einfach nicht,
 wenn alle Lauferei umsonst war.
Warum dann nicht gleich alles ordern, frage ich mich oft...
Womit wir wieder bei Susannes Monatsthema Versorgung wären
(vielleicht macht ja noch jemand dort mit?)

*

Donnerstag waren wir beide zum Blutspenden.
Parkspaziergang hinterher. Aber mal ohne Fotos.
Mein Hämoglobinwert ist wieder in Ordnung -
die Selbsthilfe mit dem Eisenpräparat hat also funktioniert.
Werde in Zukunft mehr darauf achten müssen, solange ich 
diese Mangel-Diät noch durchziehe, die meinen Allergien gut bekommt.
Nach Einjahresfrist gehe ich zurück auf normale Ernährung -
mal sehn, was dann geschieht. So lange noch durchhalten. - Uff!

So, das war meine Woche. Auszer Alltag wieder fast nichts.
Nichts Kreatives, Kommunikatives sowieso nicht.
Ein Leben in kleinstem Umkreis.
Kein Input von Auszen. Immer nur Selbstmotivation.
Ein Leben, das nur ganze zwei Bezugspersonen kennt, 
von denen die eine noch eher zwangsweise ist.
Immer so durchziehn, aber was solls?!

Ein kleines Paradies habe ich mir ausgemalt.
Das könnte mir gefallen!



Das Lied der Woche ist diesmal ein russisch-freikirchliches Lied.
Ich spare mir die Übersetzung des naiv-religiösen Textes. Immer dasselbe.
Aber ich mag diese meditative Melodie.
"Zur früher Morgenstunde und zur abendlichen Stille"


Samstag, 28. April 2018

Wochenrückblick





Letzten Samstag einen wunderschönen frühsommerlichen Spaziergang gemacht
mit Bärlauch sammeln und Füsse kühlen im Bach
und ganz ohne Festhalten am Fahrrad -
so lässt es sich leben!










Allerdings kommt das dicke Ende dann erst am nächsten Tag:
Sonntag und Wochenbeginn wieder krank vor Schmerzen.
Den allernötigsten Alltag so durchziehen müssen -
viel war es nicht.

Dafür hab ich mich ein Weilchen raus an den Gartentisch gesetzt
und einfach Bilder ausgemalt.
So eine Erinnerung an Kindheit, an das Schöne von damals,
als man noch alle Zeit der Welt hatte.
Wenn man klein war und die Mutter froh,
einen mit Papier und Stiften ruhigstellen zu können.
Was bei mir meist gut klappte.
Und der Tisch ist auch noch derselbevon damals, 
der hat unrsprünglich in Halle den Grosseltern gehört,
dann meinen Eltern und jetzt uns.


Heute und jetzt meldet sich allerdings gleich das schlechte Gewissen
und Mutters Vorwürfe höre ich im Geiste:
Was du immer Zeit verplemperst,
mach lieber was Vernünftiges! -
Fällt schwer, sich endlich davon zu befreien
so eingebrannt, wie sich das bei mir hat.
Aber schliesslich bin ich krank,
da darf ich wohl auch einfach mal Zeit verplempern!
Und ich hab mir ein Tablett mit Malzeug gemacht
für noch öfter draussen im Garten.


Beim Suchen im Web völlig zufällig auf die Info gestossen
dass das Grassi-Museum Leipzig seit 15. Januar eine Sonderausstellung
der Arbeiten meines Grossvaters macht.

Im Vorjahr hatte Mutter die plötzliche Idee, alles, was von Opas Lebenswerk noch vorhanden (also das gesamte ideelle und auch materielle Vermögen, was es in unsrer Familie je gab) dem Grassi-Museum zu schenken.
Dazu verlangte sie von uns (Enkeln) dann sogar noch die Rückgabe der einzigen Stücke ,die wir zur Jugendweihe geschenkt bekommen und die uns ein gutes Stück durchs Leben begleitet hatten. Die immer da waren, zur Freude und Erinnerung.
Aber Mutter kann rigoros und unerbittlich sein.

Ich habe mich seinerzeit bei den Grosseltern sehr wohl gefühlt 
und Opa war mein Lieblingsmensch aus der Familie.
Denn wir waren uns vom Wesen her sehr ähnlich.
Stundenlang habe ich als kleines Mädchen neben seiner Werkbank gestanden und zugeschaut, wie er lötete, feilte, granulierte, Steine polierte und einfasste und Schmuckstücke von einzigartiger Schönheit und meisterhafter Handwerkskunst fertigte. Und oft zeigte er mir dann die nach Wochen fertige Arbeit mit den Worten: 
wenn du mal gross bist, wirst du das tragen!
Er war ja damals schon Rentner und musste die Arbeiten nicht mehr unbedingt verkaufen und so blieb von dem Spätwerk doch allerhand in der Familie.
Und ich lebte in freudiger Erwartung aufs Grosswerden...

Allerdings: getragen habe ich niemals etwas davon, ich habe die Stücke seit Kindertagen nie wieder zu Gesicht bekommen! Mutter hielt alles unter Verschluss und nicht einmal leihweise, zu besonderem Anlass durfte ich etwas davon je nutzen.
Nun plötzlich dieser Entschluss. Sie zeigte mir stolz zwei grosse Kästen mit eingewickelten Päckchen: das wird heute abgeholt!
Keines der Stücke durfte ich auswickeln, keines anschauen oder gar fotografieren und eine dinghafte oder bildliche Erinnerung haben wir nun nicht mehr.

Etwas unverständlich, dass das Museum es bei solch grosszügiger Schenkung nicht einmal nötig hat, Angehörige zu informieren und zur Eröffnung einzuladen - -
Und zweitens: eine Sonderausstellung (im Foyer) bedeutet auch, dass die Stücke dann anschliessend im Magazin verschwinden, unsichtbar für alle Ewigkeit.
 Das ist Museumsalltag. Hab selbst mal in einem gearbeitet.
Ehrlich: ich hätte mir schon ein lebendigeres Andenken an ihn gewünscht, 
aber SIE ist die Erbin und kann damit natürlich tun, was sie will.
So etwas tut sehr weh, bei aller Vernunft 
(und das war und ist auch nicht die einzige Spitze im täglichen Umgang)!
Ich habe überlegt, jetzt schnell noch hinzufahren und es mir anzuschauen,
 aber nein, ich tue es doch nicht. 
Es schnürt mir einfach nur die Kehle zu und ich will es lieber nicht sehen.
Jetzt auch nicht mehr. Lieber vergessen.



Mittwoch zum Blutspenden gegangen, denn das ist die einfachste Möglichkeit, eine Blutuntersuchung zu kommen. Wenn etwas nicht okay ist, würde ich darüber informiert. Gerade wenn es mit ärztl. Versorgung nicht so gut aussieht, ist das ein gutes Gefühl.
Allerdings kam es nicht so weit: ich wurde bereits 
nach dem ersten Ohr-Piekser aussortiert.
 HB-Wert zu niedrig. - Das ist mir noch nie passiert und ich kann mich
 auch nicht erinnern, jemals Eisenmangel gehabt zu haben bzw. vom Arzt solches gesagt zu bekommen.

Aber diese Info war dann auch genau das, was ich brauchte!

Immerhin hat ein myofasziales Schmerzsyndrom (vermutlich ist es das, wenn Zöliakie als Ursache nun ausgeschlossen wurde) auch etwas mit Sauerstoffmangel in den Muskeln zu tun. Und Hämoglobin transportiert  Sauerstoff. 
Um dieses zu bilden, wird Eisen benötigt.
Also sofort ein hochdosiertes Eisenpräparat gekauft und nach 4 Tagen 
Einnahme geht es mir schon wesentlich besser.
Die schmerzenden Knoten und Triggerpunkte sind zwar noch da und auch noch einige Beschwerden, aber dieser ganze fiese Dauerschmerz ist verschwunden.
Ich kann wieder besser laufen, kein Bein knickt mehr ein und
 ich kann auch wieder aus der Hocke aufstehn wie ein normaler Mensch. 
Hurra! Endlich ist das überstanden.

Offenbar habe ich seit der Ernährungsumstellung im letzten September permanent zu wenig Eisen gekriegt und dadurch fiel der Schub nun so heftig und ungeahnt schmerzhaft aus. - Gut zu wissen und da werde ich nun darauf achten.
Nächste Woche. ist noch eine Blutspende-Aktion, 
da werde ich wieder hingehn um zu erfahren,
 ob das Problem noch weiter besteht oder damit schon gelöst ist.

Donnerstag war Tafel-Tag, der ist immer anstrengend und wird von mir sozusagen 
aus der normalen Alltagsfolge herausgestrichen. 
Zum Glück (für mich) nur aller 2 Wochen,
 was die Versorgung angeht, eher zum Unglück.


So, und nun danke ich fürs Lesen und wünsche ein schönes Wochendende.
Mein nächster Spaziergang und die Tage danach können nur besser werden..


Samstag, 21. April 2018

Wochenrückblick





Jetzt sind auch meine Magnolien am Blühen und nun holt alles auf, 
was hier noch weit zurück war.
In dieser Woche, da der Frühling nahtlos in den Sommer überging.
Ich kann gar nicht so schnell schauen und staunen...








Die Katzen geniessen Outdoor-Zeit.
Wirkt manchmal ganz friedlich, aber die Fehde geht weiter.
Ist ja auch unverschämt, wie der Nachbarskater ständig hier rein kommt,
 alles Futter verputzt und sich auf ihren Plätzen breit macht.
So friedlich Merula ist und eigentlich nur mit abgewandtem Kopf an ihm vorbeigehn will, aber wenn Murrer dann noch stänkert, dann gibt es natürlich wieder Hiebe und Geschrei.
Murrer kann nicht akzeptieren, hier NICHT zu wohnen, das ist das Problem 
(und ich kaufe mich arm an teurem Diät-Trockenfutter, 
was dann meist in der falschen Katze verschwindet)



Im Garten im Faulenzer gelesen, mit Katze auf dem Bauch, streichelnd 
(wer sagt da noch, dass ich nicht multitaskingfähig bin - )



Ansonsten ist mir manchmal richtig übel vor Schmerzen 
und ich hab teils wieder Tabletten geschluckt.
Musste nur damit wieder aufhören, weil ich nächsten Mittwoch
 zum Blutspenden gehen will.
Längst sind auch Schlafstörungen, Erschöpfung und andere Begleitsymptome dazu gekommen... so dass ich momentan total am Ende bin
 und diese Woche kaum etwas geschafft hab.

Das einzige Medikament, was mir ursächlich hilft und nicht nur Schmez ausschaltet, verschreibt mir leider niemand. Hausärzte dürfen es nicht und der einzige erreichbare Orthopäde tut es nicht. Termin bekommt man dort nur mit Überweisung und nach monatelanger Wartezeit. Bis dahin hat es sich dann von selbst erledigt, 
das ist der der Vorführeffekt.
Akute Fälle wie Verstauchungen, Bänderrisse etc. werden von dieser Praxis
 aus gleich unbesehen zur Notaufnahme des Klinikums dirigiert.
 Aber ein Fall für die Notaufnahme bin ich ja nun wahrhaftig nicht!
Und kein Arzt glaubt mir, weil ich ja trotz aller Schmerzen und Geheinschränkungen
 durch Wegknicken immer noch hypermobil bin, jeden Beweglichkeitstest 
wesentlich besser bestehe, als andre Patienten mit 58.
Eine Möglichkeit, hier jemals im Akutfall ärztliche Hilfe zu bekommen,
habe ich nicht. Kann ich es nur auch diesmal wieder durchstehn.
Gestern war es endlich besser, heute wieder genauso schlimm.
Braucht eben seine Zeit.

(Felsenbirne)

Jetzt wünsche ich Euch ein schönes Frühlingswochendende
und ich werde meins natürlich auch geniessen. Trotz alledem.