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Donnerstag, 1. Januar 2026

Friedensgebet

 

Johann Michael Bach - Herr, ich warte auf dein Heil - Vox Luminis


 

Damit wünsche ich Euch allen ein gesegnetes Neues Jahr. 

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahresrückblick

 

 


Mein Jahr - in Bildern erzählt.
In Worten ist nicht allzu viel zu sagen.
Der langsame ruhige Flusz. 
Die Stetigkeit des Lebens. 
Die Profanität der sich ähnelnden Tage.
Sonst nichts. 
 
 

Ein Jahr, das nur aus Alltag bestand.
Keinen Ausgleich dazu hatte.
Keine Kultur. Keinen Ausflug. Keinen fremden interessanten Ort.
Bis auf ein paar winzige Spaziergänge an altbekannte Plätze,
die man sowieso täglich erreichen könnte.
Und die Mobilität ist immer weiter eingeschränkt.
So ist Älter-Werden. 
 
 

 
Immerhin hat mein Schatz jetzt endlich eine menschenwürdige Wohnung. 
Und das Jahr stand im Zeichen dieses Umzugs.
Ab Februar daran gearbeitet, das überhaupt möglich zu machen.
Ämterzustimmung ist ein seltener Sieg.
Da sind lange Papierkriege die Regel.
 
Schlieszlich geschafft. Im Oktober der Umzug.
Ein Umzug ist für viele Menschen wohl nichts Besonderes.
Das wird eben erledigt, einfach so.
Ein Haufen Chaos, ein Haufen Arbeit und das wars.
Für Neurodivergente kann es ein Zusammenbruch des gesamten Lebens sein.
Nichts geht mehr und sämtliche Sicherheit gebenden Routinen sind zerstört.
Das ist ein riesiger und nachhaltiger Einschnitt.
Es braucht lange (Jahre!), bis das Leben wieder halbwegs funktioniert. 
 
 

 
Ich selbst hatte nur zwei Infektionen zu überwinden.
Eine davon langwierig. 
Ansonsten hab ich meinen Garten genossen,
Bücher gelesen, in den Himmel geschaut... gebloggt etc.
Etliche Blogparaden mitgemacht und ansonsten so kontinuierlich
wie möglich meinen Blog auf eigene Weise geführt.
Etwas Kreativität musz im Alltag einfach sein.
Sonst erscheinen mir die Tage wie verloren.
 
Die Serie der "Meditationen zum Wochenbeginn" hat eine neue Staffel
bekommen. Mit dem Erscheinen von Band 3 des "Mystischen Psalters" hatte 
ich neue Texte, die ich wieder auf meine Weise in Bilder umgesetzt hab. 
 
 

 
Nicht virtuell, sondern auf realem Papier sind ganze neun
 Unikat-Bilderbücher entstanden.
Für solche Arbeit sind die Wintermonate gut.
Und ich würde mir dafür noch viel mehr ungestörten Freiraum wünschen. 
Einige wenige der Collagen sind auch in diesen Monatsbildern mit drin. 
 
 

 
     In den sehr kurzen zweieinhalb Monaten unserer Freibadsaison
bin ich nahezu täglich schwimmen gewesen.
Das macht mir viel Freude, das ist meine Auszeit vom Alltag. Der Mini-Urlaub.
Nur damit ist wirklich Sommer. Kurze Zeit nur, künstlich abgekürzt.
Sommertage gibt es eigentlich viel mehr.
Aber kein anderes für mich erreichbares Gewässer.
 
 


Schwimmend fühle ich mich frei und habe meist kaum Schmerzen.
Leider führt es auch längerfristig nicht zu verbesserter Kondition.
Einem Erschöpfungssyndrom ist es egal, ob man etwas Notwendiges,
etwas Unangenehmes oder etwas sehr Schönes tut - die Erschöpfung danach
ist immer dieselbe. Und sie kommt prompt. 
Aber da ich ja sowiso mit guter Einteilung der Reserven lebe - also
immer nur eine Sache pro Tag planen - schiebe ich mir
in der Schwimmsaison dann nahezu alles andere ab, delegiere es oder 
lasse es ausfallen - damit ich das Schwimmen genieszen kann.
So geht es ganz gut. 
Insgesamt waren es über Sommer 59 100 m. 
 
 

 
 Mehr war eigentlich nicht los in diesem Jahr.
Gemischte Tagesqualitäten. 
Kleine Höhen, kleine und gröszere Tiefen. 
Und Farben natürlich - was wären die Welt und ich ohne Farben?!
 
 


Dem geliebten alten Katzentier ging es zum Glück
meistens gut, nur im Frühjahr war einmal Tierarztbesuch nötig.
Und dieser Tage gerade macht es mir einige Sorgen.
Aber schön, dasz es mir/uns noch erhalten geblieben ist!
 
 
 
 
Was ich mir für nächstes Jahr vornehme: 
 
Nach langer Zeit einmal wieder die Gebühr für einen Bibliotheksausweis
zu bezahlen und dann 2mal die Woche in den Lesesaal zu gehen 
um dort die Lokalzeitung lesen. Die fehlt mir nämlich sehr.
 
Nach einigen Jahren bargeldlosen Bezahlens (ist für mich weniger stressig) doch
immer so 2-3 Euro Bargeld in der Tasche zu haben - wenn ein Straszenmusiker 
schön spielt oder um die Obdachlosenzeitung zu kaufen,
 die neuerdings auch in unserer Kleinstadt zu haben ist.
 
Wieder ein Lesetagebuch führen - ich weisz gar nicht, wann und 
warum ich damit aufgehört habe (?) 
 
Ein noch besseres Zeit-Kräfte-Management hinzubekommen
und mich nicht so oft ablenken zu lassen. 
 
Wieder öfter bei MYRIADES Impulswerkstatt mitzumachen - das ist in 
diesem Jahr völlig untergegangen.
Aber nun hat mir der Schreib-Adventskalender von Gabi K. so viel 
Spasz gemacht, dasz ich sage: ich sollte wieder öfter schreiben! 
  
 

 
Was ich mir für nächstes Jahr sehr wünsche 
(aber nicht von selbst realisieren kann - das ist also eher an die "gute Fee" gerichtet) 
 
 Dasz es irgendwie einmal möglich sein wird, einen Ausflug
mit einem Auto zu haben und etwas Schönes zu sehen.
(mit eingeschränkter Gehfähigkeit ist der ÖV keine Option mehr) 
 
Einmal in einem See zu schwimmen  
 
 

 
Ansonsten nehme ich das Jahr, wie es eben war und bin damit zufrieden.
Warum sollte ich auch nicht?
Leben ist nun mal vor allem Alltag. 
Aber kleine schöne Tagesmomente gibt es doch immer. 
 
 

 
 In dem Sinne: auf ein Nächstes, auf ein Neues!
Kommt gut rein und danke für den Besuch. 
 
*
Geteilt mit vielen Blogger:innen bei Judith Peters 
 
 

Dienstag, 7. Januar 2025

25 Fragen zum Jahresanfang




1. Hat jemand im letzten Jahr etwas zu Dir gesagt, dass Du nie vergessen wirst?

Nein.

2. Wenn Du ein Wetter wärst - welches?

Ein Herbstwind, der mit den Blättern spielt.

3. Mit wem möchtest Du dieses Jahr mehr Zeit verbringen?

Mit meinem Schatz.

4. Wenn Du eine Müsli-Mischung wärst - welche?

Ich möchte kein Müsli sein - sonst werde ich ja gefrühstückt!

5. Was würdest Du gerne mal wieder machen?

Schwimmen in einem See. Am Meer sein.

6. Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

Salto am Trapez.

7. Wenn Zeitreisen möglich wären - Würdest Du lieber eine Woche Ferien 
in der Vergangenheit oder in der Zukunft machen?

Vergangenheit.

8. Erinnere Dich an 3 Glücksmomente des vergangenen Jahres.

Die Himmelsshow am Morgen, der erste Freibad-Besuch,
im Herbst nochmal in das saukalte Wasser eines Naturteiches eintauchen

9. Kopf oder Bauch?

Eher Kopf.

10.  Welches Buch bleibt Dir von 2024 in Erinnerung?

Karl-Markus Gauß " Die Hundeesser von Svinia".

11. Welche Märchenfigur wärst Du?

Mal Aschenputtel und mal gestiefelter Kater.

12. Dein schlimmster Mode- oder Frisuren-Fehltritt?

Ich orientiere mich nicht an Moden, sondern mache mein eigenes Ding.
Bewertet wird das höchstens von anderen und die sagen es mir meist nicht.

 13. Wenn Du eine Farbe wärst, welche?

Türkisblau.

14. Mit welcher Person (lebend oder aus der Vergangenheit) 
würdest Du mal essen wollen?

Tot: Friederike Mayröcker, lebend: Gregor Gysi.

15. Bist Du ein Hunde- oder Katzenmensch?

Katzen!

16. Bist Du ein Sommer- oder Winterkind?

Vom Geburtstag her ein Winterkind,
in meinem Gefühl eindeutig Sommer.

17. Welchen Ort möchtest Du unbedingt einmal besuchen?

Den Garten Fontana Rosa in Menton.

18. Wann und wo warst Du 2024 so richtig glücklich?

An einem schönen Ort in der Natur.

19. Wovor hattest Du mal Angst und hast jetzt keine mehr?

Vor einigen Leuten beim Foodsharing
(und damit meine ich jetzt keine abgerissenen unbürgerlichen Typen!)

20. Hast Du einmal etwas ausgeliehen und nie zurückgegeben?

Nicht wissentlich.

21. Was kannst Du am besten?

Kreativ sein und mit prekären Verhältnissen zurechtkommen.

22. Was hast Du 2024 neu gelernt?

Dasz ich mich mit altersbedingten Einschränkungen arrangieren musz.

23. Hast Du ein All-Time-Favorite-Kleidungsstück?

Praktisch: Jeans. Unpraktisch: Hippie-Gewänder.

24. Worauf könntest Du verzichten?

Auf engstirnige spieszige Leute und deren permanente Bewertung.

25. Du kannst einen Tag lang jemand anderes sein. Wen wählst Du? 

Eine Artistin beim Cirque du Soleil.

 *

Die Fragen stellte Niwibo

Mittwoch, 1. Januar 2025

Neujahrsmatinee

 

Mit "Tautumeitas" aus Estland 



Erklärungstext von youtube:

Der Liedtext handelt von den kalten und dunklen Wintern im Norden, wenn manche von uns den ganzen Winter lieber in süßem Schlaf verbringen würden. Aber es gibt etwas in uns, das uns weitermachen lässt – Arbeiten, die erledigt werden müssen, und Gedanken, die gesammelt werden müssen, denn das alte Jahr ist fast zu Ende und das neue steht vor der Tür! Auch nach lettischer Tradition trugen die Menschen während der Weihnachtszeit Masken, um Glück und Fruchtbarkeit in alle Häuser zu bringen.

Die Maskenbilder sind eine Kombination aus beidem – lettischen und anderen Kulturtraditionen, aber die Essenz ist dieselbe – Glück und Fruchtbarkeit zu bringen, Dunkelheit und Faulheit zu vertreiben!

 *

Und damit wünsche ich allen Leser*innen ein frohes, gesundes,
helles und glückliches Neues Jahr.

 

Montag, 1. Januar 2024

MontagsStarter

 

 

 Immer montags und immer bei Antentanni.
 

❶ Am 1. Januar ist alles zu, wo man sonst hingehen möchte oder musz. 
Ein echter Einkehrtag also - Zeit, den Knallerstresz zu verschlafen (Katz) 
und sich aufs neue Jahr zu freuen und vorzubreiten (ich).
Zum Glück war die Böllerei diesmal nicht gar so arg wie in den letzten drei Jahren, 
wir sind hier recht glimpflich durchgekommen.
 Die Leute haben wohl doch weniger Geld 
und einige sparen dann mal an der richtigen Stelle...
 
❷ Nach Weihnachten bin ich froh, dasz die Feiertage vorüber sind. 
Andre finden Weihnachten schön - das soll ja auch so sein... aber Schatz und ich
 sind da eher "Weihnachtstraumatisierte", die lieber andre Feste feiern.
Heiszt jetzt aber nicht, dasz mein niedliches kleines Bäumchen 
nicht noch paar Tage stehen und leuchten darf. 

❸ Mit frühem Austehn und schön viel vor mir liegender Zeit beginne ich am liebsten 
  meinen Tag. Früher, als ich noch arbeiten ging, gab es immer gleich Frühstück 
und dazu hab ich sogar noch eine LP/CD aufgelegt (also selbst ausgesuchte Musik 
statt Radiodudelei) - soviel Zeit muszte sein, um den Tag schön zu beginnen. 
Heut wird zuerst gefrorenes Fleisch aufgetaut und geschippelt,
 die Katze(n) versorgt und dann PC-Sitzung gemacht, 
und diese noch -zigmal wegen Katzenservice unterbrochen - 
so toll ist das eigentlich nicht.  - Das würde ich gerne ändern!
 
❹ Gute Vorsätze? Nicht wirklich. Höchstens mal so Gedanken wie unter #3.
 Und: den Alltag effektiver gestalten, damit mehr Kreativzeit bleibt.
 
❺ Schwimmen in kaltem Wasser macht mir gute Laune. 
Ich zähle schon wieder die Tage, bis endlich das Freibad öffnet. 
Würde auch gerne Eisbaden probieren.
 
❻ Im neuen Jahr brauche ich unbedingt wieder mehr Musze und Stimmung 
für produktives Arbeiten. Würde gerne wieder malen, 
hoffe, endlich einen neuen Anfang zu finden.
 
❼ Heute freue ich mich auf einen Tag für mich allein, morgen ist ein Schmwimmhallenbesuch geplant und was das Wochenende angeht,
 da möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen.

 


Also dann: auf ein Neues, gesundes und glückliches Jahr :)

Friedensgebet

 

Neujahrsgrusz aus dem Kloster Pochajiv
1.1.24 
 

 

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Momente. Dankbarkeit... etc.

 


Ein Jahr neigt sich dem Ende.
Die Früchte sind gereift, die Ernte eingebracht.
Schöne Augeblicke konserviert als Vorrat für die Seele. 

Übermorgen liegt sie hinter uns - die längste dunkle Nacht.
Dann geht es langsam wieder aufwärts.
Tröstlich. Sich darauf zu verlassen. 
 

 
Gesundheitlich gesehen war es diesmal nicht "mein" Jahr.
Aber meine Zeit ist es ja sowieso nicht.
Zeit wird mir geschenkt.
Die Frage ist: wie gehe ich um damit?
 
Zwölf Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden etc.
Wer zählt die Momente? 
All diese kleinen einzigartigen stillen oder auch mal lauten Momente
die im Gedächtnis bleiben
die die Brotzeit im Dickicht des Alltags sind.
Wegzehrung. Überlebenskost.
 
 

Der Duft von Alpenveilchen, wenn drauszen Frost das Zepter schwingt.
 
 





 Das grosze Himmelsshow... Jeden Tag aufs Neue.
 
 

Der Widerschein des Nachmittags auf dem Eis.
 
 


 
 Die kalten grauen Tage. Wenn die Welt so leise ist.
 


Waldesdickicht im Vorfrühling.
 



Aufbrüche. 

Flirrenes Licht.



Spinnenfäden. Und was daran tanzen kann.
 


Manchmal, wenn man am liebsten losfliegen möchte...


..und am Ende nur die Deko bleibt. Die Meeres-Sehnsucht auszuleben... 


Lichtzauber. Alltäglich.
 
 

Die Luft nach einem Sommerregen.
 
 

 Herbstmorgen. Stille.
 


Mittagslicht. Spielt mit knorrigen Ästen.



Das Spiel mit Fetzen, Farben, Fantasie.
 
 

 Heimkommen. Bevor es dunkel wird.



Schnee. Der wieder alles zudeckt.
So kann es von Neuem beginnen.

*

Dieses Jahr war wie ein ruhiger Flusz.
 
Ohne besondere Highlights, immer so dahin.
Zweimal im Sommer konnten wir essen gehen. 
Asiatisch, in einem schönen Garten.
Das ist immer ein besonderes Erlebnis.
Für einen Ausflug oder ähnliches haben die Kräfte nicht gereicht.
Der ohnehin mangelhafte ÖV ist keine Option, wenn man nicht mehr laufen kann. 
 
Schwimmen kann ich wesentlich besser:
bin diesjahr 127 800 m geschwommen, alle Bahnen gezählt.
 
Habe allerhand Bücher gelesen, u.a. die Biographie von Wolfgang Hilbig,
einem Autor, dessen  Lyrik und Prosa ich gleichermaszen schätze.
Über Sommer, im Garten-Liegestuhl, habe ich mir alle 30 Grappa-Krimis
von Gabriella Wollenhaupt zu Gemüte geführt - einfach köstlich!
Habe auszerdem einige orthodoxe liturgische Texte aufgetrieben und sprachlich
entschlüsselt - das ist auch eine ganz besondere Freude.
Oft schwer zu finden. Und in Deutsch sowieso nicht.


Dafür fehlten dem Jahr dann auch die Tiefpunkte. 
Oder kann ich mich nur nicht daran erinnern?
 
Das einzige für mich erreichbare Freibad schlosz seine Pforte schon am 31. August.
Als der richtig schöne Sommer erst begann. 
Das machte mich sehr traurig.
Und meine Hoffnung, endlich ärztliche Hilfe zu bekommen, 
war wieder Fehlanzeige und brachte mir ein sehr unschönes Erlebnis.
Das kann einen ziemlich runter reiszen.
Die augenärztliche Diagnose über 10% Sehkraft ist auch nicht sehr erhebend.
 
Aber die Summe der schönen Momente ist das, was bleibt!
 
*
 
Besonders dankbar bin ich:
 
- für meinen Schatz. Immer wieder. 
- für meine liebe alte Katze, die mir noch erhalten geblieben ist.
Und das ganze Jahr war kein Tierarzt nötig...
- dafür, dasz ich die Ausheilung meiner Knieverletztung, zwar sehr langwierig 
und schmerzhaft, aber dennoch ganz alleine hinbekommen habe.
- für die Gaben vom Foodsharing und Tafel, so dasz immer genug zu Essen da war
- für meinen Garten, die Blüten, die Beerenfrüchte und den Apfelbaum.
- für mein Dach über dem Kopf.
- für unzählige Vogelkonzerte.
- für Grün und Blumenduft.
- für etwas mehr Regen als in den Vorjahren.
- dafür, dasz unser Stückchen Welt von Krieg und Zerstörung verschont geblieben ist.

 *

Bloggen macht mir Freude. Etwas Schönes zu teilen.
Mein Herzensprojekt, die Bilderserien zu den Meditationen
habe ich diesen Montag mit der Nr.50 vorerst beendet.
Es geht aber bestimmt bald weiter, wenn ich von der Autorin
neue Texte bekomme.
Die bereits geschrieben, aber noch nicht gedruckt sind.
Dann erfahren sie in meinem Blog ihre Premiere.

Ansonsten bin ich weder bei Instagram noch bei Facebook aktiv.
Ich zähle keine Follower, Klicks oder Likes.
Ich lebe mein Leben für mich selbst und nicht für andere.
 
 
*
 
Mal sehen, wohin das nächste Jahr mich führen wird.
Allzu grosze Pläne mache ich nicht mehr.
Ich bin gespannt, was kommt... und werde das für mich Beste daraus machen.
 
 

 
*
 
Das Kleingedruckte:
Was ich mir im kommenden Jahr wünsche (aber doch nicht realisieren kann):
- einmal ein Theater/Kulturveranstaltung, Parkfest etc. besuchen
- die einzigen persönlich bekannten Bloggerfreunde wieder treffen
- manchmal Menschen begegnen, inspirierende Kommunikation haben
- einmal in einem See schwimmen
- einen Ausflug machen können mit einem Auto
- einen Flohmarkt besuchen
- öfter Eis essen
- so viele Osteopathie-Behandlungen bekommen bis ich längerfristig schmerzfrei bin
und vielleicht sogar wieder laufen kann(?)


*
 

Entstanden ist dieser Post durch einen Impuls von Judith Peters.
Zu ihr schicke ich nun auch meinen Link.

Freitag, 31. Dezember 2021

Gedanken am letzten Tag des Jahres

 

Eine Art Jahresrückblick 

 



Das letzte Kalenderblatt ist bald Makulatur - wo ist das Jahr geblieben? 
Zeit vergeht scheinbar immer schneller.
Es sind nur die Momente, die bleiben.
Dankbarkeitsmomente.
 
Da war der durchwachsene Sommer,
ohne schlimme Hitzeperioden, mit hinlänglich Regen.
Das war gut.
Einen gemeinsamen Ausflug hatten wir auch.
Jemand nahm uns mit dem Auto mit an Orte, die nicht weit entfernt,
aber für uns völlig unerreichbar sind.
Das wird lange schöne Erinnerung bleiben.
 
Ich allein - leider ohne Schatz - konnte im Laufe des zeitigen Frühjahres
bis zum Sommer noch drei weitere Ausflüge genieszen.
Das waren so Sternstunden, für die ich sehr dankbar bin.
Leider gibt es die Frau, die mir diese ermöglichte...
nun  schon nicht mehr in meinem Leben.
Gutes währt nie lange und Stabilität ist sowieso eine Illusion.
Ist jedenfalls meine langjährige Erfahrung.
 
Zweimal konnten wir essen gehn, im Garten bei "unserem" Asiaten.
Geburtstage gefeiert. 

Ansonsten im Sommer die Dachterrasse zum Mittagessen genutzt.
Das ist auch immer ganz besonders schön dort.

Schön war auch, dasz unser Schwimmbad Mitte Juni doch noch öffnen durfte.
So hab ich es denn über die Zeit bis September 
noch auf 57000 m Schwimmen geschafft.
Das habe ich sehr genossen.
Im Wasser ist alles so leicht, nichts tut weh
und ich kann sowieso viel besser schwimmen als Laufen.
Dank des nicht immer so bilderbuchhaften Sommers
hatte ich öfter das Bassin für mich ganz allein - 
 
Einmal hatten wir diesen Sommer sogar das Glück,
das Blankenburger Bio-Bad besuchen zu können 
(dank freundlicher Auto-Mitnahme).
Das  war dann noch einmal ein ganz besonders Erlebnis.
Während unser Bad eher ein nüchternes Sport-Schwimmbad ist,
ist das Bio-Bad auf Erholung angelegt 
und hat eine ganz besonders schöne Atmosphäre. 
Selbst dann noch, wenn es rappelvoll ist.
Es war einfach wundervoll.
 
*

Das waren die absolut guten Dinge diesmal.
Der Rest war Alltag der nicht immer so guten Art.
Wie er eben so ist.
Nahrungsbeschaffung recht schwierig, aber letzten Endes
doch immer so geschafft, dasz ein Mittagessen auf dem Tisch stand.
Auc dafür Dankbarkeit.
Nur die glutenfreie Ernährung wieder nicht wirklich eingehalten -
das ist in meinem Status einfach ZU kompliziert!

Wieder Mäuseplage, obwohl ich im Keller ständig welche wegfange.
Aber sie kommen nicht die Treppen im Haus rauf, 
sie kommen offenbar übers Flachdach und gleich oben in die Dachschräge hinein.
Wieder Schaden und viel Mühe gehabt  - 
Trotz Katze, die fleiszig mit hilft....
 
Eine Nierenbeckenentzündung überstehen müssen
 und zwei Zähne herausoperiert bekommen.
Das beeinträchtigt schon sehr, wenn nun auf der einen Seite garnix mehr ist.
Auf der anderen Seite ist ja schon lange die grosze Lücke.
Einige weitere unschöne Sachen ohne ärztliche Hilfe.

Schlimm für mich an der derzeitigen Situation ist, 
dasz man nirgendseine Begleitperson mitnehmen darf.
Also zum Arzt, zum Notar etc.
Das sind ganz schwierige Situationen und wenn ich die Örtlichkeit nicht kenne,
bin ich schon allein vom Sehvermögen her aufgeschmissen.
In sozialer Hinsicht dann noch ganz und gar.

Notar - das war so eine furchbar schwierige Sache.
Trotz Vorliegen von Erbvertrag und Verzichtserklärung wollte das Grundbuchamt
meinen Bruder und seine Kinder als Erbengemeinschaft 
für mein kleines altes Haus eintragen.
Hätte ich das geahnt, wäre ich die Grunbucheintragung einfach nicht angegangen!
So aber war es nun passiert und dann wurde ich von Bruderfam. unter Druck gesetzt.
Muszte einen Notar mit einer "Auflassung auf mich selbst" beauftragen
(blöder Begriff!)
Das war eine Unsumme an Geld, 
soviel sehe ich nicht im ganzen Monat auf einem Haufen.
Quasie für nix.
Aber damit noch nicht genug, schickte mir kurz vor Weihnachten
das Amtsgericht nochmal so eine fette Rechnung ins Haus.
Kassieren die also davon auch nochmal Prozente.
Das war dann wirklich ein Hammer und der sasz!
 
Meinen Widerspruch gegen die Streichung der Eingliederungshilfe
für Schwerbehinderte habe ich nun endgültig verloren.
Und dann noch vom Chef des Amtes persönlich gesagt bekommen,
dasz mir Mobilitätshilfe sowieso nicht zusteht.
Ich hätte doch noch beide Beine und eine Gehhilfe - was wolle ich denn? 
Dasz das Zurücklegen langer lauter Wege ein Reizüberflutungs-
und damit Autismusproblem ist, sah er nicht ein.
Schönes neues Bundesteilhabegesetz!
Sollte eigentlich Verbesserung bringen
 und im alten Bundesgebiet tut es das auch, erfahre ich oft.
Aber die neuen Länder haben offenbar interne Handlungsanweisungen erlassen, 
die einem selbst das vorher Bezogene nicht mehr gewähren.
Musz es nun dauerhaft ohne gehn - ich kann nicht mehr darum kämpfen.

Das Allerschlimmst für mich ist und bleibt jedoch die Maskenpflicht.
(ich bin nun mal nicht so taff und korrekt und leistungsfähig
wie andere Menschen, denen das überhaupt nichts auszumachen scheint).
Ergo wird auf alles verzichtet, was irgend geht.
Nur überlebensnotwendigste med. Versorgung,
 keine Physiotherapie und sonst nix.
 Fast zwei Jahre lang.
Komme vor Schmerzen kaum aus dem Bett,
kann wegen blockierter Brustwirbel zeitweise kaum atmen,
ohne Gehhilfe keine 500 m mehr laufen.
Schatz bestrahlt mich jetzt partiell mit Rotlicht,
das hilft ein wenig,kurzzeitig, während sonst jegliche Selbsthilfe erfolglos blieb.
Trage ich die Maske länger als paar Minuten, bekomme ich Asthma - 
das ist nicht lustig und  deswegen geht das alles jetzt einfach nicht.
Hoffe, es wird bald vorüber sein damit
und ich darf wieder frei atmen.

Ich hoffe auch, diese Nacht bleibt ruhig und friedlich.
Verbotene Knallerei ist leider schlimmer als Erlaubte, war letztes Jahr schon so.
Gibt es nichts zu kaufen, wird Illegales besorgt.
Feuerwerk hat immerhin einen optischen Reiz,
Polenböller jedoch sind nur noch Krieg.
Und hier gibt es schon seit gestern Detonationen, die an Sprengung erinnern.

Meine aussortierte Kleidung bringe ich erst  in ein paar Tagen zum Container.
Diese in Brand zu stecken oder kaputtzuschieszen scheint
eine Lieblingsbeschäftigung mancher Leute zu sein...

Ich habe Angst vor dieser Nacht und hoffe, es gibt nicht zu viel Schaden.
Und meine Katze bleibt drin im schützenden Haus.
Vorschreiben kann ich es ihr nicht und sie auch kaum durch Zuwendung halten.
Diese unabhängige Tier mit Allergie gegen geschlossene Türen...


Das wars, was mir heut abend durch den Kopf geht.
Ich wünsche mir Frieden, nicht nur für heute Nacht.
Und ein neues Jahr, das ein paar Wunder für mich/für uns bereit hält.
Bin neugierig, welche das sein werden -

Freitag, 1. Januar 2021

Schönes Neues Jahr - Happy New Year

 


 

Den Kalender habe ich gebastelt und verschenkt...
aber ich werde jeden Monat das entsprechende Bild hier zeigen.
 
Heute verbunden mit den besten Wünschen, vor allem: 
gesund und unversehrt bleiben !

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Zweimal zwölf Gedanken, Dankbarkeit und Wünsche

 


 Einige Dinge, die mir an diesem Jahr gefallen haben
 und für die ich dankbar bin 
 
1. der schöne, etwas durchwachsene Sommer, der keine längeren unerträglichen Hitzeperioden mitbrachte, sondern Wärme und Kühle gut zu verteilen wuszte
 
2. das Schwimmbad, das bis 25.9. geöffnet blieb, statt, wie normal, 
schon Ende August zu schlieszen
 
3. das Glück, einmal in einem See geschwommen zu sein

4. das Glück, einmal mit Schatz essen gegangen zu sein,
im Garten unseres besonders geschätzten Asiaten
 
5. einmal ein leckeres Eis gehabt zu haben
 
6. die Tatsache, dasz man es unter einer Maske nicht sieht, 
wenn ich soziales Lächeln nicht hinbekomme - 
 
7. die Befreiung, nun endlich nicht mehr kritisiert zu werden 
und keiner psychische Gewalt mehr ausgesetzt zu sein
 
8. all die schönen Fotos, Papiere und die Arbeiten meiner Groszmutter,
die ich jetzt anschauen kann und damit auch endlich die Trauerarbeit
 nachholen, die mir damals, nach ihrem Tod, verwehrt blieb
 
9. die letzten Monate mehr Zeit für mich und meinen Schatz
gehabt zu haben 

10. die Lebensmittel, die ich seit Mitte Oktober jeden Mittwoch 
von der Wärmestube bekomme
 
11. das wunderbare Brot aus einer Demeter-Bäckerei, welches ich so häufig 
haben konnte, so dasz ich auf diese glutenfreie Folter-Diät 
nun endlich wieder verzichten kann

12. der tolle Regenbogen über der Stadt, den ich neulich vom Taxi aus sah, 
als wir vom Tierarzt kamen (nicht zu fotografieren gewesen 
in dem Moment, nur in der Seele zu speichern - )
 

 
Von allem, was schwierig und belastend war, möchte ich nicht hier schreiben.
Ein gutes Jahr war es wirklich nicht.
Es forderte viel Energie und Kreativität, um das Beste draus zu machen.
 

 
Erwartungen an 2021 habe ich eigentlich nicht.
Zu unwägbar ist die Lage, zu wenig abzusehen, was kommt
 und wohin die Entwicklung einmal gehen wird.
Ich bin einfach gespannt, was in der Wundertüte drin sein wird!
 
Das halte ich übrigens immer so mit den Erwartungen. 
Lieber vorher kein Bild machen, keine konkrete Erwartung...
 lieber schauen, was ist und was sein kann.
Auch für Dates war dies immer eine gute Strategie. 
Neugierig sein: wer kommt da auf mich zu -

Auch meinem Schatz bin ich so entgegen getreten seinerzeit
und es geschah ein Wunder, das bis heute anhält.
Schon über zehn Jahre inzwischen.
Auch das ist ein Grund für besondere Dankbarkeit.



Wünsche... naja, die hätte ich schon.
In einer Zeit, da das Wünschen noch geholfen hat ...
- wann, bitte, war die nochmal?  -  ;) 

1. mehr Regen
 
2. Anzeichen, dasz es der Natur wieder besser geht und sie sich regenerieren kann

3. selbst mehr zur Ruhe kommen und das nun- endlich-Ich-sein-Dürfen 
mehr zu verinnerlichen und die Angst abzulegen, dasz etwas 
nur für mich selbst Geschriebenes in falsche Hände fällt 
und damit zum Verletzungsrisiko für mich wird
(vielleicht kann ich dann irgendwann auch mal sowas wie Journaling
 versuchen oder wenigstens die Fragebögen im Flow-Magazin ausfüllen)
 
4. dasz die Schmerzschübe weniger heftig und belastend ausfallen als 
in den letzten Monaten

5. dasz mir der Alltag mehr Zeit und Lebensenergie für Kreatives übrig läszt
 
6. Schwimmen in einem See oder gar mehreren unbekannten Gewässern
 
7. wieder bedenkenklos und unbeeinträchtigt mit ÖV fahren können 
und Kloster Michaelstein wieder besuchen 
(unser Kraftort, der uns dieses Jahr verschlossen blieb)
 
8. in der Natur einen neuen Ritualplatz finden
 
9. Menschen, die wieder mit gutem Willen aufeinander zu gehen, statt sich 
abzugrenzen und immer weiter auseinander zu dividieren
 
10. einen Menschen mit ähnlichen Interessen hier in unserem Umfeld
 zu finden, mit dem wir mal etwas Gemeinsames unternehmen können,
Orte besuchen, die uns sonst unerreichbar sind
 
11. gesund bleiben bzw. werden (was jetzt einiges meint auszerhalb von Covid-19)
 
12. In der Silvesternacht still die Sterne zu sehen
statt lauter Böllerei und Raketen



 Ich bedanke mich bei allen Leser*innen für die Treue in diesem Jahr
und wünsche ein gutes Hineinkommen in ein Neues.
Mag es eine Chance sein und ein wirklicher Neuanfang, worin auch immer.
Ganz persönlich. 


"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..."



 Geteilt mit Ein Fachwerkhaus im Grünen