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Sonntag, 24. Oktober 2010

Oktober - Vollmond


Schon wieder ein Vollmond
ein Zyklus vollendet
wie schnell doch die Zeit
immer verfliegt –
nun sind die Blumen dahin
mit ihren Farben
bald ist nur noch Wintergrün
und Efeu
die Erde nähert sich
ihrem Schlaf.

Ob wir wohl
viel Schnee bekommen ?




Die Fotos entstanden im Hof des Blumenhauses „Oxum“.
www.oxum-floral.de

Donnerstag, 23. September 2010

September - Vollmond und Herbstanfang


Heute ist Herbstanfang.
Ein Tag wie im Bilderbuch, so richtig schöner Sommer...
Ich mag diese Zeit um Herbstanfang sehr, weil da oft so schönes ausgeglichenes Wetter ist .
Morgen wird es umschlagen, wie nach Mondwechsel meist. Aber heute freue ich mich erstmal.
Ja, und ich mag die kommende Jahreszeit. Die Zeit der Ernte und der Fülle und der Farben. Wo jeder Sonnenstrahl die Welt noch bunter macht und wo ich dankbar bin für jeden schönen Tag. Denn so selbstverständlich ist dieser dann nicht mehr...
Es kann auch ganz bald anders kommen. Wobei die Herbstnebel und die Stürme auch ihren Reiz haben.
Wenn nur der Frost noch möglichst lange wartet! Denn er nimmt immer die Blätter fort von den Bäumen.
Und ich hab es gern noch lange bunt...


Heute Morgen auf dem Weg ist mir dieses rote Blatt begegnet.
Ein Herbstgrusz eben.
Und Vollmond ist auch. Nur hab ich es heute (noch) nicht geschafft, mir dazu etwas Besonderes auszudenken.
Oft friszt der Alltag einen auf und es geht dann nicht, einen Tag als Feiertag zu genieszen. So mittendrin und auszer der Zeit...
Aber es reicht auch ein kleines Gedenken schon aus.
Und wenn man sich umschaut, entdeckt man überall Symbole.
Da ist der Kreis, wie für den vollen Mond. Und die Deckenstütze wie ein Baum. Ein Raum zum kurzen Innehalten.
Ein Anblick wie ein abstraktes Bild. Alles ist eines, auch in der Handwerkstradition die Symbole der Natur.
Wir sind überall von ihnen umgeben. Geborgen.
Auch ein kleiner Andachtsmoment gibt dem Tag etwas Zauber.

Mittwoch, 25. August 2010

August - Vollmond

- Zur Feier des Tages und des Mondes –

Schon ist wieder August. Ich weisz nicht, wohin das Jahr verschwunden ist bis jetzt. Die Zeit verfliegt… und so vieles geht im Alltag unter. Wird aufgefressen von Kleinkram und notwendigem Tun.
Fast schon Herbst – und ich habe es kaum bemerkt.
Klar, ich gammele auch öfter mal herum… Das ist genuszvoll, aber nicht sehr bewuszt.
Und so beschliesze ich, endlich mal wieder den Vollmond zu feiern. Einfach so. Auf meine Art.
Eine bewusztere Einstellung zu bekommen zu den Jahreszeiten, zur Natur.
Der alltägliche gebräuchliche Kalender kann mir das nicht vermitteln. Der ist zu alltäglich in seinen Daten. Die auf der Tageszeitung stehn…
Aber jetzt (24. 8.) ist Vollmond.
Bei allem Alltags-Tun mache ich den Tag trotzdem ein wenig zum Fest. Versuche, beides zu verbinden.

Am Tag zuvor hat es geregnet. Dieser Morgen ist klar, die Sonne kommt hervor. Und leckt die Feuchtigkeit auf.
Es riecht nach erstem trocknendem Laub, gemischt mit dem Duft von geschnittenem Gras. In der Stadt. Am Weg, wo ich entlanggehe.

Nach dem Mittag habe ich Zeit und gehe in den Wald. Die Natur empfängt mich sehr grün.


Es ist etwas eintönig um diese Jahreszeit – die feinen Nuancen des Frühsommers fehlen, die Herbstfarben sind noch nicht da. Etwas matt ist das Grün stellenweise. Das macht die Trockenheit.
Ich gehe den Weg weiter hinauf. Hohe Bäume wölben sich über mir wie ein Dom. Es wird dichter. Ein Wandelgang. Und Stille.
Nur das Bächlein murmelt wieder. Es hat durch den Regen neue Nahrung bekommen.


Ich gehe bergan und komme an einen Teich. Vertraute Umgebung. Den groszen Kastanienbaum habe ich schon als Kind sehr gemocht.

Im klaren Wasser spiegelt sich das Ufer. Es ist fast still, nur in dem Mönch (Überlauf) höre ich es leise rauschen. Der Teich hat einen Zulauf durch die Wiese, eine Stelle am Ufer, wo es immer feucht ist. Und natürlich läuft dann auch immer etwas ab. Und das hört man.

(weiter in Teil II - V)

II

Das Wasser ist klar, ich sehe den Grund. Schaue eine Weile hinein in den Spiegel.
Einige Wasserläufer sind zu beobachten. Sonst ist es still.


Der Kastanienbaum wirft erste grüne Igel ab. Klein sind sie noch.

Manche fallen ins Wasser hinein (das tat mir als Kind immer leid)
Ich sehe ein schon fast herbstliches Stillleben.

Ich gehe weiter die Wiese hinauf. Es ist alles sehr grün. Wenig Farben.


Nur an einer Stelle blühen ein paar kleine Steinnelken.
Ihre intensive Farbe hat mich schon immer fasziniert. Und dieser Kreis aus winzigen weiszen Punkten da noch mal in den Blüten.
Leider gibt meine Kamera das nicht wieder.
Manches musz man einfach im Original anschauen und man kann es nur innerlich konservieren. Und vor dem inneren Auge wieder erstehen lassen. Ein Foto bringt es einfach nicht.


III

Ich gehe die sanfte Steigung hinauf, bis ich oben bin. Über den Sattel. Und am anderen Berghang zurück.
Nein, still ist es hier eigentlich nicht. Überall singen die Grillen und wenn ich einen Schritt tue, stieben kleine Grashüpfer vor mir auf. Ich gehe vorsichtig, um keinen zu zertreten.
Es umgeben mich Bäume, die mich seit Jahren kennen. Die mich schon oft gesehen haben. Hier. Der Weg ist sehr vertraut.
Einige Bäume sind mir Freunde geworden. Die begrüsze ich extra.
– Es werden nur immer weniger. Etliche wurden gefällt. Andere sehe ich sterben. Das dauert bei Bäumen oft lang.


Zeit also, sich zu verabschieden. Sie noch ein wenig zu begleiten. – Bei Menschen kommt das oft viel zu schnell.

Auch tote Bäume sind noch lange „da“. Bis sie umstürzen schlieszlich. Und von einem gefällten Riesen bleibt auch noch fast ewig etwas zurück.

Licht bricht durchs Unterholz. Tanz der Sonnenflecken.
Ich komme wieder an einer Reihe kleiner Teiche vorbei. Hier haben Mönche seinerzeit Fischzucht betrieben.
Jetzt ist das Wasser voll Algen, dieses Jahr.

IV


Sonnenflecken sind auf dem Wasser und der Wind zeichnet Muster, die sich bewegen.


Ich gehe weiter, an den Teichen entlang. Jedes Ufer ist anders. Jedes lädt zum Verweilen…
Am untersten Teich nehme ich Abschied. Vom Wald.
Mein Weg nähert sich wieder der Stadt.
Aber so einen Spaziergang mache ich eigentlich viel zu selten.
Braucht es dazu einen „Feiertag“ wie diesen?


V

Am Abend ziehe ich mein blaues Lieblingskleid an und gehe hinaus aufs Dach. Der Mond ist klar und rund zu sehen.
Die Abendkühle umfängt mich.


Ich gehe wieder hinein zu meinen Kerzen. Ein Kreis, der leuchtet und wärmt. Im Gegensatz zum kalten Mondenlicht.
Das durchs Fenster hier hereindringt.
Ich lege mir eine ganz bestimmte Musik auf, die für mich eine „Mondbedeutung“ hat. Schaue abwechselnd in die Kerzen und hinaus zum Mond.


Als die Musik verstummt, halte ich eine kleine Lesung. Zwei Texte von Anatoli Sofronow, die mir viel bedeuten.
Über die ich lange nachdenken kann.
Ich denke auch an einen ganz besonderen Menschen - - -