Samstag, 18. Juli 2026

Die Tücken des Pfandsystems

 



Vor langer Zeit wurde das Mehrweg-Pfandsystem um den Einwegpfand erweitert.
Ich erinnere mich noch gut an Sprüche wie "Total tote Dose".
Im Prinzip finde ich das richtig. Es hat mich selbst allerdings nur wenig tangiert,
da ich ohnehin kaum Getränke kaufe. Abgesehn von ab und zu paar Mineralwasserflaschen, 
denn immer schmeckt mir das Wasser aus der Leitung
 dann doch nicht (meist musz es aber genügen). 
Ab und an mal ein schönes Bier - man gönnt sich ja sonst nichts! 
 
Vor wenigen Jahren wurde das System noch auf Saft-und Milchmischgetränke  
ausgedehnt und die Händler wurden wohl zur 
Rücknahme verpflichtet(?), wenn ich mich recht erinnere. 
 Seither kaufe ich solche Dinge nun konsequent nicht mehr. 
Mal eine schöne Flasche Saft oder einen leckeren Joghut-Drink hatte ich 
mir davor schon gelegentlich(!) mal geleistet.
Aber die Pfandbeträge schlagen bei meinen sehr knapp kalkulierten Einkäufen
schon merklich zu Buche, so dasz es dann an der Kasse evtl. nicht mehr reicht.
Also besser weglassen!
 
Allerdings kassiert auch die "Tafel" konsequent Pfand für pfandpflichtige
Getränke und Molkereiprodukte (ob die das wirklich abrechnen, bin
ich mir nicht so ganz sicher) - jedenfalls kommt von Zeit zu Zeit dann 
doch mal ein Korb voll Leergut bei mir zusammen.
 
Wohin dann damit? 
 
NETTO, mir am nächsten gelegen, ist keine gute Adresse.
Die Wasserflaschen, die ich dort hole, werde ich natürlich dort wieder los.
Aber schon eine simple Bierflasche, z.B. von Fre*berger, die es im Markt 
auch gibt, nur eben nicht von Fre*berger... spuckt der Automat wieder aus.
 
E-Center ist noch wählerischer und häufig ist der Automat kaputt,
so dasz ich mir mit dem Korb voller Leergut den weiten Weg völlig
umsonst gemacht habe. Einkaufen kann ich ja nicht, wenn mein Korb noch 
voll ist. Autofahrer stellen ihn dann einfach wieder weg,
die Ladekapazität eines Fahrrades ist allerdings begrenzt.
Also den weiten Heimweg antreten ganz unverrichteter Dinge. 
 
Mit Einwegpfand hatte ich solche Probleme bis vor Kurzem allerdings nicht.
Das ging doch überall durch die Automaten und wurde hörbar zerknüllt. 
 
 
Ich weisz ja nun nicht, was sich seither da wieder geändert hat, 
ich bekomme auch vieles nicht mit. Habe zu selten entspr. Leergut.
 
Jetzt aber doch mal: ein paar Flaschen einer speziellen Limo und etliche 
Dosen eines nicht ganz üblichen Mineralwassers. Von dem weisz ich nicht, 
ob und wo das hier am Ort überhaupt verkauft wird.
Dachte mir nichts weiter dabei und versuchte es im NETTO.
Fehlanzeige! Er spuckte die Dosen wieder aus.
Obwohl sie dasselbe Material sind wie sämtliche anderen Dosen auch.
Und gleiche Grösze. 
 
Dann bleibt mir nur noch KA*fland übrig und zwecks Katzenfleischeinkaufs
musz ich mir diesen Weg doch aller paar Wochen einmal machen.
Ich erinnere mich an positive Erlebnisse aus früherer Zeit, wo die
Leergutannahme noch menschlich war und die wirklich restlos alles
immer zurückgenommen haben.
Aber das ist auch hier nun Geschichte: sämtliche Einwegflaschen und Dosen 
wurden wieder ausgespuckt: "Artikel nicht in unserem Sortiment".
Bitte?! - Das darf doch nicht wahr sein!
 
Ergo habe ich nun Leergut für ca. 4 Euro entsorgen müssen.
4 Euro, die mir dann zum Einkauf fehlten, ein schmerzhafter Verlust.
Denn ich habe es ja irgendwo auch bezahlen müssen.
Aber die Kosten des Pfandsystems trägt nun mal der Verbraucher.
 
Oh schitt!
 
Ich weisz ja nicht, ob das jetzt überall so ist und auf welcher Grundlage -  (?)
 
 
 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich sehr über Dein Interesse und Deinen Kommentar.

Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass der von dir geschriebene Kommentar und die personenbezogenen Daten, die damit verbunden sind (z.B. Username, E-Mailadresse, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.