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Mittwoch, 12. August 2026

Das Mittwochslied

 

Heute etwas Nostalgie: "Die Heimat lauscht"
Ein Lied von Dmitrij Schostakowitsch, Lyrik Jewgenij Dolmatowskij
1950 geschrieben und zuerst interpretiert vom Sveschnikow-Chor 
mit dem Kinder-Solisten Zhenija Talanov


 

Es wurde später vom Groszen Rundfunk-Kinderchor gesungen mit Generationen
von jungen Solisten - ich mochte Igor Danilow aus den Siebzigern am liebsten.
Hier eine Aufnahme seiner Stimme, aus welchen Gründen auch immer vom TV-Sender später
mit dem Bild von Dima Puschkarjow (80er Jahre) versehen. Diese klaren Jungenstimmen
gab es ja immer nur für wenige Jahre, bis sie in den Stimmbruch kamen.
 Ich habe das Lied als Kind übrigens auch gern gesungen, kenne den Text bis heute auswendig.


 

Chor des Moskauer Konservatoriums - die professonellste Aufzeichnung:

  

Die Heimat lauscht,
Die Heimat weisz,
Wo ihr Sohn durch die Wolken fliegt.
Mit freundlicher Wärme und zärtlicher Liebe,
Der purpurnen Sterne der Moskauer Türme –

Der Türme des Kremls –
Wacht sie über dich.

Die Heimat lauscht,
Die Heimat weisz,
Wie hart erkämpft der Sieg ihres Sohnes ist,
Doch er weicht nicht zurück – aufrecht und kühn!
Mit deinem eigenen Schicksalbe wahrst du,
Verteidigst du die große Sache des Friedens.


Die Heimat lauscht,
Die Heimat weisz,
Was ihrem Sohn auf seinem Wege begegnet,
Wie du dir den Weg durch die Wolken bahnst.
Mag der schwarze Sturm auch toben,
Komme, was da wolle:
Bleib standhaft, Kamerad!
 
(von mir etwas nachgebesserte KI-Übersetzung) 

Dienstag, 11. August 2026

Katzenmusik-Zeit

 

"Nebliger Morgen" - eine alte russische Romanze 

 

So klingt das Original:


 

Ein nebliger Morgen, ein Morgen in Grautönen,
Düstere Felder, von Schnee bedeckt.
Wohl oder übel denkst du an die Vergangenheit,
Erinnerst dich an Gesichter, längst vergessen.

Du denkst an leidenschaftliche, innige Worte,
An Blicke, so sehnsuchtsvoll und zärtlich aufgefangen,
An erste Begegnungen und letzte Abschiede,
An den geliebten Klang einer leisen Stimme.

Du denkst an den Abschied mit einem seltsamen Lächeln,
Erinnerst dich an vieles, das längst vergessen war,
Lauschst dem unaufhörlichen Rattern der Räder,
Blickst nachdenklich hinauf zum weiten Himmel.

 - Iwan Turgenjew - 


Dienstag, 21. Juli 2026

Katzenmusik-Zeit

 

"Kauft Baguettes" ist ein altes Odessar Lied.
Hier ein Jahrmarkt in Odessa, 1927 
 

 
In der Realität sah es 1927 in Odessa ganz bestimmt nicht so nett und bunt aus.
Odessa hat nach der Oktoberrevolution 1917 mehrere Jahre Krieg, Zerstörung
 und Besatzung durch wechselnde Truppen, sowie eine grosze Hungersnot  erlebt. 
Bis 1927 hatten die Sowjets ihre Macht nun im ganzen Land gefestigt
 und da gab es ganz sicher noch immer viel Grau und Armut 
und eine schlechte Versorgungssituation.

Auch die prunkvollen Kleider der Zarenzeit waren x-mal auf Märkten verhökert
worden und in diesen Jahren restlos abgetragen, falls überhaupt noch existent.
Aber sowas weisz KI nicht, bzw. sie wird dazu angehalten, etwas Nettes
Farbenfrohes zu erstellen. 
Warum auch nicht? Also erfreut Euch daran! 
 
*
 
Wer mehr über die Geschichte Odessas wissen möchte, 
findet hier und hier interessante Artikel. 
 
Der originale Liedtext lautet:
 
Die Nacht bricht herein,
Die Straßenlaterne schwankt,
Der Polizist flucht
Hinein in das Dunkel der Nacht. 
Und ich – ungewaschen,
In einen Mantel gehüllt,
Von allen vergessen –
Stehe hier an der Ecke...

Kommt, kauft meine *Bublitschki*,
Heiße *Bublitschki*,
Gebt eure Rubel her,
Genau hier, genau jetzt,
Und habt in dieser stürmischen Nacht
Erbarmen mit mir –
Der armen, elenden Frau,
Einer bescheidenen Straßenhändlerin. 

Kommt, kauft meine *Bublitschki*,
Heiße *Bublitschki*,
Gebt eure Rubel her,
Genau hier, genau jetzt,
Und habt in dieser stürmischen Nacht
Erbarmen mit mir –
Der armen, elenden Frau,
Einer bescheidenen Straßenhändlerin.
 

Mittwoch, 15. April 2026

Mittwoch, 4. März 2026

Das Mittwochslied

 

"Lied des kleinen Zeitungsverkäufers"
ein brasilianisches Lied, russ. Text: E. Agranovych 
zwei rare alte Rundfunkaufnahmen eines privaten Sammlers
(die erste qualitativ schlecht, die zweite war auch mir aus grauer Vorzeit bekannt): 
1958 Kaliningrader Kinderchor, Sol. Alla Matyuchova
1961  Jungenchor des Pionierhauses Pensa, Sol. Slava Petrov
 

Solist:
Ich wecke dich vor Tagesanbruch…
„Hier ist die Zeitung! Hier ist die Zeitung!
Es gibt Brände, Überschwemmungen,
Raubüberfälle, Verbrechen,
es gibt geheimnisvolle Rache,
es gibt Fußballberichte…“
Schade, dass ich selbst nicht zur Schule ging,
ich kann nicht darüber lesen.

Chor:
Er sammelt Pennys,
und manchmal blaue Flecken.
Er hat ein richtiges Zuhause –
eine leere Sperrholzkiste,
nahe der Müllkippe am Fluss.

Solist:
Ich bin zehn Jahre alt, ich bin zehn Jahre alt,
ich bin ein armer Zeitungsverkäufer.
Eine Maistortilla,
ein leerer Löffel Suppe –
das ist mein Frühstück und Mittagessen.

„Hier ist die Zeitung! Hier ist die Zeitung!
Sie werden dich unterhalten, ohne Zweifel.
Raubüberfälle, Verbrechen,
eine Geschichte über Verbrecher!“ 
Doch kaum wird man hier schreiben,
wie die Jungen beraubt wurden,
dass man uns die Kindheit raubte.

Chor:
Er sammelt Pennys,
und manchmal blaue Flecken.
Er hat ein richtiges Zuhause –
eine leere Sperrholzkiste
nahe der Müllkippe am Fluss.

Solist:
Ich bin zehn Jahre alt, ich bin zehn Jahre alt,
ich bin ein armer Zeitungsverkäufer.
Eine Maistortilla,
ein leerer Löffel Suppe –
das ist mein Frühstück und Mittagessen.
 
(google-Übersetzung) 
 
 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Mittwoch, 18. Februar 2026

Das Mittwochslied

 

 

"Chemo cicinatelo" - ein georgisches Volkslied 
(Mein Glühwürmchen)
 

Im Video werden Bilder des Malers Mikalojus Konstantinas Čiurlionis gezeigt

Mittwoch, 11. Februar 2026

Das Mittwochslied

 

 Zorán - Kiáltás

 (eines der persönlichen Top10 meiner Jugendzeit)

Ein schöneres Video dazu gibt es leider nur auf youtube, nicht im Blog verwendbar 

 *

Google-Übersetzung aus dem Ungarischen:

 Fenster und Wand verschmelzen schläfrig zu einem grauen Fleck
Tabakrauch legt sich auf eine unerschütterliche Saite, das Lied erklingt
Bilder, Klänge zerfallen in mir
Und ein Schrei formt sich in der Stille

Oh, rette mich
Die Nacht fällt leer über mich
Oh, rette mich
Niemand begleitet mich in meiner Sehnsucht

Alles würde untergehen, wenn ich dich nicht träfe
Und die dumme, öde Dunkelheit würde sich ins Unendliche ausdehnen

Oh, rette mich
So wie ich dich retten kann
Ich weiß, dass du irgendwo existierst
Oh, rette mich
Deine Tränen könnte ich wegwischen
Ich weiß, dass du irgendwo, irgendwo, irgendwo sein musst

Meine Hand bewegt sich, die Asche fällt träge zu Boden
Der Rauch schwebt kalt, bitter Verflucht

Oh, rette mich
Von unterdrückten Fragen
Ich höre nur meinen eigenen Atem
Oh, rette mich
Von einsamen Ferien
Ich kann niemandem Liebe schenken

Eine Reihe von Gesichtern huscht vorbei wie in einem Stummfilm, meine Freunde
Mädchen blicken mit perfekt geschminkter Gleichgültigkeit, meine Liebsten
Jeder kühle Blick in ihren Augen
Verdichtet sich zu einem Schrei in mir

Oh, rette mich
Die Stille wird mich erdrücken, wenn du nicht antwortest
Ich weiß, dass du irgendwo auf mich zukommst
Oh, rette mich
Jede Minute zieht mich tiefer hinein
Ich würde deine Hand halten, wenn ich sie erreichen könnte
Oh, rette mich
Du musst den Schrei spüren
Ich weiß, dass es irgendwo existiert
Oh, rette mich
Du musst den Schrei hören
Ich weiß, dass du irgendwo sein musst

Der Boden bebt, als ein Auto vorbeifährt
Ich öffne das beschlagene Fenster ein Stück weiter
Eine Glocke läutet, der Lärm wird lauter
Ich zünde mir eine Zigarette an und irgendwo erklingt ein Lied

Mittwoch, 28. Mai 2025

Das Mittwochslied

 

 Du wartest auf mich -
ein Lied (ca. 1978/79) von und mit Polad BülBül Ogly,
einem Sänger, Schauspieler, und Diplomaten aus Azerbaidzhan. 
 
 


Das Licht des Morgendämmers in den Wolken verloren
Das Laub das vergangenen Sommers raschelt in meiner Hand
Es wird einen gelbbraunen Herbst und eine verschneite Trennung geben
Aber Du wirst auf mich warten, Du, Liebevolle, Zärtliche, Du

Ich werde von Trennungsschmerz träumen, von Platenen und deinem Haus
Wo von dem Dach uns der Storchenvogel nicht nur einmal mit dem Flügel winkte
Es wird einen 
gelbbraunen Herbst und eine verschneite Trennung geben
Aber Du wirst auf mich warten, Du, Liebevolle, Zärtliche, Du
 
Doch im Frühling erwachen die Gräser, lächelnd und wispernd
Und Du kommst mir entgegen leuchtend mit einen roten Bouquet
Es wird einen
gelbbraunen Herbst und eine verschneite Trennung geben
Aber Du wirst auf mich warten, Du, Liebevolle, Zärtliche, Du

Es wird einen gelbbraunen Herbst und eine verschneite Trennung geben
Aber Du wirst auf mich warten, Du, Liebevolle, Zärtliche, Du...

- eigene Übersetzung -

Sonntag, 11. Mai 2025

Donnerstag, 6. März 2025

Harpers Katzen

 



 

Diese beiden Motive fand ich in einer Tüte mit Aufklebern, die ich bei T*MU gekauft habe.
Ich habe sie eingescannt, denn ich finde die alte Graphik einfach wunderschön. 

(keine bestellte bezahlte Werbung und im Übrigen sind die Motive winzig klein)

Mittwoch, 5. März 2025

Das Mittwochslied

 

 Belz, Mayn Shtetele Belz - jiddisches Lied
dazu ein KI-animiertes Video historischer Fotos von Minsk
 

 

Sonntag, 27. Oktober 2024

Sontagsmatinee

 

Mal wieder ein nostalgisches Lied mit privaten Fotos
aus der früheren UdSSR 
Gesungen von Sergej Orlov, einem modernen Sänger, der in nostalgischem 
Stil komponiert (was ich persönlich nicht so mag - ich hätte es lieber authentisch)
 

 

Mittwoch, 7. August 2024

Das Mittwochslied

 

Bulat Okudzhava - Klage um den Arbat 


(Bilder eines alten Moskauer Stadtviertels)

Hier gibt es den Text und ein Interview mit dem Liedermacher

Sonntag, 26. Mai 2024

Sonntagsmatinee

 

Heute einmal anders: auf die Musik kommt es weniger an.
Die Lieder von Jewgenij Orlov gehörten nie zu meinen Top10...aber hier hat 
jemand eine Kollektion privater Fotos vom ganz normalen Leben
in der damaligen SU zusammengestellt und dieses Video gefällt mir sehr.
Solche Bilder sind mir vertraut, ich bekam ähnliche von meinen Briefkontakten.
Ich war ja auch selbst dort 1974 und 76 und konnte ein Zipfelchen ganz normales
Leben erhaschen, wie es Touristen sonst kaum möglich war.
Mag sein, es war primitiv (das Urteil hörte ich oft) und ganz sicher war es
kein leichtes Leben. Jenseits von Konsum und viel zu vielen Dingen...
Aber ein Lebensgefühl, das wohl einzigartig war und nun für immer verloren ist.
Auf mich hat diese Art Einfachheit immer einen ganz besonderen Zauber ausgeübt,
wie es die heutigen gewollten Minimalismustrends so gar nicht vermögen.