Samstag, 29. Oktober 2011

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Herbstfeuer


Rings in allen Gärten,
die im Tale sind,
rauchen nun die Feuer,
und der Herbst beginnt.
Fern ist nun der Sommer
und der Blumenduft.
Rote Feuer lodern.
Rauch steigt in die Luft.
Lobt den Lauf des Jahres
und den Wechsel auch!
Blumen bringt der Sommer
und der Herbst den Rauch!

Robert Louis Stevenson (1850-1894)




PS: Das klingt zwar poetisch, aber ich entzünde trotzdem kein Feuer. Unsre Kommune bietet halbjährlich eine kostenlose Grünschnittsammlung an, da wird alles gebündelt und vors Haus gebracht. Das finde ich besser als diese Qualmerei überall...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Montag, 24. Oktober 2011

Herbstgarten



Auch wenn ich es - wie jedes Jahr – nicht wahrhaben will: morgendliche Kälte und erster Reif auf den Dächern künden das endgültige Ende des Sommers. Viel zu früh, wie mir scheint… :-(
So habe ich denn all die Knollenbegonien heruntergeschnitten und ins Kellerasyl gebracht. Einige blühten noch so schön… andre hatte unerklärlicherweise Mehltau bekommen. Das habe ich bei diesen Pflanzen noch nie erlebt. –
Ich beginne die Himbeeren auszulichten und die Brombeere zu schneiden. Die uns so viele leckere Früchte beschert hat.
Mein kleiner Aufseher beobachtet mein Tun. Er ist immer zugegen.



Die vor ein paar Jahren gepflanzte Sternmagnolie (das war sie noch winzig klein) ist ein stattlicher Busch geworden und hat erstmals Samen ausgebildet. Schon die grünen Samenstände faszinierten mich durch ihre eigentümliche Form. Nun haben sie sich leuchtend pink gefärbt. Und wenn sie aufplatzen, geben sie rote Beeren frei.


Die Gieszkannen können nun auch langsam ins Winterquartier. Sie waren auch diesen Sommer fast im Dauereinsatz.
Während es anderswo wochenlang schüttete, bekamen wir wieder kaum einen Tropfen ab von dem Segen. Wieder ein viel zu trockener Sommer!

Mal sehn, wann ich nun den Schneeschieber hervorholen musz.
Bis dahin wünsch ich mir aber noch etwas Sonne.
Im Herbst bin ich dankbar für jeden schönen Tag.

Samstag, 22. Oktober 2011

Novella Matwejewa

ДОМА БЕЗ КРЫШ

Летняя ночь была
Теплая, как зола...
Так, незаметным шагом, до окраин я дошла.
Эти окраины
Были оправлены
Вышками вырезными, кружевными кранами.
Облики облаков, отблески облаков
Плавали сквозь каркасы недостроенных домов.
Эти дома без крыш — в белой ночной дали —
В пустошь меня зазвали, в грязь и в глину завели...
На пустыре ночном светлый железный лом,
Медленно остывая, обдавал дневным теплом.
А эти дома без крыш — в душной ночной дали —
Что-то такое знали, что и молвить не могли!
Из-за угла, как вор, выглянул бледный двор:
Там, на ветру волшебном, танцевал бумажный сор...
А эти дома без крыш словно куда-то шли... Шли...
Плыли,— как будто были не дома, а корабли...
Встретилась мне в пути между цементных волн
Кадка с какой-то краской,— точно в теплом море — челн;
Палка-мешалка в ней — словно в челне — весло...
От кораблей кирпичных кадку-лодку отнесло.
Было волшебно все: даже бумажный сор!
Даже мешалку-палку вспоминаю до сих пор!..
И эти дома без крыш,— светлые без огня;
Эту печаль и радость;
Эту ночь с улыбкой дня!

1961-1962

Häuser ohne Dach

Die Sommernacht, die war
Warm, ach so aschenwarm,
und unbemerkten Schrittes
kam ich da zum Stadtrand hin.
Und dieser Stadtrand, der
War dort ja eingefasst
Von ausgeschnittnen Türmen
Und von Kränen, spitzendünn.
Der Wolken dünner Schein,
der Wolken Widerschein
schwamm hin durch die Gerippe
all der Häuser, halbgebaut.
Die Häuser dachlos da
In ferner weißer Nacht
Haben mich in die Leere
Und in Schlamm und Lehm gebracht…
In Nacht so wüst und weiß
Gab heller Eisenschrott,
ganz langsam kälter werdend,
seine Wärme ab vom Tag,
und die Häuser ohne Dach
in schwüler ferner Nacht,
die wussten etwas, etwas,
dass sie schwiegen wie ein Grab.
Um Ecken, wie ein Dieb,
hat bleich der Hof geblickt,
dort wie im Zauberwinde
tanzten Abfall und Papier;
die Häuser dachlos da
gingen, wie’s schien, wohin
sie
schwammen, als wärn sie keine
Häuser, sondern Schiffe, hin.
Und ich traf auf dem Weg
In wellen von Zement
Ein Faß, ein Faß mit Farbe
Wie ein Boot im warmen Meer.
Der Umrührstock im Faß
War wie ein Ruder drin;
Vor den steinernen Schiffen
Trieb das Faß-Boot schnell dahin…
Zauber war das, sogar
Abfall und Altpapier
Und diese Umrührstange
Weiß ich noch wie heut und hier,
und die Häuser ohne Dach,
hell ohne Feuerschein,
das Glück und diese Trauer,
diese ganz taghelle Nacht.

- deutsch von Rainer Kirsch –
aus „Russische Songs. Texte und Noten“
Verlag Volk und Welt, Berlin 1972

Freitag, 21. Oktober 2011

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Samstag, 1. Oktober 2011