Dienstag, 7. April 2026

Friedensgebet

 

Das grosze Prokeimenon "Du hast uns das Erbe gegeben" 
ukrainisch, ohne Ortsangabe, 29.3.26 
 

Erklärung:
 
 Ein Prokeimenon (griechisch für „das Vorhergehende“) ist ein
liturgischer Vers aus der Heiligen Schrift, meist den Psalmen, der in der orthodoxen Kirche vor der Lesung des Apostels (Epistel) gesungen oder gelesen wird. Es dient als thematische Einführung, oft aus dem Oktoechos (Achtton-System), und besteht aus einem Kehrvers, der zwischen Leser/Diakon und Chor alterniert. 

Hauptmerkmale des Prokeimenons:

    Funktion: Es bereitet die Gemeinde auf die Lesung vor, indem es eine freudige Stimmung schafft und inhaltlich auf das Thema des Tages oder Festes einstimmt.

    Struktur: Der Diakon oder Leser verkündet den Ton und den Text, der Chor wiederholt ihn als Kehrvers (Refrain). Nach weiteren Zwischenversen des Lesers wird das Prokeimenon meist abschließend erneut vom Chor gesungen.

    Vorkommen: Es wird hauptsächlich vor der Epistel-Lesung in der Göttlichen Liturgie, bei der Vesper oder den Matinen verwendet.

    Ausnahmen: An bestimmten Festtagen wird das normale Prokeimenon durch ein „Großes Prokeimenon“ ersetzt, das feierlicher ist und mehr Verse umfasst.

    Allaluia-Verse: Die Verse, die speziell vor dem Evangelium gesungen werden, sind ebenfalls eine Form des Prokeimenons, werden aber oft als „Alleluja-Verse“ bezeichnet. 

Es handelt sich um ein wesentliches Element der byzantinischen Liturgie, das die Verbindung zwischen Psalmgebet und neutestamentlicher Lesung herstellt.

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