..stellt sich derzeit der Amateurphotograph,
um aus seinem Kreativitätsloch herauszukommen
um aus seinem Kreativitätsloch herauszukommen
...und er lädt uns ein, diese auch zu beantworten.
Mit Kreativitätslöchern ist das so eine Sache, sag ich jetzt mal aus Erfahrung.
Und manche sitzen fest und gehen tief.
Besonders, wenn ihnen bittere Erfahrungen vorausgegangen sind.
Nicht eben "einfach so" habe ich vor 25 Jahren meine(n)Beruf(ung)
als Textilgestalterin und Malerin aufgegeben...aber das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls war es mehr als eine pure Malblockade, die ich bis heute nicht
überwinden konnte. Entwickelt hat sich danach die Bucharbeit - eine vergleichsweise
simple Art, die eigene Freude an Farben doch ein wenig auszuleben.
Im Gegensatz zu Bernhard, der fotografisch immer sehr kreativ
drauf war mit seinen Altglas-Experimenten und besonderer Sicht...
rechne ich mein jetziges Knipsen nicht zur Kreativität.
Das kann ja heute jeder, dafür reicht schon ein Handy oder ein
kleines digitales Schächtelchen.
Und: was für Wert hat heute noch ein Foto, wenn das Web mit Bildern überflutet
wird, die nicht einmal mehr von Menschen gemacht sind?
Die Zeiten, da ich mit einer Pentacon Six wirklich fotografiert und dann im Labor
nicht nur entwickelt, sondern die Bilder durchaus auch weiterentwickelt habe...
sind lange vorbei. Das könnte ich heute finanziell gar nicht mehr.
Somit beginnt für mich die Kreativität dann auch erst hinterher, beim
Einbinden meiner Knipser in Bilderserien oder beim gelegentlichen
Verändern mit einem Fotoprogramm. Mache ich aber selten, denn
meinen Augen bekommt die Bildschirmarbeit gar nicht gut.
Aber jetzt zu Bernhards Fragen:
Was hat mich bisher an der Fotografie begeistert?
Das im Gegensatz zur Malerei sehr unkomplizierte Abbilden der
Umgebung, das Festhalten von Momenten und auch die bewuszte Gestaltung
der Aufnahmen durch Labor(nach)arbeit, Filtereinsatz...ja und
heute das Digitale. Das eher weniger, nicht gar so mein Ding.
Wie zufrieden bin ich mit meinen fotografischen Ergebnissen?
Von mittelprächtig bis sehr zufrieden - oder auch mal gar nicht -
das ist oft Glücksache, wie mir ein Bild gelingt.
Und in gewisser Weise ist fotografieren für mich eine Art Sehhilfe geworden, die mir
am Bildschirm zeigt, was meine Augen in natura nicht mehr wahrnehmen.
Leider sind das zunehmend auch Mülleimer oder Verkehrsschilder -
sowas wäre mir früher nicht passiert!
Bin ich in meiner Kreativität stehen geblieben, wenn ja, wo
und wann bin ich falsch abgebogen?
Stehengeblieben sicher schon. Aber: will ich noch weiter?
Wie gesagt, fotografieren rechne ich persönlich nicht unbedingt zu Kreativität.
Habe ich mich unbewusst oder bewusst einem Trend angepasst?
Nein, ich passe mich keinen Trends an, ich mache mein eigenes Ding.
Und manche Trends nerven mich: z.B. wenn ein Blogbeitrag -zig Fotos
enthält, die alle im 45°-Winkel verdreht sind. Das mag ich mir nicht anschauen.
Was bedeuten für mich Fotoregeln?
Hm. Straszenverkehrsregeln halte ich (meistens) ein, aber Fotoregeln
interessieren mich kaum - es kommt dadurch niemand zu Schaden!
Ich entscheide intuitiv, wie viel Himmel oder Vordergrund drauf soll
und wie ich mein Bild gestalte.
Welche befolge ich typischerweise?
Ich wurde früher oft für den "godenen Schnitt" gelobt,
aber das geschah bei mir auch eher intuitiv.
Was ist mein Fazit?
Ich werd wohl weiterhin knipsen und das Brauchbare davon für
meine Blogbeiträge verwenden, in ursprünglicher oder veränderter Form.
Der ganze Blog ist so eine Art Rest-Kreativität für mich, die ich mir im
Alltag einfach bewahren möchte.
Mehr Ehrgeiz habe ich nicht (mehr).
*
Nachdem ich mir gestern meine Nikon D60 geschreddert habe,
fühle ich mich gerade etwas unkomplett. Nicht, dasz ich eine
Spiegelreflex täglich brauche, aber manchmal eben schon.
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