Posts mit dem Label Blaue Stunde werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Blaue Stunde werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. September 2013

Zur blauen Stunde


Zur blauen Stunde
und zum heutigen Feiertag Mariä Geburt
zwei russische Marienlieder




Freitag, 19. Juli 2013

Nochmal Serjosha Paramonow


Noch ein Lied, gesungen vom Solisten des Groszen Rundfunkkinderchores, Sejosha Paramonow.
Ich hatte ihn ja vorgestern schon mit einem anderen Lied in einem Beitrag.
Ich mochte seine Stimme immer und damals in den Siebzigern hörte man ihn oft.

  Jetzt ein Geburtstagslied aus einem russischen Trickfilm, irgendeine Serie mit dem Krokodil Gena - ich hatte keinen TV und hab das nie gesehen.
Aber die Lieder oft im Rundfunk gehört.
Und hier sieht man ihn mal schön im Bild.


Der junge Sänger kam 1961 zur Welt und verliesz diese bereits 1998 wieder.
Er erkrankte an Tuberkulose, starb letzten Endes an Herzversagen infolge einer Rippenfellentzündung, litt zuvor auch unter Deppressionen.
Dies entnahm ich Wikipedia
Von seinem frühen Tod wuszte ich schon längere Zeit.

Es ist  schon irgendwie - im Vergleich zu vergangenen Jahrhunderten - eine Art Wunder, dasz die Stimmen weiterleben, während die Menschen längst gegangen sind.

Freitag, 12. Juli 2013

Zur blauen Stunde: Couperin


Noch zwei weitere Interpretationen des Weekend-Flower-Stücks von Couperin.

Einmal für Flöte und Harfe
Jonathan Brahms und Cynthia Price in Boston, 1982


Und eines für Flöte, Chello und Tanz
mit  Indra Ozola, Numira Greenberg und 
Nicole Amarillis Lee in New York 2009

https://www.youtube.com/watch?v=o5HcsVbVNR8

Sonntag, 30. Juni 2013

Ты воспой в саду соловейка


Noch ein paar Fotos eines wunderschönen Gartens
und dazu ein Lied:
"Sing im Garten, kleine Nachtigall"








Es singt ein Mädchen namens Hanna:

Und noch eine namenlose junge Sängerin
(ich mag unperfekte Aufnahmen)


Mittwoch, 22. Mai 2013

Zur blauen Stunde - ein Lied -


"Прекрасное далёко" - Das Wunderbare ist fern

Ein  Lied von Jewgenij Krylatow, Text Juri Entin
Gesungen von großen Rundfunk-Kinderchor (1986) 
Solistin: Olja Korolkowa

- aus irgendeinem Film, den ich nicht kenne.
Aber ich mag das Lied und auch dieses Video gefällt mir.

(Ging wieder nicht direkt einzufügen):
https://www.youtube.com/watch?v=lXlQyIQLBRA

Sonntag, 12. Mai 2013

Musik zur blauen Stunde

Es paszt zwar nicht zur Jahreszeit
- weil es vom Herbst erzählt -
aber ich fand dieses Film-Lied im Stil einer alten russischen Romanze
gerade im I-Net wieder.
Irgendwann, vor über 30 Jahren, sah ich den Film in Kino.
"Das letzte Opfer"
Ich kann mich absolut nicht an diesen Film erinnern.
War es eine Literaturverfilmung oder ein Sowjet-Film?
Ich habe es total vergessen (tippe mal auf Literatur)
Ich kann mich jedoch lebhaft erinnern, 
wie sehr mich dieses Lied begeisterte.
So sehr, dasz ich in meinem jugendlichen Leichtsinn
dem Komponisten Isaak Schwarz einen Brief schrieb...
(Und seither befindet sich hier in meinem Besitz
eine Notenhandschrift von ihm,
denn er hat mir geantwortet.)

В нашем старом саду - In unserem alten Garten
Musik: Isaak Schwarz
Text: Bulat Okusdshawa
Es singt  Ljubow Strishenova
https://www.youtube.com/watch?v=fVAA_fvaTgQ

Und hier noch eine mehr private Aufnahme davon.
Sieht aus wie eine Musikschul-Prüfung.
Aber ich mag solche "unperfekten" Darbietungen auch.
Marina Njankina (falls die Sängerin identisch ist 
mit der Userin, die es eingestellt hat)
 https://www.youtube.com/watch?v=764gcUzskxw

Donnerstag, 2. Mai 2013

Zur blauen Stunde: Schostakowitsch


Kein groszartiges Orchesterwerk, nur ein ganz schlichtes Lied, gesungen von einem Kind.

Dmitri Schostakowitsch
Text: Jewgeni Dolmatowski
"Родина слышит родина знает" - Die Heimat spürt es, die Heimat weiß...

Ein Lied, welches Juri Gagarin gewidmet ist.
Über den Geist könnte man geteilter Meinung sein... aber die Stimme finde ich wieder so schön - Dima Puschkarjow.
Und ich mag dieses Lied, seit Jahrzehnten. Immer noch.

https://www.youtube.com/watch?v=vR_KzfvGun0

(Leider lassen sich youtube-Videos mit ausschlieszlich kyrillischen Lettern nicht immer hierher verlinken - da kommt nur "Es wurde kein Video gefunden". Aber wenn man den Link anklickt, funktioniert es)

Montag, 15. April 2013

Musik zur blauen Stunde: Galina Vishnevskaya


Tschajkowski - Serenade
Tschajkowski - Wiegenlied

Heute war wieder ein Tag, wo ich es nicht geschafft habe, überhaupt an den PC zu kommen... und erst recht keinen Blogbeitrag.
Dafür wieder etwas "Musik zur blauen Stunde" (wie man sieht, habe ich nun endlich DSL - )

Ich hörte die Stimme von Galina Vishnevskaya als Jugendliche im Moskauer Rundfunk. Doch dann sehr bald nie wieder - alle Aufnahmen waren irgendwie verschwunden. Dasz sie aus der UdSSR ausgewiesen worden war, stand bei uns nicht in der Zeitung...

Wiederbegegnet bin ich ihr erst vor ca. 2 Jahren, mehr zufällig, als ich den Film "Alexandra" anschaute. Da hörte ich plötzlich ihren Gesang. Und, wie spätere Recherchen ergaben, spielte sie auch, über 80jährig, die Hauptrolle in diesem Film  (Schrift/Namen kann ich im TV nie erkennen, dazu sind meine Augen zu schlecht). Ein sehr nachdenklicher und sehenswerter Film, den ich gern weiterempfehlen möchte. Die untenstehenden Infos dazu stammen von der Website des TV-Senders arte.

Galina Vishnevskaya starb am 11.12.2012

Ihre Autobiographie "Galina. Erinnerungen einer Primadonna" (erschienen in der Serie "Musik" bei Pieper/Schott) will ich als nächstes lesen.
    "Alexandra"
Spielfilm, Frankreich/Russische Föderation 2007, ARTE F
Regie: Alexander Sokurov; Buch: Alexander Sokurov; Kamera: Alexander Burov; Schnitt: Sergei Ivanov; Musik: Andrej Sigle; Produzent: Andrej Sigle; Produktion: Proline Film
Mit: Galina Vischnevskaja - (Alexandra), Vasilij Schevtsov - (Denis Kazakov), Raisa Gitschaeva - (Malika)

Alexandra besucht ihren Enkel, Hauptmann in einem in Tschetschenien stationierten russischen Regiment. Sie verbringt dort einige Tage und muss feststellen, wie gefühllos, aber dennoch menschlich es dort zugeht. An einem Ort, an dem sich jeden Tag und zu jeder Minute die Frage nach Leben und Tod stellt.


Nach dem Tod ihres Ehemanns fühlt sich Alexandra allein und beschließt, ihren Enkel nach sieben Jahren wiederzusehen. Er ist Hauptmann in einem in Tschetschenien stationierten Regiment. In Truppenwaggons und einem Panzerwagen unternimmt sie die Reise in das weit entfernte Grosny. Die Soldaten empfangen sie respektvoll, scheinen jedoch nicht mehr so richtig zu wissen, wie sie mit einer Frau und dazu noch einer in diesem Alter umgehen sollen. Alexandra wird in einem der Zelte untergebracht - ein ganz und gar unangebrachtes Quartier für eine alte Frau und bei 40 Grad im Schatten.
Am nächsten Morgen kann Alexandra endlich ihren Enkel sehen, Denis. Als er sie durchs Lager führt, beobachtet die alte Frau, wie die jungen Soldaten ihre Gewehre putzen, steigt in Panzer und hält eine Kalaschnikow in der Hand. Sie versucht, das Leben ihres Enkels zu verstehen, merkt aber auch, dass er sich in der Kriegsrealität zu verlieren droht. Sie macht sich Sorgen um seine Moral und darum, was aus ihm wird, wenn er aus dem Kriegsgebiet zurückkehrt. Auch die anderen Soldaten interessieren sie. Mit erstaunlicher Selbstsicherheit spaziert sie durch diese Männerwelt und versucht, in jedem Uniformträger den Menschen hervorzukitzeln.
Als Denis mit seinen Truppen ausrückt, unternimmt Alexandra einen Ausflug auf den Markt in der nahe gelegenen Stadt und wird sofort als Russin erkannt. Einige Marktverkäufer ignorieren sie und möchten ihr nichts verkaufen. Anders Malika, eine Muslimin und Mutter, die dort einen Stand hat. Unter den misstrauischen Blicken der Männer sympathisiert sie mit Alexandra und lädt sie sogar zu sich nach Hause ein. In kürzester Zeit entsteht eine Nähe zwischen den beiden Frauen. Sie merken, dass sie trotz der geografischen Entfernung und des anderen sozialen Umfelds, die gleichen Sorgen haben und von der gleichen Freiheit träumen.
Ein tschetschenischer Junge bringt sie ins Lager zurück. Auf seine Bitte: "Lassen Sie uns! Wir sind müde, wir halten das nicht ewig aus", antwortet sie: "Ach Junge, wenn das alles so einfach wäre! Betet um Verstand!"

"Alexandra" ist kein Kriegsfilm, obwohl er mitten im Krieg spielt. Der Zuschauer wird mit keiner einzigen Kriegsszene konfrontiert, es fallen keine Schüsse, und auch Kampfszenen werden nicht gezeigt. Obwohl der Krieg nicht im Vordergrund steht, weiß der Zuschauer trotzdem, dass es in jedem Moment um Leben oder Tod geht. Die Art jedoch, wie mit dem Kriegsalltag umgegangen wird, wie die alte Frau im gepanzerten Waggon zum Lager fährt, wie sie eine Kalaschnikow ausprobiert oder in einen Panzer klettert, lässt in dieser eigentlich unmenschlichen Welt die menschliche Seite aufscheinen. Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit wandert Alexandra im Lager umher, spricht mit den Soldaten, sucht den Menschen in ihnen hervorzukehren. Bei ihrem Ausflug auf den Markt im Nachbardorf ignoriert sie, dass ihr Enkel genau gegen diese Menschen kämpft. Für sie sind es einfach nur Menschen.
Alexander Sokurov hat seinen Film an Originalschauplätzen gedreht und nicht, wie so viele andere Filmemacher, einen sichereren Drehort gewählt. Für ihn war es wichtig, im Krisengebiet Tschetschenien selbst zu sein. Er wollte die wahren Spannungen einfangen, die es nur vor Ort in Grosny gibt. Einen anderen Ort als diesen auszugeben, wäre für ihn einer Art Entwürdigung gleichgekommen. Um die Dreharbeiten sicher zu überstehen, mussten höchste Sicherheitsvorkehrungen unternommen werden. So wurde die Crew beispielsweise in gepanzerten Wagen transportiert und von Eskorten begleitet.
Mit "Alexandra" wollte Sokurov explizit nicht auf den aktuellen Konflikt reagieren; für ihn könnte der Film auch vor 40 Jahren spielen, genauso aber auch in 40 Jahren. Manch einer hat ihm vorgeworfen, seinen Film unter der schützenden Hand der russischen Armee gemacht zu haben, um nicht zu sagen, "embedded", und deren Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren, weil er nicht "politisch" sein will.
Die Rolle der Großmutter spielt eine russische Legende: Galina Vischnevskaja, 1926 in Leningrad geboren, ist sie eine sowjetische Operndiva. Vischnevskaja setzte bei der Rollengestaltung Leib und Leben ein. Sie heiratete 1955 den Dirigenten und Cellisten Mstislav Rostropowitsch, mit dem ihre Kunst eng verbunden war. 1974, im selben Jahr wie Solschenizyn, wurden die beiden als Dissidenten aus der UdSSR ausgewiesen; vier Jahre später wurde ihnen die Staatsangehörigkeit aberkannt. Erst 1990 wurde sie ihnen wieder zuerkannt, und Vischnevskaja kehrte nach Russland zurück. Sie eröffnete 2002 ein Zentrum für Operngesang. "Alexandra" ist ihre zweite Filmrolle.
Alexander Sokurov ist heute einer der wichtigsten russischen Regisseure, dessen Filme international auf Anerkennung gestoßen sind. Sokurov absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Sein Abschlussfilm "Die einsame Stimme des Menschen" (1978) wurde zehn Jahre später in Locarno mit dem Bronzenen Leoparden geehrt. Zehn Jahre lang waren seine Filme in der UdSSR verboten, Nach dem Fall der Sowjetunion hat Sokurov zahlreiche Preise auf der gesamten Welt erhalten. So 2003 den FIPRESCI-Preis in Cannes für "Vater und Sohn" und 1999 den Preis für das beste Drehbuch für "Moloch", einen Film über das Leben von Hitler aus Sokurovs Tetralogie über Herrscher. Sokurows bekanntester und auch erfolgreichster Film ist "Russian Ark", eine 90-minütige Kamerafahrt ohne Schnitt durch die Ermitage, in deren Saalfluchten er russische Geschichte Revue passieren lässt.
"Alexandra" lief im Wettbewerb um die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 2007.