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Sonntag, 17. Mai 2026

Visuelle Poesie

 

Schon vor etlichen Wochen habe ich wieder eine Serie Bilderbücher fertiggestellt. 
Die Collagen, die ich hier gelegentlich einzeln verwende, sind eigentlich
Buchseiten. Visuelle Geschichten-Poesie.
Ich habe mich seinerzeit ganz bewuszt für Mappen mit losen Blättern entschieden,
da ihre Verwendung dann vielfältiger ist. Man kann die Bilder einzeln anschauen, 
weiter blättern... oder auch mehrere nebeneinander legen, darin
einen Rhyhtmus, ein Muster oder eine eigene Geschichte entdecken...
 und diese liegt ganz im Auge des Betrachters.
Je nach Stimmung. 
 
Hier sind jetzt nur die Mappen, das Titelblatt und jew. zwei Seiten daraus zu sehen.
Ein Buch umfaszt 23-40 Seiten. 
 
 
Aus Sommern und Herbsten ein Winterkleid 
  



 
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Die Fabulierblättchen mit ihren Nebengeschichten
 


 


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Wenn Bitt-Tag ist, gib mir ein Märchen 

 

 


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Vielleicht amseläugig der Tag deiner Wiederkehr
 


 

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Mondsucht und Liebeswerk. Tiefblau 

 




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Diese Fittiche angeschnallt und abgewandt von Welt und Zeit





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Papageienfarben oder flamingoäugig das Nachmittagskleid 




 
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Ein Federleichtgewicht hüpft über das Katzenkopfpflaster




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Die Gesetze des Lebens wie Vögel auf Wände gemalt




 


 

 
 

Sonntag, 9. Mai 2010

Meine heutigen Bücher

Einige Seiten aus meinen heutigen Büchern. Zwischen dem allerersten und diesen liegt ein längerer Weg… Fotos, diverses, teilweise sogar textiles Material…
Nun sind es Zufalls-Fundstücke aus Zeitschriften, sogar Versandshauskatalogen. Also das, was meist achtlos weggeworfen wird. Ohne dasz man überhaupt noch genau hinschaut… dazu ist es zuviel!
Genau das wird von mir gesammelt, zerrissen, verfremdet, manchmal auch im Ganzen verwendet… und völlig neu zusammengefügt. Gibt ein neues Bild, das den Text mit meinen eigenen Assoziationen verbindet. Nicht dasz er überhaupt einer Ergänzung bedürfe… Aber ich ergreife auf diese Art etwas mehr von ihm Besitz. Und Bücher mit Bildern mochte ich schon immer lieber als ohne. –
Nur hat es mich bereits als Kind gestört, wenn die Bilder nicht meiner Vorstellung entsprachen.
Jetzt mache ich sie anders, jetzt mache ich meine.

Die Texte sind nicht von mir. Habe früher zwar auch welche geschrieben, das aber inzwischen wieder abgelegt.
Ich wähle mir Texte aus der Literatur. Solche, die ich mag… die aber schwer zugänglich sind auch. Ich schreibe sie ab, mit der Hand, Seite für Seite… Hab im Laufe von Jahren etliche vollständige Bücher geschafft. Durch das bewuszte Schreiben eines jeden Wortes entsteht ein völlig neuer Zugang zum Text. Durch die Hand ins Herz… nenne ich das. Beim einfachen Lesen ist nicht alles faszbar, was in den Worten steckt. Erst durch die Hand läszt es sich (be-)greifen.
Das Schreiben öffnet mir eine Tür, ein neues Verständnis, läszt mich tiefer eintauchen in einen Text.
Macht das denn nicht viel Arbeit?
Nein, eigentlich nicht. Kaum mehr als ein gründliches Lesen. Es ist eine Beschäftigung für die besondere Stunde.
Lesen. Sich hineinfallen lassen in einen Text. Gefangen genommen werden von einem Buch. Im die Aufmerksamkeit widmen, die es verdient.
Das geht heute so oft verloren. Vieles, viel zu viel, wird nur noch überflogen. Überfordert und hilflos vor der Fülle der Informationsflut. In Zeiten von Internet sowieso.
Abschreiben ist meine Art, dem zu begegnen. Nicht alles mitnehmen, nur immer ein wenig. Und das dafür gründlich.
Eingehen in die Stimmung, die Worte erzeugen.

Im Zeitalter der Möglichkeit, mit wenigen Mausklicks haufenweise Texte zu kopieren, zu verschicken… haben von Hand gemachte Bücher durchaus ihr Recht. Es gab eine Zeit, da wurden alle Bücher von Hand abgeschrieben. Da hatten Worte auf Papier – der Besitz eines Buches - einen ganz anderen Wert. So gesehen bin ich unermeszlich reich. Doch nicht nur an Besitz fertiger Bände…
In der Tradition mittelalterlicher Buchkünstler sehe ich mich nicht. Bloszes Draufloskritzeln statt Kalligraphie. Zerrissene Fotos, geschöpft aus unermeszlicher Vielfalt… statt liebevoller akribischer Pinselarbeit.
Ich bin ein Kind des Jetzt.




PS: Google-Reader-Abonnenten und Bloglist-Leser bitte wieder auf „Maschas-Buch“ klicken statt auf die Überschrift. Damit alle Bilder der Serie auch angezeigt werden.

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