Freitag, 27. Mai 2011

Osip Mandelstam

Не сравнивай: живущий несравним.
С каким-то ласковым испугом
Я соглашался с равенством равнин,
И неба круг мне был недугом.

Я обращался к воздуху-слуге,
Ждал от него услуги или вести,
И собирался в путь,и плавал по дуге
Неначинающихся путешествий...

Где больше неба мне - там я бродить готов,
И ясная тоска меня не отпускает
От молодых еще,Воронежских холмов -
К всечеловеческим, яснеющим в Тоскане.


Vergleiche nicht: wer lebt, ist unvergleichlich.
Mit einer furchterfüllten Zärtlichkeit
War ich bereit zum Gleichmaß unter Gleichen,
Der Himmelszirkel bot für mich nur Leid.

Zur Ätherluft, die dienstbar ist, gewandt,
Erwartete ich runden Dienst und Kunde,
Traf Reisevorbereitung, schwamm den Bogen lang
Auf Reisen, die den Anfang nicht gefunden.

Wo mir mehr Himmel wird – bin ich zu gehn bereit –
In den noch jungen Hügeln von Voronež
Gibt mich die klare Schwermut nicht mehr frei
Für Menschheitswermut: klärend und toskanisch.

18. Januar 1937
Voronež

dt. von Eric Boerner

(aus Gründen der besseren Lesbarkeit werde ich die kyrillische Schrift jetzt nicht mehr so schräg formatieren, obwohl mir ein einheitliches Schriftbild im Blog eigentlich besser gefällt - )

Mittwoch, 18. Mai 2011

Mittwoch, 11. Mai 2011

Auf dem Brocken

Auf dem Brocken ist öfter Nebel als Sonne
eine andere Jahreszeit sowieso
wenn man von unten heraufkommt
und man sieht manchmal
im Mai noch Schnee auf der Kuppe
„Der höchste Berg der Welt“
haben wir ihn genannt damals
denn: da kommt keiner rauf –
aber das ist Geschichte
und von der Grenze blieb nur noch
ein Plattenweg






Donnerstag, 5. Mai 2011

Die Eisheiligen?

Sind das jetzt die Eisheiligen?
Na, da bleib ich doch lieber gleich im Bett!
(Und Mascha ist auch krank - )






Mittwoch, 16. März 2011

Der Garten lebt noch... und ich auch

Lange habe ich nicht geschrieben – es war einfach nicht die Zeit. Seit Jahresbeginn gab es nur Lehmstaub, Schutt und Chaos…
Inzwischen ist das Dach neu gedeckt, zwei neue Fenster eingebaut und auch innen saniert – in einem Lehmhaus immer der gröszte Dreck, den man sich vorstellen kann. Und diverses Umräumen sowieso. Und jemand ist zu mir gezogen 
Diverse techn. Probleme bleiben und müssen über die Zeit irgendwie gelöst werden… ich hab inzwischen zwei kaputte Augen (was mir ganz viel Sorge macht)… aber allmählich kehrt Normalität zurück. Eine etwas andere als früher…
Und es wird Zeit, sich des Blogs zu besinnen und auch den Alltag wieder mehr auf Schönheit auszurichten –


Nach einem kurzen Frühlingsintermezzo ist es heute fast wie November: grau und kalt.
Nein, doch nicht wie November – die Vögel üben schon fleiszig und beleben triste Ecken. Natürlich spende ich Futter – Input für die Zwitschermaschine nenne ich das.
Und ich hab mir heute – als Protest gegen das Grau – erste Gartenpflanzen zum Geschenk gemacht. Ich brauchte das jetzt einfach…


Während ich in der Gärtnerei die Farben von Primeln bewundere, mich in Glanzmispel und Rosmarinheide verliebe (auf den ersten Blick!)… eine Ranunkel erstehe (so ein alter Begriff, geradewegs aus dem Märchen - ) und weisze Muscari auch noch (die wollte ich schon immer!)… leuchtet im Garten hinterm Haus die weisze Pracht der Schneeglöckchen. Ich freue mich jeden Tag darüber und sie werden von Jahr zu Jahr zahlreicher. Heute, an diesem tristen Tag, fallen sie mir aber ganz besonders auf. – Also doch etwas, das leuchtet!