Utopia
Wer wird mir folgen wenn ich gehe
Ins abseits ungelobte Land.
Freunde, die ich mir früh erfand
Und die ich noch von Ferne sehe,
Werden mich ohne Liebe lassen.
Sie urteilen schon über mich.
Als Eichmaß setzen sie nun sich.
Und ich will ihrem Maß nicht passen.
Sie nehmen Welt, so wie sie ist,
und suchen sie sich auszuschmücken.
Sie helfen sich mit kleinen Glücken.
Ich aber will Landdasnichtist
Utopia der Traum als Leben.
Und Liebe, Währung die man gibt.
Ohne zu fragen, wen man liebt.
Denn liebend wird man ihn erheben.
- Eva Strittmatter –
aus „Zwiegespräch“ Aufbau-Verlag 1980
Das fiel mir spontan ein zu „Das grosze Glück“ –
Ein Denkanstosz einer heute fast vergessenen Dichterin,
welche ich als Jugendliche sehr gemocht habe.
Ich finde es schwierig, das grosze Glück in Bildern festzuhalten.
Für mich ist es die Summe ganz vieler Momente im Leben, eine Art Mosaikbild sozusagen.
Ein inneres Bild, kein äuszerlich mit der Kamera festzuhaltendes Motiv.
Ach übrigens: ich mag Nebel. Sowieso.