Jugend aller Nationen, uns vereint gleicher Sinn, gleicher Mut! Wo auch immer wir wohnen, unser Glück auf dem Frieden beruht. In den düsteren Jahren haben wir es erfahren: Arm ward das Leben! Wir aber geben Hoffnung der müden Welt! |:Unser Lied die Ländergrenzen überfliegt, Freundschaft siegt! Freundschaft siegt! Über Klüfte, die des Krieges Hader schuf, springt der Ruf, springt der Ruf: Freund, reih dich ein, daß vom Grauen wir die Welt befrein! Unser Lied die Ozeane überfliegt, Freundschaft siegt! Freundschaft siegt!:|.....
Das "Weltjugendlied"
Auch wir haben es in den 60/70er Jahren gesungen.
Ich kenne den Text bis heute noch in zwei Sprachen...
Es gehörte zu meiner Zeit irgendwie zum Ritual
und wir haben uns nicht allzu viele Gedanken über den Text gemacht.
Hier sind Videosequenzen aus verschiedenen Ländern.
Stalinbilder weisen auf eine sehr frühe Zeit hin.
Ruinen auch (später, im Verlauf).
Auch das sind organisierte Veranstaltungen, klar.
Aber die dort singen, vor den Ruinen,
haben wohl alle die Schrecken des Krieges noch selbst erlebt
und ich denke, sie singen es ehrlich.
Damals hatten die Worte des Liedes Gewicht.
Schon in meiner Generation verwischte sich das.
Leider.
Leider.
Inzwischen sind die Sänger:innen von damals nicht mehr am Leben.
Oder sehr alt.
Und es scheint, als müsse und wolle eine heutige Generation,
die den Krieg kaum noch aus Erzählungen kennt...
ihre Erfahrungen damit wieder neu und selbst machen
und Geschichte widerholen, statt aus ihr zu lernen.
Sobald die Mahner ausgestorben sind,
erwacht das nächste Kriegsgeschrei.
Anders kann ich mir die Äuszerungen jüngerer Menschen
in sozialen Netzwerken nicht erklären.
Da wird nun voll auf Gewalt gesetzt, statt auf friedliche Lösungen,
zivilen Widerstand - oder wenigstens Waffenstillstand - zu dringen.
Das macht mir sehr viel Angst.
Anders geht es aber offenbar nicht (?)






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