Mittwoch, 13. November 2024

Das Mittwochslied

 

Yevgeniy Buntov - Sprich mit mir, Gras 


 

Sprich mit mir, Gras!
 Sag mir, woher nimmst du deine Kraft?
 Ich wurde genauro niedergemäht, 
so dasz mir der Kopf wegflog...

Sag mir, Freundin Gras, wie geht es dir?
Von welchem ​​Wind träumst du?
Ich wurde auch angezündet -
Und ich, wie du, brannte nieder bis zum Grund...

Woher kam diese Kraft?
 Es schien, als wären wir nicht mehr – nur Asche –
 Aber wir sind aus dem feurigen Inferno
aufgestiegen wie ein Phönixvogel!
 
Sag mir zärtliche Worte.
Feierliche Tage und auch Alltag erwarten uns
 Ich bin wieder jung, fröhlich, ausgelassen.
 Sprich mit mir, Gras!

 *

Der Dichter, Alexander Karpenko. wurde 1981 in Afghanistan
bei der Sprengung eines Panzers schwer verwundet
und überlebte nur durch ein Wunder
 
(müssen es immer die Kriege sein, die die Menschen zum Nachdenken bringen? 
Und natürlich nur die einfachen Menschen, die auf Schlachtfeldern die Drecksarbeit
machen und dabei ihr Leben riskieren)

Friedensgebet

 

Durch Deine Gnade, Gott, lebe ich - die Brüder aus Michailovka 


 

Dienstag, 12. November 2024

Zwölf von zwölf im November

 

(der Qualm ist von einer Dampflok)

 November, wie er im Buche steht...
Zeit für die Party des Zwölften, wie jeden Monat bei Caro.
 
 

Frühmorgens am PC. Lichtinsel im Meer der Dunkelheit. 
Nachrichten lesen und die dienstägliche virtuelle Picstory basteln.

Die echten Katzen sind schon zufrieden gestellt und schlafen selig.
Ich mach es hier möglichst kurz, denn ich friere erbärmlich.
Aber für zwei kleine PC-Sitzungen am Tag kann ich
 den groszen hohen Raum nicht extra heizen.



Also nach oben gehn, da ist es etwas wärmer.
Auch beim Zeitunglesen brauch ich heute noch Licht.
Waschküchenwetter drauszen. Seit Tagen schon. 



Weiterarbeiten, wo ich gestern aufgehört habe.
158 fertige Collagenseiten sortieren und zu Bilderbüchern zusammen fügen.
Diese leben nicht nur vom Sujet, sondern vor allem von subtilen Farbstimmungen.
Die Reihenfolge stimmig zu bekommen ist das Schwierigste daran.
Digital kann man ja schnell mal die Farbtemperatur passend einstellen,
hier geht das nicht. Immer wieder sortieren...
Ist eine Art Meditation.
 


Jetzt hab ichs aber geschafft: sechs perfekte Serien brauchen nur noch
ein extra gestaltetes Titelblatt und jeweils eine passende Einbandmappe.
Die musz ich noch kleistern und trocknen, erst dann sind die Bücher fertig.
 


Also nun insgesamt 132 Teile zuschneiden aus Pappe, Schmuckpapier
und Stoff. Nein, das wird nicht alles mehr heute.
Und irgendwann geht mir die Pappe aus. - Was dann?

Jetzt Mittagspause.


Dinner for one ohne Schnickschnack: Gnoccipfanne mit Gemüseresten.
Schatz kommt heut nicht zum Mittag, denn ich habe nachher Physiotherapie
(hurra, endlich! - einmal pro Jahr ein Rezept - ).
 
 

Losradeln durch die novemberlich graue, ziemlich ausgestorbene Stadt.



Hinterher nehme ich mir Zeit für einen Spaziergang.
Nach solcher Behandlung kann ich sogar wieder ein wenig laufen.
 
Ich erfreue mich im Vorübergehen am Blumenladen.
 
 
 
Wintergrün. Und das Rathaus hat auch schon einen Weihnachtsbaum.
 



Als ich heimkomme, werde ich schon erwartet.
Es ist längst Zeit für einen kleinen Imbisz!
 
 

Meine fleiszig blühenden Geranien sind ein Anachronismus.
Aber ich lasse sie drauszen, solange es geht.

Jetzt werd ich oben weiter arbeiten.
Heute Abend ist noch Foodsharing angesagt: ich brauche
neues Gemüse und ein Brot. Ich hoffe, das gelingt.
Ist dort immer ein Hauen und Stechen...aber was solls!
 
Update 19:20: statt Foodsharing gab es heute kurzfristig noch Tierarzt.
Abwarten und beten - - - 

*

Habt einen schönen Abend und eine gute Zeit bis zum nächsten Zwölften :)



Light within

 

 
 

 
The light inside of one person is enough to change the world, 
so imagine what we can do with two. 

- StoryPeople - 
 
 

Friedensgebet

 

Anima Christi IV 


 

Montag, 11. November 2024

Wochenblatt

 

Erinnerung an meine Tomatenpflanze,
die ich diesen Sommer auf der Dachterrasse hatte
(selbst ausgesamt aus der Komposterde) 
 

 



Das schicke ich wieder zu Juttas Wochenblatt-Aktion
 

Friedensgebet

 

Gregorianische Litanei der Heiligen 


 

Sonntag, 10. November 2024

Samstag, 9. November 2024

Tausend Fragen - pt. 39 -

 


 

951. Kommst du eher mit Gefühlsmenschen oder mit Kopfmenschen klar? 

Eindeutig mit Kopfmenschen.

952. Auf wen warst du in letzter Zeit eifersüchtig? 

Auf niemanden. Ich bin nicht eifersüchtig.

953. Hat dir schon einmal jemand einen Antrag gemacht? 

Ja. Aber ich stehe nicht auf Heiraten.

954. Wann reißt dir der Geduldsfaden? 

Wenn mir jemand mit missionarischem Eifer gute Ratschläge gibt,
 die er selbst nie ausprobieren muszte oder würde.

955. Was würdest du diesem einen Querkopf gern noch sagen? 

Gehe hin in Frieden! oder: LMAA 

956. Bist du Optimist, Pessimist oder Realist? 
 
Realistin.

957. Welches selbst gemachte Dessert ist immer ein Erfolg? 

Mein Apfelmus mit Vanille und Zimt.

958. Wer spielt eine wichtige Nebenrolle in deinem Leben? 

Mein Schatz. Die Hauptrolle ist schon durch die Katze(n) besetzt.
 
959. Welches Ereignis hat dich stark beeindruckt? 
 
Positiv: die Tutenchamun-Ausstellung in Moskau
Negativ: die Krieg in der Ukraine

960. Bist du reif für eine Veränderung? 

Ich glaube nicht.

961. Wann hast du dich overdressed gefühlt? 

Damals in meiner Lehrzeit: meine Mit-Azubis überredeten mich zu einer 
Faschings-Disko und am Ende war ich die Einzige im Saal, die ein Kostüm trug...

962. Was machst du mit den Erinnerungen an deine Expartner? 

In Ehren halten.

963. Hast du schon einmal in einem Schloss geschlafen? 

Nein.

964. Wofür schämst du dich? 

Ich wüszte nicht, wofür ich das tun müszte.

965. Schreibst du Geburtstagskarten? 

Ja.

966. An welches ungeschriebene Gesetz hältst du dich konsequent? 

Ich bemühe mich, die geschriebenen Gesetze einzuhalten. Das mit den
 Ungeschriebenen ist so eine Sache: woher soll ich die denn wissen??
Und: wer macht die eigentlich?

967. Wann hast du zuletzt eine Wanderung gemacht? 

Leider sehr lange her, da ich nicht mehr laufen kann :(

968. Kannst du dir für die Dinge, die dir Freude bereiten, mehr Zeit nehmen?

Ich würde es mir wünschen. Der Alltag funkt nur immer dazwischen.

969. Welche Klassiker hast du gelesen? 

So einige. Ist aber lange her.

970. Welche Person aus deiner Grundschulzeit würdest du gern wiedersehen? 

Meine erste Lehrerin Frau D.

971. Malst du dir manchmal aus, wie es wäre, berühmt zu sein? 

Nein, ich will nicht berühmt sein.

972. Welches Museum hast du in letzter Zeit besucht? 

Schon lange keines mehr. Die wenigen Erreichbaren hab ich längst durch.

973. Experimentierst du gerne beim Kochen? 

Ständig. Koche immer aus zufälligen Zutaten vom Foodsharing/Tafel.

974. Wie wichtig sind Frauen in deinem Leben? 

Die spiel(t)en meist eine so unrühmliche Rolle, dasz ich lieber verzichten würde -

975. Machst du gern Komplimente?  

Selten. Getraue es mir oft nicht.

Friedensgebet

 


 

Freitag, 8. November 2024

Himmelsprojekt - Woche 44 -

 


 Montag 7:42

Montag 7:56


Dienstag 7:51

Dienstag 16:24

 


 Mittwoch 10:56

Mittwoch 12:01


Donnerstag 16:25


Freitag 16:12


Samstag 10:56

 

 Sonntag 7:16
 
Shared with Skywatch Friday

FreitagsFüller

 

 


Immer freitags, immer bei Barbara: der Geheimtip gegen mangelnden Blogcontent.

1.   Meine Freundin ist an Krebs verstorben.

2.  "Die Linkssentimentalen Transportarbeiterfreunde" mit diesem Lied, 
wo Erich Honecker immer wieder "Revolverblätter" dazwischen ruft,  
würde ich gerne noch mal hören. Aber das gibts im gesamten Web nicht
 und diese alte CD ist auch nicht mehr zu kriegen.

3.   Wie argumentiert man gegen Besserwisser? Am besten gar nicht. 
Aber das ist natürlich auch keine Lösung.

4.    Sich nicht von schlimmen Nachrichten ganz runterziehen zu lassen, 
ist der entscheidende Trick.

5.   Laub sollte man nicht überall gleich entfernen. Denn es bildet bei der 
Verrottung wichtige Nährstoffe. Naja, mit Ausnahme von Walnuszlaub. 
Das sammele ich ab, denn seine Zersetzung wirkt wachtumshemmend. 
Deswegen wächst unter Walnuszbäumen meist nichts. 
Lausauger sind eine üble Erfindung, 
die ganz viele kleine wichtige Lebewesen vernichten.

6.   Floating möchte ich unbedingt mal ausprobieren. Ich wünsche mir sehr, 
dasz es dafür mal ein für mich erreichbares Angebot gibt.

7. Was das Wochenende angeht, da wird wohl langweiliges 
graues Matschwetter werden.

Friedensgebet

 

Koranrezitation mit Omar Hisham Al Arabi 


 

Donnerstag, 7. November 2024

Farbtupfer gegen Novemberblues

 

 
Diemal sind die Nelken rot, die ich beim Foodsharing gerettet habe.
 
 

 
Ich freue mich auf jeden Fall darüber. 
 


 
Etwas eingekürzt halten sie sich noch ein paar Tage im Atelierfenster
und erfreuen mich in dieser tristen Jahreszeit.




Es können bei mir nicht immer tolle Sträusze sein, die hab ich eher selten.

Geteilt mit Friday-Flowerday

Gerade jetzt

 

 

 
 denke ich: beklommen - was das wohl werden wird mit der USA nach dieser Wahl 
und hier bei uns mit dem nun gefeuerten Lindner

mag ich: die Morgenstunde


mag ich nicht: die Kälte, die der kleine Heizkörper hier in der Ecke nicht schafft

spüre ich: starke Schmerzen im Rücken, Beinen, Ellenbogen

freue ich: mich auf einen ruhigen Tag heute

fühle ich: mich ziemlich angeschlagen

trage ich: dicke Hausklamotten und drauszen meinen blauen Anorak

brauche ich: ein gutes Frühstück mit heiszem Tee

höre ich: am liebsten Stille und Katzenschnurren

mache ich: nachher meine Haare schneiden und Sommerzeug wegsortieren

lese ich: Saša Stanišić "Herkunft"

trinke ich: Grüntee

vermisse ich: die Sonne 

schaue ich: zum Fenster raus und sehe den auf Futter wartenden 
Nachbarskater und ansonsten nur dicke graue Sauce

träume ich: von irgendeinem Land, wo es wärmer ist als hier

 *

Das verbinde ich wieder mit Rina und wünsche Euch einen schönen Tag

Friedensgebet

 

HARPA DEI -  DIES IRAE - Gregorianischer Gesang für die Verstorbenen


 

Mittwoch, 6. November 2024

Wordless - без слов -

 
 

 

Shared with Wordless Wednesday

Das Mittwochslied

 

Eliyah & Elihana - Dry bones (Ezekiel 37)


 

Sorry: ob ein Video im Blog läuft oder nicht, sehe ich auch erst nach 
Veröffentlichung.Es gibt keine Möglichkeit, das vorher zu überprüfen.
Ich habe es allerdings sehr bewuszt ausgewählt im Gedenken an die 
Reichskristallnacht  - bitte dem Link folgen und bei youtube aufrufen.

Friedensgebet

 

Laudate omnes Gentes (Taizè-Lied) 


 

Dienstag, 5. November 2024

#WMDEDGT - Novembersonne - Element Feuer -

 

Heut ist es wieder soweit: 
Tagebuchbloggen  mit Frau Brüllen steht an.

Sehr früh im Dunkel vom Lager erhoben.
Schwellen überschritten: Kammer - Bibliothek (andre nennen es Wohnzimmer) 
- Korridor - Küche - Bad...
Die üblichen Morgenrituale, dann Rinderherz zerkleinert und die schnurrbärtigen Gottheiten damit besänftigt. Sie waren sehr hungrig.
Und liebebedürftig sind sie sowieso. Da ist Zeit-Nehmen angesagt. 



 
Element Feuer zum Frühstück (aber nicht nur)
und eine virtuelle Picstory gebastelt, denn die gibts bei mir immer dienstags.
 
 

 
In den Morgenhimmel geschaut zum Ankommen im Tag. 
 
Die Birkenporlings-Ernte fertig zerkleinert.
Nun können die Pilze trocknen.
 

 
Novembersonne scheint ins kleine Fensterchen hinein.
 

 
Ich habe eine Audienz beim Medinzinmann und mache mich auf den Weg.
Es ist kühl drauszen, aber schön. Mag eigentlich gar nicht hineingehn.
 
Schon am Empfang steht eine Schlange 
und im Wartebereich ist kaum ein Sitzplatz zu kriegen.
Ich sitze zwischen lauter weiszen alten Männern, Frauen in der Minderheit.
Eine wird hereingerollt, am Rollbett fixiert. Warum auch immer.
Nein, das ist hier nicht die Psychiatrie, sondern die Urologie.
 
Das Warten zermürbt mich.
Fremde, unbekannte Tempel und Ungewiszheit, 
was dort mit mir angestellt wird, stressen mich sehr. 
Ich bekomme zwei teils sehr unangenehme Untersuchungen in Aussicht gestellt.
Aber immerhin nimmt man die Auffälligkeit des Laborbefundes,
die ich schon seit fast zehn Jahren(!) jedes mal habe...
hier glücklicherweise ernst. Bisher interessierte das niemanden. 
 
Endlich raus aus dem Gebäude, brauche ich dringend Frischluft 
und etwas Sonnenschein - ich lasse mir mit dem Heimkommen Zeit.
 
Als ich daheim ankomme, bin ich so restlos erschöpft, dasz ich kaum noch 
einen Schritt, eine Bewegung machen kann.
Dieses Warten im stickigen düsteren Korridor, direkt neben dem
Krankenbett, hat mir sämtliche Energie geraubt heute. 
Ich habe Mühe, noch irgendwie zu funktionieren.
Die Schnurrbärtigen interessiert das aber nicht.
Da hat die Dienstmagd zu gehorchen.
 

 
Schlieszlich endlich raffe ich mich auf, den chinesischen Kohl 
zu transformieren. Heute kommt ja fast alles aus China ;) 
 

 Dementsprechend hab ich ihn mit Ingwer zubereitet und asiatisch gewürzt.
 

Am fortgeschrittenen Nachmittag
habe ich endlich eine leckere warme Suppe. 
 
Dann wird es schon wieder dunkel.
Ich bessere noch ein schadhaftes Bett-Tuch aus und bin endgültig
am Ende mit Kraft für Aktivitäten.
 

 
Den Weg zum Foodsharing musz ich heute abend ausfallen lassen. 
Und das, was ich eigentlich tun wollte seit Wochen, nämlich die 
Bilderbucharbeit wieder aufnehmen...hab ich auch heute nicht mehr geschafft.
Morgen ist auch noch ein Tag.
Wie tröstlich!