Sonntag, 11. Januar 2026

Die Sache mit der Kommunikation

 

 


In diesem Monat fragt Erik nach Kommunikationwegen: Brief, email, Chat?

 

Vor sehr langer Zeit - Jahrzehnten - war ich eine begeisterte Briefschreiberin.
Und natürlich auch genau solche Brief-Empfängerin. 
Ob an die Freundin beim Studium oder in ferne Länder - es machte mir einfach Freude.
 Telefone hatten die Normalbürger damals nicht (ich rede von 60er - Anf. 90er),
aber das hab ich auch nie vermiszt - ich mag telefonieren bis heute nicht wirklich.
 
Mit dem Zusammenbruch der DDR verfünffachte sich das Porto (ins Ausland 
noch mehr) und ich geriet in eine so prekäre Situation, dasz ich mir
Briefmarken einfach nicht mehr leisten konnte.
Und ich hatte ganz andere Sorgen als Briefeschreiben damals.
So verlor ich alle meine Kontakte.
Wer sich nicht meldet...oder nicht antwortet, wird vergessen.
 
Erst 2003 bekam ich meinen allerersten - alten aussortierten - PC geschenkt.
Ich hatte davon null Ahnung, aber ich bin gleich ins Internet.
Damals lag überall diese AOL-Software rum und das war dann
auch recht einfach. Nur teuer: ultralangsames Modem und Minutenpreise.
Wer nicht aufpaszte (und manche Anbieter hoben ihre Preise rückwirkend an!)
konnte ganz schnell reinfallen. Also ein Angststück das Ganze und - für mich - 
auch wieder eine Art Luxus. Aber ich nutzte meine wenigen Stunden voll aus.
Oftmals durch fixes Trennen der Verbindung, wenn ich eine 
Seite/ein Textdokument erst einmal geladen hatte. 
 
Mensch, das kann man sich heute kaum noch vorstellen und doch hab ich das 
bis 2013 so praktiziert, erst da kam für mich die Flat und DSL. 
Langsam blieb es trotzdem noch viele Jahre.
 
AOL hatte damals so einen Messenger, der nervte mich tierisch.
Ich habe das Web ja immer nur für Informationen genutzt zu Themen, 
zu denen ich keine Fachbücher hatte und auch in der kleinen Biblio hier nichts bekam.
Es war also nie Spiel oder Unterhaltung und Bloggen kam auch erst später.
 
Da nervte es mich gewaltig, wenn häufig so ein Fensterchen aufploppte und 
jemand, der kein Anliegen und nichts zu sagen hatte... mich von der Seite
her anmachte. Ich meine: im Lesesaal der Biblio will ich ja auch lesen
 und nicht sinnnlos angequatscht werden!
Ich habe also, sobald ich das technisch konnte, diesen Messenger gekillt.
Und ich habe nie wieder Messenger benutzt, weisz gar nicht, was es
 da heute alles so gibt. Interessiert mich auch nicht.
Chatten ist nicht mein Ding. Erstens sind die Chatpartner meist gerade 
dann online, wenn ich endlich vom PC verschwinden möchte,
zweitens sind diese Fensterchen und die Schrift immer so klein, dasz ich da 
garnix lesen kann und nur blind tippe. Voller Fehler bis zur Unlesbarkeit.
 
Anders ist es mit emails: das habe ich von Anfang an genossen, dasz man
völlig ohne Zusatzkosten jemanden einen Brief schreiben konnte, 
wenn auch nur virtuell. Da haben sich schöne Kontakte ergeben und
eifriger Gedankenaustausch. Das möchte ich nie mehr missen!
 
Faxe habe ich nie verschickt, dazu fehlte mir immer die Technik. 
 
WhatsApp oder Telegram habe ich nicht, da ich kein Handy besitze.
Vermisse ich auch nicht.
Im dringenden organisatorischen Fall geht auch  mal ein Anruf vom Festnetz.
Und unterwegs will ich ja sowieso nicht auch noch telefonieren müssen.
Die Situationen, wo das mal doch ganz gut wäre... sind echt selten.
Das kann ich verschmerzen.
Früher hatten wir sowas ja auch nicht und wir sind nicht schneller
und öfter gestorben deshalb... -  
   
 
Die Kunst des Briefeschreibens ist mir über die letzten dreiszig Jahre
leider völlig abhanden gekommen. Vielleicht zweimal im Jahr an
Schwiegermama. Aber auch damit tue ich mich schon schwer.
Was ich eigentlich schade finde. Denn ein handgeschriebener Brief
ist gerade heute eine seltene Kostbarkeit.
Und ich denke oft: ich sollte den alten Füllfederhalter wieder 
öfter benutzen und diese Kunst wieder üben.
Wäre auch ein guter Vorsatz für dieses Jahr.
 
Das sinnlose Schreiben von Weihnachts-und sonstigen Feiertagskarten,
auf denen nichts steht als ein kurzer Grusz... habe ich niemals praktiziert. 
Und das werde ich auch nie. 
 
 
 
 

Sonntagsmatinee

 

Die Schwestern Junussov aus Kirgistan 


 

Samstag, 10. Januar 2026

Tagesbilder

 



 

Friedensgebet

 

Vassilisa und der Byzantinische Chor Axion Estin
Konzert zur Orthodoxen Weihnacht


 

Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dasz diese Sängerin mit Hilfe von KI da reinkopiert wurde.
Den Chor Axion Estin kenne ich schon lange, das sind echte Sänger, aber die Frau scheint mir ein Kunstprodukt zu sein.
Irgendein KI-Avatar von Vlada Miravi, vielleicht sogar ihre reale Stimme?
KI wird immer infamer, uns zu täuschen -  

Freitag, 9. Januar 2026

FreitagsFüller

 

 


Immer freitags, immer bei Barbara: der Lückentext. Das Original. 
 
*
 
 1. Vielen Dank an die ENWI, die zuverlässig bei jedem Wetter ihre Arbeit macht.

2. Sozialen Situationen, besonders in Gruppen, bin ich häufig nicht gewachsen.

3.  Es ist so langweilig jeden Tag die gleichen Straszen zu sehen und das seit 66 
Jahren. Manchmal möchte ich gerne woanders sein, wenigstens für einen Tag.

4   Man ahnt es nicht, was alles so passieren kann...aber es
geschieht doch immer wieder etwas zum ersten Mal.

5.  Kann mir bitte jemand sagen, wo ich 10ml Buttersäure herbekomme oder 
wie sonst ich die Wühlmäuse aus meinem Keller wieder loswerde? 
Der Keller ist nicht zementiert, sondern hat nur blanke Erde und vorne ist
Hochparterre, da ist die Grundmauer nicht tief drin - da haben sie sich durchgewühlt.
Hausmäuse bin ich längst gewohnt, aber die musz ich nicht auch noch haben!
Falle hat bisher nichts gebracht. 
 
6.   Wir haben jetzt eine Schneelandschaft, genau so wie oben im Bild .

7. Was das Wochenende angeht, da werden wir dann wohl 
eingeschneit und erfroren sein ;)
 
 

Friedensgebet

 

Heute einmal russische Muslime 
(eine religiöse Minderheit von ca. 20 Millionen Mitgliedern) 
 

 
(nicht sicher, ob das nicht auch KI generiert ist, der Kanal selbst ist eigentlich kein ständig Content auswerfender KI-Kanal) 

Mittwoch, 7. Januar 2026

Wordless - без слов -

 

 


 



 Shared with Wordless Wednesday, WW@CatSynth

Gerade jetzt

 

 


denke ich: schade, dasz es den Maunztag nicht mehr gibt, aber nun habe ich 
wieder Freiraum für diese Aktion

mag ich: die Ruhe derzeit (bei uns war gestern noch Feiertag)

mag ich nicht: das Gemäkel der Katze

spüre ich: die Kälte

freue ich: gleich leckeres Frühstück

fühle ich: mich müde, immer viel zu wenig Schlaf...

trage ich: dickes Hauszeug

brauche ich: viel zuviel Heizgas

höre ich: die Heizung

mache ich: heut mein Puzzle fertig (nur noch die 2 oberen Reihen)

lese ich: Olga Forsch "Russisches Narrenschiff"

trinke ich: Grüntee und frisch gepreszten O-Saft

vermisse ich: so allerhand, wonach ich vergeblich suche

schaue ich: in den Morgenhimmel

träume ich: mal wieder wirres Zeug
 
*
 
 Das verbinde ich mit Rina 

Das Mittwochslied

 

Solbyras - Yula 


 

 „Yula“ ist der Name eines turksprachigen kirgisischen Kriegers aus dem Jenissei-Gebiet, der im frühen Mittelalter in Sibirien lebte. Der Name bedeutet Kerze/Fackel und symbolisiert die Zwillingsseele aller Lebewesen, die im turksprachigen Schamanismus unabhängig vom Körper in die Ober-, Mittel- und Unterwelt reisen kann. Das Lied „Yula“ ist eine moderne Vertonung einer Runeninschrift durch Nükhet Okutan Davletov. Sowohl das Lied als auch das Video sind von diesem etwa 1500 Jahre alten Runenstein inspiriert, der zum Gedenken an den Krieger Yula im turksprachigen Sibirien errichtet wurde. Sie erzählen von seinem heldenhaften Leben und Tod und der Kostbarkeit des Lebens im Schamanismus. Es gibt keine historischen Belege dafür, dass die ursprünglichen Runensteininschriften jemals gesungen wurden; einige Gelehrte vermuten jedoch, dass alttürkische Grabinschriften rhythmische Klagelieder waren. Besonderer Dank gilt den wilden Yilki-Pferden und ihren Pflegern.


Friedensgebet

 

"In dunkler Nacht" - Weihnachtsgesang im Kloster Svjatogorsk 
(vor 4 Jahren - da hat Metropolit Arsenij noch nicht geahnt, 
was auf das Kloster und ihn persönlich zukommt)




Montag, 5. Januar 2026

#WMDEDGT - Letzte Feiertagsruhe

 

 


 

Heute ist wieder Tagebuchbloggen mit Frau Brüllen an der Reihe. 

Sachsen-Anhalt ist noch voll im Feiertagsmodus, denn der 6.1. ist
auch noch ein freier Tag. Epiphanias.
Viele Arztpraxen und kleinere Geschäfte, Behörden etc. haben 
heute noch geschlossen. Einkaufsmärkte sind natürlich auf.
 
 Es ist ein Tag, an dem ich nichts musz und mit niemandem zu reden brauche.
Ich geniesze solche Tage sehr und mache einen Trödeltag daraus.
 
Aufgestanden um 5:30 - wie meistens - und nur 2,5h Schlaf gekriegt die Nacht.
Aber das bin ich seit über 12 Jahren so gewohnt (wer da meint, Wechseljahre 
wären ein Pappenstil - ) und ich bin schon dankbar, wenns mal 4h werden. 
Morgenrituale und Katzen bedient.
Meinen "Ladenhüter der Woche" ins Blog gestellt, äh, ich meine
natürlich die "Meditation zum Wochenbeginn" .
Mein Blog läuft sehr gut und ich kann mich über mangelnden Zugriff 
wirklich nicht beklagen. Nur dieser Meditations-Post, mit dem ich
 bildtechnisch immer mein Bestes gebe... wird kaum aufgerufen. 
 
Dafür belohnt mich der Himmel mit seinem morgendlichen Spektakel. 
 





Nachdem ich um 9:00 Schatz angerufen habe - einzige Ausnahme zum Reden - 
tue ich etwas für meine neuronalen Verschaltungen... und setze mich
 an mein angefangenes Puzzle.
Darüber kann ich jegliche Zeit vergessen. Auch, wenn man
nicht allzu viele Unterschiede sieht, geht der Vormittag dabei drauf.
Es ist kniffliger, als es aussieht, denn im Original sind die Farben nicht
gar so bunt und viele Teilchen sind annähernd gleichfarbig. 
 


 

 
Mittags lacht die Sonne und ich beschliesze, trotz Schnee und Glätte
 etwas hinaus zu gehen.  Ein Hermespaket wegbringen.
Es ist kaum Verkehr auf den Straszen und es wirkt wie Sonntag. 
 Leider ist der einzige Hermes-Shop in der Innenstadt - einer allein
 für ganze drei Ortsteile -  wegen Krankheit geschlossen.
Die Alternative ist ganz am anderen Ende der Stadt.
So weit kann ich nicht laufen, das schaffe ich nicht.
Also nehme ich mein Paket wieder mit und hoffe auf ein baldiges Ende 
der Winterperiode, so dasz ich wieder radeln kann.
Winter ist die Zeit der Einschränkungen. Da gibt es dann gar keine
Mobilität mehr. Zum Glück habe ich alles andere da.
 

Ein paar Impressionen aus der wie leergefegten Stadt

Die Kutscherin friert und wartet auf Fahrgäste

Das einsame Karusell

Reste von Winter-und Weihnachtsmarkt


 
Wieder daheim, werde ich von zwei hungrigen Raubtieren angefallen
die gleich und sofort nach gefüllten Näpfen verlangen.
Ich selbst mache mir Kartoffelpuffer mit Apfelmus, heute kein groszartiger
Küchendienst... ich mache blauen Montag.
Erledige am Nachmittag allerhand Kleinkram - da fällt ja immer etwas an...
kuschele ausgiebig mit der Katze und dann setze ich mich wieder an mein Puzzle.
Mehr ist heute nicht. Puzzles haben Suchtpotenzial.
 
 
Danke fürs Vorbneischauen und: habt ein gutes und gesundes Neues Jahr :) 
 
 
 

Meditation zum Wochenbeginn

 

 


 
 
 O Ewige!
Lass mich Dich erkennen,
   denn Du bist liebevoll
   und umsorgst mich.
Nimm Wohnung in meinem Herzen,
   das schon so lange leidet.

Du spendest Hilfe
   und mehrst das Gute.
Du hast Kraft
   und überwindest Grenzen.
Du sorgst für Frieden.
   Ohne Dich ist nichts!

Tag und Nacht,
   Sonne und Mond,
   die Sterne am Himmel,
   Sommer und Winter,
   Frühjahr und Herbst:
Sie alle sind Deine Boten!

Überlass mich nicht dem Verderben.
   Gedenke meiner,
   denn Leid umfängt mich.

Ich weiß:
Du vergisst mich nicht,
   die ich so elend bin.

Befreie mich von allen Täuschungen.
   Mit Dir kann ich sie ablegen.
Lass mich überwinden,
   was mich leiden macht,
Du Göttliches in mir,
   Du mein höheres Selbst!


- Anna vom Sternengrund -  inspiriert vom 74. Psalm

  (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

 














 

*

"Mystischer Psalter Teil 3.  Das Buch des Vertrauens"
ist im Brockenmystik-Verlag erschienen.



Freitag, 2. Januar 2026

Auf ein Neues. Mit Rosen.

 

 

 

Drauszen ist es frostig und es graupel-schauert. 
Drinnen sind noch Festtagsstimmung, Kerzenlicht und - - - - Rosen. 
Der Kalender zeigt sein erstes Blatt
und den Post schicke ich jetzt zum Friday- Flowerday.
Verbunden mit den besten Wünschen für ein gutes Neues Jahr. 
 
 

 
(Ich habe meine Foodsharing-Blumen schon lange nicht mehr fotografiert.
Sie sind auch nicht immer so schön und gut erhalten wie diese) 

FreitagsFüller

 

 


Auch im neuen Jahr versorgt uns Barbara zuverlässig mit einem Lückentext.
Danke dafür und: 
allen Besucher:innen ein schönes, gesundes freudevolles Neues Jahr. 
 
*
 
1. In diesem Jahr wird hoffentlich ein Frieden zwischen Ukraine und RU
 zustande kommen und Europa endlich einsehn, dasz es nicht mehr
die Rolle spielt, die es sich viel zu lange angemaszt hat.
(oh wei, ich äuszere mich schon wieder ungebührlich, dafür aber mit ehrlicher Hoffung!) 

2. Ich hab mir ein paar kleinere Ziele vorgenommen für 2026
(siehe Jahresrückblick) und ich bin sicher: ich schaffe das.

3.  Es könnte sein, dasz wir die nächsten Tage eine geschlossene
Schneedecke bekommen. Ergo musz ich heute noch Wege erledigen, weil ich 
bei Schnee nicht mehr radeln möchte, wie früher. Jetzt ist es mir zu riskant.

4.  Ich habe übrigens im Keller noch zwei grosze Klebstoff-Flaschen
gefunden. Ich dachte, ich hätte nur eine .

5.  Moment, warte mal, da musz auch noch ein Stapel vorgeschittene 
Kartonbögen sein - also da fällt mir doch gleich
 eine schöne Verwendung für beides ein! 

6.  A.s Geburtstag, den wir im Wald gefeiert haben, wird mir 
von 2025 in Erinnerung bleiben.

7. Was das Wochenende angeht, da möchte ich die Feierperiode in aller 
Stille ausklingen lassen. Auch wenn man sich selbst nicht viel draus macht, 
ist und bleibt es eine komische Zeit, mit der wir gern abschlieszen möchten.
 
 
 

Friedensgebet

 

"Vor Deiner Tür, Gesandter Gottes" mit Abdul Rahman Al-Akhrass 


 

Donnerstag, 1. Januar 2026

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahresrückblick

 

 


Mein Jahr - in Bildern erzählt.
In Worten ist nicht allzu viel zu sagen.
Der langsame ruhige Flusz. 
Die Stetigkeit des Lebens. 
Die Profanität der sich ähnelnden Tage.
Sonst nichts. 
 
 

Ein Jahr, das nur aus Alltag bestand.
Keinen Ausgleich dazu hatte.
Keine Kultur. Keinen Ausflug. Keinen fremden interessanten Ort.
Bis auf ein paar winzige Spaziergänge an altbekannte Plätze,
die man sowieso täglich erreichen könnte.
Und die Mobilität ist immer weiter eingeschränkt.
So ist Älter-Werden. 
 
 

 
Immerhin hat mein Schatz jetzt endlich eine menschenwürdige Wohnung. 
Und das Jahr stand im Zeichen dieses Umzugs.
Ab Februar daran gearbeitet, das überhaupt möglich zu machen.
Ämterzustimmung ist ein seltener Sieg.
Da sind lange Papierkriege die Regel.
 
Schlieszlich geschafft. Im Oktober der Umzug.
Ein Umzug ist für viele Menschen wohl nichts Besonderes.
Das wird eben erledigt, einfach so.
Ein Haufen Chaos, ein Haufen Arbeit und das wars.
Für Neurodivergente kann es ein Zusammenbruch des gesamten Lebens sein.
Nichts geht mehr und sämtliche Sicherheit gebenden Routinen sind zerstört.
Das ist ein riesiger und nachhaltiger Einschnitt.
Es braucht lange (Jahre!), bis das Leben wieder halbwegs funktioniert. 
 
 

 
Ich selbst hatte nur zwei Infektionen zu überwinden.
Eine davon langwierig. 
Ansonsten hab ich meinen Garten genossen,
Bücher gelesen, in den Himmel geschaut... gebloggt etc.
Etliche Blogparaden mitgemacht und ansonsten so kontinuierlich
wie möglich meinen Blog auf eigene Weise geführt.
Etwas Kreativität musz im Alltag einfach sein.
Sonst erscheinen mir die Tage wie verloren.
 
Die Serie der "Meditationen zum Wochenbeginn" hat eine neue Staffel
bekommen. Mit dem Erscheinen von Band 3 des "Mystischen Psalters" hatte 
ich neue Texte, die ich wieder auf meine Weise in Bilder umgesetzt hab. 
 
 

 
Nicht virtuell, sondern auf realem Papier sind ganze neun
 Unikat-Bilderbücher entstanden.
Für solche Arbeit sind die Wintermonate gut.
Und ich würde mir dafür noch viel mehr ungestörten Freiraum wünschen. 
Einige wenige der Collagen sind auch in diesen Monatsbildern mit drin. 
 
 

 
     In den sehr kurzen zweieinhalb Monaten unserer Freibadsaison
bin ich nahezu täglich schwimmen gewesen.
Das macht mir viel Freude, das ist meine Auszeit vom Alltag. Der Mini-Urlaub.
Nur damit ist wirklich Sommer. Kurze Zeit nur, künstlich abgekürzt.
Sommertage gibt es eigentlich viel mehr.
Aber kein anderes für mich erreichbares Gewässer.
 
 


Schwimmend fühle ich mich frei und habe meist kaum Schmerzen.
Leider führt es auch längerfristig nicht zu verbesserter Kondition.
Einem Erschöpfungssyndrom ist es egal, ob man etwas Notwendiges,
etwas Unangenehmes oder etwas sehr Schönes tut - die Erschöpfung danach
ist immer dieselbe. Und sie kommt prompt. 
Aber da ich ja sowiso mit guter Einteilung der Reserven lebe - also
immer nur eine Sache pro Tag planen - schiebe ich mir
in der Schwimmsaison dann nahezu alles andere ab, delegiere es oder 
lasse es ausfallen - damit ich das Schwimmen genieszen kann.
So geht es ganz gut. 
Insgesamt waren es über Sommer 59 100 m. 
 
 

 
 Mehr war eigentlich nicht los in diesem Jahr.
Gemischte Tagesqualitäten. 
Kleine Höhen, kleine und gröszere Tiefen. 
Und Farben natürlich - was wären die Welt und ich ohne Farben?!
 
 


Dem geliebten alten Katzentier ging es zum Glück
meistens gut, nur im Frühjahr war einmal Tierarztbesuch nötig.
Und dieser Tage gerade macht es mir einige Sorgen.
Aber schön, dasz es mir/uns noch erhalten geblieben ist!
 
 
 
 
Was ich mir für nächstes Jahr vornehme: 
 
Nach langer Zeit einmal wieder die Gebühr für einen Bibliotheksausweis
zu bezahlen und dann 2mal die Woche in den Lesesaal zu gehen 
um dort die Lokalzeitung lesen. Die fehlt mir nämlich sehr.
 
Nach einigen Jahren bargeldlosen Bezahlens (ist für mich weniger stressig) doch
immer so 2-3 Euro Bargeld in der Tasche zu haben - wenn ein Straszenmusiker 
schön spielt oder um die Obdachlosenzeitung zu kaufen,
 die neuerdings auch in unserer Kleinstadt zu haben ist.
 
Wieder ein Lesetagebuch führen - ich weisz gar nicht, wann und 
warum ich damit aufgehört habe (?) 
 
Ein noch besseres Zeit-Kräfte-Management hinzubekommen
und mich nicht so oft ablenken zu lassen. 
 
Wieder öfter bei MYRIADES Impulswerkstatt mitzumachen - das ist in 
diesem Jahr völlig untergegangen.
Aber nun hat mir der Schreib-Adventskalender von Gabi K. so viel 
Spasz gemacht, dasz ich sage: ich sollte wieder öfter schreiben! 
  
 

 
Was ich mir für nächstes Jahr sehr wünsche 
(aber nicht von selbst realisieren kann - das ist also eher an die "gute Fee" gerichtet) 
 
 Dasz es irgendwie einmal möglich sein wird, einen Ausflug
mit einem Auto zu haben und etwas Schönes zu sehen.
(mit eingeschränkter Gehfähigkeit ist der ÖV keine Option mehr) 
 
Einmal in einem See zu schwimmen  
 
 

 
Ansonsten nehme ich das Jahr, wie es eben war und bin damit zufrieden.
Warum sollte ich auch nicht?
Leben ist nun mal vor allem Alltag. 
Aber kleine schöne Tagesmomente gibt es doch immer. 
 
 

 
 In dem Sinne: auf ein Nächstes, auf ein Neues!
Kommt gut rein und danke für den Besuch. 
 
*
Geteilt mit vielen Blogger:innen bei Judith Peters