Dienstag, 15. Januar 2013

Die kleinen Freuden des Alltags

Veganer bitte weitergehn -

Heute in der Stadt, auf dem Wege zur Post... bekam ich, dank einer Werbeaktion einer Fleischerei, einen Frühstücksbeutel geschenkt.
Mit leckeren Dingen darin.
Ich kann mich über so etwas richtig freuen.
Auch wenn ich nie beim Fleischer einkaufe.
Und auch nicht an den Theken im Supermarkt.
Ich käme nicht darauf und musz das nicht unbedingt haben.

Aber mit all meiner Lebenserfahrung von ziemlich weit unten sage ich: wer erstmal so richtig Hunger gehabt hat ... und in Containern gewühlt (ohne „freegan“ als Lebensstil freiwillig gewählt zu haben - )... wer meist von der „Tafel“ lebt... lernt auch ein Schnitzel zu schätzen und zu genieszen.
Ganz ohne Schuldgefühl.
Ohne ständig die Bilder von Massentierhaltung und gequälter Kreatur vor Augen zu haben.
Natürlich weisz ich das alles.
Aber ich bin nun mal kein Gutmensch.
Und ich habe nicht die Illusion, mit meinem Verhalten irgendetwas ändern zu können am Wahnwitz des ganzen Systems.
Ich bin ein Schädling auf diesem Planeten.
Schon klar. Aber so ist es nun mal.
Und ein Knackwürstchen in die Weiszkohlpfanne hineingeschnippelt... gibt dem Gericht eine leckere Note.
Das kann ich freudig und dankbar genieszen.

1 Kommentar:

  1. Diese Gedanken kommen mir bekannt vor. Das Annehmen Teil eines Systems zu sein. Heute lebe ich vegetarisch. Ich bin weiter die, die ich bin. Sicher kein Gutmensch. Lebe mit allen Konsequenzen das, was ich bin. Wenn es fleischessen ist, ist es fleischessen, wenn es vegan, ist, ist es vegan. Jetzt ist es eben vegetarisch.

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