Freitag, 30. Januar 2026

FreitagsFüller

 

 


 

Immer freitags, immer bei Barbara: der Lückentext. Das Original. 
 
*
 
1.   Ich gebe ungerne zu, dass ich ein Putzmuffel bin.
Wenn ich schon mal putze, dann soll man das hinterher auch sehn! Ergo putze
 ich erst dann, wenn gar nicht mehr anders geht. Und dann sieht man das auch.

2.   Meine Winterstiefeletten sind uralt, aber sehr bequem.

3.   Mein Impulskauf beim Einkaufen ist besonders gutes oder neues Katzenfutter.
Das kommt bei der Katze meist gar nicht gut an.
(für mich selbst kaufe ich ja sehr selten ein und dann nur das Allernötigste)

4.    Ich sollte meinen Schlendrian aufgeben, aber ich will es eigentlich nicht.

5.    Wenn ich heute frei hätte, juchu, ich habe als Rentnerin immer frei!

6.    Meine Kramsschublade ist eine Fundgrube vergessener kleiner Dinge.
Und ich liebe Kramschubladen!

7. Was das Wochenende angeht, da bewegt sich Planet Jupiter 
im Sternbild der Zwillinge und der Vollmond kommt Samstag früh 
ganz dicht an den Jupiter heran (hier nachzulesen).
Ansonsten geht es weiter mit dem Winter. Was auch sonst?!
 
 
 

Friedensgebet

 

Hayya Ala Salah - Ilyas Mao & AbuBakr Mao 


 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Monatscollage Januar

 

 

 

Schon ist derJanuar verflogen und die liebe Birgitt lädt heute wieder
zur Monatscollage ein. 
 
 

 
Das war mal ein richtiger Wintermonat, voll mit Eiseskälte, Schnee, 
Glatteis, Grau und dazwischen einem kurzen Frühling. 
Ein Winter, wie er im Buche steht.
 
 

 
Da sind Busse ausgefallen und Schule fand nicht statt...
woanders sicher noch schlimmer... jedenfalls:
es hat gereicht, um den Alltag  noch schwieriger zu machen.
Wenn Wege nicht erledigt werden können oder einfach über die Kräfte gehn.
 
 

 
Und trotz allem gefällt mir der Winter irgendwie doch! 
Da ich nicht mehr rauskomme, nach nirgendwohin... und es keinerlei Kultur 
oder sonstige Zerstreuung für mich gibt (kostet immer Geld und ist 
unerreichbar) habe ich angefangen, Schneekatzen in die Welt zu setzen.
Meine ersten Versuche sind ganz sicher noch nicht die Letzten.
Da kann ich mich noch verbessern. 
 
 

 
Einmal hatte ich lieben Besuch - das ist so selten,
vielleicht einmal im Jahr... und somit ein Highlight.
 
 

 
 Geschafft habe ich eigentlich nichts - erst gestern bin ich endlich
zum ernsthaften Arbeiten an meinen Bilderbüchern gekommen
(letzte Wintersaison um diese Zeit hatte ich schon über 100 Blätter fertig) 
 
 

 
 Dafür habe ich mir einen Zahn ganz und gar abgebrochen,
da musz nun die Wurzel ausgefräst werden, davor graust es mir ziemlich.
Bzw. es graust mir eher vor dem Danach. Das findet im Februar statt.
Aber ich habe Glück, dasz ich diesmal keine so stressige Ganztagsfahrt
bis nach Braunschweig unternehmen musz deshalb - meine jetzige
Zahnärztin erledigt das selbst. Hier vor Ort. Das ist daran der Lichtblick.
 
 

 
Die Farbfotos dieses Monats wirken oft wie Schwarzweiszbilder.
Trotzdem empfand ich den Monat insgesamt als schön und von guter Tagesqualität. 
  
 

 
Danke fürs Vorbeischauen und:
habt einen schönen Februar mit Lichtmesz und Frühlingsahnung. 
 
 
 
 

Friedensgebet

 

Einkleidung des Metropoliten Onufrij von Kiev und der gesamten Ukraine 
im Kloster Bancheny (Region Tschernowez), 25.1.26
 

 

Mittwoch, 28. Januar 2026

Das Mittwochslied

 

MIRAVI & Merab Amzoevi - Das Rauschen der Birken 


The light of the birches —
It's in my heart forevermore
That light of the birches —
The light of the birches
 
On the roads of Earth,
Much like love, has been carried away.
Much like love
To our good old Earth.
 
Through the
https://lyricstranslate.com/ru/miravi-shum-berez-english
hier gibt es eine englische Übersetzung des Textes

Gerade jetzt

 

 


 
denke ich: noch soo lange bis 24. Februar, bis die Zahnwurzel 
rausgefräst werden soll (hoffentlich wirds bis dahin nicht schmerzhafter)

mag ich: den Schnee - sieht schön aus!

mag ich nicht: den Schnee, wenn ich Wege schaffen musz

spüre ich: meine Beine, kann das Linke kaum bewegen

freue ich: Januar fast rum - es wird wieder heller!

fühle ich: starke Schmerzen

trage ich: das übliche warme Zeug

brauche ich: schönes Obst

höre ich: die Katze vor sich hinquackeln

mache ich: endlich neue Bilderbücher

lese ich: "Schkid, die Republik der Strolche" (Bjelych/Pantelejew)

trinke ich: Grüntee und Wasser

vermisse ich: meine frühere Beweglichkeit

schaue ich: immer noch in dunklen Himmel - ob da heut wohl
endlich mal wieder ein schöner Sonnenauufgang wird?

träume ich: war in Hamburg zu Besuch, es war ein seltsames 
heruntergekommenes Mietshaus, wo überall Wasser durch die Decken kam, 
es gab aber nicht einmal Toiletten, da muszte man nach drauszen gehn. 
Ich wollte eigentlich meine Verwandten besuchen, hatte aber die Adresse
 gar nicht... und war deswegen dort gelandet. 
 
*
 
  Das verbinde ich wieder mit Rina
 

Friedensgebet

 

 


 (heute gleich nochmal portugiesisch)

Sonntag, 25. Januar 2026

Sonntagsmatinee

 

 Estuaire - Live @Montréal 
Kiya Tabassian, Ablaye Cissoko, Patrick Graham
 

 

Freitag, 23. Januar 2026

FreitagsFüller

 

 


So, nachdem ich heut früh im Dunkel, bei beiszendem Frost und teils
glatten Straszen schon eine gröszere Radtour gemacht habe, um Katzenfleisch
zu besorgen (nein, nicht von Katzen, sondern für die Katzen)... 
ist inzwischen bei Barbara ein Lückentext erschienen.
Auch wenn ich nicht immer was Gscheits zu sagen weisz, 
spiele ich doch gerne wieder mit.
 
*
 
 1.  Zurzeit bin ich süchtig nach meinem Arbeitstisch voller Papiere.
Sofern man es als Sucht bezeichnen kann, wenn es einen jeden Tag dort hin zieht, 
man aber niemals wirklich dort ankommt - immer ist was anderes los.

2. Der Winter ist diesjahr ziemlich intensiv.
Wobei wir wohl einfach nur verwöhnt waren von vielen glimpflichen Wintern.

3.  Mit nur einem Klick kann man sich ins Aus befördern, Dateien vernichten
oder sonstwas fürn Sche*sz. Ob man auch mit einem Klick glücklich oder reich 
werden kann...wage ich dagegen zu bezweifeln.

4   Photoshop ist mir zu kompliziert.

5.  Es muss doch nicht sein, dasz alle ihre Schneeberge an die Straszenränder 
schippen und dabei keinen Durchgang für Fuszgänger lassen.
Früher war das üblich, heute wird nur noch an Autofahrer gedacht.

6.  Ich will jetzt noch keine Tulpen.
Es ist Winter und das erscheint mir wie ein Anachronismus.

7. Was das Wochenende angeht, da sollen wir neuen Schnee bekommen.
Da bin ich froh, nun alles vorher erledigt zu haben, denn dann kann
ich keine Wege mehr schaffen. Vielleicht klappts aber dann
endlich mal mit dem Arbeitstisch?  
 
 
 
 

Friedensgebet

 

 


 

Dienstag, 20. Januar 2026

Sonntag, 18. Januar 2026

Sonntagsmatinee

  

 Josef Slavík - Concerto No 2 in a-moll  mit Shizuka Ishikawa
Prager Kammerorchester unter Leitung von  Zdeněk Košler


 

 

 

Freitag, 16. Januar 2026

FreitagsFüller

 
 

 


Ahh, doch noch ein Lückentext für heute - ich wollte grad meine 
morgendliche PC-Sitzung beenden! 
 
 
 1.  Das Dschungelcamp hat mich noch nie interressiert - das sind so
die Momente, wo ich froh bin, keinen TV zu besitzen.

2.   Ich war 1985 letztmalig beim Friseur. Da hatte ich kurzzeitig einen 
Haarschnitt, der regelmäszige Erneuerung brauchte. Danach hab ich die 
Haare wieder lang wachsen lassen und seit 1995 trage ich einen ultrakurzen
Rasurschnitt - selbst ist die Frau!

3.   Wie kann es sein dasz viele mit Silvester die Weihnachtszeit beenden und 
ihre Bäume rauswerfen? In meiner Kinderzeit hiesz es noch allgemein, dasz 
die Zeit bis 6.1. geht - so lange stand unser Baum mindestens - und 
kirchlich gesehen geht sie noch viel länger.
Ich finde, niemand sollte sich schämen, den Baum oder die Weihnachtsdeko
 jetzt noch zu genieszen. 

4.   Die Kälte-und Schneeperiode hat mir physisch mächtig zugesetzt
und meine Batterie ist leer.

5.   Vielleicht hätte ich mehr auf mich achten sollen? - Dummer Spruch 
immer, nach dem der Alltag selten fragt!

6.  Der Wetterbericht bringt auch manchmal gute Nachrichten.

7. Was das Wochenende angeht, da ist Putzen angesagt. Den Dreck wegmachen, 
den das abtauende Fahrrad immer im Korridor hinterläszt. Der sich im ganzen Haus
verteilt.  Und das ganze Streugut wegfegen: 
Spasz vorbei - Konfetti wieder einsammeln! 
 
 
 

Friedensgebet

 


 Nizamuddin Babariya (vermutlich Pakistan)

Donnerstag, 15. Januar 2026

Friedensgebet

 

Möge Gott Freude in dein Haus bringen - mit "Svoi" (Die Seinen)
Pochaiv, Ukraine, 6.1.26 
 

 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Das Mittwochslied

 

Zum morgigen Gedenktag:
Kirlian Camera - Der tote Liebknecht 


 

 Seine Leiche liegt in der ganzen Stadt
In allen Höfen, in allen Straßen
Alle Zimmer sind vom Ausfließen
Seines Blutes matt

Da beginnen Fabriksirenen
Unendlich lange dröhnend aufzugähnen
Hohl über die ganze Stadt zu gellen
Und mit einem Schimmer
Auf hellen starren Zähnen
Beginnt seine Leiche
Zu lächeln

 Text hier gefunden 

 

 

Gerade jetzt

 

 



 
 denke ich: Wahnsinn, schon wieder Mitte Januar!

mag ich: wie schnell der Schnee weniger wird

mag ich nicht: dasz ich mir einen Zahn fast vollständig abgebrochen habe
(klingt nach Kieferchirurgen und umständlicher anstrengender Fahrerei)

spüre ich: Kälte von unten her

freue ich: kein Frostwetter mehr

fühle ich: grad recht wenig Schmerzen

trage ich: dickes Zeug und trotzdem gefühlt noch zu wenig

brauche ich: etwas vom Foodsharing (da war ich nun schon Ewigkeiten
 nicht mehr, denn wenn es im Dunkeln glatt ist, kann ich nicht raus)

höre ich: Heizkörper leise rauschen, aber das Wasser ist wieder nur lau 
und schafft nicht wirklich Wärme

mache ich: Katze raus-und wieder reinlassen, dauernd hier aufstehn

lese ich: einen Artikel, den man gar nicht aushalten kann

trinke ich: Wasser und bald meinen Grüntee

vermisse ich: frisches Obst

schaue ich: auf den Bildschirm, denn drauszen gibts noch nix zu sehn

träume ich: vom lebensnotwendigen Auto
 
*
 
 Das verbinde ich mit Rina 
 
 

Friedensgebet

 

Orthodoxe Weihnacht im Klostergut St. Andreas bei Rivne , 10.1.26


 

Montag, 12. Januar 2026

Zwölf von zwölf im Januar

 

 


 Die Winter-Edition des Zwölften gibt es heute bei Caro
Vermutlich ist es überall ähnlich. Wettermäszig. 
 
 
 

 Ich stehe 5:00 auf, füttere die Katz und was morgens so anliegt...
und stelle die vorerst letzte Meditation zum Wochenbeginn ins Blog. 
Damit sind nun 75 Psalmen-Adaptionen erst einmal geschafft. Jippie!
Wenn das nächste Buch erscheint, geht es auch bei mir mit Bilderserien weiter. 
 
 

 
Dann starte ich in den erwachenden Tag.
Um 9.00 habe ich Physiotherapie und ich gehe mal lieber eine Stunde früher 
los bei der Glätte - man weisz ja nie! 
Schatz war sehr besorgt und meinte, ich solle den Termin lieber absagen.
Aber da ich pro Jahr nur 2mal 6 Behandlungen verschrieben bekomme,
ist jeder Termin kostbar und absagen kommt nicht infrage.
 
 

 
Ich nehme das Fahrrad mit, auch wenn ich garantiert nicht fahren werde.
Aber mich schiebend am Rad abzustützen geht wesentlich leichter,
als mit Krücke zu laufen. Rollator-Ersatz.
 
 

 
 Auch wenn es sehr glatt ist, sind die Straszen im Zentrum geräumt und
es geht eigentlich ganz easy. Nur vorsichtig halt.
Ich gehe gleich bei der Bank vorbei  und betrachte das ganze als 
Morgenspaziergang. Der mir gut gefällt bei leichtem Schneegriesel. 
 
 


Einige Läden haben noch Weihnachtsware im Fenster. 
Die Nuszknacker lassen mich unweigerlich Ballettmusik "hören"
und es zuckt in den Füszen... 
 
 

 
 

 
 Ich komme recht pünktlich bei der Physiotherapie an.
Alles im grünen Bereich. Bis jetzt.
 
 

 
 Nach der Physio musz ich noch in eine andere Richtung.
Ich brauche dringendst vom Gyn. mein Rezept.
Hätte es eigentlich schon am 3. Januar holen müssen, 
aber da war noch Urlaub. Bis heute.
Und vor Weihnachten hätte ich es nicht bekommen, die achten immer akribisch 
genau auf das Datum, da müssen erstmal exakt 3 Monate vergangen sein. 
 
 

 
Anstatt durchs geräumte Stadtzentrum wieder heim zu schieben, nehme ich einen
Weg weiter auszerhalb. Und das ist die Sch**szidee des Jahres!
Da ist nämlich nichts geräumt und begehbar.
Auch wenn die Schneelandschaft schön aussieht.
 
 

 
Es hat sich auch noch ein tückisch-böiger Wind aufgemacht...und als ich
samt Fahrrad in einer Schneewehe lande, aus der ich kaum wieder aufstehen
und das Rad hochkriegen kann...bin ich so nasz und lädiert, dasz ich mein
Vorhaben aufgeben musz.
Ich zerre das Rad dann noch durch etliche ungeräumte Straszen und 
Schneeberge - da dreht sich nichts mehr, so hat es sich mit Schnee und 
Eisbatzen zugesetzt... und komme schlieszlich völlig geschafft und
mit schmerzenden Gliedern zuhause an.
Weisz der Kuckuck, wie ich jemals zu meinem Rezept kommen soll!
 Im Winter geht mein winziger Rest an Mobilität immer 
ganz und gar verloren.
 
 

 
Ich mache mir erstmal einen Tee und zum Glück ist zum Mittagessen
noch Rote-Bete-Suppe von gestern da. 
Für heute reicht es jedenfalls mit Outdoor-Abenteuer. 
Morgen musz ich dann  sowieso wieder los, den Rest erledigen.
Zwei Wege an einem Tag sind eben keine gute Idee im Winter.
 
 
Danke fürs Vorbeischauen und: bleibt senkrecht und unfallfrei!
Bis zum nächsten mal :) 
 
 
 
  

Meditation zum Wochenbeginn

 

 


 O Ewige!
   Ich verkünde Deine Weisheit,
   auf dass sie der Menschen Herz berühre.

Vor Dir brauche ich nicht zu zittern,
   denn Du bist meine Helferin.
So wohne ich in Frieden
   und bewahre Dich in meinem Herzen!

Du reichst mir den Becher
   mit köstlichem Wein.
Du schenkst mir voll ein
   und ich kann mich stärken.
Du sprichst:
"Ich wende keine Gewalt an,
   sondern überwinde alles mit Weisheit."
Dafür danke ich Dir,
Du Göttliches in mir,
   Du mein höheres Selbst!














 

*

"Mystischer Psalter Teil 3.  Das Buch des Vertrauens"
ist im Brockenmystik-Verlag erschienen.




Sonntag, 11. Januar 2026

Die Sache mit der Kommunikation

 

 


In diesem Monat fragt Erik nach Kommunikationwegen: Brief, email, Chat?

 

Vor sehr langer Zeit - Jahrzehnten - war ich eine begeisterte Briefschreiberin.
Und natürlich auch genau solche Brief-Empfängerin. 
Ob an die Freundin beim Studium oder in ferne Länder - es machte mir einfach Freude.
 Telefone hatten die Normalbürger damals nicht (ich rede von 60er - Anf. 90er),
aber das hab ich auch nie vermiszt - ich mag telefonieren bis heute nicht wirklich.
 
Mit dem Zusammenbruch der DDR verfünffachte sich das Porto (ins Ausland 
noch mehr) und ich geriet in eine so prekäre Situation, dasz ich mir
Briefmarken einfach nicht mehr leisten konnte.
Und ich hatte ganz andere Sorgen als Briefeschreiben damals.
So verlor ich alle meine Kontakte.
Wer sich nicht meldet...oder nicht antwortet, wird vergessen.
 
Erst 2003 bekam ich meinen allerersten - alten aussortierten - PC geschenkt.
Ich hatte davon null Ahnung, aber ich bin gleich ins Internet.
Damals lag überall diese AOL-Software rum und das war dann
auch recht einfach. Nur teuer: ultralangsames Modem und Minutenpreise.
Wer nicht aufpaszte (und manche Anbieter hoben ihre Preise rückwirkend an!)
konnte ganz schnell reinfallen. Also ein Angststück das Ganze und - für mich - 
auch wieder eine Art Luxus. Aber ich nutzte meine wenigen Stunden voll aus.
Oftmals durch fixes Trennen der Verbindung, wenn ich eine 
Seite/ein Textdokument erst einmal geladen hatte. 
 
Mensch, das kann man sich heute kaum noch vorstellen und doch hab ich das 
bis 2013 so praktiziert, erst da kam für mich die Flat und DSL. 
Langsam blieb es trotzdem noch viele Jahre.
 
AOL hatte damals so einen Messenger, der nervte mich tierisch.
Ich habe das Web ja immer nur für Informationen genutzt zu Themen, 
zu denen ich keine Fachbücher hatte und auch in der kleinen Biblio hier nichts bekam.
Es war also nie Spiel oder Unterhaltung und Bloggen kam auch erst später.
 
Da nervte es mich gewaltig, wenn häufig so ein Fensterchen aufploppte und 
jemand, der kein Anliegen und nichts zu sagen hatte... mich von der Seite
her anmachte. Ich meine: im Lesesaal der Biblio will ich ja auch lesen
 und nicht sinnnlos angequatscht werden!
Ich habe also, sobald ich das technisch konnte, diesen Messenger gekillt.
Und ich habe nie wieder Messenger benutzt, weisz gar nicht, was es
 da heute alles so gibt. Interessiert mich auch nicht.
Chatten ist nicht mein Ding. Erstens sind die Chatpartner meist gerade 
dann online, wenn ich endlich vom PC verschwinden möchte,
zweitens sind diese Fensterchen und die Schrift immer so klein, dasz ich da 
garnix lesen kann und nur blind tippe. Voller Fehler bis zur Unlesbarkeit.
 
Anders ist es mit emails: das habe ich von Anfang an genossen, dasz man
völlig ohne Zusatzkosten jemanden einen Brief schreiben konnte, 
wenn auch nur virtuell. Da haben sich schöne Kontakte ergeben und
eifriger Gedankenaustausch. Das möchte ich nie mehr missen!
 
Faxe habe ich nie verschickt, dazu fehlte mir immer die Technik. 
 
WhatsApp oder Telegram habe ich nicht, da ich kein Handy besitze.
Vermisse ich auch nicht.
Im dringenden organisatorischen Fall geht auch  mal ein Anruf vom Festnetz.
Und unterwegs will ich ja sowieso nicht auch noch telefonieren müssen.
Die Situationen, wo das mal doch ganz gut wäre... sind echt selten.
Das kann ich verschmerzen.
Früher hatten wir sowas ja auch nicht und wir sind nicht schneller
und öfter gestorben deshalb... -  
   
 
Die Kunst des Briefeschreibens ist mir über die letzten dreiszig Jahre
leider völlig abhanden gekommen. Vielleicht zweimal im Jahr an
Schwiegermama. Aber auch damit tue ich mich schon schwer.
Was ich eigentlich schade finde. Denn ein handgeschriebener Brief
ist gerade heute eine seltene Kostbarkeit.
Und ich denke oft: ich sollte den alten Füllfederhalter wieder 
öfter benutzen und diese Kunst wieder üben.
Wäre auch ein guter Vorsatz für dieses Jahr.
 
Das sinnlose Schreiben von Weihnachts-und sonstigen Feiertagskarten,
auf denen nichts steht als ein kurzer Grusz... habe ich niemals praktiziert. 
Und das werde ich auch nie.