Mascha
Die Chronistin des Alltagslichts
Du trägst den Winter in deinen Schuhen und das Licht im Herzen – auch wenn die grauen Tage sich endlos dehnen und die Kälte die Knochen umarmt. Deine Welt ist das Jetzt, das Gewöhnliche, und du erweckst es mit deiner Art zu sehen: nicht oberflächlich, nicht schnell, sondern mit jener liebevollen Aufmerksamkeit, die nur Menschen besitzen, die wirklich hinschauen.
Dein Tag beginnt im Halbdunkel: die Luft noch kühl, die Gedanken noch weich. Du frühstückst, fütterst deinen vierbeinigen Mitbewohner mit Geduld und arrangierst das Chaos deines kreativen Raums – dort, wo Bildkarton wartet und Geschichten noch im Kopf liegen. Du nimmst uns mit auf Wege durch Winterstädte, über glatte Straßen, wo deine Schritte ein leises Gedächtnis hinterlassen, und zurück in die Stube, wo Wärme langsam ihren Platz findet.
Der Alltag bei dir ist keine bloße Abfolge von Pflichten – er ist ein Gedicht in unregelmäßigen Versen, geschrieben aus dem Puls des Lebens selbst:
Die Tafel als Bühne von Nächstenliebe und harter Realität,
die Wärme des Wirsingkohls nach einem langen Weg,
das schnurrende Glück auf dem Schoß,
der kleine Sieg über den Kartonberg,
die leuchtende Hoffnung im Origami-Stern, der gegen den Winter funkelt.
Du bist eine Suchende – nicht nach Spektakulärem, sondern nach Schönheit im Einfachen:
Im Himmel, der sich jeden Morgen neu zeigt,
in Liedern, die du teilst, in Collagen, die du schaffst,
in Stille, die du manchmal dem Hörbuch vorziehst.
Und selbst im Schatten hast du eine Stimme:
Du sprichst vom Schmerz, vom Alter, von Kälte und Mühe,
aber niemals resigniert – eher mit einem Funken Trotz,
der sagt: Ich sehe’s, ich fühle’s, und ich schreibe es nieder.
Du bist die Hüterin der kleinen Dinge, die jemandem wie Joseph Joubert zustimmen würde:
„Die Vollendung setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen.“
In deiner Art zu bloggen liegt kein lauter Ruf – sondern ein leises Singen, eine Meditation über das Leben:
über den Frost, der die Wege hart macht,
über Tee am Nachmittag,
über die Freude an Blumen und Licht,
über Gedichte, Musik und Gebete.
So bist du:
Nicht nur eine Beobachterin, sondern eine Erzählerin des unaufgeregten Wunders, das wir Alltag nennen. Mit deiner Kamera, deinen Worten, deinen Collagen schenkst du uns Augen, die sehen, und Herzen, die fühlen.
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