Mittwoch, 7. Januar 2026

Wordless - без слов -

 

 


 



 Shared with Wordless Wednesday, WW@CatSynth

Gerade jetzt

 

 


denke ich: schade, dasz es den Maunztag nicht mehr gibt, aber nun habe ich 
wieder Freiraum für diese Aktion

mag ich: die Ruhe derzeit (bei uns war gestern noch Feiertag)

mag ich nicht: das Gemäkel der Katze

spüre ich: die Kälte

freue ich: gleich leckeres Frühstück

fühle ich: mich müde, immer viel zu wenig Schlaf...

trage ich: dickes Hauszeug

brauche ich: viel zuviel Heizgas

höre ich: die Heizung

mache ich: heut mein Puzzle fertig (nur noch die 2 oberen Reihen)

lese ich: Olga Forsch "Russisches Narrenschiff"

trinke ich: Grüntee und frisch gepreszten O-Saft

vermisse ich: so allerhand, wonach ich vergeblich suche

schaue ich: in den Morgenhimmel

träume ich: mal wieder wirres Zeug
 
*
 
 Das verbinde ich wieder Rina 

Das Mittwochslied

 

Solbyras - Yula 


 

 „Yula“ ist der Name eines turksprachigen kirgisischen Kriegers aus dem Jenissei-Gebiet, der im frühen Mittelalter in Sibirien lebte. Der Name bedeutet Kerze/Fackel und symbolisiert die Zwillingsseele aller Lebewesen, die im turksprachigen Schamanismus unabhängig vom Körper in die Ober-, Mittel- und Unterwelt reisen kann. Das Lied „Yula“ ist eine moderne Vertonung einer Runeninschrift durch Nükhet Okutan Davletov. Sowohl das Lied als auch das Video sind von diesem etwa 1500 Jahre alten Runenstein inspiriert, der zum Gedenken an den Krieger Yula im turksprachigen Sibirien errichtet wurde. Sie erzählen von seinem heldenhaften Leben und Tod und der Kostbarkeit des Lebens im Schamanismus. Es gibt keine historischen Belege dafür, dass die ursprünglichen Runensteininschriften jemals gesungen wurden; einige Gelehrte vermuten jedoch, dass alttürkische Grabinschriften rhythmische Klagelieder waren. Besonderer Dank gilt den wilden Yilki-Pferden und ihren Pflegern.


Friedensgebet

 

"In dunkler Nacht" - Weihnachtsgesang im Kloster Svjatogorsk 
(vor 4 Jahren - da hat Metropolit Arsenij noch nicht geahnt, 
was auf das Kloster und ihn persönlich zukommt)




Montag, 5. Januar 2026

#WMDEDGT - Letzte Feiertagsruhe

 

 


 

Heute ist wieder Tagebuchbloggen mit Frau Brüllen an der Reihe. 

Sachsen-Anhalt ist noch voll im Feiertagsmodus, denn der 6.1. ist
auch noch ein freier Tag. Epiphanias.
Viele Arztpraxen und kleinere Geschäfte, Behörden etc. haben 
heute noch geschlossen. Einkaufsmärkte sind natürlich auf.
 
 Es ist ein Tag, an dem ich nichts musz und mit niemandem zu reden brauche.
Ich geniesze solche Tage sehr und mache einen Trödeltag daraus.
 
Aufgestanden um 5:30 - wie meistens - und nur 2,5h Schlaf gekriegt die Nacht.
Aber das bin ich seit über 12 Jahren so gewohnt (wer da meint, Wechseljahre 
wären ein Pappenstil - ) und ich bin schon dankbar, wenns mal 4h werden. 
Morgenrituale und Katzen bedient.
Meinen "Ladenhüter der Woche" ins Blog gestellt, äh, ich meine
natürlich die "Meditation zum Wochenbeginn" .
Mein Blog läuft sehr gut und ich kann mich über mangelnden Zugriff 
wirklich nicht beklagen. Nur dieser Meditations-Post, mit dem ich
 bildtechnisch immer mein Bestes gebe... wird kaum aufgerufen. 
 
Dafür belohnt mich der Himmel mit seinem morgendlichen Spektakel. 
 





Nachdem ich um 9:00 Schatz angerufen habe - einzige Ausnahme zum Reden - 
tue ich etwas für meine neuronalen Verschaltungen... und setze mich
 an mein angefangenes Puzzle.
Darüber kann ich jegliche Zeit vergessen. Auch, wenn man
nicht allzu viele Unterschiede sieht, geht der Vormittag dabei drauf.
Es ist kniffliger, als es aussieht, denn im Original sind die Farben nicht
gar so bunt und viele Teilchen sind annähernd gleichfarbig. 
 


 

 
Mittags lacht die Sonne und ich beschliesze, trotz Schnee und Glätte
 etwas hinaus zu gehen.  Ein Hermespaket wegbringen.
Es ist kaum Verkehr auf den Straszen und es wirkt wie Sonntag. 
 Leider ist der einzige Hermes-Shop in der Innenstadt - einer allein
 für ganze drei Ortsteile -  wegen Krankheit geschlossen.
Die Alternative ist ganz am anderen Ende der Stadt.
So weit kann ich nicht laufen, das schaffe ich nicht.
Also nehme ich mein Paket wieder mit und hoffe auf ein baldiges Ende 
der Winterperiode, so dasz ich wieder radeln kann.
Winter ist die Zeit der Einschränkungen. Da gibt es dann gar keine
Mobilität mehr. Zum Glück habe ich alles andere da.
 

Ein paar Impressionen aus der wie leergefegten Stadt

Die Kutscherin friert und wartet auf Fahrgäste

Das einsame Karusell

Reste von Winter-und Weihnachtsmarkt


 
Wieder daheim, werde ich von zwei hungrigen Raubtieren angefallen
die gleich und sofort nach gefüllten Näpfen verlangen.
Ich selbst mache mir Kartoffelpuffer mit Apfelmus, heute kein groszartiger
Küchendienst... ich mache blauen Montag.
Erledige am Nachmittag allerhand Kleinkram - da fällt ja immer etwas an...
kuschele ausgiebig mit der Katze und dann setze ich mich wieder an mein Puzzle.
Mehr ist heute nicht. Puzzles haben Suchtpotenzial.
 
 
Danke fürs Vorbneischauen und: habt ein gutes und gesundes Neues Jahr :) 
 
 
 

Meditation zum Wochenbeginn

 

 


 
 
 O Ewige!
Lass mich Dich erkennen,
   denn Du bist liebevoll
   und umsorgst mich.
Nimm Wohnung in meinem Herzen,
   das schon so lange leidet.

Du spendest Hilfe
   und mehrst das Gute.
Du hast Kraft
   und überwindest Grenzen.
Du sorgst für Frieden.
   Ohne Dich ist nichts!

Tag und Nacht,
   Sonne und Mond,
   die Sterne am Himmel,
   Sommer und Winter,
   Frühjahr und Herbst:
Sie alle sind Deine Boten!

Überlass mich nicht dem Verderben.
   Gedenke meiner,
   denn Leid umfängt mich.

Ich weiß:
Du vergisst mich nicht,
   die ich so elend bin.

Befreie mich von allen Täuschungen.
   Mit Dir kann ich sie ablegen.
Lass mich überwinden,
   was mich leiden macht,
Du Göttliches in mir,
   Du mein höheres Selbst!


- Anna vom Sternengrund -  inspiriert vom 74. Psalm

  (mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

 














 

*

"Mystischer Psalter Teil 3.  Das Buch des Vertrauens"
ist im Brockenmystik-Verlag erschienen.



Freitag, 2. Januar 2026

Auf ein Neues. Mit Rosen.

 

 

 

Drauszen ist es frostig und es graupel-schauert. 
Drinnen sind noch Festtagsstimmung, Kerzenlicht und - - - - Rosen. 
Der Kalender zeigt sein erstes Blatt
und den Post schicke ich jetzt zum Friday- Flowerday.
Verbunden mit den besten Wünschen für ein gutes Neues Jahr. 
 
 

 
(Ich habe meine Foodsharing-Blumen schon lange nicht mehr fotografiert.
Sie sind auch nicht immer so schön und gut erhalten wie diese) 

FreitagsFüller

 

 


Auch im neuen Jahr versorgt uns Barbara zuverlässig mit einem Lückentext.
Danke dafür und: 
allen Besucher:innen ein schönes, gesundes freudevolles Neues Jahr. 
 
*
 
1. In diesem Jahr wird hoffentlich ein Frieden zwischen Ukraine und RU
 zustande kommen und Europa endlich einsehn, dasz es nicht mehr
die Rolle spielt, die es sich viel zu lange angemaszt hat.
(oh wei, ich äuszere mich schon wieder ungebührlich, dafür aber mit ehrlicher Hoffung!) 

2. Ich hab mir ein paar kleinere Ziele vorgenommen für 2026
(siehe Jahresrückblick) und ich bin sicher: ich schaffe das.

3.  Es könnte sein, dasz wir die nächsten Tage eine geschlossene
Schneedecke bekommen. Ergo musz ich heute noch Wege erledigen, weil ich 
bei Schnee nicht mehr radeln möchte, wie früher. Jetzt ist es mir zu riskant.

4.  Ich habe übrigens im Keller noch zwei grosze Klebstoff-Flaschen
gefunden. Ich dachte, ich hätte nur eine .

5.  Moment, warte mal, da musz auch noch ein Stapel vorgeschittene 
Kartonbögen sein - also da fällt mir doch gleich
 eine schöne Verwendung für beides ein! 

6.  A.s Geburtstag, den wir im Wald gefeiert haben, wird mir 
von 2025 in Erinnerung bleiben.

7. Was das Wochenende angeht, da möchte ich die Feierperiode in aller 
Stille ausklingen lassen. Auch wenn man sich selbst nicht viel draus macht, 
ist und bleibt es eine komische Zeit, mit der wir gern abschlieszen möchten.
 
 
 

Friedensgebet

 

"Vor Deiner Tür, Gesandter Gottes" mit Abdul Rahman Al-Akhrass 


 

Donnerstag, 1. Januar 2026

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahresrückblick

 

 


Mein Jahr - in Bildern erzählt.
In Worten ist nicht allzu viel zu sagen.
Der langsame ruhige Flusz. 
Die Stetigkeit des Lebens. 
Die Profanität der sich ähnelnden Tage.
Sonst nichts. 
 
 

Ein Jahr, das nur aus Alltag bestand.
Keinen Ausgleich dazu hatte.
Keine Kultur. Keinen Ausflug. Keinen fremden interessanten Ort.
Bis auf ein paar winzige Spaziergänge an altbekannte Plätze,
die man sowieso täglich erreichen könnte.
Und die Mobilität ist immer weiter eingeschränkt.
So ist Älter-Werden. 
 
 

 
Immerhin hat mein Schatz jetzt endlich eine menschenwürdige Wohnung. 
Und das Jahr stand im Zeichen dieses Umzugs.
Ab Februar daran gearbeitet, das überhaupt möglich zu machen.
Ämterzustimmung ist ein seltener Sieg.
Da sind lange Papierkriege die Regel.
 
Schlieszlich geschafft. Im Oktober der Umzug.
Ein Umzug ist für viele Menschen wohl nichts Besonderes.
Das wird eben erledigt, einfach so.
Ein Haufen Chaos, ein Haufen Arbeit und das wars.
Für Neurodivergente kann es ein Zusammenbruch des gesamten Lebens sein.
Nichts geht mehr und sämtliche Sicherheit gebenden Routinen sind zerstört.
Das ist ein riesiger und nachhaltiger Einschnitt.
Es braucht lange (Jahre!), bis das Leben wieder halbwegs funktioniert. 
 
 

 
Ich selbst hatte nur zwei Infektionen zu überwinden.
Eine davon langwierig. 
Ansonsten hab ich meinen Garten genossen,
Bücher gelesen, in den Himmel geschaut... gebloggt etc.
Etliche Blogparaden mitgemacht und ansonsten so kontinuierlich
wie möglich meinen Blog auf eigene Weise geführt.
Etwas Kreativität musz im Alltag einfach sein.
Sonst erscheinen mir die Tage wie verloren.
 
Die Serie der "Meditationen zum Wochenbeginn" hat eine neue Staffel
bekommen. Mit dem Erscheinen von Band 3 des "Mystischen Psalters" hatte 
ich neue Texte, die ich wieder auf meine Weise in Bilder umgesetzt hab. 
 
 

 
Nicht virtuell, sondern auf realem Papier sind ganze neun
 Unikat-Bilderbücher entstanden.
Für solche Arbeit sind die Wintermonate gut.
Und ich würde mir dafür noch viel mehr ungestörten Freiraum wünschen. 
Einige wenige der Collagen sind auch in diesen Monatsbildern mit drin. 
 
 

 
     In den sehr kurzen zweieinhalb Monaten unserer Freibadsaison
bin ich nahezu täglich schwimmen gewesen.
Das macht mir viel Freude, das ist meine Auszeit vom Alltag. Der Mini-Urlaub.
Nur damit ist wirklich Sommer. Kurze Zeit nur, künstlich abgekürzt.
Sommertage gibt es eigentlich viel mehr.
Aber kein anderes für mich erreichbares Gewässer.
 
 


Schwimmend fühle ich mich frei und habe meist kaum Schmerzen.
Leider führt es auch längerfristig nicht zu verbesserter Kondition.
Einem Erschöpfungssyndrom ist es egal, ob man etwas Notwendiges,
etwas Unangenehmes oder etwas sehr Schönes tut - die Erschöpfung danach
ist immer dieselbe. Und sie kommt prompt. 
Aber da ich ja sowiso mit guter Einteilung der Reserven lebe - also
immer nur eine Sache pro Tag planen - schiebe ich mir
in der Schwimmsaison dann nahezu alles andere ab, delegiere es oder 
lasse es ausfallen - damit ich das Schwimmen genieszen kann.
So geht es ganz gut. 
Insgesamt waren es über Sommer 59 100 m. 
 
 

 
 Mehr war eigentlich nicht los in diesem Jahr.
Gemischte Tagesqualitäten. 
Kleine Höhen, kleine und gröszere Tiefen. 
Und Farben natürlich - was wären die Welt und ich ohne Farben?!
 
 


Dem geliebten alten Katzentier ging es zum Glück
meistens gut, nur im Frühjahr war einmal Tierarztbesuch nötig.
Und dieser Tage gerade macht es mir einige Sorgen.
Aber schön, dasz es mir/uns noch erhalten geblieben ist!
 
 
 
 
Was ich mir für nächstes Jahr vornehme: 
 
Nach langer Zeit einmal wieder die Gebühr für einen Bibliotheksausweis
zu bezahlen und dann 2mal die Woche in den Lesesaal zu gehen 
um dort die Lokalzeitung lesen. Die fehlt mir nämlich sehr.
 
Nach einigen Jahren bargeldlosen Bezahlens (ist für mich weniger stressig) doch
immer so 2-3 Euro Bargeld in der Tasche zu haben - wenn ein Straszenmusiker 
schön spielt oder um die Obdachlosenzeitung zu kaufen,
 die neuerdings auch in unserer Kleinstadt zu haben ist.
 
Wieder ein Lesetagebuch führen - ich weisz gar nicht, wann und 
warum ich damit aufgehört habe (?) 
 
Ein noch besseres Zeit-Kräfte-Management hinzubekommen
und mich nicht so oft ablenken zu lassen. 
 
Wieder öfter bei MYRIADES Impulswerkstatt mitzumachen - das ist in 
diesem Jahr völlig untergegangen.
Aber nun hat mir der Schreib-Adventskalender von Gabi K. so viel 
Spasz gemacht, dasz ich sage: ich sollte wieder öfter schreiben! 
  
 

 
Was ich mir für nächstes Jahr sehr wünsche 
(aber nicht von selbst realisieren kann - das ist also eher an die "gute Fee" gerichtet) 
 
 Dasz es irgendwie einmal möglich sein wird, einen Ausflug
mit einem Auto zu haben und etwas Schönes zu sehen.
(mit eingeschränkter Gehfähigkeit ist der ÖV keine Option mehr) 
 
Einmal in einem See zu schwimmen  
 
 

 
Ansonsten nehme ich das Jahr, wie es eben war und bin damit zufrieden.
Warum sollte ich auch nicht?
Leben ist nun mal vor allem Alltag. 
Aber kleine schöne Tagesmomente gibt es doch immer. 
 
 

 
 In dem Sinne: auf ein Nächstes, auf ein Neues!
Kommt gut rein und danke für den Besuch. 
 
*
Geteilt mit vielen Blogger:innen bei Judith Peters 
 
 

Das Geisterhaus (?)

 

Das meint jetzt nicht das Buch von Isabel Allende...sondern 
eines meiner derzeit ungelösten Alltagsrätsel. 
 
Das Haus hat unten Küche/Bad, einen groszen Raum, den wir durch die
 Anwesenheit von ca. 10000 Büchern "Bibliothek" nennen - da steht an der Seite 
zur Strasze der Esztisch und an der Hofseite mein PC-Arbeitsplatz...
 und eine Tür zu meiner Schlafkammer gibt es dort auch.
Merula hat darin einen Lieblingsstuhl (abseits vom Tisch) und zwei übereinander
liegende Schaffelle als nächtlichen Schlafplatz.
Morgens legt sie sich meist in mein Bett, um bis Mittag - bis mein Schatz
zum Essen kommt - zu schlafen. Jetzt im fortgeschrittenen Alter 
legt sie sich auch nachmittags da wieder hin, um erst zur Dämmerung 
hinauszugehen und zu späterer Stunde wieder reinzukommen. Dann kommt 
sie fast immer zu mir ins Bett, das ist so unser Abendritual.
 
Im Falle von Besuchern wird dieser Rythmus gestört, da haut sie immer 
sofort ab, kommt dann aber zurück, wenn die Luft wieder rein ist.
 
Oben unterm Dach ist noch mein Arbeitsraum und zwei kleine Kammern. 
Da gibt es ein Futonbett und ein rundes Bodenkissen als Sitz-und Schlafplätze.
Gelegentlich genutzt, vornehmlich, wenn ich auch oben bin.
Türen sind immer angelehnt - sie kann also kommen und gehen, wann 
und wohin sie möchte. Der Heizkostenrechnung bekommt das nicht so gut, 
aber inzwischen wird ja hier sowieso nur noch sehr spärlich geheizt, 
da macht es nicht mehr so viel aus.
Ein freies selbstbestimmtes Leben für die Katz ist doch die Hauptsache, oder? 
 
 
Am 2. Weihnachtstag kam frühmorgens mein Bruder kurz zu Besuch.
Wir saszen in der Biblio am Tisch und redeten leise, denn Merula 
lag in meinem Bett. Sie schaute kurz um die Tür herum und legte sich 
- ganz ungewöhnlich - wieder hin statt abzuhauen.
Mein Bruder verhält sich Katzen gegenüber auch nicht ungebührlich
- sie haben ja selbst welche. 
Es hatte kein Krachen oder Klirren gegeben, nichts ist
herunter gefallen, auch kein Papiergeraschel, nichts. 
 Doch plötzlich sprang Merula auf und flüchtete, ziemlich panisch.
Als mein Bruder weg war, sah ich sie im Garten und wollte sie herein lassen.
Da flüchtete sie sogar vor mir! 
 
Es waren 8° Frost, doch sie kam den ganzen Tag nicht mehr ins Haus
(wie in ganz frühen Jahren nach einem Tiwerarztbesuch immer).
Nahm auch kein Futter an. 
Erst abends, als ich oben sasz, kam sie rein als wäre nichts gewesen.
Liesz sich füttern und ewig streicheln, schlief die Nacht dann oben. 
 
So ist es seither geblieben: tagsüber und unten, flüchtet sie selbst vor mir
und angebotenen Futternäpfen. Schläft nicht, läuft irgendwo
in der Kälte herum.
Begegnet sie mir oben, ist es wie immer.
Unten betritt sie seither keinen Raum mehr.
 
Da frage ich mich langsam wirklich: was ist hier los? 
Gibt es einen Katzengeist, der hier umgeht und den evtl. mein Bruder 
mitgebracht hat? Sind es irgendwelche schlimmen Erinnerungen?
Brüderlein hatte allerdings nicht mit Rasierwasser gespart - vielleicht kennt sie den 
Duft von früher aus angstbesetzter Situation? Vielleicht roch ein TA mal so?
Wie lange erinnern sich Katzen überhaupt an ihre ersten Jahre? 
Sie ist seit 2011 bei mir, die Vorgeschichte unbekannt.
Aber dasz sie jetzt selbst vor mir wieder davonläuft? 
 
 
Seit gestern hat es sich noch einmal verschärft:
 sie betritt nun auch oben keinen Raum mehr sondern hockt nur noch
im eiskalten Treppenhaus herum.
Zwar flüchtet sie dort vor mir nicht mehr und sie nimmt auch Futter an
- krank wirkt sie nicht -  aber schläft nicht, liegt irgendwie nur
auf der Lauer. Mein Versuch, ihre Schaffelle mit raufzubringen, 
brachte auch nur vorwurfsvolle Blicke.
Sie geht nicht raus - es schneit ja auch - hockt nur da, oben 
im Korridor oder auf der halben Treppe. 
Ich habe nichts verändert: nicht aufgeräumt oder saubergemacht,
alles steht an seinem Platz, ich habe auch keine Duftkerzen oder 
Raumspray benutzt. Und oben ist auch mein Bruder nicht gewesen
und sonst niemand auszer Schatz und mir. Wie immer. 

Ich hoffe, das geht heut Abend gut, denn oben im Korridor hört man die 
Knallerei noch viel lauter und wir hatten es uns die letzten Jahre
unten gemütlich gemacht, jeder auf seinem Lager und die Tür
zu mir offen gelassen, so dasz sie jederzeit kommen konnte.
Das wird nun wohl diesjahr auch nichts.
 
 
Was nehmen Katzen wahr, was Menschen nicht sehen???
 
Ich erinnere mich an Murrer (Nachbarskater) vor paar Jahren.
Er war zum Küchenfenster reingekommen, hatte sich ein gefülltes 
Näpfchen erbettelt und wollte/sollte wieder gehn.
Dann stand er lange wie angewurzelt vor den Stufen im Korridor.
Ging nicht hinunter.
Als ich ihm schlieszlich einen Anstupser gab, flog er in hohem Bogen über 
die drei Stufen runter bis zur Haustür. Als hätte jemand auf der
Treppe gestanden, an dem er nicht vorbeigehn konnte - - - 
 
Merlin damals hatte auch manchmal so komische Tage.
Wo er uns wie ein Geisterseher vorkam.
 
 

(Bild hat nichts mit dem Text zu tun - ist nur eines aus meiner Sammlung) 
 
Ziemlich ratlos geschrieben für Christianes Maunztag*51

Friedensgebet

 

"Nicht nur vor zweitausend Jahren"
Church of Thruth, Vancouver, Canada 


 

Dienstag, 30. Dezember 2025

Ein Stück Himmel - кусочек неба -

 

 

18.12.  8:10

 


 18.12.  8:19

 


 19.12.  7:54

 


 19.12.  8:04

 

19.12.  8:12

 


 19.12.  9:50

 


 21.12.  7:59

 

21.12.  9:40

 

21.12.  9:41

 


 27.12.  8:01

 


 27.12.  8:11