"A und X. Eine Liebesgeschichte in Briefen"
In einem nicht genau benannten Land, wo Gewalt, Widerstand, Terror und Krieg herrschen... wird ein altes Gefängnis abgerissen.
Der letzte Häftling - ein zu doppelt lebenslanger Haft verurteilter Terrorist – hinterliesz in seiner Zelle drei Bündel Briefe von einer Frau namens A’ida. Sofern das ihr richtiger Name war.
Die Bündel sind mit Leinenstreifen verschnürt und diese von ihm in krakeligen Buchstaben beschrieben.
„Das Universum ähnelt einem Gehirn, keiner Maschine. Das Leben ist eine Geschichte, die gerade jetzt erzählt wird. Die erste Wirklichkeit ist eine Erzählung. Das hat mich mein Leben als Mechaniker gelehrt“ - steht auf dem ersten Bündel.
Auch auf der Rückseite der Briefe hat der Gefangene noch so manches notiert....
Ich stelle mir vor, diese Frau zu sein. Die die Briefe schreibt.
Da sie nicht verheiratet sind, darf sie ihn nicht besuchen.
Sie wird ihn wahrscheinlich nie wieder sehen, trotzdem hält sie an ihrer Liebe fest und erzählt ihm in Briefen vom Alltag drauszen, von ihren Gedanken, Träumen, Erlebnissen...
Sie nennt ihn „Mi Guapo, Mi Soplete, mein Kanadim, Ya Nour, mein Erdlöwe, Habibi und noch anders... und schreibt in einer dichten, poetischen und kraftvollen Sprache.
Sie trägt Schmuck, aber über ihre Kleidung macht sie sich sonst wenig Gedanken. Kleider werden erst ersetzt, wenn sie fadenscheinig und abgetragen sind. Nicht überall hat Kleidung und Mode solchen Stellenwert wie in unserer Welt...
Und sie hat sowieso anderes im Kopf: die Versorgung von Kranken, Verwundeten (sie ist Apothekerin), aber auch Schönes und Sinnliches, einfache Freuden. Genüsse wie den Duft von Lavendel, frische Baklava... und von all dem schreibt sie ihm.
Auf das immer gleiche blaue Papier...
Ein eindrucksvolles und sehr lesenswertes Buch!
In a not specifically identified land where violence , resistance , terror and war prevail ... an old prison is demolished.
The last prisoner - one to double life imprisonment of convicted terrorist - left behind in his cell three bundles of letters from a woman named A'ida . If that was her real name.
The bundles are tied with strips of linen , and these described in spidery letters.
"The universe is like a brain , no machine. Life is a story that is being told now . The first reality is a narrative . This has taught me my life as a mechanic "
is on the first bundle.
Also on the backside of the letters the prisoner has been listed yet many ....
I imagine to be that woman . That the letters writes .
Becausee they are not married, she can not visit him.
She will probably never see him again , though she keeps her love and tells him in letters from everyday life, her thoughts, dreams , experiences ...
She calls him "Mi Guapo , Mi soplete , my Kanadim , Ya Nour , my Earth lion , Habibi and yet different ... and writes in a dense , poetic and powerful language .
She wears jewelry, but about their clothing makes them otherwise little thought. Dresses are only replaced if they are threadbare and worn. Not everywhere has clothing and fashion such importance as in our world ...
And she has anyway else in mind: the care of the sicks , woundeds ( she is a pharmacist ), but also beautiful and sensual , simple pleasures . Delights such as the scent of lavender , fresh baklava ... and of all that she writes him.
On the unchanging blue paper ...
An impressive and very readable book !