Mittwoch, 11. April 2018

Without air





There are times I look at you & wonder
what it would've been like to never know
you & there is always that catch in my breath
as if my body is telling me what it would've been
like to live without air.

- storypeople -













(photos from my archive)


Dienstag, 10. April 2018

Come before





There will come a moment in your life when you look into the future & wonder
if the way you love the world matters

& almost without thinking, you’ll want to find someone who already 
answered this question you never thought to ask.

It’s hard to believe, but the ones who came before hope you come to this.

You’ll look in their eyes & see what they could not speak (& even if they could, you would not have heard until now), because how do you say I remember, when so many people shake their heads & say Remember what?

But in the moment when you see again who we all are, everything changes & you’ll love the world differently because of that & I promise for the ones who come after, the ones you may never know, it matters.

- storypeople -


















Montag, 9. April 2018

Smalltown boy




*


You leave in the morning
With everything you own
In a little black case
Alone on a platform
The wind and the rain
On a sad and lonely face

Mother will never understand
Why you had to leave
But the answers you seek
Will never be found at home
The love that you need
Will never be found at home

Run away, turn away, run away, turn away, run away
Run away, turn away, run away, turn away, run away


Pushed around and kicked around
Always a lonely boy
You were the one
That they'd talk about around town
As they put you down

And as hard as they would try
They'd hurt to make you cry
But you never cried to them
Just to your soul
No, you never cried to them
Just to your soul

Run away, turn away, run away, turn away, run away
Run away, turn away, run away, turn away, run away

Cry, boy, cry...

You leave in the morning
With everything you own
In a little black case
Alone on a platform
The wind and the rain
On a sad and lonely face
Run away, turn away, run away, turn away, run away
Run away, turn away, run away, turn away, run away

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Samstag, 7. April 2018

Wochenrückblick





Nach dem schönen Karfreitag hat uns Ostern wieder mit Kälte, Regen-und 
Schneeschauern beglückt - das war höchst ungemütlich!
So war dann eher indoor angesagt und Montag hatten wir Mutter hier.
Was für sie Gemütlichkeit bedeutet, ist für mich eher Anspannung und Stress.
Ich bin dann froh, wenn mein Schatz dabei ist, das mildert sie Situation deutlich.

*
Erst am Dienstag begann dann der wirkliche Frühling.


Murrer sonnte sich am Fuss der Vordertreppe 
und ich habe zwei Tage komplett im Garten verbracht.
Zu tun ist genug, aber besonders frühlingshaft wirkt der Garten noch nicht.


Am besten haben es die Lenzrosen überstanden.


Und auf einem sonnigen Fleck gibt es auch schon ein paar Veilchen.


Die wilden Alpenveilchen sind ziemlich lädiert
und ich habe auch sonst allerhand Frostschäden gesichtet.



Staunend lese ich von Magnolienblüten in Köln - meine sahen gestern noch so aus.


Mittwoch nachmittag hatten wir einen (bezahlten) Helfer mit Kleinbus,
 der zusammen mit meinem Liebsten die Gartenabfallsäcke und das 
eine Riesenbündel Knöterich zum Wertstoffhof gebracht hat.
Natürlich kann ich das alles auch bis zur Strassenabfuhr liegen lassen, dann muss ich es aber erst in Pappkartons oder Papiersäcke (Preis je 1 Euro) umfüllen und die Kartons müssen auch erstmal herangeschafft werden, Stück für Stück mit Fahrrad. Viele Wege...

Der 2. Vorteil: wer selbst anliefert, kann dafür gratis Komposterde mitnehmen.
Das wären gekauft sonst auch nochmal 30 Euro und unzählige Fahrrad-Wege für mich.
Sprich: das hier ist eine ungeheure Erleichterung und ich bin froh,
 dass das wieder so gut geklappt hat wie schon im Vorjahr.

Um das alles selbst zu kompostieren ist mein Garten einfach zu klein
 (natürlich habe ich Tonnen für Rasenschnitt, Weiches und Küchenabfall)
 und mir fehlt für verholzte Teile auch ein Schredderer.


Den Knöterich muss ich aller paar Jahre einmal radikal herunterschneiden,
 weil die Hecke  sonst zu dick wird mit zu viel Totholz darunter.


Nur Katzen brauchen nichts zu tun...

*

Dafür konnte ich am Donnerstag dann vor Schmerzen nicht krauchen,
habe den Tag irgendwie so dahingebracht und den nötigen Alltag erledigt.
Zu mehr reicht es oft nicht. Und es hat sowieso geregnet.

*


Nun kann man endlich wieder Wäsche draussen trocknen und ich kann alles
 im Winter liegen gebliebene endlich waschen.
Das Haus hat weder Dachboden noch entsprechenden Keller, 
sprich: keinen Trockenraum.
Da wasche ich winters nur das, was täglich gebraucht wird und lasse Bettwäsche etc. liegen. Reicht immer gerade bis zum Frühling, ich habe ziemlich viel (eben deshalb!).
Früher wurde ja auch nicht so häufig gewaschen wie heute.
Das ist für mich eine Art Frühlingsritual, diese mehrtägige grosse Wäsche.
Wo ich seit gestern dabei bin.


*

Sonst habe ich gar nichts Kreatives geschafft, 
nur die Mappen sind inzwischen trocken.



Jetzt werde ich die einzelnen Blätter noch einmal feinsortieren, nummerieren,
 Titel zu den Geschichten erfinden und noch Titelblätter kleben.
Das wollte ich längst getan haben, aber mein Tagewerk lässt mir meist nicht genug Freiraum und klaren Kopf dafür. Wirkliche Nur-für-mich-Tage sind 
eine Rarität und derzeit tun die Schmerzen ihr Übriges.


Sowas ist natürlich Pfusch, egal, wie es kommt
und da werde ich noch einmal bessere Mappen herstellen.


*

Das Lied der Woche: "Im Wald, im Feld"
Ein Lied des ukrainischen Widerstands (1938-1959), von Polinnen neu interpretiert.
Ich kannte es bisher ganz anders, aber es gefällt mir so fast noch besser.
Und es passt irgendwie gut zur derzeitigen Naturstimmung.




Ein schönes Frühlingswochenende wünsche ich Euch.

Freitag, 6. April 2018

First day



It is simple really. I will always be glad you took my hand 
that very first day & said Yes.

- storypeople -







Donnerstag, 5. April 2018

Mittwoch, 4. April 2018

Stadt - Land - Menschen



Wie ist das bei Euch so?

Wer lebt denn so bei euch?
Was sind das für Menschen?
Eure Nachbarn?
Der Ort?
Gibt's bei euch auch Horden von Touristen?
Wie steht es mit den Flüchtlingen?
Wie sieht es aus mit Menschen aus Afrika?
Reich und arm?
Ach, ich könnt' mich deppatfragen.
Jung oder alt, oder beides?
Viele Kinder?
Wen kennt ihr denn so aller?
Kennt ihr euren ganzen Ort? Gibt's das noch?

Das sind die Fragen, die Susanne uns diesen Monat stellt.


Fragen, die für mich nicht einfach sind.
Menschen sind wohl das Schwierigste überhaupt.



Nein, ich kenne nicht den ganzen Ort, bei ca. 30 000 EW geht das nicht mehr.
Ich kenne ja nicht einmal meine allernächsten Nachbarn.
Die Namen erfahre ich höchstens mal zufällig, wenn die Post Briefe
 falsch zugestellt hat. Kontakte gibt es nicht.
Wenn sich Nachbarn durch die Gartenhecke quetschen, meine Beete zertreten 
um ihren verschossenen Fussball wiederzuholen, tut mir das zwar in der Seele weh, 
dagegen wehren kann ich mich jedoch nicht.
Sowas bringe ich nicht. Besser also gar nicht hinschauen.
Und irgendein Ansehen hab ich hier sowieso nicht. 
Ich hatte es ja schon im Startbeitrag angedeutet: ich bewohne 
das "Armenhaus" dieser sauberen ordentlichen Strasse. 
Wo man nach Automarke und Besitz eingeordnet wird.

*
Menschen gibt es in meinem Leben nur sehr wenige.
Die meisten leben ausserhalb dieser Stadt bzw. sind irgendwann hier weggezogen.
Ich kenne kaum jemanden hier.
 Dagegen gibt es aber wohl ziemlich viele, die mich "kennen" (ohne je
 mit mir gesprochen zu haben), tuscheln oder mich gelegentlich 
auch offen  anpöbeln
 So ist das eben, wenn man hier anders ist. Behindert. 
Zu bunt oder sonstwas. Deplatziert.

*

Dabei bin ich im Wesen nicht feindselig. 
Naiv und vertrauend (bis zur gegenteiligen Erfahrung).
Ich freue mich, wenn jemand freundlich ist zu mir. 
Kann dann nicht einschätzen, wie ehrlich oder "zweckgebunden" das gemeint ist.
Nehme Versprechungen ernst, die offenbar nur so dahingesagt waren.
Gehe oft irgendjemandem auf den Leim, lasse mir etwas aufschwatzen,
 mich zu irgendwelchen unbezahlten Aufgaben überreden etc.
Wenn ich das dann erledigt habe, kommt nicht selten der symbolische
 Tritt ins Kreuz. Dann bin ich nicht mehr nötig.
 Dann braucht man mich nicht mehr.
Habe inzwischen aufgegeben, mich in Kirchengemeinde oder sonstwo zu engagieren.
 Immer die Arbeit zu tun ("wenn sie nun mal so blöd ist - - "). 
Zu persönlichen Kontakten hat das leider doch nie geführt.
Und selbst mal um Hilfe bitten kann ich sowieso nicht.
Oder nur irgendwo nach dem Weg fragen.

*

Ja, Scharen von Touristen gibt hier, davon lebt die Stadt.
Ausländer, die dauerhaft hier wohnen, sind eine verschwindende Minderheit.
Hauptsächlich Vietnamesen, die die DDR seinerzeit als Gastarbeiter ins Land geholt hat. Sie lebten damals völlig abgeschottet in Wohnheimen, Kontakte zur Bevölkerung waren unerwünscht und wurden erfolgreich verhindert. Ähnlich war es mit jungen Leuten aus Afghanistan, Mosambique oder Laos, die kurzzeitig zwecks Ausbildung und Arbeit hier weilten. Immer hübsch getrennt. Vermutlich liegt darin die unrühmliche Ausländerfeindlichkeit der östl. Bundesländer begründet: die Erfahrung von Fremden als ganz normale Mitbürger und Nachbarn wurde uns verwehrt. 
Das wirkt bis heute nach.

Die  in den Wirren der Wendezeit hier gebliebenen Vietnamesen sind asiatisch freundlich, aber sonst eine Gruppe, die unter sich bleibt. Schlechte Erfahrungen inclusive, von den Bevölkerung abfällig "Fidschis" genannt (warum, habe ich nie verstanden). Sie schlagen sich als (teils mobile) Textilhändler durch, betreiben preiswerte Restaurants und Imbisse. Reich  werden sie dabei ganz sicher nicht - den einen Imbissbetreiber sahen wir auf dem Hartz-IV-Amt sitzen. Vermutlich genauso ein sogenannter Aufstocker, wie ganz viele Arbeitnehmer, deren Einkommen unterhalb  der Sozialleistungen liegt. 
Der Billiglohnsektor ist das Einzige, was hier funktioniert.
Eine ganze Menge Spätaussiedler sehe ich bei der Tafel stehen. 
Kontakt zu uns Einheimischen ist aber ihrerseits wohl nicht so erwünscht.
Manchmal auf dem Amt sehe ich jemanden aus Afrika, aber selten.
Flüchtlinge sehe ich kaum. In der Zeitung stand mal etwas von 19 Jugendlichen,
 die in einem Heim von wesentlich mehr Fachkräften betreut würden.
Das muss alles sehr gut organisiert und ordentlich sein.

Ich persönlich würde mich gern in der Flüchtlingsarbeit engagieren, doch ohne Auto 
fehlt mir dazu die Möglichkeit. Denn ich müsste in eine andere Stadt fahren, 
wo das Aufnahmelager ist.

Im grossen Ganzen habe ich mit Ausländern weniger Probleme als mit Landsleuten. 
Wenn beide gutwillig sind, ist die Sprachbarriere allemal zu überwinden (beim "Roten Kreuz" hatte ich damals eine Zeigetafel gemalt mit allem, was evtl. gebraucht wird) und da beide fremd sind, andere Sitten haben, ist vieles für mich leichter und ich muss nicht so viele ungesagte Erwartungen erfüllen,
 das, was ich oft nicht beherrsche oder verstehen kann.

*

Kinder gibt es inzwischen wieder mehr als in den Jahren nach der Wende.
Aber längst nicht so viele wie in der DDR.
Wenn ich damals samstags als Postfrau kam und die Sonne schien... dann wimmelte die Strasse vor den Häuserblocks nur so von Kindern , so dass ich 
mit meiner Postkarre kaum durch kam.
Ein Anblick, den es heute nicht mehr gibt.
Spielplätze sehe ich häufig leer bzw. nur zeitweise von Kindergartengruppen besucht.
Etliche Schulen wurden geschlossen und die, die zu meiner Schulzeit 800-900 
Schüler hatten, haben heute ca. 300 (Angabe aus Lokalpresse).

Durch die Hochschule sieht man viele junge Leute im Stadtbild.
 Aber die bleiben nicht hier.
Wer bleibt, sind eher Senioren. Die Bilder in der Zeitung 
 von der Frauentagsfeier im Rathaus zeigten einen Klub 70+.
So ist das fast bei jeder Veranstaltung.
Die Generation dazwischen pendelt oft weite Strecken zur Arbeit 
oder zieht ganz und gar weg.
Die bleiben (müssen), sind die Billiglöhner und Arbeitslosen.

*

Die Stimmung hier ist nicht unbedingt freundlich und zufrieden.
Eher aggressiv und von einer Zu-kurz-gekommen-Mentalität beherrscht.
Tendenz steigend.
Ich höre viel Gemotze und einer regt sich über den anderen auf, ob bei der "Tafel", oder was ich sonst so mitbekomme von Gesprächen auf der Strasse oder in Wartezimmern.
Die Facebook-Gruppe dieser Stadt mag ich deswegen gar nicht besuchen.
Und es passiert schon öfter, dass ich z.B. frühmorgens im Schritttempo durch die Fussgängerzone radelnd (offiziell bis 10:00 erlaubt), Sprüche zu hören bekomme a la "Die müsste man alle runtertreten, dass sie im Dreck landen!"

Wenn ich's vermeiden kann, gehe ich lieber nicht in die Stadt.


*
PS: Alles, was ich in meinem Blog schreibe, ist mein eigener, subjektiver Eindruck, meine persönl. Gedanken und Erfahrungen. Es erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, politische Korrektheit und wurde von mir auch nicht geschrieben, um jemanden zu beleidigen.
 Es ist alles rein sachlich gemeint.

Dienstag, 3. April 2018

Remember






During the times you feel most alone, I want you to remember this:
I held you & loved you from the moment you came into this world
& that's how it's always been for me & if you forget,
I am here to remind you as many times as you need.

- storypeople -












Montag, 2. April 2018

Кирпичики - Bricks





I continue my series of Russian nostalgia with the song "Bricks"
Sings Yuri Morfessi (1882 - 1949)



Кирпичики

На окраине Одессы города
Я в убогой семье родился,
Горе мыкая, лет пятнадцати
На кирпичный завод нанялся.

Было трудно мне время первое,
Но зато проработавши год,
За веселый гул, за кирпичики
Полюбил я кирпичный завод.

На заводе том кралю встретил я,
Лишь, бывало, заслышу гудок,
Руки вымою и лечу я к ней
В мастерскую, в условленный срок.

Кажду ноченьку мы встречалися,
Где кирпич образует проход...
Вот за каралю ту, за кирпичики
Полюбил я кирпичный завод.

Кажду ноченьку мы встречалися,
Где кирпич образует проход...
Вот за каралю ту, за кирпичики
Полюбил я одесский завод.
  
On the outskirts of Odessa city
I was born in a miserable family,
A lot of  sorrows and when I was fifteen,
I hired in  a brick factory.

First time was difficult for me ,
But after working here for a year,
For a merry rumble, for the bricks
I fell in love with the brick factory.

At the factory I had secret dates,
and when I heard the whistle,
I washed my hands and I flyed to her
In the workshop, at the agreed time.

Every night we met,
Where the brick forms the passage ...
For the drudgery, for the bricks
I fell in love with the brick factory.
'
Every night we met,
Where the brick forms the passage ...
For the drudgery, for the bricks
I fell in love with Odessa's factory.

Music by S. Baylinson and V. Kruchinin
Lyrics by P.D. German (1923)

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