Schon wieder ist ein Zwölfter und damit Zeit für die Alltags-Fotostory,
wie jedes Mal gesammelt bei Caro.
Morgensonne im Waschraum.Und das Grün ist von drauszen hineingewachsen,
denn ich lasse das Fenster den ganzen Sommer über angekippt.
Nein, bringt nicht Kummer und Sorgen...
schmeiszt nur sämtliche Alltagsroutinen gründlich durcheinander.
Wenn ich bedenke, wie effektiv und gut strukturiert mein Leben früher war -
heute ist es meist das reinste Chaos.
Mit -zig Unterbrechungen schaffe ich meinen Blogbeitrag über den Test des Impf-Erfoges schlieszlich doch noch.
Jetzt heiszt es aber losgehn!
Denn heute ist der 14-tägige Tafel-Tag.
Schlange stehen ist jetzt angesagt.
Ich bringe einige schöne Sachen mit heim.
Alles Glutenhaltige davon kriegt mein Schatz. Ich sollte das lieber nicht essen.
Die Pilze gibt es heut Abend und die Bohnen putze ich lieber gleich.
In Folie eingewickelt hält sich das noch Brauchbare davon bis morgen.
Heute musz ich einmal nicht kochen. Freu!
Eines der Brötchen lacht mich aber so an, dasz ich es mir aufbacke und geniesze. Eines ist eben doch für mich!
Nun ist Gieszen angesagt.
Vor und hinter dem Haus.
Im Hof und oben auf dem Dach.
Während es andeswo Sintfluten gab, hatten wir schon seit vier Wochen
keinen nennenswerten Regen. Mal drei Tropfen, noch in der Luft verpufft...
und höchstens Grauhimmel.
Diese Woche kam erstmals so viel, dasz meine Tonne wieder gefüllt ist.
Für die Natur ist das längst nicht genug.
Und danach gehen wir heute Essen.
Wie verlogen ist das denn? mag sich manch einer jetzt fragen:
kann jemand, der bei der Tafel Schlange steht, denn Essen gehn?
Nein, können wir eigentlich nicht.
Aber: wir haben so wenig Highlights, niemals Urlaub, keine Reisen,
nie einen Ausflug, keinen schönen Ort...kein Theater, kein Kino...
Also gehen wir zwei- bis dreimal im Jahr(!) Essen.
Meist an unseren Geburtstagen.
An seinem waren wir schon.
An meinem damals war tiefster Lockdown und nicht dran zu denken.
Das holen wir heute nach. Das musz einfach sein!
Wir gehen zu den Vietnamesen, die unterhalb der Stadtmauer
einen schönen Garten angelegt haben.
Dort sitzen wir gern
und es gibt schon für 7,50 Euro ein ganzes Mittagsmenü.
Ich geniesze es sehr, mir einmal aussuchen zu können, was ich gern essen mag.
Normalerweise besteht es immer aus Zufällen, eben aus dem, was ich finde.
von der DDR in ihren letzten Jahren ins Land geholt.
Leicht hatten sie es nicht nach der Wende
und auch Corona hat ihnen bestimmt sehr zugesetzt.
Vor Jahren ist ihre Pension einmal abgebrannt, doch auch da haben sie nicht
aufgegeben, sondern mit eigenen Händen alles wieder aufgebaut.
Wer gern einmal nach Wernigerode kommen mag,
kann hier günstig übernachten (keine bestellte Werbung!)
Hübsche Fische gibt es dort auch zu bewundern,
ich könnte da immer stundenlang schauen
und manchmal streichele ich sie sogar...
Dann geht es heimwärts und wir machen es uns gemütlich.
Mit einer guten Zeitung und einem Stück Melone lasse ich
den Tag ausklingen.
So ein freundlicher Sommertag und einmal so wenig Alltag - ja, das ist schön!