Sonntag, 15. Dezember 2019

Adventspost



Lieber Zebedäus, lieber Marc Aurel,

hier sind Brumm und Leokadia.




Die Frau hat jetzt endlich etwas Weihnachtsdeko herausgeholt
und nun haben wir es in der Küche richtig gemütlich
(naja, vorher war es auch gemütlich, aber eben anders)



Wir haben schöne echte Kerzen und nur die weiszen Sterne
sind elektrisch, sonst gibt es hier kein LED-Geblinker.
Nur warmen Kerzenschein, auch wenn es schon
fast Tag war beim Frühstück - wir haben nämlich verschlafen!



Gestern Abend waren wir in der Stadt.
Dort war alles hell beleuchtet und es gibt
überall Sterne - das war schön!











Eigentlich wollten wir den Weihnachtsmarkt sehn,
aber daran sind wir dann doch lieber vorbeigegangen: 
das dudelte und rumste und blinkerte viel zu doll!



Und ganz viele Leute kamen uns mit Stäben entgegen,
da war wie eine riesige Seifenblase drauf und die blinkerte
in allen Farben - Bären haben ja ein dickes Fell
aber Leokadia ist ganz tief in die Tasche gekrochen
und der Frau war es auch zuviel, sowas kann sie einfach nicht ertragen!
Da bekommt sie Overload, aber es half auch kein Wegschauen: die waren überall...
Wir wollen nie wieder zum Weihnachtsmarkt gehn!




Und dann kam die Feuerwehr.
Aber es brannte nichts, sie fuhren nur mit geschmückten
Wagen durch die Straszen bis zum Feuerwehrmuseum.














Dort beim Museum qualmte der Würstchenstand ganz gewaltig
und sie machten ein Lichterfest - das haben wir uns angeschaut.
Das war sehr schön, so dasz wir die Kälte und den Regen fast
vergessen konnten.











Wir haben viel gesehn und kamen sehr müde heim
und die Frau war völlig fertig von der Reizüberflutung.
Das ist für Asperger ein groszes Problem, deswegen mögen manche
gar nicht auf die Strasze gehn und auch ÖV-Fahrten sind ganz schwierig.
Die Frau würde deshalb auch in keine Groszstadt ziehen,
obwohl sie es dort leichter hätte und ungestrafter "anders" sein dürfte
als in solchem Spieszernest, wo sie schon viel Schlimmes erlebt hat....
Naja, wir haben uns erstmal ausgeschlafen, die Frau hat allerdings
dazu eine Tablette gebraucht und ist heute noch restlos erledigt,
aber wir machen das ja auch so bald nicht wieder...



Nun verabschieden wir uns mit einem schönen Morgenhimmel
und wünschen Euch allen
einen schönen und ruhigen 3. Advent.

Brumm und Leokadia

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Lieber Marc Aurel, lieber Zebedäus



... wir sind es: Brumm und Leokadia.


Heute morgen gab es ein tolles groszes Adventsleuchten.





Nach diesem schönen  Anfang wurde es aber gleich wieder grau und düster.
Naja, wir zünden uns Kerzen an und lesen.


Danke lieber Marc Aurel für die beiden Nikoläuse.
Einen Bleistift mit einer Weihnachtskugel dran
haben wir von der Frau bekommen.



Doch das allerschönste Geschenk kam von der lieben Astrid:
ein Buch mit Weihnachtsgedichten - das macht uns allen
ganz viel Spasz.
Am meisten mögen wir die Weihnachtsflöhe, die auf den fallenden Schneeflocken
immer weiter nach oben zu hüpfen versuchen.



Leokadia hat sich der Organisation "Katzen gegen Rechts" angeschlossen
und ich gehe zu den Klimabären.

Wir lesen viel Zeitung, denn das ist aufregend und wichtig.
Und, was meint Ihr wohl, in der ZEIT vom 5.12. gibt es eine Seite,
da wird genau unser Buch vorgestellt - da waren wir platt!
Aber das ist auch ganz richtig, es ist ein gutes Buch,
das Aufmerksamkeit verdient!


Ansonsten war es keine gute Zeit die letzten Wochen.
Hier ist ganz viel schief gegangen und die Menschen
sind immer mit Alltag beschäftigt, der bei solch dunklem Licht
und kaltem Wetter gleich nochmal so anstrengend ist.
Vielleicht können sie morgen wenigsten wieder schwimmen gehn?

Wir hoffen, es geht Euch gut und Deine Menschenfrau bekommt bald
die kleine Aufmunterung, die wir ihr zur Post gebracht haben.
Sie soll das Päckchen bitte gleich öffnen, nicht erst Weihnachten.

Nun grüszen wir Euch und alle Leser ganz herzlich
und wünschen Euch viel Kerzenlicht und Wärme,

Brumm und Leokadia


Zebedäus, Du fehlst uns hier sehr.

Shared with Skywatch Friday

Dienstag, 10. Dezember 2019

For granted





It’s easy to focus on the things that are not going so well 
and forget that there is still so much to be grateful for. 
Like the fact we are a bundle of cosmic soup 
bound together by pure energy and running 
a 4 dimensional hallucination program we call consciousness. 
It’s neat.

- storypeople -













Montag, 9. Dezember 2019

Bohnensalat - fairtrade - ?



Hier mal ein ganz profanes Foto aus meiner Küche.
Bei Lampenlicht. Jetzt eben.
Ich habe ein wenig Bohnensalat bereitet.


Nix Besonderes also. Und auch nicht nachhaltig.
Das höchstens insofern, als dasz ich dieses Bohnen heute beim Foodsharing bekam,
also Lebensmittel verwerte, die sonst weggeworfen würden.
Vorm Container gerettet, was man noch gut essen kann.
Aber darauf halte ich mir nix zugute, denn ich tue dies eher
aus ganz anderer Motivation bzw. Notwendigkeit.

Beim Putzen der Bohnen kamen mir allerhand Gedanken.
Zweimal 150gr. Böhnchen in Plasteverpackung (kaufen würde ich die niemals!).
Mit dem Label Fairtrade darauf - es gibt Menschen, die fühlen
sich sicher gut, wenn sie solche Produkte kaufen -

Ich finds einfach nur erschreckend: auch hier dieser Aufwand an Verpackung
und ganz sicher auch Flugzeugtransport.
Länger würden sie sich ja nicht halten.
Ich frage mich da nur: können die Menschen in Kenia nicht ihre Bohnen
lieber selbst essen und wir essen hier unsere?

Okay, jetzt wachsen drauszen keine mehr.
Früher wurden sie eingekocht, heute kann man sie einfrieren.
Naja, das kostet dann wieder Strom. Seufz!
Zu meiner Kinderzeit gabs im Winter auch keine Bohnen im Laden.
Und wir haben trotzdem überlebt!

Versteht das bitte nicht falsch: ich habe nichts gegen Handel mit ärmeren Ländern
und finde es absolut richtig, diese durch fairen Handel zu unterstützen.
Aber: musz das unbedingt verderbliches Gemüse sein???
Statt dessen lieber Kleidung, Weberei, Holzprodukte, Kunsthandwerk
oder sonstwas, das wenigstens mit Schiffen und langsam transportiert werden kann.
Bananenchips, Kaffee oder Tee, 
der Schwarztee von dort ist ja ganz lecker!

Ja, auch Schiffe machen CO2-Ausstosz und das nicht zu knapp.
An Flugzeuge kommen sie dennoch nicht heran.

Unsere Kleinstadt ist stolz auf den Titel Fairtradetown
und brüstet sich auszerdem mit einem Nachhaltigkeitspreis
(aber Weihnachtsbäume aus Grünanlagen absägen wollen - - - !).

Ich sehe auch dies irgendwie kritisch und denke:
es musz ein Umdenken geben unbedingt auch in diesem Bereich!
Andere Wege, den Ländern zu helfen und fairen Handel anders zu organisieren.
Ansonsten wird mir auch hier himmelangst.
Wenn ich mich da reindenke. In die Ressourcenverschwendung
für Verpackung und die Transportwege, die sowas nimmt.

Nein, ich weisz hier auch keine Lösung, aber ich finde, 
auch darüber musz unbedingt nachgedacht werden.
Ob alles, wo Fairtrade draufsteht, auch wirklich so gut ist,
wie es auf den 1. Blick scheint oder erscheinen sollte -


Verlinke meine eher wieder kritischen als konstruktiven Gedanken

Some humans ain't humans













Some humans ain't human, some people ain't kind
You open up their hearts, and here's what you'll find
A few frozen pizzas, some ice cubes with hair
A broken popsicle, you don't wanna go there

Some humans ain't human, though they walk like we do
They live and they breath, just to turn the old screw
They screw you when your sleepin', they try to screw you blind
Some humans ain't human, some people ain't kind

You might go to church, and sit down in a pew
Those humans who ain't human, be sitting right next to you
They talk about your family, they talk about your clothes
When they don't know their own ass, from there own elbows


Jealousy and stupidity, don't equal harmony
Jealousy and stupidity, don't equal harmony
uuum-huuum ummm-huuum...

Have you ever noticed, when you're feeling really good
There's always a pidgeon, that'll come shit on your hood
Or you're feeling your freedom, and the world's off your back
Some cowboy from taxas, starts his own war in iraq

Some humans ain't human, some people ain't kind
They lie through their teeth, with their head up their behind
You open up their hearts and here's what you'll find
Some humans ain't human, some people ain't kind
uuum-huuum ummm-huuum...

Shared with Photo Tunes

Dienstag, 3. Dezember 2019

Sterne







Sterne sind allüberall.
In der Weihnachtszeit sowieso.
Leuchtend, selbstgebastelt oder zum Essen...
Kaum ein Begriff, kaum ein Symbol wird so häufig
und unterschiedlich verwendet,
während die realen Sterne längst am Himmel
verblassen angesichts der Lichtverschmutzung
unserer Überfluszwelt.

Neulich beim Klimastreik schwärmte mir einer
von einem seltenen, noch dunklen Ort,
wo man die Sterne beobachten könne.
Ich habe das leider nie gelernt: die Sternbilder
zu erkennen. Auseinander zu halten...

Doch ich habe heute morgen einmal nach Sternen gesucht
bei Else Lasker-Schüler.




Heimlich zur Nacht


Ich habe dich gewählt
Unter allen Sternen.

Und bin wach – eine lauschende Blume
Im summenden Laub.

Unsere Lippen wollen Honig bereiten,
Unsere schimmernden Nächte sind aufgeblüht.

An dem seligen Glanz deines Leibes
Zündet mein Herz seine Himmel an –

Alle meine Träume hängen an deinem Golde,
Ich habe dich gewählt unter allen Sternen. 





Dem König von Böhmen


Ich frage nicht mehr –
Ich weiß wer auf den Sternen wohnt ...

Mein Herz sinkt tief in die Nacht.
So sterben Liebende
Immer an zärtlichen Himmeln vorbei;

Und atmen wieder dem Morgen entgegen
Auf frühleisen Schweben.
Ich aber wandele mit den heimkehrenden Sternen.

Und ich habe viele schlafende Knospen ausgelöscht,
Will ihr Sterben nicht sehn,
Wenn die Rosenhimmel tanzen.

Aus dem Gold meiner Stirne leuchtet der Smaragd,
Der den Sommer färbt.
Ich bin eine Prinzessin.

Mein Herz sinkt tief in die Nacht
An Liebende vorbei.






Abschied


Aber du kamst nie mit dem Abend –
Ich saß im Sternenmantel.

... Wenn es an mein Haus pochte,
War es mein eigenes Herz.

Das hängt nun an jedem Türpfosten,
Auch an deiner Tür;

Zwischen Farren verlöschende Feuerrose
Im Braun der Guirlande.

Ich färbte dir den Himmel brombeer
Mit meinem Herzblut.

Aber du kamst nie mit dem Abend –
... Ich stand in goldenen Schuhen.






Ich träume so leise von Dir


Immer kommen am Morgen schmerzliche Farben,
Die sind wie deine Seele.

O, ich muß an dich denken,
Und überall blühen so traurige Augen.

Und ich habe dir doch von großen Sternen erzählt,
Aber du hast zur Erde gesehn.

Nächte wachsen aus meinem Kopf,
Ich weiß nicht wo ich hin soll.

Ich träume so leise von dir,
Weiß hängt die Seide schon über meinen Augen.

Warum hast du nicht um mich
Die Erde gelassen – sage?




An zwei Freunde


Ich blicke nachts in euren stillen Stern.
Es schwimmen Tränen braun um meinen Mandelkern
Und meine Schellen spielen süß am Kleiderrand.

Ich trage einen wilden Kork im Ohrlapp,
Und Monde tätowiert auf meiner Hand.
Versteinte Käfer fallen von der Schnur ab.

Ich liebe euer glitzernd Zackenland,
Und sehne mich nach goldnem Edelpunsche,
Aufglimme unsichtbar in eurem Wunsche.




Alice Trübner


Ihr Angesicht war aus Mondstein,
Darum mußte sie immer träumen.

Durch die Seide ihrer Ebenholzhaare
Schimmerte Tausendundeinenacht.

Ihre Augen weihsagten.
Ein goldenes Bibelblatt war ihr Herz.

Sie thronte einen Himmel hoch
Über die Freunde.

O sie war eine Sternin –
Schimmer streute sie von sich.

Eine Herzogin war sie
Und krönte den armseligsten Gast.

Manchmal aber kam sie vom West:
Ein Wetter in Blitzfarben;

Die sind gefangen über Burgzacken
Im harten Rahmen.

Ihre Bilder viele,
Pietätvolle, bunte Briefe;

Manche aufbewahrt unter Glas
An den Wänden.

Aber auch Gläser und Gräser
Malte Alice Trübner.

Irgendwo zwischen sitzt ein Schelm,
Ein altmodisch dicker Puppenporzellankopf.

Oder sie malte huldvoll die Köchin
Als Frau Lucullus gelassen im Lehnstuhl.

Verwandelte strotzende Früchte in Rosen
Auf weißem Damast.

O, sie war eine Zauberin.





Mutter


Ein weißer Stern singt ein Totenlied
In der Julinacht.
Wie Sterbegeläut in der Julinacht.
Und auf dem Dach die Wolkenhand,
Die streifende feuchte Schattenhand
Sucht nach meiner Mutter.

Ich fühle mein nacktes Leben,
Es stößt sich ab vom Mutterland,
So nackt war nie mein Leben,
So in die Zeit gegeben,
Als ob ich abgeblüht
Hinter des Tages Ende
Zwischen weiten Nächten stände,
Alleine.




Gefunden habe ich all diese poetischen Bilder hier
 - da gibt es noch viel mehr zu endecken.

Die Illustrationen sind digitale Zaubereien meiner eigenen Fotos.

Montag, 2. Dezember 2019

"Prayer" by Eldar Rjazanov



















Sings Elena Kamburova

I like this thoughtfull video and I think, 
you can understand it even without words.


Дни летят в метельной круговерти
Жизнь – тропинка от рожденья к смерти
Смутный, скрытый, одинокий путь.

Господи! Ни охнуть, ни вздохнуть!
Как нам одолеть большую зиму
Одолеть ее необходимо
Чтобы вновь весной услышать гром

Господи! Спасибо, что живем!
И четыре оттиска за нами
Неотвязно следуя, следят.

Господи, как ты метели рад!
Занесло печальную дорогу
Заметет остаток понемногу
Милостью отзывчивой судьбы

Господи! Спасибо за подмогу!
Дни летят в метельной круговерти
Жизнь- тропинка от рожденья к смерти
Смутный, скрытый, одинокий путь.

Господи! Ни охнуть, ни вздохнуть!


The days fly in a snowstorm
Life is the path from birth to death
A vague, hidden, lonely path.

Lord! Neither gasp nor complain.
How can we overcome the big winter
It is necessary to overcome it
To hear thunder again in spring

Lord, thank you for living!
And four live sections are behind us
Following incessantly, they follow.

Lord, you praise the snowstorm.
It took a sad way.
Notice a little bit of the remainder
By the grace of a merciful fate

Lord, thanks for the help!
The days fly in a snowstorm
Life is the path from birth to death
A vague, hidden, lonely path.

Lord! Neither gasp nor complain!