Donnerstag, 14. Mai 2026

Bücherliebe - 5 -

 

 


 

Fach No. 5 ist voll mit Schmökerstoff .
Bücher, die ich irgendwann einmal gelesen und für aufhebenswert befunden habe,
um sie später vielleicht noch einmal zu lesen.
Was ich gelegentlich auch tue, wie gerade mit "Die verborgene Sprache der Blumen" 
 
 
 
 

Hier steht ganz viel Schönes, manchmal auch Triviales...was um 2015 hier 
reingekommen ist und seither auch bleiben durfte - ich sortiere gelegentlich
auch mal die Fächer durch und einiges aus...
 
Früher war ich übrigens leidenschaftliche Bibliotheks-Leserin: wir hatten
in der DDR hier am Ort eine sehr schöne und reichhaltige Stadtbibliothek 
mit sogar noch zwei Zweigstellen in den Ortsteilen.
 Inzwischen gibt es zwar die Kern-Bibliothek noch, aber durch irgendwelche
bundesdeutschen Gesetze müssen pro Jahr soundsoviel Prozent
des Bestandes aussortiert und gelöscht werden.
Also stehe ich dort fassungslos vorm fast leeren Kunst-Regal,
vermisse sämtliche Klassiker-Werkausgaben, von denen ich mir oft
schnell mal einen Band geholt hatte, um etwas Bestimmtes nachzulesen...
und auch sonst deckt der Bestand meine Interessen ganz und gar nicht
mehr ab. - Da blieb mir kaum noch etwas anderes übrig, als Bücher ganz
 gezielt (gebraucht) zu kaufen oder mitzunehmen, was ich irgendwo 
Lesenswertes finde... also die privat-Bibliothek immer weiter auszubauen.
Das ist nun das Ergebnis. 
 
 
 
 
Empfehlungen aus diesem Fach hätte ich ganz viele: Andrej Makine (im vorigen
Post erwähnt) steht hier auch noch paarmal und so viel anderes Lesenswertes.
 
 

 
"Der einsame Polygamist" ist die tragikomische Alltagsgeschichte einer
Mormonen-Familie in den USA.
Ich lernte das Buch seinerzeit durch die Linkparty "Literarry Stylings" kennen.
Da stellte jede ein Buch vor und kleidete sich in passender Weise.
Das hat mir immer viel Spasz gemacht! 
 
"Die Lewins" beschreibt eine unbürgerliche Familie hier in unseren Breiten.
Einzigartig, poetisch, anrührend...
 
 
Eigentlich mag ich Familiengeschichten ja überhaupt nicht.
Ergo sind das schon zwei ganz besondere Bücher. 
Mein Thema sind eher Randexistenzen, Ausgestoszene, Geflüchtete etc.
Dazu auch noch zwei Empfehlungen aus diesemn Fach.
 
 

 
"Unter fremdem Himmel" - wie es sich anfühlt, illegal in Deutschland zu sein.
 
"A und X" - Briefe ins Gefängnis, an einen angeblich wegen Terrorismus
zu zweimal lebenslänglich Verurteilten. In irgendeinem Land auf der Welt,
wo gerade Krieg ist... Durch seine Schreibweise einzigartig.
 
*
 
Keine Werbung, alle Bücher selbst gekauft, auf Flohmärkten, aus privaten 
Verschenk-Kisten oder sonstwo aufgelesen -  
 
 

4 Kommentare:

  1. Ich war neulich auf Besuch bei jemandem mit vielen Büchen, sehr vielen Büchern. Teils angeordnet wie in einer Bücherei - mit Querregalen. Ich habe gestaunt und er meinte ohne Bücher geht gar nicht. Und mit Augenzwinkern behauptete er, seine würde er manchmal wispern hören wenn sie untereinander ihr Wissen austauschen. Magie der Bücher. Bei dir stapelt es sich auch, das Wissen um die Macht der Worte.
    LG Christiane

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    1. Was für ein toller Gedanke, sie könnten leise wispern! Dann sollte man gut überlegen, welche man jeweils in Hörweite unterbringt ;)

      Einen schönen Blogpost zur Anhäufung von Büchern gibt es auch bei Anna Koschinski:
      https://anna-livia.de/antibibliothek/
      Ich denke jedenfalls oft: meine Antibibliothek!
      Vielleicht ein Gegenstück zur Stadtbibliothek auch -
      LG Mascha

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  2. selbstverständlich unterhalten sich die Bildbände und Bücher untereinander, ob sie wispern und einander lauschen hab nie nie angezweifelt. des Nachts wenn es völlig dunkel ist, kein Laut ertönt nur der Himmel mit dem Mondlicht erhellt ist höre ich sie oft wenn sie weinen oder lachen und sich erzählen wer sie alles schon gelesen hat, dann rascheln sie begeistert mit ihren Seiten beim umblättern...und wenn einer neben ihnen steht der nicht zu ihnen passt werfen sie sich auch manchmal um, es sind richtig streitsüchtige dabei...
    wer viel liest hört sie des nachts auch spazieren*gehen und in anderen Regalen nachsehen wo ein FReund abgeblieben ist..
    angel...lächelt

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    1. Oh, nun wird mir alles klar: der vermiszte Chasanov-Band geht wahrscheinlich gerade spazieren und sucht nach Freunden - ziemlich schwierig, wenn man selbst so absolut genial ist... - da werd ich jetzt nicht weiter suchen, sondern warten, bis er zurückkommt.
      Hab auch schon gedacht, sie könnten doch auch ihre Handlungen auf die Weise bessern: der minderjährige Stricher heiratet die chinesische Prinzessin und die frustrierte alternde Dichterin wird Floristin und findet dabei ihr Glück! Da tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf...
      LG Mascha

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