Dienstag, 9. April 2013

Nochmal Obuchova

Es gibt Tage, das wird es nichts mit Blog
da liegt einfach anderes an...
Dafür zum Abend noch zwei Lieder
von Matwej Blanter , die ich sehr mag.
Blanter ist übrigens auch der Komponist
der legendären "Katjuscha"....

Es singt wieder Nadeshda A. Obuchova.

Das zur blauen Stunde 
und zur guten Nacht -

https://www.youtube.com/watch?v=-J8wdhRs-Hc

https://www.youtube.com/watch?v=fwJswKymrD0

Leider ist das zweite Lied bei youtube nur unvollständig, aber eine andere Aufnahme finde ich dort nicht... hier auf der Seite gibt es die gesamte Aufnahme 
http://www.sovmusic.ru/download.php?fname=kazacka 

Sonntag, 7. April 2013

Harzquerbahn

Die Harzer Schmalspurbahn in historischen Ansichten
(ich fand die Bezeichnung Harzquerbahn viel schöner)


Samstag, 6. April 2013

Früh im Morgengraun... (ein altes Lied)

Vielleicht, weil jetzt dieses Wetter ist, die Jahreszeit... geht mir seit Tagen ein Lied im Kopf herum.
Das Lied einer Soldatenbraut, die im zeitigen Frühjahr, zur Zeit des Eisgangs, ihren Liebsten ins Feld verabschiedet. Den ganzen Sommer wartet sie vergeblich auf Post... im Dezember klopft ein Kamerad ans Tor und bringt die Kunde von seinem Tod –

Ich mag dieses Lied, ich mochte es als Jugendliche schon. Die einfache klare Melodie und die Stimme von Nadeshda Obuchowa.
Ich besitze eine alte Schallplatte von ihr.
Ich habe gründlich gesucht, doch bei youtube konnte ich gerade dieses Lied nicht finden und das Hochladen von mp3-Dateien bekomme ich hier auch nicht hin.
Aber auf dieser Seite kann man es anhören. Auf das Symbol hinter „Прослушать:“ klicken.

http://www.sovmusic.ru/download.php?fname=rano

Musik: Matwej Blanter
Text: Aleksej Surkow

Рано-раненько

Рано-раненько до зорьки в ледоход
Собирала я хорошего в поход.
На кисете на добро, не на беду
Алым шёлком шила-вышила звезду.

Шила-вышила удалой голове
Серп и молот алый шёлком по канве.
И уехала кручинушка моя
Биться с недругом в далёкие края.

Отгремела громом летняя страда,
Пастухи пригнали на зиму стада.
Только нет от дорогого моего
Ни ответа, ни привета, ничего.

Поздно осенью в студёном декабре
Проскрипела подворотня на дворе.
С фронта мне привёз товарищ наш сосед
Шёлком шитый, кровью крашенный кисет...

Я кручину никому не покажу,
Тёмной ночью выйду в поле на межу,
Буду плакать, буду суженного звать,
Буду слёзы на дорогу проливать.

Я любви твоей вовек не изменю,
Твой кисет, шелками шитый, сохраню,
По весне про кудри русые твои
Будут петь мне, одинокой, соловьи...

1938

Nadeshda Andrejewna Obuchowa (1881 – 1961)

 

Freitag, 5. April 2013

Statt Frühlingserwachen...

Statt Frühlingserwachen
liegt das Land
frosterstarrt 
in tiefem Schlaf - 

wann will es endlich
Frühling werden? 

  
Die Fotos machte ein guter Freund, mit dem wir diesen Ausflug unternahmen... ich hatte keine Kamera dabei..
und es treibt mich gerade wieder in den Wahnsinn, die Abstände zwischen den Fotos gleich hinzubekommen - komisch, früher ging das immer automatisch, jetzt starte ich jedes Mal hundert Versuche und es gelingt heute doch nicht - )

Dienstag, 2. April 2013

Kluger Lebensrat


Laß dich fallen,
lerne Schlangen beobachten,
pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein,
mache kleine Zeichen, die „Ja“ sagen und
verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch du kannst mit deiner Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere „verantwortlich zu sein“,
tue es aus Liebe.
Glaube an Zauberei,
lache eine Menge,
bade im Mondlicht.
Träume wilde phantasievolle Träume,
zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert,
kichere mit Kindern,
höre alten Leuten zu.
Spiele mit allem,
unterhalte das Kind in dir,
du bist unschuldig,
baue eine Burg aus Decken,
werde naß,
umarme Bäume,
schreibe Liebesbriefe.

 - Joseph Beuys  -



Ein wenig – entfernt – erinnert mich dieser Text an Friederike Mayröckers „Anleitung zu poetischem Verhalten“ aus „Pick mich auf, mein Flügel“ – ein sehr lesenswerter Text. Immer wieder.

Daher ist es gut, manche Bücher nicht nur zu auszuleihen, sondern selbst zu besitzen. Friederike Mayröcker „Gesammelte Prosa“ Band 1, Suhrkamp
http://www.suhrkamp.de/buecher/gesammelte_prosa-friederike_mayroecker_6911.html 

Hier ist der Text zitiert:
http://www.claudiakilian.de/anleitung-zu-poetischem-verhalten 

Interessant auch zum Weiterlesen über F. Mayröcker: 
http://www.planetlyrik.de/friedericke-mayrocker-zittergaul
http://www.emma.de/ressorts/artikel/literatur/friederike-mayroecker/ 
http://www.weserburg.de/index.php?id=182 




Sonntag, 31. März 2013

Einen schönen Ostersonntag


Hiermit wünsche ich allen Lesern einen schönen und sonnigen Ostersonntag - vielleicht ist ja doch ein Spaziergang möglich (?) 
Schnee an sich ist nichts Schlechtes.
Die Hühner sollten aber besser noch drin bleiben :-)

Samstag, 30. März 2013

Osterbeschäftigung...


Schnee schippen, damit die Katze laufen kann...


Nüsse knacken, damit die Vögel etwas zu futtern haben...



(das letzte Bild ist von neulich - da lang auf der Sonnenseite schon mal weniger Schnee - )

Und eigentlich wollte ich jetzt Kuchen backen und Eier färben.
Aber im Osternest sitzt sowieso Murrer, weich im grünen Gras - woanders findet er ja keines ;-)



Freitag, 29. März 2013

Zum Karfreitag


Das ist eine alte Postkarte, welche frei von Rechten ist - also veröffentlicht werden darf (ich bin eher vorsichtig mit fremden Bildern). Künstler nicht verzeichnet...

Der in Syrien lebende Künstler Omar Delawer hat ein für mich sehr eindrucksvolles Pietá-Motiv gemalt mit dem Titel "Humanity died..."
Das Bild kann ich hier nicht zeigen, es ist auf seiner fb-Seite zu sehen (die überhaupt sehr sehr anschauenswert ist!), aber hier der Link dazu 
http://www.facebook.com/photo.php?fbid=503998649621407&set=a.129300337091242.16014.129293607091915&type=1&relevant_count=1

Ein unzeitgemäszer Anblick


Donnerstag, 28. März 2013

Mittwoch, 27. März 2013

Vorgestellt: Carole Martinez "Das genähte Herz"

Klappentext: "Als die junge Frasquita das Nähkästchen erhält, das in ihrer Familie seit jeher von der Mutter an die Tochter vererbt wird, gelangt sie zugleich in den Besitz einer besonderen Gabe, die an Zauberei grenzt. Mit den leuchtenden Garnen näht sie wunderbare Dinge und macht Frauen zu Prinzessinnen. Sie bestickt Kleider, auf denen die Magie der Farben Blumen erblühen lässt. Doch die Menschen in dem abgeschiedenen andalusischen Dorf stecken voller Misstrauen und Neid, was Frasquita bei ihrer Hochzeit mit dem wortkargen Schmied José nur allzu sehr zu spüren bekommt. Es folgen stille, einsame Jahre, bis Frasquita irgendwann erkennt, dass sie der Enge ihres Dorfes entfliehen muss. Und so setzt sie eines Tages ihre Kinder in einen Handkarren und bricht auf zu einer weiten Reise durch den trockenen Süden Spaniens in Richtung Meer."

Eigentlich ist es eine schreckliche Geschichte, denn sie spielt in einer gnadenlos brutalen Zeit und Welt. – Ein Buch, das man gar nicht lesen könnte... wenn da nicht diese wunderbare magische Sprache wäre, so voller Zauber und Poesie.
Somit ist es ein Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen mochte, das ich einfach immer weiter lesen muszte.
Und ich kann es nur weiter empfehlen als einzigartiges Leseerlebnis. Eine Lesereise der ganz besonderen Art.
Mascha

429 Seiten
Piper 2009
ISBN 978-3-492-05200-9


Genau der gleiche Roman, ja sogar derselbe Schriftsatz, erschien noch als Taschenbuch unter dem Titel „Das Blau des Himmels am Nachmittag“.

 Ich finde das irritierend und verstehe nicht, warum ein seriöser Verlag wie Piper so etwas nötig hat –

Dienstag, 26. März 2013

Dienstagmorgen

Vor meinem Fenster der Frost
und ein vielstimmiger Betrieb
all der kleinen
Vögel die schon wieder
Hunger haben

Schnell die Nüsse rausgelegt
und meinen Tag begonnen



Montag, 25. März 2013

Ein hungriger Haufen

Seit Tagen lungert
ein Schwarm winziger grüner Vögel
hier herum
Grünfinken sind eigentlich
gröszer
jedenfalls
haben sie Hunger und alles
vertilgt was die
Futterstelle so hergab

zum Glück hab ich noch
Walnüsse die sollten
eigentlich zu Kuchen
verarbeitet werden
aber jetzt
sind sie anderen
nötiger
und ich geh denn
mal weiter
Nüsse knacken

Eis statt Frühling

Samstag, 23. März 2013

Eine assoziierte Geschichte um ein leeres Haus

Wenn ich durch alte leere Häuser streife, denke ich oft, was diese wohl erlebt haben... und wer dort alles gewohnt hat.
Manchmal mache ich fiktive Geschichten zu meinen Fotos, wie in diesem Buch. Eine Collage aus Literaturstückchen... die Ziffern in Klammern unter den einzelnen Abschnitten bezeichnen den Autor, der am Ende des Buches genannt ist.
Ich habe die Scan-Dateien diesmal nicht verkleinert – wenn man also das Bild im neuen Fenster öffnet, müszte es grosz genug und lesbar sein. Falls jemand die ganze Geschichte lesen möchte.
Sie soll eher eigene Assoziationen anstoszen, denn als vollständige Geschichte begriffen werden...

(weiter in Teil II - XIII)

II

III

IV