Dienstag, 24. Dezember 2019

Am Wendepunkt der Dunkelheit



...haben wir auch dieses Jahr unseren traditionellen
Spaziergang gemacht.



Es war keine Spur von Winter diesmal,
eher eine Mischung aus Herbstfarben und Frühlingsluft.
Worüber ich nicht traurig bin - von mir aus
kann der Winter gern ausfallen...
Aber er fängt ja kalendarisch auch gerade erst an
und Weihnacht liegt nur in Liedern mitten im tiefsten Winter.



Innig begrüszt haben wir unsere vier Schwester-Eichen (nur drei im Bild),
welche, selbst arg mitgenommen, die Stellung noch halten inmitten
der immer lichter werdenden Fichten - früher war das hier
ein dichter dunkler Märchenwald!



Auch über unseren Gabentisch wird es immer lichter
und er ist längst nicht mehr wind-und regengeschützt wie einst,
als ich die Stelle fand.



Wie jedes Jahr haben wir den Wesen des Waldes
einen symbolischen Tisch gedeckt und sie alle zum Festmahl eingeladen.
Haben die Elemente begrüszt und uns bedankt für ihr Sein.
Für uns, die wir ohne Luft, Feuer, Wasser und Erde nicht wären.
Die Stürme und auch die Sonne um Mäszigung gebeten
und den Regen um Erscheinen zur richtigen Zeit...
Das ist unsere Art, der Erde einen Dank zu bringen
mit Bitte um Verzeihen und den Wunsch für genug Stärke
um weiterhin zu sein und all das zu ertragen,
was ihr angetan wird

Vielleicht hätte Greta dabei sein mögen, vielleicht hätte es ihr gut getan, 
diese Art, dieser Weg mit dem Nicht-wirklich-ändern-Können umzugehn (?)
- ich las gerade das Buch über sie...






Nachdem wir den Tisch gedeckt hatten, kam sogar ein Sonnenstrahl.



Wir umarmten noch einmal die Eichen
und wünschten ihnen guten Schlaf und grünes Erwachen
und werden im Frühjahr wierder nach ihnen sehn.


Das letzte Nachmittagslicht muszte noch reichen
für unseren Heimweg - und das tat es auch noch. Gerade so.





Auf dem Heimweg den schönen Blick übers Land genossen-
der Vorteil, wenn man in bergiger Gegend wohnt...

















Wir schafften es gerade noch vorm Dunkel bis heim,
wo wir dann unsere Kerzen entzündet, Tee und Kekse genossen haben
und unser Beisammensein.
Davon haben ja Brumm und Leokadia schon erzählt.



Kommentare:

  1. Oh ja, schon gestern hatte ich auf dem Gaben-'Tisch'-Bild eine Fichte gesehen, die mich nachdenklich machte ...
    Es scheint, dass jetzt die Folgen richtig sichtbar werden. Und nun braucht es nur noch einen Hauch von Wind, weitere Trockenheit oder etwas mehr Regen, um viele der Bäume zu Fall zu bringen. Es ist vieles aus dem Gleichgewicht gekommen. Aber die Natur wird sich anpassen. Nur wir werden wohl bald vieles vermissen, was uns wichtig war. Nur da es immer da und verfügbar war, wussten wir nicht welchen Stellenwert wir der Natur eigentlich beimessen ...
    Du wirst sicherlich im Frühjahr berichten wie sie den kommenden Winter überstanden haben.
    Weihnachtliche Grüße schicken Euch Wolfgang & Silke

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  2. ...Masha, I always look forward to see your gift to the animals at Christmas. I send warmest Christmas greetings to you.

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  3. Ich wär gerne mitgekommen, die alte Indianerart, der Natur zu danken und ein klein wenig zurückzugeben sagt mir sehr zu. Den Wald so leiden zu sehen ist nicht schön. Und viele begreifen es nicht...
    Denk an dich, euch. Jetzt noch eine kleine Ruhepause, bevor wir feiern.
    Drück dich virtuell!
    Astrid

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  4. Schönes Ritual mit Verbundenheit und Dankbarkeit. Wer sich auch alles daran bedienen wird, wird es geniessen und freuen. Danke dass wir virtuell dabei sein durften, hat gut getan.
    Für das Neue Jahr wünsche ich all das, was nötig ist, um
    366 Tage rundum gesund, zufrieden und glücklich zu sein.
    L G Pia

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  5. Das ist wunderschön! Das erste Foto und der gedeckte Waldboden. Ich freue mich, dass ich endlich einmal zum Lesen komme...Liebe grüße, Taija

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