Kommt zwar verspätet... aber die Schneeglöckchen waren diesjahr auch zwei Monate später dran: im April statt im Februar (und ich mache ja erst seit kurzem hier mit) Das Anliegen der Picstory ist es über Sprachbarrieren hinweg mit Bildern etwas zu erzählen. Ich finde, nicht nur Bilder können das - Musik vermag es auch sehr gut. Und so möchte ich meinen Blümchen etwas passende Musik befügen:
Peter Iljitsch Tschaikowski "Die Jahreszeiten. April. Das Schneeglöckchen"
Das Video ist natürlich nicht von mir - ich habe es nur im I-Net gesucht, weil ich auf dieses Blumen-Musikstück aufmerksam machen möchte.Und ich hoffe, jetzt nicht gegen die Spielregeln zu verstoszen. Aber ich gebe nun mal gern noch eigene Ideen mit hinein in bestehende Projekte (und sonst lass ich es auch wieder -) Jedenfalls wünsche ich hiermit ein wunderschönes Wochendende :-)
Schon wieder ein Bücher-Doppel, welches mir eher zufällig in die Hände fiel. Also Bücher, die sich wunderbar ergänzen.
Wolfgang Leonhardt
„Die Revolution entläßt ihre Kinder“
Reclam-Verlag Leipzig, 1990
Ein Kommunistenkind (*1921) wächst in der in der Sowjetunion auf, lernt dort verschiedene Heime kennen (die Mutter kam in einen Gulag), studiert und geht durch eine harte, für uns unvorstellbare Lebensschule.
Der Alltag in der Sowjetunion von 1935 bis 1945, aus der Sicht eines deutschen Emigranten. Und, hautnah erlebt, die Politik der Stalinzeit. – Sehr aufschluszreiche, interessante Lektüre!
Die Ergänzung:
Galina Wischnewskaja
„Erinnerungen einer Primadonna“
Serie Musik, Piper/Schott 1993
Ein Titel, der mich erst etwas irritierte, denn ich mag Stars und den Rummel um sie überhaupt nicht.
Allerdings habe ich das Lesen nicht bereut, denn diese grosze Sängerin schreibt alles andre als primadonnenhaft – eine kluge, wahrmherzige Frau, die weit über den Bühnenrand hinausschaut. Die Einblicke hatte in die Politik, weil sie als Sängerin geladen wurde (Ladung bedeutete Befehl) zu den Gelagen der Oberen, die als Aushängeschild mitreisen durfte zu Staatsbesuchen, z.B. mit Chrustschow zu German Tito...
Und die sich da ihre eigenen Gedanken gemacht hat und ganz viel beobachtet und selbst zu spüren bekam von der sowjetischen Kulturpolitik (wofür sie später auch ausgebürgert wurde).
1926 geboren, durchlebt sie als Kind und Jugendliche die gleiche Zeit wie Wolfgang Leonhard, nur schildert sie das Erleben einer „Eingeborenen“ – alles in allem eine gute Ergänzung, um die Zeit und die Ereignisse damals besser zu verstehn.
Natürlich geht es in dem Buch auch viel um Musik und ihre Freundschaft zu Dmitrij Schostakowitsch – und später Solschenizyn – auch das alles ist unbedingt lesenwert!
Jetzt hab ich es doch glatt vergessen: ich wollte zum orthodoxen Karfreitag (also vorgestern!) hier ein besonders schönes ukrainisches Lied einstellen - Nun kommt es zu spät, heute wird die Auferstehung gefeiert. Ja ja, das kommt davon, wenn man plötzlich zu viele Blogsachen im Kopf hat. Tina's PicStory undsoweiter - Aber sakraler Gesang zum Sonntag paszt eigentlich immer .
Der Vorgarten von oben gesehn:
Merula läszt es sich gut gehen die Acapanthen sind dem Kellerverliesz entkommen
und die Forsythie feuert mit voller Kraft...
(nur der grüne Schlauch deutet darauf hin
dasz es schon wieder viel zu wenig geregnet hat - )
Lenzrose. Verblüht.
Eigentlich soll ich
hier frische Blumen zeigen...
Doch birgt Verblühen auch die Verheiszung
auf Samen und noch mehr Blumen
im nächsten Lenz.
Kein groszartiges Orchesterwerk, nur ein ganz schlichtes Lied, gesungen von einem Kind.
Dmitri Schostakowitsch Text: Jewgeni Dolmatowski "Родина слышит родина знает" - Die Heimat spürt es, die Heimat weiß... Ein Lied, welches Juri Gagarin gewidmet ist. Über den Geist könnte man geteilter Meinung sein... aber die Stimme finde ich wieder so schön - Dima Puschkarjow. Und ich mag dieses Lied, seit Jahrzehnten. Immer noch.
(Leider lassen sich youtube-Videos mit ausschlieszlich kyrillischen Lettern nicht immer hierher verlinken - da kommt nur "Es wurde kein Video gefunden". Aber wenn man den Link anklickt, funktioniert es)
Das Haus ist, wie viele alten Häuser, ziemlich eng und verwinkelt und so habe ich einige Spiegel angebracht um die Räume optisch zu vergröszern Einer unten um Korridor, schmal und hoch bis zur niedrigen Decke - eine alte Kleiderschranktür vom Sperrmüll Dadurch entstehen sehr verschiedene Ansichten. Ich habe hier einfach in den Spiegel hinein fotografiert
Nachdem ich gerade zwei slovakische Kommentare bekam... einen zum Kinderlied... fiel mir spontan noch etwas polnische Folklore ein: Ej przeleciał ptaszek- Kam ein Vogel geflogen. Paszt irgendwie zum 1.Mai (nur slovakische Lieder kenne ich leider überhaupt keine) Ich wünsche allen Lesern einen schönen Feiertag. Der Wonnemonat Mai ist schon ein Grund zum Feiern, auch wenn der Kampf-und Feiertag der Arbeiterklasse heut nicht mehr so groszartig begangen wird ;-)