Montag, 22. Dezember 2025

Haste mal ne Mark? ...klang einfach besser

 

Das Wort Euro - von Bettlern ausgesprochen - empfinde ich bis heute als sperrig.
Aber genau so lautet der Titel von Eriks Dezember-Blogparade.
Es geht um Spenden. 
 
Ich habe lange überlegt, ob ich dazu schreiben sollte.
Die weihnachtliche Bettelpost geht mir gehörig auf die Nerven.
Und ich bin mit 600 Euro Rente eh nicht in der Lage, da irgendwen zu bedenken. 
Weisz auch nicht, ob ich es tun würde, hätte ich mehr.
Nicht sicher, ob das Geld wirklich dort ankommt, wofür es bestimmt war.
 
Hätte ich es, wären Greenpeace, Nabu oder Flüchtlings-Seenotrettung 
die sichersten Empfänger.
Aber darüber brauche ich nicht nachzudenken, denn es wird
für mich eh nie besser werden.
 
Angesprochen werden mit "Haste mal ne Mark?" - Sorry, Euro...
passiert hier in der sauberen Kleinstadt auch nicht allzu oft. 
Ich kenne es vor allem von Durchreisen und gröszeren Städten.
Und das ist ziemlich lange her.
Da war ich schon eher geneigt, eine(n) zu geben.
Denn überhaupt: ich gebe lieber direkt.
 
Es ist in grauer Vorzeit durchaus vorgekommen, dasz ich
jemandem geholfen habe. Auch mit gröszerer Summe.
Wenn ich die gerade hatte (z.B. ein Bild verkauft) und jemand,
den ich kannte, das gerade nötiger brauchte als ich.
Weil ich solche Situationen nur zu gut kenne.
 
Heut bin ich ohne Bargeld unterwegs, was mir oft leid tut,
wenn ich einen guten Musiker höre.
Oder wenn da manchmal einer Sitzung macht. 
Neulich bekam ich sogar von einem arabisch aussehenden Menschen
eine Obdachlosenzeitung angeboten. Die gab es früher nicht in diesem Kaff.
Und die Berber-und Wohnungslosen-Szene der Neunziger, wie ich sie 
damals allzu zu gut kannte... war ausschlieszlich deutschsprachig.
Da scheint sich seither manches geändert zu haben - (?) 
In meinem brav-bürgerlichen Rentnerinnendasein weisz ich darüber nichts.
Aber es interessiert mich sehr.
Und ich habe den Vorsatz fürs neue Jahr, mir nicht nur mein eigenes
"Tafel-Geld" in Münzen aufs Küchenregal zu legen,
sondern auch immer 3-4 Euro Bares bei mir zu haben. 
Für die nächste Straszenzeitung etc.
Mal sehn, ob ich das hinbekomme! 
 
 

5 Kommentare:

  1. Unser Städtchen ist zu klein - ich bin froh, dass wir hier keine Obdachlosen haben - es gibt nämlich keine S- oder U-Bahn wo sie sich aufwärmen können.
    Ich spende auf keinen Fall den grösseren Vereinen. Meist spende ich der Organisation, von der wir unsere Hündin haben. Selten wo anders.
    Eine schöne Weihnachtswoche

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    1. S-und U-Bahn gibts hier auch nicht..trotzdem hatten wir hier schon eine Menge Obdachlose. Naja, seit die vielen leerstehenden Häuser/Fabriken abgerissen sind, ist es in der Tat schwieriger geworden mit dem Unterschlup. Aber ich würde sagen: je kleiner die Stadt, desto mehr stehn die Menschen unter Aufsicht. Und da wird ihnen dann auch schon mal etwas angetan (ich weisz, wovon ich rede).

      Habt Ihr die Hündin etwa aus Rumänien oder so? Von solchen Vereinen habe ich schon viele negative Erfahrungsberichte gehört, aber es kann natürlich auch mal besser sein -
      Schöne Weihnachten Dir auch :)
      Mascha

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    2. Vielleicht haben wir auch welche - ich hab nur nie welche gesehen. Trotzdem kann es ja gut sein, dass sie irgendwo bei uns Unterschlupf haben.

      Ja - aus Rumänien - aber der Verein wird von einer Deutschen geführt, die damals ihren Hund aus einem elenden Tierheim gerettet hat. Und seit dem bekämpft sie diese Tierheime in Rumänien und setzt sich ein. Ich hab auch schon viel negatives von Tierschutzvereinen gehört - aber für unseren kann ich garantieren - nicht 100% - das kann man nie, wenn man nicht direkt mal geschaut hat.

      Liebe Grüsse

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  2. Danke fürs Mitmachen 🙂

    Klar, wenn du nur eine niedrige Rente hast, kannst du auch nichts spenden.

    Mit den Obdachlosenzeitungen habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe dem Verkäufer 2 Euro gegeben und danach mitbekommen, dass er 1 Euro an einen Mann im Hintergrund abgeben musste 😉

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    1. Klar, Schindluder wird überall getrieben. In dem Fall der Obdachlosenzeitung ist meine Motivation aber eher Eigennutz, denn mich interessiert viel mehr der heutige Inhalt als die Spende, die ich damit gebe.

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