Samstag, 11. Mai 2019

Lieber Marc Aurel und lieber Mensch in der Ferne



... hier sind Leokadia, Brumm und Zebedäus.


Wir sind gerade alle sehr traurig
- die Frau ganz sicher am allermeisten  -
denn an Donnerstag morgen hatte das schwarze Katzentier einen Unfall.
Wir haben keine Ahnung, was passiert ist und ganz früh
war es auch noch munter und unversehrt und dann ist es wieder
zur Hoftür raus, nach hinten, in die Gärten.
Von dort kam es kurze Zeit später dann auch wieder rein -
einem Auto kann es da eigentlich nicht begegnet sein.

Es ist auch nicht sichtbar verletzt, kein Blut, keine Wunde
aber es hat einen Bruch oder eine Luxation im rechten Vorderbein,
das ist ganz komisch abgeknickt und tut ganz sicher höllisch weh.
Aber es wollte natürlich nicht zum Tierarzt, wie immer.
Um dieses Katzentier in den Korb zu bekommen,
musz man es überlisten und das geht nur zu zweit.
Aber Unfälle passieren leider immer dann, wenn der Mann
ganz weit weg ist - war damals ja auch so,
als es an Heiligabend aufgeschlitzt nach Hause kam.

Und auch diesmal ist es weggelaufen hat sich versteckt
und geschrieen vor Schmerzen und es kommt nicht mehr ins Haus.
Es will ja immer allein sein, wenn es krank ist
und da kann man es nur lassen und ihm gar nichts Gutes tun.
Hat die letzte Nacht drauszen hinter einer Hecke gelegen,
wo wir alle nicht hinkommen.
Heute morgen lag es noch genauso da wie gestern Abend.
In Regen und Kälte.

Wir sind so traurig, dasz uns nicht einmal
der leckere Auberginen-Reis-Salat schmeckt,
den die Frau wieder gemacht hat, weil sie Auberginen
bei der Tafel bekam...



Wir hängen jetzt alle ziemlich durch und nur herum
vor Kummer - nichts macht wirklich Freude.



Die Frau hat schon die Sommer-Vorhänge angebracht
die kann man herunterlassen, wenn die Sonne
gar zu hell und warm ist.



Aber jetzt weint der Himmel mit - es regnet schon den ganzen Tag
und es ist kalt wie im Winter.



Wenigstens ist das Katzentier jetzt auf dem Stallboden im Trockenen
und die Frau hat ihm noch eine warme Decke gebracht.
Es hat sich sogar füttern und streicheln lassen
und es ist gut, dasz es offenbar Hunger hat.
Aber eigentlich gehört es wohl in eine Tierklinik
mit dieser Verletzung, denn Luxationen können
für Katzen tödlich sein.

Aber erstens ist eine Klinik ohne Auto völlig unerreichbar
- man kann ja nicht viele Stunden mit der Bahn fahren
mit einem so ängstlichen und kranken Tier.
Und zweitens weisz die Frau auch nicht, ob sie ihm das antun möchte:
tage-oder gar wochenlang in einem Käfig dort zu bleiben.
Es ist ein so freies, halbwildes und misztrauisches Tier
das zu keinem Menschen kommt auszer zu ihr
und das eingesperrt sein absolut nicht vertragen kann.
Hier müssen immer alle Türen offen sein
damit es kommen und gehen kann, wie es will.
Anders war es nie.
Und es hat kein Vertrauen in Menschen
-wahrscheinlich hat es früher viel Schlimmes erlebt gehabt,
bevor es hierher kam. 
Wir können nur noch hoffen, dasz es "nur" ein
einfacher Bruch ist, der von selber heilt..
oder wir werden es verlieren -


Das sind heute keine guten Nachrichten
und die ganze Woche war schwierig und schmerzhaft und nicht gut.
Allerdings ist die Frau noch einmal ums Krankenhaus herum gekommen
obwohl (oder weil) sie gerade krank genug ist!

Dafür hat sie sich Briefwahlunterlagen schicken lassen,
als sie das alles noch nicht genau wuszte.
Und es war sehr gut, so in aller Ruhe die langen Wahlzettel
zu studieren - Kommunalwahl ist ja hier auch noch.
Da konnte sie diesmal gut überlegen
(nicht, dasz sie sonst lange überlegen müszte!)
und hat es nun schon abgeschickt.
Sie wünscht sich sehr, dasz alle Wähler dort hin gehen und
kann nicht verstehen, dasz so viele das nicht wollen.
Beim Schlange stehen bei der Tafel bekommt sie ja allerhand mit,
und das macht ihr Sorgen...

Schade, dasz Bären nicht wählen dürfen - wir würden
bestimmt hingehen, nicht wahr, Marc Aurel?
Demokratie ist einfach sehr wichtig und sie geht
derzeit immer mehr verloren scheinbar.
Das alles macht uns nachdenklich und
in trauriger Stimmung sind wir gerade sowieso.

Nun wünschen wir Euch einen schönen Sonntag
und wir drücken alle unsre Pfoten für das arme Katzentier

Liebe Grüsze an alle

Eure Leokadia, Brumm und

Zebedäus.

Kommentare:

  1. Oh, jetzt versteh ich Maschas Kommentar! Einen guten Freund leiden zu sehen und nichts tun zu können, ist arg! Ich hoffe mit euch...
    Gut, dass ihr auch noch einmal auf die Bedeutung der Wahl hinweist! Wie müssen es schaffen, dass die, die uns regieren, endlich ihre Passivität aufgeben, sonst wird es bald Mensch und Tier und Pflanzenwelt noch schlechter gehen.
    GLG
    Astrid

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  2. Ach Herrje, das ist aber traurig.
    Das tut mir in der Seele leid, was mit der schwarzen Katze passiert ist !
    Das kann ich sehr mitfühlen, ich habe ja einen Hund und wenn der was hat, dann leiden auch alle mit.
    Und bei so einem halbwilden Tier ist es ganz besonders tragisch.
    Wenn ihr nur irgendwie Hilfe bekommen würdet.
    Gibt es gar keine Möglichkeit ?
    Tierrettung oder sowas ?
    Schlimm, schlimm.
    Ja un das mit den Wahlen, das finde ich auch unmöglich, dass es Menschen gibt, denen das wurscht ist.
    Man muss unbedingt wählen, es kann nicht sein, dass gewisse Leute Oberhand gewinnen, nein !
    Ihr Lieben, jetzt kann ich gar nichts tröstendes sagen zu euch, weil mich euer Bericht auch traurig macht.
    Trotzdem drücke ich die Daumen, dass es vielleicht do nicht so schlimm ausgeht.
    Seid gedrückt und ganz liebe Grüße
    Jutta

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  3. Wie geht es denn heute dem Katzentier? Liegt sie noch warm & trocken und mag sie noch fressen?
    Ich hoffe, Ihr bekommt sie morgen in die Box, der Tierarzt hat ausreichend Zeit für sie und geht auch einfühlsam mit ihr um …
    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass trotz all' der Schwierigkeiten das doch nicht ganz so schlimm ist!
    Ganz liebe nachdenkliche Grüße von Silke, die selbstverständlich auch wählen geht

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