Sonntag, 18. März 2018

Wochenrückblick . Oder: ein Versuch.





Nachdem ich in einigen Blogs oft Rückblicke lese... auf schöne, interessante, 
kreative Wochen, versuche ich es auch einmal.
Nur: wie beschreibt man eine Woche, die nur aus Alltagskleinkram besteht?
Und wen interessiert das?
Deswegen hab ich mich ja bisher immer auf die kurze bildhafte 
Version der Freitags-Fünf beschränkt.


Am Wochenanfang war ich froh und dankbar über das milde Wetter, einige glückliche Stunden im Garten verbracht. Wo es immer genug zu tun gibt, aber das sehe ich nicht als Arbeit an. Eher als Meditation.

Ausserdem ein anstrengender Sehtest bei F-man. Wieder ein Versuch, eine Brille zu bekommen, die für mich passt, die etwas verbessert. Statt mich nur noch mehr zu behindern, indem ich über die eigenen Füsse falle damit. Weil Brillen das räumliche Sehen bei mir irgendwie ausser Kraft zu setzen scheinen.
Sowas liegt hier seit Jahren im Schubfach. 
Aber vielleicht klappt es ja diesmal besser?


Froh war ich diese Woche auch über weniger Schmerzen 
und wieder besser gehen zu können.
Und darüber, mein altes Rad wieder zu haben nach Reparatur.
Endlich die liegen gebliebenen Wege der Vorwoche erledigen können!

Dienstag endlich den dringend nötigen Behördenweg.
Ewiglange Strasse mit schrecklichem Lärm (der stresst mich immer am meisten), 
der schlimmste Verkehrsweg, den es in dieser Stadt gibt.
Nur um einen Verlängerungsstempel zu bekommen für meine Zugangsberechtigung zur "Tafel". - Ein Irrtum, dass man in Deutschland ohne Papierchen auch nur ein trockenes Brötchen bekommt! Aber nach den unrühmlichen Schlagzeilen der Essener Tafel dürfte das ja nun allgemein bekannt sein. -


Anschliessend gleich Maisgriess (preiswerter Ersatz für glutenfreies Brot) und Rinderherz für die Katze besorgt. Dinge, die ich nur dort draussen bekomme.
Klar, der Fleischer in der Innenstadt hat so etwas auch - auf Bestellung - 
aber wesentlich teurer und damit nicht drin.
Nach solchen Wegen bin ich für den Rest des Tages immer völlig erledigt.


Einen seltsamen bunten Traum gehabt, der Stoff für ein Kinderbuch wäre...


Ab Mittwoch dann Infektsymptome, Kopf-und Gliederschmerzen und das ganze verdammte Zeug. Es erwischt einfach jeden, c'est la vie!
Mit Überdosis Vitamin C plus Echinacea-Tropfen soweit in Schach gehalten, 
damit Alltag durchziehen trotzdem noch geht. Das mit dem Hinlegen wäre zwar fein,
 klappt aber doch nie. Ist einfach nicht drin.
Schnell noch - und mit letzten Kräften - Mutters Wege erledigt.


Donnerstag wäre Tafeltag gewesen, aber zum Schlange stehen absolut keine Kraft. 
Und irgendwie auch keine Motivation.
Manchmal mag ich sie einfach nicht sehen, die dortige Türsteherin. 
Es gibt einen, oft in Kirchengemeinden beheimateten Menschenschlag, 
der seine soziale Gesinnung allzu deutlich zur Schau trägt. 
Aber im stillen Herzkämmerlein die Menschen einfach nur verachtet -
Meist schaffe ich es, mich über sowas hinwegzusetzen (weil ich schliesslich darauf angewiesen bin)... aber manchmal überwiegt das Gefühl der Erniedrigung.
 Dem ich mich nicht zu sehr aussetzen mag.
Tafel also diesmal gecancelt und Ruhe bis in 2 Wochen. 
Öfter ist das hier nicht.

Dafür natürlich nix gekriegt und einkaufen gehen müssen.
Supermarkt unter Presslufthammergeräusch völlig umgeräumt. Unmöglich für mich, da etwas zu finden. Weil ich nicht mehr erkennen kann, was da in den Regalen liegt.
Passiert mir ja öfter, dass ich von der Einkaufliste am Ende nur die Hälfte hab.

Zum Kochen, für mich und meinen Schatz, findet sich schon irgendwas.
Auch das ist Kreativität. Rezepte mag ich nicht, weil ich nie habe, was ich dazu brauch. Mache ich alsolieber  etwas aus dem, was zufällig da ist.
Weisskohl mit Cashewnüssen, indisch scharf gewürzt...



Paar Erdbeeren geleistet.
Ja, ich weiss, man sollte sowas nicht kaufen, alles, was eingeflogen werden muss! 
 Der Umwelt zuliebe. Und heimisches Obst der Saison ist sowieso besser.
Hauseigene Äpfel hatte ich aber nicht diesen Winter.
Und da ich inzw. ja überhaupt kaum noch etwas essen kann, fällt die Genussleckerei seit längerem weg. Der Kreks, der Schaumkuss oder das Stück Kuchen gehn ja nicht mehr. In glutenfreier Variante unerschwinglich und leider meist auch mit Ei,
 da schlägt dann die Allergie zu.
Also leiste ich mir ab und an wenigstens eine Mango, eine Papaya oder paar Erdbeeren.

Mit zunehmendem Alter und ganz realen Problemen nimmt der Wunsch zur Weltverbesserung deutlich ab. Ist meine Beobachtung. Bei mir.
Ich weiss ja nicht, wie es anderen geht -


Dafür kam Donnerstag schöne Post von Ghislana. Ein Buch für meinen Liebsten.
Haben uns beide sehr gefreut. Dankeschön :)


Den Freitag irgendwie rumgebracht. Haushaltkram. Wege.
Durchgewurschtelt, herumgekrepelt etc. Krank gefühlt.
Dann kam den Schnee.



Die Katze, sichtlich schlecht gelaunt, hielt ganztägig meinen Stuhl im Arbeitszimmer 
okkupiert. Klar doch. Mir gefällt das ja auch nicht!





Aber auch solche Berge - bis gestern Mittag - hindern den Nachbarskater
 offenbar nicht, bei mir vorm Küchenfenster zu erscheinen. 
Tapfer ist er da reingesprungen. Und dann rauf.
Alles nur für ein paar Häppchen!



Machs gut, kleiner Murrer!






Jetzt sind wir also eingeschneit.
Mehr als den Weg bis zur Mutter werde ich kaum machen (können) die nächsten Tage.
Und hoffen, das geht bald wieder weg.

Eigentlich hätte ich Lust  auf einen schönen Spaziergang.
Und gerne würde ich jetzt nach Braunschweig fahren.
Die alten Bäume dort fotografieren im Schnee.
Nur: wie komme ich von hier aus zum Bahnhof???
Oder erstmal bis hin zum Wald?
Der Stadtbus hat seinen Verkehr gestern schon eingestellt.

*

Ja, so läuft eine Woche. Und eigentlich immer gleich.
 Alltag muss durchgezogen werden, frisst die Energie auf. Bleibt nicht allzu viel.
Nichts Kreatives getan, nichts gelesen (ausser Tageszeitung), nirgendwo gewesen.
Aufschreibenswert ist das alles nicht.



Schade, dass für Menschen Winterschlaf nicht vorgesehen ist!
Sich einfach gemütlich zusammenrollen und verschlafen die schwierige Zeit.
Aufwachen, wenns wieder besser ist.
Ja, das könnte mir gefallen!

Kommentare:

  1. Liebe Mascha,
    und doch hat es sich gelohnt, deinen Wochenrückblick zu lesen.
    Auch wenn du meinst, du hast nichts interessantes zu berichten.
    Gerade das "normale" Leben finde ich persönlich interessant.
    Mann kommt sich dadurch näher, lernt die Blogfreund besser kennen.
    Ich finde das gut!
    Nicht so gut finde ich, wie es dir derzeit geht.
    Du hast schon ganz viel zu bewältigen.
    Ich finde es toll, wie du dein Leben meisterst , Respekt.
    Deine Erfahrungen mit der "Tafel" finde ich bedrückend.
    Im TV habe ich letzthin eine Reportage darüber gesehen.
    Nicht schön !
    Liebe Mascha, danke für deine lieben Genesungswünsche, die ich auch an dich gerne zurück gebe.
    Hoffentlich kommt endlich der Frühling mit wärmeren Temperaturen, da geht es uns dann bestimmt besser.
    Einen schönen Sonntag noch.
    ♥lichst Jutta

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    1. Ach noch was, für einen "Winterschlaf für Menschen" würde ich auch plädieren ;-))

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  2. Ohhh today your cat went out...you have so much snow have a great week end

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    1. That is not my cat. The neighbors cat comes to visit me every day... by every wather.

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  3. ...Masha, I hope that you will feel better soon, spring is coming.

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  4. Ich bewundere Dich, Du meisterst Dein Leben toll Mascha!
    Gute Besserung für Dich! Lass Dich nicht unterkriegen!
    Liebe Grüße
    Susi

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  5. Puh, dass der Schnee bei Euch gleich so viel lahm legt, hätte ich bei Deinen Winterbbildern wirklich nicht gedacht. Denn bei Euch kommt so ein Wetter ja sicherlich häufiger vor …
    Cäsar saß heute selbst bei dem fiesen Wind auch wieder bei uns vor der Gartentür, um sich sein Würstchen abzuholen - Katzen und ihre Nachbarschafts-Verpflegung ;-) Dabei hat er ein gutes Zuhause und eigentlich auch ausreichend Futter.
    Und schade, dass das mit der Tafel so kompliziert ist. Es ist doch wirklich schön blöd genug wenn man überhaupt darauf angewiesen ist. Und mit Unverträglichkeiten & Allergien wird es dann ja noch schwieriger. Ja, da kann ich mir gut vorstellen, dass Du Dir Winterschlaf wünscht!
    LG Silke

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